Januar
  • Commodore stellt den C128 vor. Er hat einen 8502 und einen Z80 Prozessor (sie arbeiten jedoch nicht gleichzeitig), 128kb RAM (Bankswitching) und Basic 7.0.

  • Atari stellt den 65 XE und den 130ST / 520 ST (ST steht für Sixteen/Thirtytwo, er wurde in nur 9 Monaten unter Leitung von Shiraz Shivji entwickelt) vor. Der 65XE hat einen 6502C Prozessor mit 1.77Mhz, 64kb RAM und 24kb ROM.
    Der 130ST hat 128kb RAM und wird auf der CES vorgestellt, kommt jedoch nie in den Handel.
    Der 520ST wird auf der CES und Cebit vorgestellt, hat 512kb RAM, 16kb Rom (nachdem das TOS nicht mehr von Disk geladen werden muß 192kb) und einen Motorola 68000 Prozessor mit 8Mhz, er kostet US$599.

  • Apple ändert den Namen des Lisa in Macintosh XL.

  • Forethought liefert FileMaker für den Macintosh für US$199 aus.

  • Paul Allen von Microsoft gründet Asymetrix.

  • MS-Word 1.0 für Macintosh erscheint.

  • Satellite Software International liefert WordPerfect Jr. für US$200 aus, es ist speziell für den IBM PCjr entwickelt worden.

  • Microsoft stellt Steve Jobs seine Macintosh-Version von Excel vor, Jobs ist jedoch nicht interessiert, er setzt lieber auf Lotus Jazz.


Februar
  • Steve Wozniak verlässt Apple, er gründet eine eigene Firma die sich mit der Entwicklung von Desktop Home Video Produkten beschäftigen soll.

  • MS-Word 2.0 für DOS erscheint.

  • IBM's TopView erscheint für US$150.


19. März
  • Alwin Stumpf wechselt überraschend als Geschäftsführer von Commodore zu Atari Deutschland.


26. April
  • Die Acorn Computer Group stellt den ersten kommerziellen RISC-Prozessor vor.


April
  • IBM stellt den PCjr. ein.

  • Appel stellt den MAC XL (ehemals LISA) ein.


Mai
  • Der zwei Jahre zuvor eingestellte John Sculley degradiert Steve Jobs als Apple-Präsident zum Co-Präsidenten.

  • Epys bringt Summer Games II für den C64 heraus.

  • Lotus bringt Jazz für den Macintosh heraus, ein All-in-One Softwarepaket, es kostet US$595.


Juni
  • Microsoft bringt eine überarbeitet Version von Word 1.0 für Macintosh heraus.

  • Digital Research bringt Concurrent DOS 4.1 heraus. Es soll eine Alternative zu IBMs TopView sein und unterstützt GEM.

  • Amstrad bringt den PCW 8256 (Personal Computer for Word Processing mit 256 KB Speicher) raus, in Deutschland als Schneider Joyce im Handel. Der Joyce ist ein komplettes Textverarbeitungssystem mit eingebauter 3" Disk (173 Kb) und 9-Nadel Seikosha Drucker, Z80A CPU mit 4Mhz und 90x32 Zeichen Grünmonitor; Betriebssystem ist Joyce CP/M Plus 3.0. Inkl. reichhaltiger Software kostet er gut DM 2000.-, für die damalige Zeit ein Schnäppchen.


23. Juli
  • In Lincoln Center stellt Commodore den Amiga (später Amiga 1000) für US$1300 vor. Er hat einen Motorola 68000 Prozessor, 256 kb RAM und eine 880 kb Floppy.


Juli
  • Wang kündigt mehrere Produkte an, um PC's in LAN's und WAN's einzubinden.

  • Quarterdeck liefert DESQview 1.0 aus, eine textbasierende Fensteroberfläche für DOS.

  • Aldus PageMaker für Macintosh erscheint, Preis US$495.

  • Micrografix bringt das erste Windows Programm heraus, In*A*Vision.


August
  • Microsoft und IBM unterzeichnen ein Joint Venture über die weitere Entwicklung von Produkten.

  • Digital Research bringt GEM DOS für den 68000er Motorola Prozessor heraus. Es bietet neben der Mausbedienung ein MS-DOS 2.x kompatibles Filesystem und IBM-VDI Grafikunterstützung.

  • Hartmut "Hacko" Schröder und Wolfgang Mexner bringen das auf einem Apple II mit Z-Basic entwickelte Mailboxprogramm Zerberus heraus. Der Name entstand, weil es das erste Word mit Z im Wörterbuch war und Wolfgang Mexner gefiel. Es dient später vielen Mailboxen vor allem der linken Szene als Softwarebasis.


17. September
  • Steve Jobs verlässt offiziell Apple (sein eigentlicher Rücktritt war schon vorher), verkauft alle seine Aktien bis auf eine und gründet am nächsten Tag NeXT. Dazu nimmt er einige Leute aus "der unterste Stufe von Apple" wie er es nennt mit: Rich Page (Apple-Fellow und einer der wichtigsten Konstrukteure von Apple, er ist für die kommende Mac-Generation verantwortlich), Daniel Lewin (Marketing-Manager für den Bereich Mac an Hochschulen), Bud Tribble (Manager Softwareentwicklung für den Mac), Susan Barnes (Controllerin für den US-Markt) und George Crow (einer der leitenden Ingenieure für den Mac).
    Als erstes Produkt wird Next einen Rechner rausbringen der erstaunliche Ähnlichkeit mit dem bei Apple in Planung befindlichen nächsten Mac hat, dem soggenannten Big-Mac, auch 3-M-Maschine genannt, einem 17" Mac speziell für Hochschulen.
    Aufgrund dieser Rahmenbedingungen reicht Apple am 23. September Klage gegen Jobs ein. Diese endet im Januar des Folgejahres mit einem Vergleich.


September
  • Electronic Arts bringt DeluxePaint für den Amiga heraus. Es ist eine Neuentwicklung von Prism auf dem IBM-PC.

  • Die eine-Millionste Kopie von MS-Multiplan wird verkauft.

  • Ted Waitt gründet in Sioux City, Iowa den PC-Direktversender Gateway.

  • MS-Excel für den Macintosh 512K erscheint.

  • Lotus 1-2-3 Version 2.0 erscheint.

  • WordPerfect 4.1 erscheint.


Oktober
  • IBM kündigt die Token-Ring Netzwerktechnologie an.

  • General Electric beginnt mit seinem GEnie online service.

  • Hayes Microcomputer Product meldet ein Patent auf "Improved Escape Sequence with Guard Time" an.


November
  • Windows 1.0 erscheint zwei Jahre nachdem es erstmals angekündigt wurde, es kostet US$100. Systemanforderungen: 256 KByte RAM (empfohlen 512 KByte) und 2 Diskettenlaufwerke (empfohlen Festplatte). Programme für Windows gibt es vorläufig nicht, man kann jetzt jedoch mehrere DOS-Programme laufen lassen, ähnlich wie bei IBMs TopView.

  • Tandy gibt bekannt man werde zukünftig GEM mit seinen Rechnern ausliefern.


Dezember
  • dBase III+ erscheint.


Monat unbekannt
  • intel's 80386 wird in IBM's PS/2 Modellen vorgestellt.

  • Die Acorn Advanced RISC Maschine (ARM), ein 32-Bit Homecomputer, erscheint.

  • Sinclair wird an Amstrad verkauft.

  • Schneider/Amstrad bringt den CPC664 raus, den Nachfolger des CPC464. Statt das Kassettenlaufwerks hat er eine 3" Floppy. Der CPC664 wird jedoch noch im gleichen Jahr vom CPC6128 abgelöst, dieser hatte als einzige Änderung 128kb RAM.

  • Der Atari 130XE kommt raus. Auch er hat einen MOS 6502C Prozessor mit 1,76Mhz, 128kb RAM (Bankswitching) und ist ansonsten mit den div. Vorgängern identisch. Lediglich durch sein dem Atari ST ähnlichen Gehäuse wirkt er edler, verkauft sich wg. der 16-Bit Konkurrenz aber kaum.

  • Der Atari 800XE kommt als kleiner Bruder (er hat nur 64kb RAM) des 130XE raus, und wird vorrangig in Osteuropa verkauft.

  • Der Toshiba Laptop T1100 erscheint. Er hat einen 80C88 mit 4.77Mhz, 256kB RAM und wiegt 4.1 kg.

  • Die DEC MicroVAX II erscheint.

  • Alexij Patschitnow schreibt in Moskau ein Spiel, dessen Name er von tetra, dem griechischen vier ableitet, Tetris.

  • Photonics Corp. bringt Photolink heraus, eine Infrarot LAN Technologie für den Macintosh.

  • Commodore und Electronic Art entwicklen das Interchange Film Format (IFF) für Grafik, Sound, Text, Animationen und weitere Dateitypen.

  • Software Arts verkauft die Rechte an VisiCalc für US$800.000 an Lotus.

  • Microcom entwickelt die Kompression MNP5 für den Datentransfer via DFÜ.

  • Novell NetWare 2.0 erscheint.

  • Manfred Schmitt gründet Escom (Computer-Handelskette).

  • Ashton-Tate kauft Forefront, den Hersteller von Framework.

  • MS-QuickBASIC 1.0 erscheint.

  • In Europa erscheint der Commodore 128D, er ist nicht FCC konform und darf daher in den USA nicht verkauft werden.

  • Der ehemalige Marinesoldat John Meyer entwickelt bei seinem Arbeitgeber Digital Research ein DTP-Programm unter GEM und benennt es nach seiner Frau, Ventura. Da Digital Research es aber nicht weiter verfolgen will (man will sich auf sein Betriebssystem konzentrieren), gründet er die Firma Ventura Software. 1986 erscheint die Version 1.0 von Ventura Publisher, Xerox erhält das exklusive Vertriebsrecht.

  • Telegames kauft von Coleco die Rechte am Adam, und bringt diesen mit zusätzlicher Software unter dem Namen DINA bzw. Personal Arcade heraus.

  • Finis Conner verlässt Seagate und gründet seine eigene Firma, Conner Peripherals.

  • Das Systemhaus Systematics AG wird gegründet. Die Kunden sind vor allem bei Banken und Versicherungen zu finden.

  • Die Carnegie Mellon University School of Computer Science beginnt mit dem MACH Projekt. Es soll ein freies und portierbares UNIX System entwickelt werden. Später werden u.a. NeXT-Step und Mac OS X darauf basieren.

  • Shankar Subramonian gründet zusammen mit mehreren Ingenieuren die Firma American Megatrends Inc. (AMI). Geschäftsschwerpunkt sind RAID-Systeme, und ab 1991 unter dem Namen AMIBIOS, Biose.

  • Quantum bringt das erste Karten-Laufwerk, die Hardcard mit 10,5MB heraus. Die Laufwerke sind Steckkarten, die man vorrangig in PCs ohne HDD eingebaut hat.

  • Niklaus Wirth stellt den Modula-2 Compiler fertig.

  • Dr. Michael Cowpland gründet die Firma Corel.

  • Nintendo bringt Super Mario Bros. heraus, das zweite große Projekt vom Starentwickler Shigeru Miyamoto dem man nachsagt, er würde im Geiste in den von ihm entworfenen Spielewelten leben. Er ist der wichtigste Entwickler bei Nintendo. U. a. hat er an folgenden Hits mitgearbeitet: Wonder Boy 1-3, Montezuma, Montezuma's Revenge, Alex Kidd, Bubble Bobble, Rainbow Islands und New Zealand Story. Ferner hat er die Entwicklung der Zelda-Reihe geleitet.

  • In der DDR erscheint der Homecomputer KC85/2 des VEB Mikroelektronik Wilhelm Pieck in Mühlhausen. Es ist der Nachfolger des KC85/1 (vormals HC 900). Er hat 32 KByte RAM, 4 KByte ROM, der U880 hat 1.75 Mhz. Optional gibt es eine Speichererweiterung von 1KByte und eine Druckerschnittstelle.

  • Auf einem Apple wird mit Turbo-Pascal die Mailboxsoftware Maus geschrieben. Maus steht für "Münster Apple User Service". Die Software wird 1986 auf den PC portiert, später auch auf den Atari ST. Daraus entwickelt sich das MausNet.

  • In Kanada wird die Firma ATI gegründet.

  • Der erst 25jährige Joachim Bäurle gründet die PC-Handelskette Comtech. 10 Jahre später wird die 100ste Filiale gefeiert.
    Im Laufe der Zeit übernimmt Comtech Esom und geht eine Partnerschaft mit IBM ein. 1998 folgt eine Partnerschaft mit Mobilcom, welche 1999 die Mehrheit übernimmt. Im Sommer 2002 kommt die Pleite, die Filialen werden von der Firma Trend-e-pak übernommen. Die führt die Restkette auf dubiose weise in den endgültige Pleite.

  • Thom Henderson schreibt ein Packprogramm namens Arc welches dazu dient, innerhalb des FIDO-Netzes den Datenaustausch durch Kompression zu beschleunigen. Es soll auf allen Plattformen frei kopierbar sein, nur die DOS-version ist kommerziell. Hieraus entwickelt später Phil Katz sein Programm PKZip.