Budapest ist eine Reise wert

Trainer Herbert Wagner hatte für die Herbstferien zum Trainingslager nach Budapest gerufen und 14 Fechter sowie 11 Eltern folgten ihm gern. Mit German Wings starteten alle am 07.10.06 und kehrten wohlbehalten und erschöpft am 14.10.06 zurück.
Es standen fast 8 Tage bei traumhaftem Wetter zur Verfügung, um Budapest und seine Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Bis zum frühen Nachmittag gab es Kultur satt, anschließend für die Fechter 3-4 Stunden Training und für die Eltern weiter Stadtbesichtigung und Erholung.
Leider befand sich das Hotel aufgrund einer Namensgleichheit der Straßen nicht neben der Sporthalle, sondern in einem anderen Stadtbezirk, was täglich ein mehrstündiges Hin- und Herfahren mit den unterschiedlichsten öffentlichen Verkehrsmitteln erforderlich machte. Während die ersten Tage noch an Schnitzeljagden im Budapester Verkehrsdickicht erinnerten, waren wir zuletzt versiert im Springen zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln und konnten selbst die anfangs ungewohnten ungarischen U-Bahn- und Busstationen auswendig herbeten.
Das im Internet blumig beschriebene Hotel hielt leider nicht im Entferntesten seine Versprechungen. Dafür lernten wir aber singende Steckdosen, nicht abtrocknende Handtücher, Duschen ohne Vorhang und interessante einfache Gerichte (gern mit Huhn) kennen. Wir nahmen aber alles als Abenteuer hin und wurden von den Sehenswürdigkeiten Budapests mehr als entschädigt.
Zunächst konnten sich alle bei einer Stadtrundfahrt einen ersten Überblick verschaffen, dann besuchten wir in den folgenden Tagen den Heldenplatz, die Matthiaskirche, den Burgpalast, die Fischerbastei, die Zitadelle und den Gellertberg, die Heilbäder, die St.-Stephan-Basilika, das Gundel-Restaurant, den Zoo, den Flohmarkt, verschiedene Museen ... und überquerten dabei viele der berühmten Brücken zu Fuß. Während die Fechter trainierten – einmal sogar mit der Nationalmannschaft – besichtigten die Eltern das jüdische Viertel, das Semmelweis-Museum, die Markthallen, das Kassak-Museum und vieles mehr, tranken Kaffee in wunderschönen Restaurants und gönnten sich einige Stunden im traumhaften Gellertthermalbad. Ein besonderer Höhepunkt war die Bootsfahrt auf der Donau zur Margareteninsel, auf der man mit der Pferdekutsche herumfahren konnte. Da wir abends mit den Kindern gemeinsam im Hotel essen wollten, konnten wir leider – auch aufgrund der Entfernung – die Stadt nicht auch noch im Dunkeln unsicher machen.
Geblieben ist neben den Erinnerungen an die vielen Sehenswürdigkeiten die Erkenntnis, dass es uns hier im Vergleich zur Bevölkerung Budapests sehr gut geht, wir uns über unsere Fechthalle gar nicht beschweren können und man Schmuck besser zu Hause lässt.
Budapest! Wir sehen uns sicher einmal wieder.

Marita Grundler
16.10.2006

Budapester Impressionen