Peking geht streng gegen Luftverschmutzung vor2005-04-12
Auf den Fortschritt der letzten sechs Jahre aufbauend, wird die Pekinger Stadtregierung 22 neue Maßnahmen annehmen um die Luftverschmutzung in der Hauptstadt unter Kontrolle zu bringen. Die neuen Maßnahmen beinhalten strengere Kontrollen von industriellen Emissionen, Autoabgasen sowie Baustaub. Andere Maßnahmen verlangen die Umsiedelung von starken Verschmutzern, wie z.B. Fabriken zur Kohleverkokung, aus dem Stadtgebiet. Autoabgase, welche aufgrund der steigenden Zahl an Autos eine immer stärkere Bedrohung für Pekings Luftqualität darstellen, werden dieses Jahr stärker kontrolliert werden, wie das Umweltbüro der Pekinger Stadtregierung bekannt gab. Autos welche der Abgasnorm entsprechen haben, nach einer jährlichen Inspektion, einen gelben oder einen grünen Aufkleber auf ihrer Windschutzscheibe. Jedoch sieht man oft Autos ohne diese Aufkleber. Dieses Jahr, wird das Umweltbüro der Pekinger Stadtregierung zusammen mit lokalen Verkehrsbehörden gegen Autos ohne solche Aufkleber vorgehen. Die Fahrer solcher Autos werden mit einer Strafe von 200,- RMB rechnen müssen, sagte Pei Chenghu, stellvertretender Leiter des Büros. Pei sagte, die Stadt plane 3800 alte Busse und 20.000 Taxis bis Ende dieses Jahres auszurangieren da diese als eine der Hauptursachen für Verschmutzung identifiziert wurden. Gemäß des Pekinger Verkehrsbundes ( Beijing Public Transport Group), wird alleine das Auswechseln der Busse 3 Mrd. RMB (363 Mio. USD) kosten. Alle neuen Busse und Taxis müssen der neuen Euro III Abgasnorm entsprechen, sagte Feng Yuqiao, Abteilungsleiter des Pekinger Umweltbüros. Experten sagen, die Abgase von einem neuen Auto, welches der neuen Euro III Abgasnorm entspreche, seien genauso hoch wie die von vierzehn alten Autos. Feng sagte, dass von Peking erwartet wird, dass es dieses Jahr seine Abgasnorm von Euro II auf Euro III heben werde. Spezielles Benzin, geeignet für Euro III Autos, wird ab diesem Juli verkauft werden. Peking hatte 2003 die Euro II Abgasnorm angenommen und versucht diese, aufgrund dringender Aufrufe nach besserer Luftqualität und der steigenden Anzahl von Autos, schnellstmöglich durchzusetzen. Neben Autoabgasen, wird Peking auch versuchen industrielle Emissionen zu senken. Gemäß Pei wird erwartet, dass dieses Jahr einer zweiten Gruppe von Hauptverschmutzern, welche unter Umständen 20 Fabriken miteinschliessen könnte, gesagt wird, dass sie ihre Emissionswerte senken müssen. Sein Büro veröffentlichte letzten Juni Daten einer ersten Gruppe von Hauptverschmutzern, welche zusammen jährlich 78.000 Tonnen Schwefeldioxid und 13.000 Tonnen Staub und Rauch ausstoßen. Gemäß dem Büro, haben alle 28 Unternehmen aus dieser "schwarzen Liste" hauptsächlich Elektrizitäts- und Heizkraftwerke sowie Unternehmen der Petrochemie- und Stahlindustrie, Maßnahmen eingesetzt um ihre Ausstöße bis Jahresende 2004 zu reduzieren. Der Stahlgigant, Shougang, welcher seit langem als größter industrieller Verschmutzer Pekings bekannt ist, wurde angewiesen vor Juli einen seiner Hochöfen und bis Jahresende 2005 einen seiner Kohleöfen zu schließen. Ji Lin, stellvertretender Bürgermeister von Peking, sagte letzten Monat auf einer Konferenz, dass Shougang versuchen solle alle seine Verschmutzung verursachenden Fabriken bis 2008 aus der Hauptstadt zu entfernen. Die Umsiedelung von Shougang, welche seit fast einem Jahrzehnt unter Diskussion stand, wurde letztendlich Anfang diesen Jahres durchgesetzt. Es wird mit Umsiedelungskosten von etwa 50 Mrd. RMB (6 Mrd. USD) gerechnet. Wenn die Umsiedelung bis 2008 nicht abgeschlossen werden kann, werden alle Schmelzereien bis zum Ende der Olympischen Spiele geschlossen, sagte Ji. Für dieses Jahr, versprach die Pekinger Stadtregierung 230 Tage mit guter oder exzellenter Luftqualität. Das bedeutet, dass Stoffe wie Schwefeldioxid, Stickstoffoxide and Schwebeteilchen, auf einem niedrigem Pegel gehalten werden. (China Daily) CE.cn Posted: Di - April 12, 2005 at 10:41 vorm. |
Quick Links
Meine Links
Verweis zu unsere Homepage sowie dem Weblog
|