Block Innere - Gastroenterologie - Tag 2

köln
Der heutige Tag begann für uns um 9:00 Uhr auf Ebene 18 im Bettenhaus, von wo aus man einen herrlichen Blick über das morgendliche Köln und den Sonnenaufgang hatte (siehe Foto). Nach der üblichen Begrüßung teilten wir uns in je 2 Dreiergruppen auf. Jede dieser Gruppen wurde zu einem auf Station liegenden Patienten geschickt (der extra für uns ausgesucht und vorher instruiert worden war), um bei diesem eine komplette Anamnese mit körperlicher Untersuchung durchzuführen. Gegen 10:45 Uhr sollten sich dann beide Gruppen wieder mit unserem betreuenden Arzt treffen, um unsere Diagnosen zu besprechen und zu rechtfertigen. Meine Gruppe untersuchte eine Patientin mit offensichtlicher Leberzirrhose und Aszites nach langjährigem Alkoholmissbrauch. Interessant war hier vor allem, das Undulationsphänomen (beklopft man den Bauch auf der einen Seite, entstehen zwei Wellen. Eine wandert über die Bauchhaut auf die andere Seite und ist sichtbar, die andere wird durch die Aszites im Bauchraum fortgeleitet und erreicht die tastende Hand des Untersuchers auf der anderen Bauchseite schneller als die sichtbare), welches gestern von uns auf Visite abgefragt wurde, am Patienten auszulösen und zu beobachten.
Nach einer kurzen Kaffeepause trafen wir uns dann alle um 10:45 Uhr im Seminarrauf auf Ebene 18 und stellten uns gegenseitig unsere Patienten mit Verdachtsdiagnose vor. Man hatte beiden Gruppen je einen Patienten mit Leberzirrhose und Aszites zugewiesen, allerdings zeigten diese völlig gegensätzliche Krankheitsverläufe, so dass es eine spannende Diskussion war. Unser Arzt hielt anschließend noch einen (recht ausführlichen) Vortrag über Leberzirrhose (Ursachen, Therapie, Verlauf) und zeigte uns anschließend am Patientenbett noch einige Tricks zur körperlichen Untersuchung.
Gegen 13:00 Uhr konnten wir dann Mittagessen und trafen uns um 14:00 Uhr in einem Seminarraum auf Ebene 10 zu einem Seminar mit Prof. Steffen. Dieses hatte überraschenderweise nicht wie angekündigt Ulkus und entzündliche Darmerkrankungen zum Thema, sondern Ikterus als Oberbegriff. Es wurde wie aufgrund unserer gestrigen Erfahrungen mit Prof. Steffen nicht anders erwartet ein Ritt quer durch die Innere Medizin - und zwar keineswegs in Form eines Frontalvortrags. Wir saßen kreisförmig an einem Tisch und jeder bekam nacheinander Fragen gestellt und war innerhalb der 2 Stunden, die diese Veranstaltung dauerte, auch mehrmals dran. Obwohl es sehr anstrengend war, hat es sehr großen Spass gemacht und war didaktisch auch hervorragend gegliedert. Wir starteten mit Basics: Wie entsteht Bilirubin? Wie gelangt es zur Leber? Wie kommt es in den Hepatozyten? Wie kommt es aus dem Hepatozyten? Wir fuhren dann mit Laborwerten fort (hepatische Marker, cholestatische Marker, Hämolyseparameter) und erarbeiteten einen diagnostischen Algorithmus zu verschiedenen Grunderkrankungen - die dann auch alle einzeln besprochen wurden. Dies umfasste zahlreiche Formen der hämolytischen Anämien (toxische, erregerbedingte, mechanische, Hämoglobinopathien etc) aber auch Hepatitiden incl. Serologie, Übertragung, Verlauf, Differenzierung geimpfte vs. ehemalig erkrankte Personen usw. Es war eines der besten Seminare die ich bisher hatte!
Morgen ist glücklicherweise Feiertag, und am Donnerstag geht es für uns in die Ambulanz, wo wir uns spezifische Untersuchungen genauer ansehen sollen.
|

Block Innere - Gastroenterologie - Tag 1

Gegen 8:30 Uhr heute Morgen traf sich ein Teil von unserer Gruppe im Cafe Lindenthal, wo wir dann entschieden, dass wir unabhängig von irgendwelchen Teilnehmernummern in die Gastroenterologie gingen. Nach einem kleinen Frühstück suchten wir dort also das Sekretariat auf, wo man uns bereits erwartete und bat, noch einen Augenblick auf dem Flur zu warten. Nur wenige Augenblicke später kam Prof. Steffen und schickte uns auf Station (Ebene 18 im Bettenhaus) vor, wo er gleich die Chefarztvisite durchführen wollte. Auch dort wurden wir im Arztzimmer freundlich von 3 Ärzten und 3 PJlern empfangen, die uns zunächst einen Belegungsplan der Station aushändigten. Wie erwartet befanden sich hier viele Tumorpatienten (Ösophaguskarzinome, Pankreaskarzinome, hepatozelluläre Karzinome), aber auch Patienten mit Morbus Crohn, NASH, Leberzirrhose usw..
Nachdem wir eine kleine Einführung in den Stationsablauf bekommen hatten, wurden wir schonend darauf vorbereitet, dass die Chefvisite sehr frageintensiv werden würde. Und das war Sie dann auch!
Es handelte sich um eine 3 Stunden dauernde Visite, bei der jedes Zimmer von 13 weißbekittelten Personen (1 Chefarzt [Prof. Steffen], 3 Ärzte, 3 PJler, 6 Medizinstudenten) betreten wurde. Vor jedem Zimmer wurde ausführlich über die Erkrankung und Therapie der Patienten gesprochen, anschließend wurden wir detailliert befragt (z.B.: Was versteht man unter einer Hemmkörper-Hämophilie? Wie funktioniert ein H2-Test mit Lactose, Glucose, Lactulose? Was ist ein Wassermelonen-Magen? Ursachen und Therapie einer präportalen Hypertonie? Wie würden Sie diesen Patienten therapieren?). Klingt zwar schlimm, hat aber richtig Spaß gemacht, da er nicht wirklich sauer war, wenn man etwas nicht wusste, sondern die Antwort dann mit einem zusammen hergeleitet hat – was durchaus öfter von Nöten war. Es war nach den 3 Stunden und nachdem man mehrmals gefragt worden war aber auch etwas anstrengend. Ich habe auf jeden Fall in meinem ganzen Medizinstudium in keinem Kurs so viel (hintereinander) und so intensiv Innere gelernt wie auf dieser einen Visite. War echt Klasse!
Insgesamt hat Prof. Steffen bei den meisten von uns nach diesem ersten Tag Eindruck hinterlassen: er wirke sehr begeistert von seinem Fach und war ausgesprochen empathisch den Patienten gegenüber.
Nachmittags fand kein Seminar statt, aber in unserem Seminar morgen werden wir wieder Prof. Steffen haben – das heißt für heute Nachmittag: Pauken bis der Arzt kommt.
|

Benutzerordner auf eine externe Firewire-Festplatte verschieben

Dieser Artikel bezieht sich auf OS X 10.4.7. Es gibt sicherlich mehrere gute Gründe, einen Benutzerordner unter OS X auf eine externe Firewire- oder USB-Festplatte zu verschieben. Sollen in dem jeweiligen Benutzerordner z.B. sensible oder sehr wichtige Daten gespeichert werden, so ist es sinnvoll, dass diese nicht evtl. zusammen mit dem Notebook gestohlen werden. Zwar könnte man derartige Daten auch mit FileVault sichern oder in ein verschlüsseltes DiskImage kopieren, aber: Daten, die nicht auf der Notebook-Festplatte liegen, können auch nicht mit dieser gestohlen werden. Wie geht man nun vor, um den Benutzer auf eine externe Platte auszulagern? Sicherlich gibt es mehrere Möglichkeiten, ich bevorzuge die folgende Variante (und empfehle vorher ausdrücklich eine Datensicherung):

Bild 1
1.) Falls der Benutzer noch nicht existiert, diesen anlegen. In diesem Beispiel soll der Ordner eines Benutzers mit dem Namen "testuser" verschoben werden. Der Benutzerordner befindet sich im Verzeichnis "Name-der-Festplatte/Benutzer/", z.B. "Macintosh HD/Benutzer/testuser/".

2.) Den Benutzerordner "testuser" mit Hilfe des Finders auf die gewünschte Partition der externen Festplatte kopieren - hierzu ist die Eingabe des Administrator-Kennworts erforderlich.

3.) Nun muss OS X mitgeteilt werden, dass der Benutzer "testuser" umgezogen ist. Das Betriebssystem sucht diesen User regulär im Verzeichnis "Name-der-Festplatte/Benutzer/", also z.B. "Macintosh HD/Benutzer/testuser/". Das neue Verzeichnis für testuser liegt aber nun auf der externen Festplatte, und somit im Verzeichnis "/Volumes/Name-Externe-Festplatte/". Wenn Sie den Namen der externen Festplatte oder der entsprechenden Partition kennen (wird im Finder und normalerweise auch auf dem Desktop angezeigt), können Sie mit Schritt 4 fortfahren.

Bild 3
4.) Im Ordner "Programme/Dienstprogramme/" befindet sich ein Programm mit dem Namen "NetInfo Manager", dieses öffnen und wie auf der Abbildung angezeigt in die Rubrik "users/testuser/" gehen. Im unteren Bereich des Fensters in der Eigenschaft "home" den Pfad von testuser ändern in "/Volumes/Name- Externe- Festplatte/testuser".

5.) Um dem System den Umzug nun endgültig mitzuteilen, muss man in der Menüleiste des NetInfo Manager nacheinander die folgenden Menüpunkte wählen: Zunächst "Domain - Änderungen sichern", anschließend "Verwaltung - Lokale NetInfo Domains neu starten".

Nun sollte der Umzug des Benutzerordners erfolgreich durchgeführt sein. Um dies zu testen bietet es sich an, über das Terminal den Benutzerordner im Verzeichnis "Name der Festplatte/Benutzer/" umzubenennen, und sich ganz normal als der verschobene Benutzer anzumelden. Wenn dies gelingt, kann der ursprüngliche und gerade umbenannte Ordner gelöscht werden.
Was passiert nun, wenn die externe Festplatte nicht mit dem Computer verbunden ist, und jemand versucht sich an dem entsprechend ausgelagerten Benutzeraccount anzumelden? Nichts spektakuläres, er wird aufgefordert, sein Passwort einzugeben und es erscheint eine Fehlermeldung mit der Message: "You are unable to log in to the user account 'testuser' at this time".
|

Der Tag vor dem Block "Innere Medizin"

Insgesamt hat man im Laufe des Blockpraktikums zwei Wochen Innere Medizin, diese Wochen sind für unsere Gruppe allerdings nicht aufeinander folgend. Wir wissen, dass die nächste Woche (Woche 02 des Blockpraktikums) für unsere Gruppe mit Innerer Medizin beginnt - unser Skript geht davon aus, dass die Gruppenstärke 8 Studenten beträgt. Davon haben die Studenten mit der Teilnehmernummer 1-4 in der kommenden Woche Gastroenterologie, diejenigen mit Teilnehmernummer 5-8 Nephrologie. Leider befinden sich in unserer Gruppe zur Zeit aber 12 Personen, von denen allerdings nur 8 auch den Innere-Block machen. Somit sind wir also zwar acht Personen, aber mit Teilnehmernummern zwischen 1 und 12 (mal abgesehen davon, dass uns niemand darüber informiert hat, dass wir innerhalb der Gruppe Teilnehmernummern haben. Wir gehen davon aus, dass wir einfach unsere Namen in der Reihenfolge wie sie in der Gruppenliste aufgeführt sind, abzählen müssen - dies ist aber rein spekulativ). Entweder wir werden morgen neu durchnummeriert, oder wir können uns selbst in zwei Vierergruppen aufteilen. Jedenfalls weiss einen Tag vorher niemand von uns, was er morgen genau haben wird: Gastroenterologie oder Nephrologie? Erschwerend kommt noch hinzu, dass es keine gemeinsame Vorbesprechung gibt. Teilnehmernummer 1-4 soll zu den Gastroenterologen (9:00 Uhr: Sekretariat UBT 01/C/R 328, Prof. Steffen), Teilnehmernummer 5-8 zu den Nephrologen (9:00 Uhr: Mitteltrakt BH Ebene 10) gehen.
|

Block Dermatologie - Tag 5

Heute sind wir wieder um 8:30 Uhr auf Station erschienen, die Visite fand pünktlich um 9:00 Uhr statt und war (für mich) nach den vergangenen 4 Tagen richtig interessant, da man die einzelnen Patienten und die therapeutischen Massnahmen nun besser kennt. Es beginnt, sich eine gewisse Routine im Stationsalltag einzustellen - dies bemerke ich in Famulaturen auch nach ca. 1 Woche. Wir haben bei einzelnen Fällen die Pathogenese (wie entsteht die Krankheit) der jeweiligen Erkrankung durchgesprochen und Therapienebenwirkungen diskutiert. Während der Visite stellte sich heraus, dass etwas Konfusion bezüglich der neurologischen Vorgeschichte eines Patienten mit Lupus Erythematodes herrschte, so dass wir anboten über diesen Fall zu recherchieren und später eine Zusammenfassung abzuliefern.
Nach der Visite haben Timon, Marco (siehe Foto) und ich diverse Blutabnahmen durchgeführt.

Marco vor der Blutabnahme bei einem MRSA-Patienten
Nachdem die Blutabnahmen erledigt waren informierte ich mich zunächst im PJ-Zimmer (mit Akte und Lehrbuch) über einen Patienten mit Syphillis (Lues), um dieses Krankheitsbild etwas genauer kennen zu lernen. Anschliessend ergründeten und ordneten wir gemeinsam die neurologische Vorgeschichte des Patienten mit Lupus erythematodes, trugen dem Ärzteteam eine Zusammenfassung vor und versuchten diese Befunde im Kontext mit der Grunderkrankung zu deuten.
Nach dem obligatorischen essen um 12:00 Uhr fand um 13:00 Uhr das tägliche Seminar bei Frau Dr. Hartmann statt; Themen waren heute die Kollagenosen (vor allem: Sklerodermie, Lupus und Dermatomyositis) - alles Krankheitsbilder, die wir in dieser Woche tatsächlich auch sehen konnten.

Fazit zum Derma-Block:
Erwartet habe ich, dass Dermatologie sehr langweilig wird. Tatsächlich war es interessant (und nur sehr selten langweilig), die Stationsarbeit hat Spass gemacht und das Ärzteteam war jederzeit da und hat Fragen beantwortet - und das obwohl die Station von den Ärzten her eher unterbesetzt war. Ich denke, man kann sich auf diesen Teil des Blockpraktikums freuen und lernt tatsächlich mal etwas über Dermatologie, wobei sich dann evtl. herausstellt, dass dieses Fachgebiet gar nicht so uninteressant ist.
|

Block Dermatologie - Tag 4

Beim Betreten der Station gegen 8:30 Uhr war bereits eine gewisse Unruhe spürbar - dies lag, wie man uns schnell sagte, an der gegen 9:30 Uhr stattfindenden Chefvisite. Diese ist unter PJlern und Assistenzärzten auf dieser Station gleichermaßen gefürchtet, da Professor Krieg diese beiden Gruppen wohl am Patientenbett ausgiebig befragt. So saßen auch nun die PJlerin und zwei Assistenzärzte im Arztzimmer und fragten sich gegenseitig ab bzw. schlugen in Büchern nach, um letzte Wissenslücken zu füllen. Tatsächlich kam dann nicht wie erwartet Professor Krieg, sondern Professor Hunzelmann auf Station, der seine Assistenzärzte und die PJlerin mit nicht wenigen Fragen löcherte. Auch von uns wollte er z.B. wissen, wie es denn zu einer Erhöhung der Lipase kommen kann - hören wollte er nicht "Pankreatitis" sondern "Glucocorticoide" (was wir natürlich nicht wussten, Assistenzärzte und PJlerin glücklicherweise auch nicht).
Insgesamt verlief die Visite relativ reibungslos, einer der Ärzte bot uns an, einen bestimmten interessanten Fall später noch mit uns zu vertiefen. Weiterhin bekamen wir von der PJlerin einen tagesaktuellen Belegungsplan der Station ausgehändigt, so dass wir uns in den PJ-Raum zurückzogen und noch ein wenig diskutierten und in Büchern nachlasen (und uns z.T. auch ein wenig langweilten). Zu der Fallvertiefung kam es leider nicht mehr, so dass wir gegen 12:00 Uhr Mittagspause machten und um 13:15 Uhr ein Seminar bei Frau Dr. Hartmann über Schuppenflechte (Psoriasis) und Lichen ruber hörten. Wie gewohnt endete das Blockpraktikum Dermatologie auch an diesem Tag um ca. 14:00 Uhr, so dass heute bis 16:00 Uhr frei war - denn ab dieser Uhrzeit findet der Notfall 2 - Kurs statt.
|

Block Dermatologie - Tag 3

Als wir heute gegen 8:30 Uhr auf der Dermatologie-Station ankamen gab es zunächst nicht viel für uns zu tun, so dass wir uns in den PJ-Raum gesetzt und einige Anamnesetechniken, Krankheitsbilder und Effloreszenzen durchgesprochen haben. Die im Anschluss stattfindende Visite dauerte dann etwas länger, da eine Patientin völlig unerwartet sehr impulsdurchbrüchig wurde, in diesem Kontext auch suizidale Inhalte äußerte und nur sehr schwer wieder zu beruhigen war. Im weiteren Verlauf der Visite gab es dann noch interessante Gespräche über einzelne Krankheitsbilder und Therapieoptionen (wir wussten z.B. nicht, dass man Farbstofflösungen wie Gentianaviolett zur Hautdesinfektion und Stillung von Juckreiz einsetzen kann – die Haut der Patienten ist nach auftragen der Lösung zunächst sehr intensiv gefärbt). Anschließend führten wir zusammen eine Anamnese bei einem Tumorpatienten durch – hier gab es leichtere Komplikationen aufgrund einer bestehenden Sprachbarriere – und stellten diesen im Anschluss wie üblich dem Ärzteteam vor.
Von 12:00-13:00 fand wieder unsere Mittagspause statt, danach bis 14:00 Uhr ein Seminar von Frau Dr. Hartmann über Basaliome, Plattenepithelkarzinome, Melanome und Präkanzerosen.
|

Block Dermatologie - Tag 2

Heute Morgen waren wir wieder um 8:15 Uhr in Gebäude 15. Nachdem wir unsere Sachen (Taschen etc.) im PJ-Raum abgelegt hatten, gingen wir ins Arztzimmer und wurden freundlich begrüßt. Es gab leider heute keine Blutabnahmen zu machen, so dass wir erst mal eine Kaffee getrunken haben und um 9:00 Uhr dann zur Visite erschienen sind. Diese verzögerte sich dann aber noch ein wenig, so dass wir noch ein bisschen lesen und uns Patientenakten anschauen konnten. Wenn auf Station nichts zu tun ist gibt es generell auch die Möglichkeit, mit einzelnen Patienten, die einen besonders interessieren, in Ruhe zu sprechen.
Wir wurden dann zur Visite geholt, wobei wir wieder bei fast jedem Patienten eine kleine Beschreibung seiner Erkrankung bekamen und auch jederzeit Fragen stellen konnten – überhaupt sind die Ärzte und PJler auf dieser Station eigentlich jederzeit ansprechbar und beantworten Fragen.
Als die Visite dann zu Ende war, haben Timon und ich zusammen einen Patienten mit Basaliom aufgenommen. Wir haben eine gründliche Anamnese durchgeführt, zumal der Patient eine Reihe Voroperationen hinter sich hatte und außerdem zahlreiche zu dokumentierende Hautveränderungen am ganzen Körper zeigte. War wirklich interessant und dauerte (incl. 2 Blutabnahmeversuchen von mir, die dann letztlich doch scheiterten) fast eine Stunde. Wir haben bei dieser Gelegenheit mal wieder festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, gründliche Anamnesen durchzuführen, weil viele Patienten auf direkte Fragen (z.B. Voroperationen) nicht ausführlich antworten. Erst wenn man einen Neurostatus erhebt oder das Abdomen untersucht fällt dem Patienten plötzlich ein, dass er in der Vergangenheit auch dort eine OP hatte (oder in den letzten Wochen unter Bauchschmerzen leidet).
Gegen 12:00 Uhr sind wir dann wieder Mittagessen gegangen und hatten dann von 13:15 Uhr bis ca. 14.00 Uhr ein Seminar über Atopie (im Wesentlichen Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) bei Frau Dr. Hartmann – diesmal ohne Patientenvorstellung, da in der Ambulanz wohl heute kein entsprechender Allergiker vorhanden war (der dann auch noch Zeit gehabt hätte). Im Seminar konnten wir wie auch schon am Vortag Fragen stellen.
Insgesamt also ein guter Tag, bei dem vor allem die Stationsarbeit Spaß gemacht hat. Wir haben allerdings beschlossen, morgen erst um 8:30 Uhr auf Station zu erscheinen, da die Visite gegen 9:00 Uhr losgeht und wir zu dritt in der verbleibenden halben Stunde sicherlich alle Blutabnahmen schaffen.
|

Block Dermatologie - Tag 1

Pünktlich um 8 Uhr morgens haben wir uns am Haupteingang der Uniklinik getroffen und waren gegen viertel nach 8 in Gebäude 15. Nach Betreten desselben fanden wir rechts auch besagten Seminarraum. Anwesend war nicht nur meine Gruppe (H), sondern noch eine weitere (G), die laut Blockpraktikumsskript die meisten Wochenblöcke mit uns gemeinsam hat. Insgesamt waren wir also ca. 20 Studenten.
Gegen 8:20 Uhr kam Frau Dr. med. Karin Hartmann herein, begrüßte uns sehr freundlich und ließ einen Zettel herumgehen, auf dem unterschiedliche Stationen bzw. Funktionsbereiche der Dermatologie standen. Wir konnten uns zu je zwei bis drei Personen für einen solchen Bereich eintragen. Zur Auswahl standen z.B. Tumorambulanz, Allergieambulanz, die Station in Gebäude 15 sowie einige andere. In der einen Woche Dermatologie-Blockpraktikum kann man allerdings einmal die Funktionsbereiche tauschen, dies wurde jedoch nicht empfohlen. Auf der Station konnten zwei Dreiergruppen bleiben, für die wir uns dann gemeinsam eingeschrieben haben Anschließend wurde noch eine Uhrzeit für das Seminar ausgemacht, wir einigten uns dabei auf 13:15 Uhr.
Nun ging es für die sechs Leute, die sich für die Stationsarbeit entschieden hatten, auf Station. Dort konnten wir uns dann in je 2 Dreiergruppen (eine davon Timon, Marco und Ich) aufteilen, jede davon wurde einem Arztzimmer/Ärzteteam zugewiesen. Ausgerechnet heute war in dem Team, dem ich zugeteilt wurde, gegen 9:15 Uhr Oberarztvisite, so dass wir erst mal nur Blutabnehmen sollten. Dies war aber nur einem von uns möglich, da nur 1 Stauschlauch vorhanden war (also besser immer einen dabeihaben!). Also ging Marco auf der Station Blut abnehmen, Timon und mir wurde das PJ-Zimmer gezeigt, in dem wir uns bis zum Beginn der Oberartzvisite aufhalten konnten (dieses Zimmer ist ausgesprochen groß und sehr bequem, sogar mit Sofa drinnen. Siehe Foto weiter unten.). Die PJlerin brachte uns einen Belegungsplan der Station, auf dem auch die Patientendiagnosen eingetragen waren, so dass wir uns (mit Hilfe eines Derma-Buches) einen Überblick verschaffen konnten.
Die Oberartzvisite war ganz angenehm und fand in einer freundlichen Atmosphäre statt. Auf der Station befanden sich Fälle von Akne inversa, Sklerodermie (CREST), Basaliom, Dermatomyositis, Lues, Arzneimittel-Exanthem, Pemphigus vulgaris usw., also ein recht breites Spektrum. Man wurde während der Visite glücklicherweise nicht gefragt, bekam aber häufig freundlich etwas erklärt, ohne dass man erst fragen musste.

Nach der Visite bekamen wir Anamnesebögen ausgehändigt, diese wurden uns erklärt und wir konnten erneut im PJ-Zimmer warten, bis die Neuaufnahmen eintrafen. Dort trafen wir dann auch auf die andere Dreiergruppe, die ebenfalls auf Station arbeitete, und wir konnten eine halbe- bis Dreiviertelstunde lesen und uns unterhalten.

DSC00269_web
(Die andere Gruppe im PJ-Raum)

In meiner Gruppe haben wir dann untereinander ausgemacht, dass sich jeder für den nächsten Tag auf ein bestimmtes Krankheitsbild vorbereitet und dieses den anderen vorträgt.
Als die erste Neuaufnahme kam, gingen wir zu dritt mit der Patientin (und Ehemann) in das Aufnahmezimmer und führten die komplette Anamnese (incl. Blutabnahmen) durch. Timon und Marco wurden zwischendurch von den Ärzten nacheinander geholt, um bei weiteren neu eingetroffenen Patienten die Anamnese durchzuführen. Meine Patientin litt übrigens u.a. an einem Plattenepithelcarcinom (PECA im Klinikjargon). Gegen 12:00 Uhr gingen wir dann Mittag essen (es wurde uns aber empfohlen, an einer Besprechung teilzunehmen, die täglich von 12:00 bis 13:00 Uhr in der Derma stattfindet).
Um 13:00 Uhr waren wir schließlich alle (Gruppe G und H) wieder im Seminarraum und trafen erneut auf Frau Dr. Hartmann. Einer von uns sollte einen Patienten vorstellen, den er während der Stationsarbeit heute Vormittag gesehen hatte. Marco holte also (mit deren Einverständnis) die Patientin, die er aufgenommen hatte und die vermutlich an Pemphigo vulgaris benigmus familiaris (Synonym: Morbus Hailey-Hailey) litt. Nach Vorstellung und Diskussion der Erkrankung hielt Frau Dr. Hartmann einen kurzen Vortrag über die Struktur der Haut, Effloreszenztypen und dermatologische Untersuchungstechniken. Für den nächsten Tag wurde uns als Seminarthema der eher allergische Formenkreis (Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) angekündigt und ein Teilnehmer soll wenn möglich einen Patienten aus der Allergieambulanz mitbringen. Gegen 14:00 Uhr konnten wir dann an diesem ersten Tag in der Dermatologie nach Hause gehen.
|

Der Tag vor dem Blockpraktikum

Morgen soll es also los gehen - ausgerechnet mit Dermatologie. Laut Blockpraktikumsskript ist der "Gruppentreffpunkt um 8.15 Uhr in Haus 15, Seminarraum (rechts hinter dem Eingang)". Von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr soll dann ein Seminar stattfinden. Nach einigem googeln habe ich schließlich auch einen Lageplan der Uniklinik Köln gefunden, auf dem Gebäude 15 eingezeichnet ist.
|

Die Einführungsveranstaltung zum Blockpraktikum

Die Einführungsveranstaltung fand in Hörsaal 3 LFI statt - ein Hörsaal, der insbesondere für seine Enge bekannt ist. Alle quetschten sich also in den Hörsaal und warteten auf Herrn Stosch vom Studiendekanat. Seine Einführung war schließlich auch kurz und prägnant, er wiederholte vor allem die Inhalte aus dem Blockpraktikumsheft, es war nicht wirklich etwas neues zu erfahren. Aus einigen Fachbereichen (Innere, Chirurgie usw.) war noch Dozenten anwesend, die sich im Wesentlichen vorstellten. Nach einer halben Stunde war alles vorbei.
Es war also die reinste Zeitverschwendung!
|

Bloggen über das Blockpraktikum

Ich habe mich heute entschieden, in regelmäßigen Zeitabständen über das sog. Blockpraktikum, das für mich am 23.10.2006 beginnt, zu berichten. Für alle, die es nicht wissen, hier ein paar Informationen über diese Veranstaltung:

Blockpraktika finden im Rahmen des Medizinstudiums an der Universität zu Köln im 5. klinischen Semester statt. Gruppen von (theoretisch) max. 8 Medizinstudenten (in der Praxis sind es dieses Semester 12) rotieren ein Semester lang in verschiedenen Fachgebieten auf Stationen in der Uniklinik und in angeschlossenen Lehrkrankenhäusern.
Vormittags soll dabei nach meinen Informationen ein praktischer Teil mit Stationsarbeit stattfinden, Nachmittags werden dann von den jeweiligen Dozenten Seminare abgehalten.
|