Das «Glück» der Vertriebenen


Neue Zürcher Zeitung - 20.10.2003,  03:13

Persönliche Anmerkungen zu einer allzu abstrakt verlaufenden Debatte

Deutsche wie Polen sind 1945 aus den jeweiligen Ostgebieten ihrer Länder gewaltsam nach Westen verfrachtet worden. Beide Vertreibungen werden im polnischen Sprachgebrauch zumeist als «Aussiedlungen» bezeichnet, was nicht zwangsläufig verharmlosend gemeint ist. Im Horizont der kontroversen Debatte um ein von deutscher Seite initiiertes «Zentrum gegen Vertreibungen» wirft der bekannte Danziger Schriftsteller Stefan Chwin die Frage auf, ob Vertreibung damals nicht ein vergleichsweise mildes Schicksal gewesen sei. Der damalige Bevölkerungsaustausch, so Chwins These, könnte für Europa langfristig stabilisierend gewirkt haben.

Von Stefan Chwin

Die Vertreibung, Aussiedlung, Deportation und Verbannung von Millionen Menschen im 20. Jahrhundert war etwas Schreckliches - darüber gibt es keine Diskussion. Die Qualen, die Verzweiflung, der Tod von Angehörigen, Raub, Krankheiten, Demütigungen, der Verlust des Eigentums, lange Jahre der Nostalgie. Doch ist vielleicht die Zeit gekommen, um nicht nur über die Verluste der Vertriebenen zu sprechen, sondern auch - nüchtern und kühl - über die positiven Aspekte der Vertreibungen?

Das klingt zunächst nach Zynismus, Verantwortungslosigkeit oder der Relativierung von Verbrechen. Dürfen wir aus dieser Perspektive auf eine der grössten Tragödien des 20. Jahrhunderts schauen? Dürfen wir neben der Trauer auch die paradoxe Frage stellen, welchen Nutzen die polnischen und deutschen Vertriebenen aus der Vertreibung gezogen haben? Dürfen wir über die langfristigen Konsequenzen dieser Geschehnisse für ganz Europa nachdenken?

Ich selbst würde diese Fragen gern für unzulässig und sogar für sinnlos erklären, wäre da nicht etwas, das ich einst von meinem Vater gehört habe. Ich bin Sohn von Vertriebenen. Die Vertreibung meiner Mutter aus dem von den Deutschen niedergebrannten Warschau und meines Vaters aus dem von den Russen besetzten Wilna (Vilnius) halte ich für eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens. Aber was ich von meinem Vater gehört habe, kann ich leider nicht vergessen. Es geht um ein wichtiges Fragment meiner Erinnerung und, so wage ich zu behaupten, der Erinnerung Europas, das nicht ausgelöscht oder wegmanipuliert werden darf.

«Gütiger Gott!», rief mein Vater im Jahre 1980, als er darüber schon offen sprechen konnte. «Ich bin aus der Sowjetunion herausgekommen! Ein wahres Wunder!» Die Freude meines «vertriebenen» Vaters - auch wenn sie mit der Sehnsucht nach dem verlorenen Wilna vermischt war - rührte daher, dass er wusste, was ihn erwartet hätte, hätte er für immer in Wilna bleiben müssen. Das Kürzel NKWD sagte alles. Daher sprach er zu seinen Bekannten, die wie er 1945 aus Wilna vertrieben worden waren und sich im ehemals deutschen Danzig angesiedelt hatten, wenn sie regelmässig ihr Schicksal beklagten: «Gebt doch Ruhe! Denkt lieber daran, was an uns vorübergegangen ist!» Darauf nickten sie, wie ich mich genau erinnere, stets schweigend mit dem Kopf, wie Menschen, die über ein ungutes Geheimnis lieber nicht sprechen wollen.

In den vierziger Jahren wurden Tausende Deportierte aus den polnischen Ostgebieten in Russland vor die Alternative gestellt, ihre Staatsbürgerschaft aufzugeben und einen sowjetischen Pass anzunehmen («paszportizacja») oder in die Konzentrationslager am Polarkreis zu wandern. Ein Teil der Polen gab nach. Viele ihrer Kinder und Enkel leben heute in Kasachstan und sprechen nicht mehr Polnisch. Als Russland 1956 die Schrauben lockerte und die Deportierten nach Polen heimkehren sollten, erfuhren diejenigen, die ihre Pässe abgegeben hatten, dass sie nie mehr in ihre Heimat zurückkehren würden. Ein grösseres Unglück kann man sich schwer vorstellen. Dass Stalin meinem Vater, den die Rote Armee aus den polnischen Ostgebieten «vertrieben» hatte, «erlaubte», die Sowjetunion zu verlassen, hielt mein Vater für ein wahres Geschenk des Schicksals und dankte Gott dafür jeden Tag.

Lieber im Machtbereich Stalins leben?

Und die Deutschen? Was bedeutet eigentlich der Satz, den ich in Deutschland immer häufiger höre: «Wir verurteilen jegliche Vertreibungen als völkerrechtswidrig»? Bedeutet er: Wir meinen, im Jahre 1945, nachdem die grossen drei die Grenzen Europas umgestürzt hatten, hätte die deutsche Bevölkerung im polnischen Danzig und in Breslau und im tschechischen Sudetenland bleiben sollen? Hand aufs Herz: Hätten die vielen Deutschen, die sich nach 1945 westlich der Elbe ansiedelten, es vorgezogen, ihr Leben im Machtbereich Stalins im kommunistischen Polen zu verbringen wie mein Vater?

Denn was wäre geschehen, wenn die Russen gesagt hätten (was sie hätten tun können), die deutsche Bevölkerung solle nach dem Krieg an ihren Wohnorten verbleiben? Hätte es nach der Befreiung von Auschwitz nicht zur Lynchjustiz kommen können wie in den neunziger Jahren in Kosovo? Hätten die Deutschen nicht nach Westen, sondern nach Osten vertrieben werden können, hinter den Ural? Mein Onkel wurde aus Wilna in eine Kolchose bei Moskau vertrieben, wo er in einem hölzernen Schweinetrog schlafen musste, weil es für die polnischen Vertriebenen nicht einmal Stroh gab. Ein ähnliches Schicksal erlitten viele deutsche Kriegsgefangene, die nie aus Russland heimgekehrt sind, doch von ihnen hört man heute in Deutschland nichts. In unserer Strasse lebte nach dem Krieg ein sowjetischer Offizier. Er stammte aus einem Dorf bei Leningrad; Deutsche hatten seine Kinder, seine Frau und seine Mutter ermordet, indem sie die Dorfbewohner in eine Hütte trieben und bei lebendigem Leibe verbrannten. Dieser Offizier erklärte meinem Vater, er sehe drei Wege, die «deutsche Frage» zu lösen. Erstens: Alle Deutschen seien zu sterilisieren. Zweitens: Bei Berlin solle im Massstab 1:1 Auschwitz nachgebaut und die Deutschen sollten mit Zyklon B vernichtet werden. Drittens: Alle Deutschen seien nach Sibirien zu deportieren.

Erschütternde Berichte

Wer heute von den Vertreibungen spricht und den historischen Kontext dabei vergisst, schwebt wie ein halb Bewusstloser über der historischen Wirklichkeit. Die Deutschen, die heute den Bau eines Zentrums gegen Vertreibungen fordern, sollten zumindest einmal die erschütternden Münchner Gedichte von Tadeusz Borowski lesen, die im Ton an manchen Stellen leider an die Ideen des erwähnten sowjetischen Offiziers erinnern. Wer wahnsinnig war vom Schmerz nach diesem Massaker, das die Deutschen der Welt bereitet hatten, der kam auf die fürchterlichsten Ideen. Die Berichte aus den Lagern und Gefängnissen, in denen nach dem Krieg Deutsche in Polen festgehalten wurden, sind oft erschreckend, und manchmal kann man sich wundern darüber, dass die massakrierten Völker an den Deutschen nicht in wirklich grosser Zahl Rache genommen haben.

Aus dieser Perspektive war die Ankunft vieler Pommern, Schlesier und Ostpreussen westlich der Elbe im Grunde wie ein Glücksfall in der Lotterie des Lebens. Aus der roten Zone, in der nicht nur mit den Deutschen unsanft verfahren wurde, gelangten sie in die zivilisierte Welt, und viele von ihnen lebten nach dem Krieg besser als früher in ihrer alten Heimat. Die Deutschen, die die Elbe überquerten, waren den Fängen des sowjetischen Leviathan wie durch ein Wunder entronnen. Auch wenn sie grosse Verluste erlitten - sie haben die kommunistische Unfreiheit und Armut nicht erleben müssen. Viele von ihnen haben von ihr bis heute keine rechte Vorstellung.

Vielleicht wird jemand einwenden, man hätte nicht einige Millionen Deutsche an den Polarkreis schicken können. Doch eine solche Operation wäre für Sowjetrussland kein Problem gewesen. So wurde zum Beispiel das ganze tschetschenische Volk nach Kasachstan deportiert. Fast eine halbe Million Polen wurde nach Sibirien gebracht. Angesichts dieser Tatsachen konnten die nach dem Krieg deportierten Deutschen, die in den Westen gelangt waren, von Glück reden. Nicht viele Völker hatten im 20. Jahrhundert eine solche Chance.

Das ist sicher nicht der Grossherzigkeit Stalins zu verdanken. Vielmehr haben die westlichen Demokratien eine wirklich radikale Lösung der «deutschen Frage» verhindert. Eine Lösung, an die, wie mein Vater sagte, nach dem Krieg viele Menschen in den von Hitlers Armeen massakrierten Ländern gedacht hatten. Obwohl sie den Weltkrieg ausgelöst hatten, zogen die Deutschen ein glückliches Los - dank dem beginnenden Kalten Krieg. Die Amerikaner brauchten die Deutschen westlich der Elbe als Verbündete; die östlich davon lebenden brauchten die Sowjets.

Westlich der Elbe durften die Deutschen unter der amerikanischen Kuratel nicht nur den schmerzhaften Verlust ihrer Heimat beklagen, sondern sich auch in «Vertriebenenverbänden» organisieren, wovon die vertriebenen Polen, wie mein Vater, nicht träumen durften. Mehr noch: Die Deutschen konnten sogar offen das Recht auf Rückkehr in ihre Heimat fordern, was sie auch oft getan haben. Ein schwacher Trost, mag man einwenden. Doch hätte mein Vater etwas Ähnliches getan, wäre er am selben Tage in ein kommunistisches Gefängnis gekommen, das er möglicherweise nicht mehr lebend verlassen hätte. Im Übrigen wollte mein Vater gar nicht in seine von den Sowjets besetzte Heimat zurückkehren. Denn warum hätte er zurückkehren sollen? Um in noch grösserer Armut und Unfreiheit als in Polen zu leben? Verglichen mit dem, was er hinter sich gelassen hatte, war es im polnischen Danzig nicht ganz so schlecht.

Und die deutschen Vertriebenenverbände heute? Heute wird gesagt: «Wir verurteilen jegliche Vertreibungen als völkerrechtswidrig.» Bedeutet das zugleich: «Wir sind für die Aufhebung aller Beschlüsse der Alliierten von 1945 als völkerrechtswidrig»? Bedeutet der Satz «Wir sind gegen Vertreibungen» heute nur den Widerspruch gegen jegliche Vertreibungen in der Zukunft - oder noch etwas anderes? Alle diese Zweifel sollten berücksichtigt werden, wenn wir heute darüber reden, wie an das Drama der Vertreibungen erinnert werden soll. Es gilt, mögliche Missverständnisse zu vermeiden, die für uns alle schmerzlich sein können, weil diese oder jene Worte in Polen, Deutschland, Russland oder Tschechien unterschiedlich verstanden werden.

Beseitigung von Konfliktherden?

Schliesslich eine letzte, vielleicht die schwierigste Frage. Alle Diskussionen über die Vertreibungen gründen auf einem schweigenden Einverständnis. Die Frage, die dieses Einverständnis verletzt, lautet: Hätte das heutige Europa, das jetzt zusammenwächst, entstehen können ohne Vertreibungen und Massendeportationen? Ist es womöglich so, dass es gerade dank den grossen Bevölkerungsverschiebungen der vierziger und fünfziger Jahre in Mitteleuropa nach 1989 nicht zu einer solchen Explosion gekommen ist, wie sie den Balkan erschüttert hat? Haben die ethnischen Säuberungen der Nachkriegszeit nicht mögliche Konfliktherde beseitigt - zum Beispiel in den polnisch-ukrainisch-weissrussischen Grenzgebieten, wo die Axt ein gebräuchliches Streitmittel war?

Ist es folglich nicht so, dass wir alle - ohne Ausnahme, auch die deutschen und die polnischen «Vertriebenen» - heute Nutzniesser der Vertreibungen sind, auch wenn wir uns das nicht eingestehen wollen? Wurde die brutale Trennung der verfeindeten Völker durch die Alliierten nicht zum Fundament und Ausgangspunkt für einen langen Prozess der Versöhnung und der Einigung Europas, wie ein schmerzhafter, aber notwendiger chirurgischer Eingriff? Und hätte in der damaligen Situation, angesichts der Stalin'schen Massendeportationen von Polen in die deutschen Ostgebiete, irgendjemand von uns an der Stelle der Alliierten 1945 eine andere Entscheidung treffen können als die über die Massendeportation von Deutschen? Waren diese Deportationen nach den drastischen Grenzverschiebungen in halb Europa zu umgehen? Hätte zum Beispiel die polnische Regierung 1944, ohne auf die Russen und die westlichen Alliierten zu hören, einfach entscheiden können, keinen einzigen Deutschen zu deportieren? Und was wäre dann (und später) in Europa geschehen?

Sollte also ein Zentrum gegen Vertreibungen entstehen, ob in Berlin, in Breslau oder - warum nicht - in Danzig, sollten alle diese Fragen in der Struktur der Ausstellung wiederzufinden sein. Auch die Fragen, die aus den Worten meines Vaters hervorgehen, eines von Millionen aus dem Osten in die «ehemals deutschen Gebiete» Vertriebener. Ich bin mir im Übrigen nicht sicher, ob eine eigene Institution für das isolierte Thema der Vertreibungen zuständig sein sollte, weil dies weit wichtigere Dinge an den Rand drängen könnte, deren Konsequenz die Vertreibungen lediglich waren. Sollte ein solches Zentrum nicht entstehen, dann sollten die erwähnten Fragen auf jeden Fall ihren Platz im europäischen Bewusstsein finden, auch in dem der Deutschen, was mir sehr schwer zu erreichen scheint. Und vielleicht sollte die Institution eher «Zentrum des Wissens von den Vertreibungen» heissen. Denn der Name «Zentrum gegen Vertreibungen» könnte falsch gelesen werden, zum Beispiel als Zentrum gegen die Urheber der Vertreibungen - d. h. die Polen, Russen, Deutschen oder Tschechen; das liefe sicher den Absichten der Initiatoren zuwider.

Wäre es im Übrigen eine verrückte Idee, wenn neben dem Zentrum - sollte es tatsächlich in Berlin entstehen - die Initiatoren aus Gründen des pädagogischen Gleichgewichts die Kopie einer Gaskammer und eines Krematoriums aus Auschwitz erbauten? Wer weiss, vielleicht wäre das weit sinnvoller als die Errichtung eines Monuments zu Ehren der Opfer des Holocaust, das aus einigen tausend Steinen besteht? Denn «Auschwitz» ist heute, wovon ich mich in Deutschland mehrfach überzeugen konnte, für etliche Deutsche schlicht so etwas wie das polnische Märchen vom «eisernen Wolf»: Das ist irgendwo, irgendwann gewesen, hinter den sieben Bergen, in einem Land namens Polen, das heisst im Grunde nirgendwo. Dagegen sind die «unmenschlichen alliierten Bombardements gegen Dresden» und «die Qualen der deutschen Bevölkerung in Pommern und im Sudetenland» wirklichste Wirklichkeit.

Klimaänderung

Bei meinen letzten Besuchen in Deutschland habe ich eine deutliche Klimaänderung verspürt. Heute spricht man über die Beziehungen zu Polen anders als vor ein paar Jahren. Auf einer Veranstaltung in Ansbach griff mich ein Teilnehmer an, ein relativ junger Mensch. Er sagte, ich sei mit Hehlern im Bunde, weil ich in Danzig in einem Haus deutscher Vertriebener wohne, das Haus vom polnischen Staat bekommen habe, und dieser Staat sei ein Hehler, weil er das Haus von Russland bekam, das als Oberräuber den Deutschen den Danziger Boden weggenommen hat. Ich solle dieses Haus also sofort den Erben der Vertriebenen übergeben, die die entsprechenden Papiere besässen. Dieser Mann sagte, der Eigentumstitel unserer Familie sei völkerrechts-, menschenrechts- und EU-rechtswidrig. «Wenn ihr in der EU seid, wird man da etwas machen müssen!» Interessanterweise sagte dieser Mann nicht, die Russen sollten meinem Vater das Haus in Wilna zurückgeben, das er nach dem Krieg verloren hatte.

Wir sind uns nicht alle darüber im Klaren, in welchem historischen Augenblick die Idee dieses Zentrums aufgetaucht ist. Jetzt sind die Deutschen dabei, ihre Souveränität nach der Niederlage ihres Landes wiederzugewinnen. Die Haltung vieler Deutschen gegenüber den Vertreibungen steht im Einklang mit der deutschen Einstellung zur amerikanischen Invasion im Irak und zu Amerika überhaupt. Erst jetzt werfen die Deutschen mental das «Joch der Alliierten» von sich ab. Genau das meinen diese Demonstrationen der Unabhängigkeit gegenüber den USA, denen ich in Deutschland auf Schritt und Tritt begegne. Auch die Haltung der Deutschen zur Vertreibung und zum Zentrum ist eine solche Demonstration «deutscher Unabhängigkeit» und «geistiger Kraft». Daher auch die gewisse Verhärtung ihrer Meinungen. Erst jetzt fühlen die Deutschen sich wirklich als freies Volk, was sie der ganzen Welt ostentativ mitteilen wollen. Daher lassen sie sich nichts aufzwingen.

Als Autor des Buches «Tod in Danzig» fühle ich mich in dieser Lage merkwürdig. Manche meinen, mein Buch habe etwa Erika Steinbach Argumente geliefert, indem es zeige, wie die Polen 1945 «widerrechtlich» deutsche Wohnungen einnahmen und ruinierten. Mit einer solchen missbräuchlichen Interpretation möchte ich nichts zu tun haben. Mein Buch habe ich ebenso sehr gegen die Vertreibung der Deutschen aus Danzig geschrieben (denn ich glaubte, dass fremde Völker in Eintracht nebeneinander leben können) wie gegen jene Deutschen, die 1933 die teuflische Maschinerie des Mordens, Vertreibens und Deportierens in Gang gesetzt haben. Damit haben sie das Leben von Millionen Menschen in Europa in Trümmer gelegt, was heute nicht mehr alle in Deutschland hören wollen. Das sollte klar sein.

Aus dem Polnischen von Gerhard Gnauck. - Stefan Chwin, 1949 in Danzig geboren, lehrt an der dortigen Universität Literaturwissenschaft. Er gehört zu den führenden polnischen Gegenwartsschriftstellern. Sein Roman «Tod in Danzig» (dt. 1997) über den 1945 in Danzig verbliebenen Deutschen Hanemann war in Polen wie in Deutschland ein grosser Erfolg.

Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/2003/10/20/fe/page-article95P7B.html

Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG

Posted: Mo - Oktober 20, 2003 at 02:57 nachm.      


©