Deutschlandfunk: Magnetfelder gegen Depressionen

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19.07.2005
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Bei etwa fünf Prozent der Menschen mit einer Depression wirken gängige Verfahren nicht. (Bild: dradio.de/Andreas Lemke)
Magnetfelder gegen Depressionen

Von Martin Winkelheide
Depressionen gelten heute als gut behandelbar. In der Regel helfen Medikamente oder eine Psychotherapie. Bei etwa fünf Prozent der Menschen mit einer Depression wirken diese Verfahren nicht. Mediziner an der Universitätsklinik Bonn haben im Rahmen einer Studie erprobt, ob eine Behandlung mit starken Magnetfeldern gegen solche schweren Formen der Depression hilft.
Bei der so genannten "Transkraniellen Magnetstimulation" platzieren Ärzte an der Stirn des Patienten eine Spule, die für einige Minuten ein stark pulsierendes Magnetfeld erzeugt. Das Magnetfeld erzeugt im Gehirn einen schwachen Stromfluss. Eine Woche nach der Magnetstimulation verspürte jeder zweite Behandelte eine deutliche Stimmungsaufhellung. Bei der Magnetstimulation handelt es sich um ein experimentelles Verfahren. Im Gespräch: Prof. Thomas Schläpfer von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Bonn.