Genau belegt ist es nicht, glaubt man allerdings den einschlägigen Foren und Websites zum Thema „Brickfilm“ („Brick“ ist die englische Bezeichnung für Legostein) scheinen es Dave Lennie und Andy Boyer aus Illinois gewesen zu sein, welche als erste Ende der 80er Jahre die Idee hatten, einen Stop-Motion-Film mit Legosteinen und Videokamera zu animieren.

1990 waren es dann „moles“ und „zaph“, zwei Australier, die mit „
Star-Lego“, einer „Star-Wars-Parodie“ , welche zunächst nur auf Filmfestivals und Star-Wars-Conventions gezeigt wurde, erstmalig einen „populären" Film veröffentlichten und mit diesem „Kultfilm“ Lust auf Nachahmung weckten.

Auf ihrer
Website veröffentlichten sie neben der Möglichkeit den Film anzuschauen die „Credits“, auf welchen sowohl das Equipment (u.a. 286er PC) als auch die Produktionskosten (u.a. $ 25 für Lego-Steine, $7 für roten Lack oder $5 für Wunderkerzen) zu finden sind.

Mittlerweile dient die Website "
brickfilms" als Plattform für Veröffentlichungen von Legofilmen. Weiterhin findet man neben einer äußerst ergiebigen Linksammlung Foren und Tutorien (mit entsprechenden Hardware-Tipps und Softwarelinks) rund um die
Legoanimation.

Legofilme werden in der Regel in der Stop-Motion-Technik animiert, der klassischen Animationsmethode:

Es wird ein Einzelbild geschossen, dann wird der Gegenstand ein kleines Stück bewegt, woraufhin ein neues Bild geschossen wird und so weiter. Eine weitere Technik, welche angewandt werden kann, ist die so genannte „Live-Action-Methode“, bei welcher fahrende Autos beispielsweise mit Schnüren gezogen werden, während diese Bewegung „live“ abgefilmt wird.

Der Vorteil von Brickfilmen liegt in der Tatsache begründet, dass alles Notwendige hierfür sehr leicht zu organisieren ist: Man benötigt lediglich ein oder mehrer Aufnahmesets mit Computer, Monitor, Maus, Webcam, einer kleinen Schreibtischleuchte, Legosteine und Figuren (diese liegen oft in den Kellern der Schüler liegen bzw. sind bei ebay günstig zu erwerben) sowie
Animationssoftware, welche in der Regel sehr günstig für Schulen zu erwerben ist.

Natürlich lassen sich Stop-Motion-Animationen auch mit Playmobil-Figuren oder Barbie-Puppen durchführen; die „Traditionalisten“ allerdings benutzen Lego-Steine.