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Prüfungsangst - ein häufiges Problem in der SchuleSchlecht geschlafen, unangenehme Dinge geträumt, wegen Übelkeit nichts zum Frühstück gegessen, mit ständigem Denken an die bevorstehende Schulaufgabe in der Schule angekommen, als der Lehrer die Klasse betritt: schwitzende und zitternde Hände... so können u.a. typische Kennzeichen von Prüfungsangst aussehen. Schlechte Noten trotz Lernens Das Problem sind jedoch nicht nur solche äußerlichen
Symptome, sondern trotz langer Vorbereitung auf die Schulaufgabe meist
auch noch schlechte Noten. Diese sind darauf zurückzuführen,
dass man sich bei übermäßiger Aufregung nur schlecht konzentrieren
kann. Selbst zu Hause noch ohne Probleme beherrschte Dinge werden in der
Schulaufgabe auf einmal falsch gemacht. Wie lässt sich Prüfungsangst erklären? Die Frage, wie es zu Prüfungsangst kommt, ist nicht ganz einfach
zu beantworten. Dies liegt vor allem daran, dass es ganz unterschiedliche
Bedingungen gibt, unter denen sich Prüfungsängstlichkeit ausbildet
entsprechend unterschiedliche Formen der Aufregung sind bei verschiedenen
Schülern auch zu beobachten. So kann Prüfungsängstlichkeit
u.a. daraus resultieren, dass ein Kind oder Jugendlicher am Gymnasium
schlicht und einfach überfordert ist. Der Druck, unter den sich ein
überforderter Schüler oft selbst setzt, der aber auch von den
Eltern kommen kann, führt dann meist zu großer Aufgeregtheit
bei Schulaufgaben. Hier ist Prüfungsangst eine Folge der Überforderung. Prüfungsangst ist oft selbstgemacht Interessant ist, dass Prüfungsangst in den meisten Fällen eine Folge so genannter Selbstverbalisationen ist. Das meint, dass Schüler sich regelrecht mit inneren Gesprächen und Gedanken in die Aufregung hineinreden. Das beginnt häufig damit, dass man sich schon beim Lernen selbst unter Druck setzt, dass man diesmal eine gute Note schreiben müsse. Das geht u.U. nachts mit Alpträumen weiter. Und v.a. vor und während der Prüfungssituation gehen betroffenen Schülern ständig negative Gedanken durch den Kopf: Ich kann Mathe einfach nicht., Ich werde wieder eine Sechs kriegen., Die Aufgaben sind viel zu schwer für mich. etc. Dass man sich angesichts solcher Gedanken, gegen die man sich meist nicht wehren und die man nicht einfach beiseite schieben kann, nicht konzentrieren kann, leuchtet ein. Eine übermäßige Selbstbeobachtung (jetzt fange ich schon wieder so zu schwitzen an), die häufig auch gegeben ist, trägt zusätzlich dazu bei, dass die Aufregung anwächst.
Zunächst einmal muss betont werden, dass die familiäre Situation auch mit dazu beitragen kann, ob und wie stark ein Schüler bei Prüfungen aufgeregt ist. Großer Leistungsdruck durch die Eltern ist sehr ungünstig und hilft dem eigenen Kind nie. Auf schlechte Noten mit heftigem Schimpfen und mit Verboten oder Ähnlichem zu reagieren, macht alles nur schlimmer die Alternative heißt ja nicht, sich angesichts der schlechten Note begeistert zu zeigen. Man sollte vielmehr gelassen reagieren, darüber sprechen, wie es zu dieser Note gekommen ist und was man (gemeinsam?) dagegen tun kann, dass die nächste Schulaufgabe besser läuft. Eine ermunternde Haltung ist für die meisten Kinder hilfreich. Dies alles zu beachten ist besonders wichtig, wenn erste Anzeichen von Prüfungsangst zu bemerken sind.
Ist die Prüfungsangst dennoch sehr groß geworden und hält länger an, so sollte man zunächst einmal mit den Fachlehrern, in denen die Prüfungsangst auftritt, Kontakt aufnehmen und nach den Ursachen fragen. Vielleicht stellt sich heraus, dass bei einem Schüler größere Stofflücken vorliegen, die die schlechten Noten und damit die Aufgeregtheit aufrecht erhalten in diesem Falle sollten zunächst diese Lücken, z.B. mit Hilfe gezielter Nachhilfe für ein paar Monate, geschlossen werden.
Sollte die Prüfungsangst jedoch weiter bestehen, ist es meist sinnvoll,
einen Fachmann, z.B. den Schulpsychologen, zu konsultieren. Hier wird
zunächst in einem Gespräch ganz genau abgeklärt, wie sich
die Prüfungsangst äußert und wann sie auftritt. Aufgrund
dieser ersten Ergebnisse wird dann weiter vorgegangen: Manchmal wird zunächst
mit einem Test abgeklärt, ob der Schüler bzw. die Schülerin
nicht am Gymnasium überfordert ist. Wenn dies als Ursache für
die Prüfungsangst ausgeschlossen ist, können weitere Maßnahmen
ergriffen werden, die im Folgenden nicht alle erläutert werden können.
Wichtig ist es z.B. in vielen Fällen, die ständigen negativen
Selbstverbalisationen, durch die die Aufregung gesteigert wird, zu verringern
oder zu verändern. Auch Tipps für ein sinnvolles Vorgehen in
Schulaufgaben helfen manchmal: Jede Aufgabe genau durchlesen, Schlüsselbegriffe
unterstreichen, nicht gleich losschreiben und dabei immer konfuser werden,
sondern vielmehr erst einmal überlegen, ob man solche oder ähnliche
Aufgaben nicht schon aus der Vorbereitung kennt, und sich zu erinnern
versuchen, wie man damals vorgegangen ist. All das hilft oft schon, da
gerade prüfungsängstliche Schüler dazu neigen, einfach
drauf loszuschreiben, und dann schnell bemerken, dass sie sich auf dem
falschen Weg befinden, was die Prüfungsangst nur verstärkt.
Dass es darüber hinaus weitere Wege gibt, die Prüfungsangst
zu verringern, wurde schon erwähnt. Ulf Cronenberg, staatlicher Schulpsychologe
Weitere Aktivitäten des Schulpsychologischen Dienstes im vergangenen
Jahr
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