12. Januar
  • William Hewlett stirbt mit 87 Jahren in Palo Alto.


26. Januar
  • Marco Börries verläßt Sun.


Januar
  • Der LINUX-Kernel 2.4 erscheint.


24. Februar
  • Im Alter von 84 Jahren stirbt der amerikanische Mathematiker Claude Elwood Shannon. Der ehemalige Mitarbeiter von AT&T Bell Labs gilt als Erfinder der Informationseinheit Bit.


25. März
  • Apple bringt das Mac Betriebssystem OS X heraus. Es basiert erstmals auf einem Unix Kernel. Basis ist u. a. Mach 3.0, welches Steve Jobs bereits für NextStep verwendet hat.


April
  • Das Systemhaus EDS AG (Electronic Data Systems) gibt bekannt, daß Systemhaus Systematics AG übernehmen zu wollen.

  • DELL überholt in den USA erstmals Compaq bei den verkauften PCs, und wird in den USA somit die Nr. 1 nach Stückzahlen.


Mai
  • Nach 18-monatiger Entwicklungszeit wird ebXML (Electronic Business Extensible Markup Language) verabschiedet. Dieser Standard, einer von mehreren Wegen um einen EDI-Nachfolger zu generieren) wird u.a. von Oasis, UN/CEFACT und RosettaNet unterstützt.

  • Intel bringt den 64-Bit Pentium "Itanium" heraus. Er benötigt für den sinnvollen Einsatz spezielle Software und kommt wesentlich später auf den Markt als geplant.

  • American Megatrend verkauft seinen RAID-Bereich an die LSI Corp..


Juni
  • Seagate bringt die erste AT-Bus mit 40GB je Platte heraus. Damit erreicht eine Festplatte erstmals eine Datendichte von 32,6 GByte pro Quadratzoll.

  • Nintendo bringt den Game Boy Advance in Europa auf den Markt. Im Gegensatz zum wesentlich älteren Atari Lynx und Sega Game Gear ist das Nintendo Gerät zwar schneller, hat aber kein hintergrundbeleuchtetes Display.

  • Compaq gibt bekannt, die durch den Aufkauf von DEC 1998 zu Compaq gekommende Alpha-Architektur nur noch bis Ende 2003 zu vertreiben.


28. Juni
  • Ein Berufungsgericht hebt die im Juni 2000 angeordnete Zerschlagung von Microsoft auf. Der Prozeß wird an eine niedrigere Instanz zurückgegeben, Richter Thomas Jackson wird zudem Voreingenommenheit gegen MS vorgeworfen.


29. Juni
  • Jim Ellis, der 1979 zusammen mit Tom Truscott das Usenet erfunden hat, stirbt 45jährig an Krebs.

  • Der Mitbegründer des Chaos Computer Clubs und Redakteur der taz Herwart Holland-Moritz (Wau Holland) stirbt 49jährig.


Juli
  • Apple stellt offiziell den G4 Cube mangels Absatzzahlen ein.


August
  • Der neue Schnittstellenstandard Serial-ATA 1.0 wird vorgestellt, er soll den bisherigen parallelen Anschluß von Festplatten ersetzen.


4. September
  • HP gibt bekannt, durch Aktientausch (0.6325 HP Anteile je Compaq-Aktie) 64% vom Compaq übernehmen zu wollen. Vorausgesetzt die Kartellbehörde stimmt zu, wird die Übernahme ab Frühjahr 2002 wirksam. Es entsteht ein Konzern mit rd. US$ 87 Milliarden Umsatz und rd. 145.000 Mitarbeitern. Durch die Fusion sollen zusätzlich zu den bereits in den letzten Monaten bei beiden Konzernen entlassenen Mitarbeitern weitere 15.000 gefeuert werden. Das Compaq-Label soll dann weitgehend verschwinden.
    Der Markt reagiert wenig begeistert. Zum einen wg. der abnehmenden Mitbewerber-Situation, zum andern weil sich beide Hersteller kaum ergänzen. Bei sind stark im Bereich Desktop-PC und Server, jedoch schwach beim Service. (Nach der Übernahme von DEC durch Compaq war die Serviceorganisation schon deutlich reduziert worden, wenngleich sie immer noch besser ist als die von HP.) Wohingegen IBM, dem insbesondere Paroli geboten werden soll, bereits rd. 40% seines Umsatzes mit Serviceleistungen erwirtschaftet. Entsprechend gehen auch prompt die Aktienkurse in den Keller.
    Auf der außerordentlichen Aktionärsversammlung am 19.3.2002 stimmen 51,4% für die Fusion. Es gibt jedoch Gerüchte, daß z. B. HP Deutschland die Stimmen der Deutschen Bank mit der Drohung gekauft hat, andernfalls die Konten bei der Deutschen Bank zu löschen. Walter Hewlett hatte noch per Gericht versucht die Abstimmung anzufechten, wurde aber abgewiesen. Damit soll die Fusion am 7.5.2002 erfolgen. Dann werden weitere 15.000 Leute gefeuert und Carly Fiorina soll gerüchteweise eine Prämie von US$115 Millionen erhalten.


14. September
  • In Japan kommt die Nintendo Spielekonsole GameCube auf den Markt. Sie hat einen 485 MHz Prozessor, eine PowerPC-Variante des Gekko von IBM, einen 162-MHz-Grafikchip von ArtX und 40MB RAM. Die max. Auflösung beträgt 640x480 Punkte, Speichermedium ist eine Mini-DVD. Europastart soll das Frühjahr 2002 sein.


September
  • Das W3C (World Wide Web Consortium) empfiehlt nach monatelanger Beratung SVG (Scalable Vector Graphics) als neuen Grafikstandard für Webseiten. Es ist ein auf XML basierendes Vektorgrafik-Format.


25. Oktober
  • Microsoft stellt Windows XP vor, es soll der Nachfolger sowohl für Windows 2000 wie auch dem immer noch DOS-basierenden Windows ME(98) sein.


Oktober
  • Das World Wide Web Consortium (W3C) verabschiedet XSL 1.0 (Extensible Stylesheet Language). Die Sprache dient dazu, XML-Dokumente formatiert auf verschiedenen Medien auszugeben.

  • Die Vobis Microcomputer AG übernimmt den Handelsnamen Yakumo von dem Distributor more!. Dieser hatte, bevor er selber in Konkurs ging, daß Label von Frank & Walter übernommen.


November
  • HP gibt bekannt, ab November 2003 den Vertrieb der HP3000 Reihe einzustellen. Die Roadmap für das Betriebssystem MPE/ix sieht wie folgt aus. Der aktuelle Versionsstand ist 7.0 Express Release 1. Mitte 2002 folgt dann mit MPE/ix 7.5, das unter anderem native Fibre-Channel-Unterstützung bietet, das letzte Release der Software. Der Support für MPE 6 wurde von April bis Oktober 2002 verlängert. Die Unterstützung für das Release 6.5 stellt HP Ende 2003 ein und Version 7 bis 7.5 werden bis Ende 2006 supportet. Gegen Aufpreis verlängert sich die Galgenfrist noch einmal um sechs Monate.
    Die Kunden sollen während der Auslaufzeit auf die HP9000 migrieren. Unklar ist jedoch, wie viele 3000er und e3000er (das Nachfolge-System) es überhaupt noch im aktiven Einsatz gibt.

  • In den USA beginnt der Verkauf der Microsoft Spielekonsole X-Box für US$300. Sie basiert auf einem 733 Mhz Pentium-III Prozessor, mit 233Mhz getakteten Grafikchip von Nvidia und einer 8GB Festplatte. Die max. Auflösung beträgt 1920x1080 Punkte, Speichermedium ist eine zweischichtige DVD-9. In Europa soll der Gerät ab dem 14. März 2002 erhältlich sein.


21. Dezember
  • Nach gut 25 Jahren meldet das Systemhaus m+s AG Insovenz an. Eine Woche später folgen drei 100%ige m+s Töchter. Bis zum Börsengang 2000 hat das Unternehmen nie rote Zahlen geschrieben. Durch den Druck der Aktionäre zu immer weiteren Umsatzsteigerung wurden wahllos Firmen zugekauft.


Dezember
  • Die Deutsche Telekom schaltet das BTX / Datex-J System ab. Es bleibt lediglich wg. Protest einiger Banken noch ein Fragment des Onlinebanking online.


Monat unbekannt
  • Microsoft ist das prominenteste Opfer eines neuartigen Angriffstyps, der sich gegen DNS-Server (Domain Name System) richtet. Bei dieser DoS-Attacke werden die Pfade, denen die TCP/IP-Datenpakete der Anwender zu Microsofts Web-Seiten folgen, gekappt. Zwar wird die Attacke nach wenigen Stunden entdeckt, trotzdem können Millionen von Nutzern zwei Tage lang Microsofts Web-Auftritt nicht erreichen.