Was der Adobe-Macromedia-Deal bedeutet


Freehand and illustrator = Illuhand?

Wer sich über den Adobe-Macromedia-Deal wundert und sich fragt, was das für die Zukunft der Macromedia-Produkte bedeutet, wird keine schnelle Antwort finden. Nehmen wir das Beispiel Freehand und Illustrator: Macht es Sinn, beide Produkte in eine gemeinsame Über-Software zu transformieren? Oder ist zu erwarten, dass Adobe Freehand einstellt und allen Freehand-Anwendern eine kostenlose Illustrator-Version anbietet?

Vor allem zwei Gründe dürften für die letzte Variante den Ausschlag geben. Erstens, Illustrator CS und vor allem CS 2 wurden besonders im Hinblick auf eine Integration mit bestehenden Adobe-Produkten verbessert. Freehand ebenfalls via Bridge, Version Cue und anderen UI-Kompenenten näher an die CS-Produktreihe zu bringen, schiene mir ein enormer Anstrengungsakt zu sein, der sich angesichts der Existenz von Illustrator Adobe-intern kaum rechtfertigen lässt. Zweitens, mangels Alternative steht Adobe auch nicht unter dem Druck, Freehand integrieren zu müssen. Illustrator ist Realität und darüber hinaus ist weitere Konkurrenz nicht abzusehen.

Gegen die These eines integrierten Über-Programms steht vor allem der technische Aufwand. Zwei Produkte in ein neues zu integrieren, dauert erfahrungsgemäß länger als 12 bis 18 Monate und beinhaltet das Risiko, dass keine der Original-Anwendergruppen damit zufrieden wäre. Ich denke, dass die wahrscheinlichste Variante sein wird, dass Adobe einige Funktionen aus Freehand langfristig übernehmen und in Illustrator integrieren wird. Damit dürfte dann auch Freehand als eigenständiges Produkt in naher Zukunft (2006 - 2007) Geschichte sein.

Posted: Tue - April 19, 2005 at 08:04 AM           |


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