1. Januar
  • ARPAnet wird vom NCP auf TCP/IP umgestellt.


26. Januar
  • Lotus 1-2-3 für den IBM-PC erscheint, im ersten Jahr werden 60,000 Kopien verkauft. Es benötigt 256kb RAM, mehr als jedes andere Programm dieser Zeit. Geschrieben wurde es von Jonathan Sachs, das Design ist von Mitch Kapor.


Januar
  • Apple stellt den Lisa vor. Benannt nach Steve Jobs Tochter, die er vorher jahrelang nicht sehen wollte. Der Lisa arbeitet mit einer grafischen Oberfläche, ist jedoch langsam und mit US$10.000 viel zu teuer. Zudem kündigt Steve Jobs bei der Vorstellung bereits den MAC an, der inzwischen sein Lieblingskind geworden ist, der zudem wesentlich schneller und preiswerter sein soll.

  • Apple bringt den Apple IIe für US$1400 heraus. Er hat 64kb RAM, Tastatur mit Groß- Kleinschreibung, sieben Erweiterungsslots, 1Mhz 6502 CPU, 80x24 Zeichen und 560x192 Pixel, 140kb Floppy und Apple-DOS 3.3.

  • Media Distributing bietet Festplatten an. 44MB für US$4400, 22MB für US$3600, 11MB für US$2700.

  • Commodore verkauft den 1.000.000 VIC-20.

  • Das Time Magazin kührt den Computer zum "Mann des Jahres".

  • Commodore senkt den Preis für den C64 auf US$400.

  • Extex kündigt für US$100 den 2000 Piggyback Computer an, eine Tastatur mit 8kb Basic und 3kb RAM für den VCS 2600.

  • Mattel stellt den Aquarius Computer (4kb RAM und Z80A CPU) und die Intellivision II vor.

  • Commodore stellt den SX-100 vor, die portable Version den C-64 (US$995 mit s/w Monitor und US$1295 mit Farbgrafik und zwei Floppys) sowie den HHC-4 (Hand-Held Computer), einem 4kb RAM Rechner mit 24 Zeichen LC-Display.

  • AT&T bringt UNIX System V heraus.

  • Commodore kündigt den tragbaren C-64, den 10.5kg schweren SX-64 für US$1600 an.

  • Ziff-Davis bringt das A+ Magazin für den Apple heraus.

  • Raymond J. Noorda und Safeguard Scientific (eine Wagniskapital Firma) firmieren Novell Data Systems zur Novell Inc. um, im gleichen Jahr kommt als erstes Produkt der neuen Ausrichtung zum Netzwerkspezialisten NetWare heraus.


Februar
  • Atari kündigt "My First Computer" an, eine Tastatur für den VCS 2600, sie erscheint nie.

  • Microsoft gründet seine deutsche Niederlassung.


8. März
  • Der IBM-PC/XT 5160 wird vorgestellt. Er hat gegenüber dem ersten IBM PC eine 10MB Festplatte, drei Erweiterungsslots mehr und einen seriellen Anschluß. Mit 128kb RAM und 360kb Floppy kostet er US$5000.


März
  • RadioShack stellt seinen Laptop TRS-80 Modell 100 vor. Seine Software die incl. ist und das eingebaute Modem machen ihn besonders für Journalisten und Geschäftsleuten interessant. Er hat eine 80c85 CPU, und läuft mit vier AA-Batterien 20 Stunde, Preis mit 24kb RAM US$1000.

  • Der Compaq Portable kommt in den Handel.

  • Atari entläßt 600 Mitarbeiter, und verlegt die Produktion nach Honkong und Taiwan. In Alamorgordo in New Mexiko werden 14 Truckladungen Spielemodule im Boden einbetoniert, angeblich Module mit Qualitätsmängeln.

  • Microsoft gründet den Verlag Microsoft-Press.

  • Microsoft kündigt MS-DOS 2.0 an. Es unterstützt 10MB Festplatten, ein Baum-Dateisystem und 360kb Floppys.


April
  • Tandy / RadioShack stellen den TRS-80 Modell IV vor.

  • Microsoft kündigt XENIX 3.0 an.

  • Commodore senkt den Preis für den VIC-20 auf US$100.

  • Lotus 1-2-3 Version 1.0A erscheint.

  • Microsoft zeigt eine Demo seines „smoke-and-mirrors“ Programms, später Windows.


Mai
  • Die Microsoft Maus erscheint. "The Microsoft Mouse" kostet incl. Treiber und Karte US$200.

  • Fujitsu bringt seine ersten 256kbit Chips heraus.

  • Microsoft Frankreich wird eröffnet.

  • Honeywell kündigt das microSystem 6/10 an, einen zum Honeywell DPS 6 Mainframe kompatibles System. Es hat einen LSI 6 und einen Intel 8086 Prozessor und kostet US$4000.

  • Commodore liefert den Executive 64 aus. Er hat 64kb RAM, 5“ Farbmonitor und eine 170kb Floppy, Preis US$1000.

  • Jim Manzi beginnt als Marketing-Direktor bei Lotus. Im April 1986 wird er CEO von Lotus. Zuvor hat er bei McKinsey u.a. der Strategie zur Markteinführung von Lotus 1-2-3 entworfen.


6. Juni
  • Unter der Leitung von Spectravideo und Microsoft unterschreiben führende japanische Firmen den MSX-Vertrag. MSX (Microsoft Extended Basic) geht auf eine Idee von Spectravideo zurück, die einen Homecomputer nach einheitlichem Standard entwickeln wollen, der gewisse Grundbedingungen auf der Hard- und Softwareseite erfüllt.


Juni
  • Microsoft verkündet die langfristige Zusammenarbeit mit IBM.

  • Apple stellt den 1.000.000 Apple II her und verkauft ihn auch im gleichen Monat.

  • John Sculley kommt von Pepsi Co. zu Apple um Steve Jobs im Zaum zu halten.

  • Coleco kündigt den Adam an, einen Z80 basierenden Computer mit Typenrad-Drucker, 64kb RAM und Bandlaufwerk für US$600. Er erscheint zu spät und ist zu teuer, 1984 verschwindet er wieder vom Markt.


4. Juli
  • Die Software PC-Kaufmann von KHK erscheint. Entwickelt wurde es vom Frankfurter Kaufmann Karl-Heinz Killeit zusammen mit drei Programmieren in Basic. Es läuft unter DOS 2.0 und setzt auf die in dieser Version neue Festplattenunterstützung. Als Vertriebsweg wählte KHK das damals völlig unbekannte System der „Free License“. D. h. der Händler kaufte nur eine Version und durfte sie bis zu 1000 mal kopieren. Damit wurde KHK Ende der 1980er Jahre mit einen installierten Basis von 100.000 Programmen Marktführer. 1997 verkauft Killeit seine Firma an die Sage-Gruppe und verlässt die Firma.


7. Juli
  • Ray Kassar verläßt wg. des Vorwurfes von Insidergeschäften Atari.


Juli
  • Tom Mack bringt die erste Version von RBBS für MS-DOS heraus, daß erste Shareware-Mailbox-Programm.

  • COMPUTE!s erscheint, eine Zeitschrift für C64 User.

  • AT&T bringt C++ heraus; entwickelt von Bjarn Stroustrup.

  • Steve Wozniak kehrt zu Apple zurück.


September
  • Osborn Computer Corp. meldet nach Chapter 11 Konkurs an.

  • Yamaha stellt den ersten MSX Computer der Welt vor.

  • Brian Dougherty verläßt Imagic und gründet Berkeley Software.


Oktober
  • IBM kündigt den PCjr. an.

  • Borland International Inc. kündigt Turbo Pascal for CP/M-80, CP/M-86 und 8086 basierende Computer an. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit, Qualität (das Hauptprgramm ist 27 KByte groß) und des günstigen Preises (US$49,95) wird es zum Standard.

  • Der Coleco Adam wird ausgeliefert.

  • Der Atari 600XL kommt auf den Markt. Er ist der Nachfolger des 400, hat jedoch 16kb RAM, statt vier nur noch zwei Joystickanschlüsse, eine richtige Tastatur und kann 256 Farben darstellen. Der zeitgleich erscheinende Atari 800XL hat bereits 65kb RAM.

  • National Semiconductor liefert erste Muster des 6Mhz 32-Bit Prozessors NS32032 aus.

  • IBM bietet den PC-XT Modell 370 an. 8088 CPU, 768kb RAM, 360kb Floppy und 10MB Festplatte, US$9000.

  • TI stellt die Homecomputer Produktion ein und verramscht den TI-99/4A. Die Nachfolgemodelle TI-99/2 und TI-99/8 kommen nie in den Handel.


November
  • Microsoft kündigt formal Windows an, es soll im April 1984 erscheinen.

  • Microsoft stellt IBM wiederholt Windows vor, doch IBM ist nach wie vor nicht interessiert.

  • Satellite Software International liefert WordPerfect 3.0 für US$500 aus.

  • Microsoft bringt Word 1.0 (vorher Multi-Word-Tool) für US$375 heraus, im Bundel mit er MS-Maus kostet es US$475.

  • Die erste Ausgabe der Zeitschrift c't erscheint.

  • Fred Cohen schreibt im Rahmen seiner Doktorarbeit an der University of Southern California den ersten Computervirus, ein Programm das andere Programme verändert, indem es sich in das Programm einbaut. Diese Arbeit bleibt bis zur Veröffentlichung im Folgejahr jedoch ohne Folgen.


Dezember
  • Apple kündigt den Apple III+ für US$3000 an.

  • Der Apple ImageWriter erscheint für US$695.

  • Venon Buerg bringt die erste Version von List heraus, einem File-Browser für MS-DOS.


Monat unbekannt
  • Compaq geht an die Börse und verkauft am Ersttag 6 Millionen Aktien.

  • Der C-64 kommt für rd. DM 1300.- auf den deutschen Markt.

  • Microsoft stellt IBM eine frühe Version von Windows vor. IBM ist jedoch nicht interessiert sondern verfolgt die Entwicklung seiner eigenen Oberfläche, TopView.

  • TI bringt den Compact Computer 40 (CC-40) raus, ein Notebook mit einzeiligem 31 Zeichen LC-Display und eingebautem Basic.

  • Novell bringt NetWare raus.

  • Die PC World erscheint.

  • Auf der CES stellt Atari Mindlink vor, eine Steuerbrille die Spiele über die Reflexe der Augenbrauen steuert; sie kommt jedoch nie auf den Markt.

  • Steve Jobs bietet Don Estridge (dem Chefentwickler des ersten IBM-PCs) die Position des Präsidenten von Appel an. Er will US$1 Mill pro Jahr zahlen, zusätzlich US$1 Mill. in Aktien und US$2 Mill. für den Bau eines Hauses zahlen, Don Estridge lehnt ab.

  • Starcon bringt das Arcade-Game Dragons Lair heraus, es ist das erste Spiel auf CD.

  • Seymour Rubenstein verlässt MircoPro International.

  • Dan Silve verläßt mit weiteren Mitarbeitern Xerox und gründet Electronic Arts.

  • George Tate von Ashton-Tate kauft alle Recht an dBase II von Wayne Ratcliff und stellt ihn als Chefentwickler für dBase III an.

  • SyQuest bringt das Wechselmedium für den PC heraus.

  • Philippe Kahn gründet Borland.

  • Digital Research bringt die erste Version von GEM heraus.

  • Wang kündigt das single in-line memory Module (SIMM) an.

  • Philips und Sony entwickeln die CD-ROM, einen erweiterten CD-Audio Standard.

  • Marco Börries gründet als 16jähriger in der Lüneburger Heide die Firma Star Division, um seine DOS-Textverarbeitung zu Dumpingpreisen zu verkaufen.

  • Triumph Adler bringt seinen ersten PC/Heimcomputer heraus, den Alfatronic PC. Er hat einen Z80 mit 4Mhz und 64Kb RAM. Er verfügt über ein eigenes Betriebssystem, kann über Floppy aber CP/M booten.

  • In den USA wird die "414 Gang" (nach der Ortsvorwahl ihrer Wohngegend benannt) verhaftet. Die Gruppe von sechs Teenagern ist in nur neun Tagen in rd. 60 Rechnersysteme eingedrungen.

  • Rodime bringt die erste 3,5" Festplatte heraus, die RO352.

  • Auf der IFA startet die Deutsche Bundespost offiziell BTX.

  • Der VEB Elektronik Gera stellt den MC80 vor. Er basiert, wie fast alle DDR-Rechner, auf dem Z80 Clone U880 mit 2,4Mhz, hat 3-4 KByte ROM, 1 KByte RAM und eine 8 Zeilen x 32 Zeichen Darstellung. Software wird über ROM-Steckkarten geladen. Anwendungsgebiet ist der allg. technische Bereich.

  • Die Schneider KG, welche bisher nur Tonmöbel und Barvitrinen hergestellt hat, beginnt mit der Produktion von Video- und TV-Geräten, 1984 kommen Computer hinzu. 1985 erfolgt die Umwandlung in eine AG, der Börsengang kommt 1986.

  • Dynalogic bringt den Hyperion Laptop heraus (in Deutschland Agil von Anderson Jacobson vertrieben. Er gilt mit weniger als 10kg als Leichtgewicht, kostet tut er rd. DM 9000,-

  • Vtech/Sanyo bringen den Laser 110 heraus (später auch als Nachbau unter dem Namen VZ220 im deutschen Markt). Er hat einen Z80A Prozessor mit 3,25 Mhz, 4kB RAM (max. 64kB) Basic und BS in einem 16kB ROM, eine Grafikauflösung von 128x64 Pixeln und eine 45 Tasten Gummitastatur.