30. Juli
- Clive Marles Sinclair wird in Surry (England) geboren.
1941
12. Mai
- Konrad Zuse stellt in seiner Berliner Wohnung die aus 2500 telephonischen Relais gebaute Z3 vor.
1943
- Während des zweiten Weltkriegs entwickelt der britische Wissenschaftler Alan Turing einen elektronischen Computer zur Entschlüsselung von deutschem Militärcode (Enigma). Die Existenz des Computers wird bis 1970 geheim gehalten.
- An der Universität von Pennsylvania beginnt die Entwicklung von ENIAC I (Electronical Numercial Integrator and Computer). Er soll der Nachfolger des Mark-I werden, da die Army aufgrund des 2. Weltkrieges mehr Rechenleistung benötigt. Der ENIAC hat 17.000 Vakuumröhren und kostet US$500.000. Sechs Techniker sind dafür zuständig, wöchentlich jede Röhre zu prüfen und monatlich 2000 Stück auszutauschen. Der Rechner wird am 16. Februar 1946 offiziell in der Moore School of Electrical Engineering eingeweit. Betrieben wird er in erster Linie aber auf dem Army-Gelände in Aberdeen, Maryland, wo er bis 1956 im Einsatz ist. Für Berechnungen für die der Mark-I noch sechs Wochen brauchte benötigt der ENIAC nur noch eine Stunde. Zur Entwicklung der Software zieht die Army erstmals Frauen im großen Umfang heran, insbesondere Mathematikerinnen.
1944
7. August
- An der Harvard University wird der von Prof. Howard H. Aiken und IBM entwickelte »Havard Mark I: IBM Automatic Sequence Controlled Calculator« (ASCC) offiziell in Betrieb genommen, er lief aber schon einige Tage.
Monat unbekannt
- Grace Murray Hopper (später die First Lady des Computers genannt) trifft in Harvard erstmal Howard H. Aiken.
- Der Colossus Mark II wird in England gebaut.
1945
9. September
- Grace Murray Hopper entdeckt bei Ihrer Arbeit in Harvard einen Fehler im Relais #70 des Mark II. Dieser Fehler wurde durch einen Käfer (engl. Bug) verursacht. Diese Fehlersuche nennt sie debugging und die Ursache naheliegender weise Bug; damit wurden diese Begriffe von ihr geschaffen.
Monat unbekannt
- Der Bell Labs Computer Modell IV erscheint.
- Dr. John von Neumann veröffentlicht sein weit beachtetes Konzept über das Konzept des "stored programs". Seine bahnbrechend Idee, in denen der Speicher gleichzeitig Programmcode und Daten hält, legt den Grundstein für alle digitalen Computer die seit dem gebaut wurden.
1946
- Die Eckert-Mauchly Computer Corp. vormals Electronic Control Co., will einen Universal Automatic Computer (Univac) bauen; die Firma wird zu einem der härtesten IBM Konkurrenten bei den Großrechnern.
- Masaru Ibuka und Akio Morita gründen in Tokio die Firma Sony. Ursprünglich hieß die Firma Sonny (für Sonnyboy), aus rechtlichen Gründen dann in Sony, für lat. Sonus (Klang) umbenannt.
1947
18. August
- HP wird eine Aktiengesellschaft.
Monat unbekannt
- William Shockley, John Bardeen und Walter Brattain erfinden den Transistor (anfangs genannt transfer resistance device). Transistoren revolutionierten die Computertechnik durch ihre geringe Baugröße. Außerdem gelten sie gegenüber Röhren als bedeutend zuverlässiger.
- Herman H. Goldstein und John von Neumann bringen das Buch "Planning and Coding Problems of an Electronic Computing Instrument." heraus. In diesem wird das erste Mal die Benutzung von Flowcharts für die Programmierung angeregt.
1948
27. Januar
- IBM stellt seinen ersten Computer vor, den SSEC (Selective Sequence Electronic Calculator). Er besteht aus 12.500 Röhren, 21.400 Relais und ist 36 Meter lang, er bleibt ein Einzelstück. Die Entwicklung hat fast 1 Mill. Dollar gekostet, der Rechner wird in der Firmenzentrale in Manhatten im Schaufenster aufgestellt, und kann dort kostenlos von Wissenschaftlern benutzt werden.
September
- Der Harvard Mark II wird vorgestellt.
Monat unbekannt
- John Bardeen, Walter Brattain und Wiliam Shockley von den Bell Labs melden ein Patent an. Der erste Transistor wurde somit "offiziell" erfunden (entwickelt wurde er ein Jahr vorher).
- Der zweite »Computer« (eigentlich ein Rechenstanzer) von IBM ist das Modell 604 mit nur noch 1400 Röhren. Er beherrscht max. 70 Programmschritte. Es wurden rd. 5600 Geräte verkauft, von denen 1974 noch gut 400 im Einsatz waren.
- Der EDSAC (Electronic Delay Storage Automatic Calculator) wird an der Universität von Cambridge aufgestellt. Er wurde von Maurice V. Wilkes, einem Studenten von John von Neumann, entwickelt.
- Konrad Zuse veröffentlicht die erste höhere Programmiersprache, genannt Plankalkül.
1949
- Die DEHOMAG wird in Internationale Büromaschinen Gesellschaft mbH (IBM) umbenannt, es ist somit die deutsche IBM-Tochter.
- Claude Shannon baut am MIT den ersten Schachcomputer.
- Hiroshi Yamauchi gründet die Japanese domestic playing card company, Nintendo. Wie der Firmenname schon sagt, werden vor allem Spielkarten hergestellt.