Famulatur
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 15
06.März.2007 17:47
Bei den sechs OPs, die für heute auf dem
Operationsplan standen, waren wir Famulanten bei
allen als 1. Assistent eingetragen. Zunächst stand
für mich eine Metallentfernung nach
Mittelhandfraktur, dann eine nach Weber-Fraktur auf
dem Plan. Hat richtig Spass gemacht, da ich auch mal
selber schrauben und eine Lokalanästhesie setzen
konnte. Anschließend gab es eine ausgesprochen
komplizierte Tibiakopffraktur, die mit Platte und
Schrauben versorgt werden musste, bei der Timon und
ich zusammen dem Chefarzt assistierten. Eine
anstrengende und lange OP, aber zum Glück konnte ich
am Ende wieder ein bisschen nähen. Nach fast fünf
Stunden im OP war dann endlich Zeit für ein sehr
verspätetes Mittagessen in der Cafeteria (die um
diese Uhrzeit eigentlich gar kein warmes Essen mehr
hat), und direkt danach ging es wieder in den OP. Ein
voller und anstrengender, aber schöner Famulaturtag.
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Famulatur Unfallchirurgie - Tag 10
27.Februar.2007 18:16
Nach der üblichen Frühbesprechung ging ich sofort in
den OP, um bei zwei Metallentfernungen zu
assistieren. Heute war die OP-Atmosphäre im Gegensatz
zu gestern glücklicherweise richtig gut - zuerst
wurde eine Schraube aus einem Fuss entfernt,
anschließend eine Cerclage (Drahtschlinge) aus dem
Knie nach Ruptur des Lig. patellae. Die Wunde wurde
von mir genäht.
Ansonsten war der Tag nicht sonderlich spektakulär und von einigen Kaffeepausen unter uns Famulanten geprägt. Interessant war der Fall eines Patienten mit Drogenabusus, der gestern wegen einer Hirnblutung eingeliefert wurde, woraufhin er von der Intensivstation floh. Die Polizei brachte ihn heute morgen wieder zurück, wobei er nach einem CT so tat, als wäre er schläfrig und benommen und in einem kurzen unbeobachteten Augenblick erneut von Station verschwand. Wieder wurde die Polizei informiert, die nach ihm fahndete und ihn nun irrtümlich in ein anderes Krankenhaus brachte. Auch dort wurde er auf die Intensivstation gelegt - aus der er gegen Abend ebenfalls flüchtete.
Ansonsten war der Tag nicht sonderlich spektakulär und von einigen Kaffeepausen unter uns Famulanten geprägt. Interessant war der Fall eines Patienten mit Drogenabusus, der gestern wegen einer Hirnblutung eingeliefert wurde, woraufhin er von der Intensivstation floh. Die Polizei brachte ihn heute morgen wieder zurück, wobei er nach einem CT so tat, als wäre er schläfrig und benommen und in einem kurzen unbeobachteten Augenblick erneut von Station verschwand. Wieder wurde die Polizei informiert, die nach ihm fahndete und ihn nun irrtümlich in ein anderes Krankenhaus brachte. Auch dort wurde er auf die Intensivstation gelegt - aus der er gegen Abend ebenfalls flüchtete.
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 09
26.Februar.2007 17:38
Es gibt gute Tage und es gibt typische Montage -
heute war ein solcher. Als ich vor der
Morgenbesprechung auf Station kam sah ich bereits im
Vorbeigehen ein sehr üppig gefülltes
Blutabnahmetablett, dass nur auf mich wartete. So
weit, so gut. Nach der Besprechung wollte ich mich
dann an die Arbeit machen, aber zwei PJler aus der
Inneren hatten sich bereits zum Blutabnehmen auf den
Weg gemacht - sehr gut. Also ging ich auf eine andere
Station und machte dort einen Teil der Blutabnahmen.
Später stellte sich dann heraus, dass auf meiner
Station so gut wie keine der Blutabnahmen
funktioniert hatte und ich konnte noch mal eine
Stunde Blut abnehmen - was bei den internistischen
Patienten, die dort liegen und die z.T. schon
mehrmals gestochen wurden, ziemlich schwierig war.
Bei zwei von ihnen musste ich dann auch passen -
einer davon bekam später aus der A. femoralis Blut
abgenommen, und bei einem weiteren versuchte es mein
Stationsarzt eine viertel Stunde lang, zum Glück
irgendwann erfolgreich.
Anschließend ging ich noch mit auf Visite, nahm aus einem ZVK Blut ab und ging zum Mittagessen. Kurz danach wurde ich dann angerufen, dass ich schnell in den OP kommen sollte, um dort einem der Oberärzte bei einer Knie-OP zu assistieren. Dabei stellte ich dann fest: Es gibt auch hier nicht nur nette OP-Schwestern, und auch der Oberarzt, der nicht sonderlich glücklich darüber war, dass einer seiner Assistenten ausfiel und statt dessen ein Famulant am Tisch stand, war eher unfreundlich. Aber es können ja nicht alle OPs so gut sein, wie dies bisher der Fall war. Morgen sind wir Famulanten dann sogar fest auf dem OP-Plan eingeteilt, aber glücklicherweise nicht mit besagtem Oberarzt, und hoffentlich mit einer der netten OP-Schwestern. Aber morgen ist ja auch Dienstag - es kann also nur besser werden.
Anschließend ging ich noch mit auf Visite, nahm aus einem ZVK Blut ab und ging zum Mittagessen. Kurz danach wurde ich dann angerufen, dass ich schnell in den OP kommen sollte, um dort einem der Oberärzte bei einer Knie-OP zu assistieren. Dabei stellte ich dann fest: Es gibt auch hier nicht nur nette OP-Schwestern, und auch der Oberarzt, der nicht sonderlich glücklich darüber war, dass einer seiner Assistenten ausfiel und statt dessen ein Famulant am Tisch stand, war eher unfreundlich. Aber es können ja nicht alle OPs so gut sein, wie dies bisher der Fall war. Morgen sind wir Famulanten dann sogar fest auf dem OP-Plan eingeteilt, aber glücklicherweise nicht mit besagtem Oberarzt, und hoffentlich mit einer der netten OP-Schwestern. Aber morgen ist ja auch Dienstag - es kann also nur besser werden.
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 08
23.Februar.2007 17:07
Nach der Morgenbesprechung ging ich wie üblich auf
Station, um die Blutabnahmen durchzuführen - bei
dieser Gelegenheit bekam ich dann auch gezeigt, wie
man richtig aus einem ZVK Blut abnimmt. Anschließend
half ich ein wenig in der Ambulanz mit, indem ich
einen Patienten aufnahm (Anamnese, Blut, usw..).
Zwischendurch folgte dann noch eine Abstecher in die
Allgemeinchirurgie, bei dem Timon und ich bei einer
Emmert-Plastik zusehen konnten. Nach dem Mittagessen
ging es dann in den OP, um bei der Therapie einer
Weber B-Fraktur zuzusehen (assistieren war dabei
leider nicht möglich). Danach guckten wir uns auf
Station noch verschiedene Röntgenaufnahmen von
Schenkelhalsfrakturen (prä- und postoperativ) an und
bekamen einiges zu den verschiedenen Prothesen
erklärt. Nach der obligatorischen Röntgenbesprechung
war dann wieder Feierabend.
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 07
22.Februar.2007 17:47
Heute morgen wurde in der Besprechung u.a. der Fall
eines Kindes vergestellt, dass beim Skaten hinter
einem Auto hingefallen war. Leider fuhr das Auto
anschließend angeblich rückwärts und über die Beine
des Kindes - wie durch ein Wunder gab es keine
ernsthaften Verletzungen. Nach der Morgenbesprechung
ging ich dann direkt in den OP und assistierte bei
einer Nagelung des Femurs und nähte meine erste
Drainage fest. Es folgte noch eine Metallentfernung
aus dem Fuss. Die Stimmung im OP war wieder richtig
gut, die OP-Schwestern kümmern sich um einen und
erklären recht viel wenn man sie fragt.
Bis zum Nachmittag hielt ich mich dann wieder in der Ambulanz auf, dort wurde unter anderem ein älterer Herr eingeliefert, der am Sonntag 1,5 Liter Teewasser gekocht und es sich anschließend versehentlich über den Fuss gegossen hat. Resultat war ein sehr großer Hautdefekt, von dem Fibrinbeläge entfernt werden mussten und eine stationäre Aufnahme. Zwischendurch musste noch eine Viggo mit Blutabnahme bei einem MRSA-Patienten gelegt werden, dessen OP ich dann im Anschluss mitverfolgte. Dabei wurde am Knie entzündliches Gewebe entfernt und eine okklusive Wundbehandlung mit Sogableitung über einen intern drainierten Schwann installiert. Nach der Nachmittagsbesprechung schließlich Feierabend!
Bis zum Nachmittag hielt ich mich dann wieder in der Ambulanz auf, dort wurde unter anderem ein älterer Herr eingeliefert, der am Sonntag 1,5 Liter Teewasser gekocht und es sich anschließend versehentlich über den Fuss gegossen hat. Resultat war ein sehr großer Hautdefekt, von dem Fibrinbeläge entfernt werden mussten und eine stationäre Aufnahme. Zwischendurch musste noch eine Viggo mit Blutabnahme bei einem MRSA-Patienten gelegt werden, dessen OP ich dann im Anschluss mitverfolgte. Dabei wurde am Knie entzündliches Gewebe entfernt und eine okklusive Wundbehandlung mit Sogableitung über einen intern drainierten Schwann installiert. Nach der Nachmittagsbesprechung schließlich Feierabend!
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 06
21.Februar.2007 17:35
Nach der heutigen Morgenbesprechung, bei der unter
anderem der Fall eines Metzgers vorgestellt wurde,
der den Splitter eines Kottlettknochens in der Hand
hatte und daraufhin eine heftige Entzündung
entwickelte, machte ich auf 2 Stationen die
Blutabnahmen. Gegen 10:00 Uhr sollte ich in den OP
kommen, um bei einer Weber B-Fraktur zu assistieren,
aber da sich der OP-Termin immer weiter nach hinten
verzögerte, ging ich in die Ambulanz. Dort war extrem
viel los - vom Koch, der sich heißes Fett über die
Hand geschüttet hatte, über den Rentner, der sich
beim Heimwerken mit einem Hammer auf die Kniescheibe
geschlagen hat, bis zum Obdachlosen, der sich bei
einer Rangelei eine Schenkelhalsfraktur zugezogen
hatte und dessen mitgebrachte Plastiktüte wir
gemeinsam nach seinen Medikamenten durchsuchen
mussten.. Ich nahm Blut ab, füllte Laboranforderungen
aus, erhob Anamnesen und legte hin und wieder einen
Verband an.
Besonders interessant an diesem Tag waren zwei Schulterluxationen (eine vordere und eine hintere), die in Kurznarkose (Propofol) reponiert wurden. Dazwischen immer wieder Patienten, die in einer chirurgischen Notfallambulanz eigentlich nichts zu suchen haben, sondern besser zu ihrem Hausarzt gegangen wären ("Herr Doktor, ich bin vor drei Tagen gestürzt und dachte, das sollte mal geröngt werden."). Höhepunkt in dieser Hinsicht war ein Patient der anrief um sich nach den momentanen Wartezeiten zu erkundigen - klingt nach einem echten Notfall. Schließlich noch 3 laut brüllende ausgesprochen unhöfliche Personen, die alkoholisiert und mit wahnsinniger Lautstärke über den Flur polterten. Der ganze Radau weil einer von Ihnen leichtes Nasenbluten hatte ("Hilfe - mein Kumpel verblutet!").
Besonders interessant an diesem Tag waren zwei Schulterluxationen (eine vordere und eine hintere), die in Kurznarkose (Propofol) reponiert wurden. Dazwischen immer wieder Patienten, die in einer chirurgischen Notfallambulanz eigentlich nichts zu suchen haben, sondern besser zu ihrem Hausarzt gegangen wären ("Herr Doktor, ich bin vor drei Tagen gestürzt und dachte, das sollte mal geröngt werden."). Höhepunkt in dieser Hinsicht war ein Patient der anrief um sich nach den momentanen Wartezeiten zu erkundigen - klingt nach einem echten Notfall. Schließlich noch 3 laut brüllende ausgesprochen unhöfliche Personen, die alkoholisiert und mit wahnsinniger Lautstärke über den Flur polterten. Der ganze Radau weil einer von Ihnen leichtes Nasenbluten hatte ("Hilfe - mein Kumpel verblutet!").
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 05
20.Februar.2007 16:27
In der Morgenbesprechung um 8:00 Uhr stellte sich
heraus, dass heute für die OPs zu wenige Assistenten
da sind. Also fragte mich der Chefarzt, ob ich nicht
assistieren und sofort mit in den OP kommen könnte.
Gesagt, getan. Zuerst stand eine Hüft-TEP bei einem
sehr alten Patienten auf dem Programm, bei dem wir
nach Rücksprache mit der Anästhesistin wegen des
schlechten Allgemeinzustands nur den Hüftkopf
entfernten und die OP dann abbrachen -
glücklicherweise konnte ich dabei am Ende die
Hautnaht selber nähen. Es folgte eine OP wegen
Karpaltunnelsyndrom, bei welcher der N. medianus
freigelegt wurde und richtig schön dargestellt werden
konnte. Mittlerweile was es 11 Uhr und nach einem
Frühstück in der Cafeteria pendelte ich zwischen
Ambulanz (Schnittverletzungen, Bandrupturen und
ähnliches) und der Station.
Insgesamt kann man sagen, dass in dieser Unfallchirurgie ein richtig nettes Team ist und man sehr gut integriert wird. Bisher also eine Famulatur, die richtig Spass macht!
Insgesamt kann man sagen, dass in dieser Unfallchirurgie ein richtig nettes Team ist und man sehr gut integriert wird. Bisher also eine Famulatur, die richtig Spass macht!
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 03
14.Februar.2007 20:02
Der heutige Morgen begann etwas chaotisch - wegen der
üblichen Verspätungen im Nahverkehr in den falschen
Zug eingestiegen, Frühbesprechung versäumt und
anschließende Ermahnung vom Chefarzt, doch bitte
pünktlich zu kommen (aber alles in freundlicher
Atmosphäre und somit ganz OK). Im Anschluss gab es
auf Station nur wenige Blutabnahmen, dafür bekam ich
einen Crashkurs in Sachen DRG - wie man diese am
Besten kodiert und welche Konsequenzen sich daraus
ergeben. Bezüglich des Budgetsystems lernte ich dann
noch, dass einige niedergelassene Chirurgen und
Orthopäden aus kostengründen (z.B. weil sie z.T. nur
8 € pro Quartal und Patient zur Verfügung haben) ihre
Patienten nicht behandeln können, und diese dann
notgedrungen ins Krankenhaus überweisen. Diese Fälle
könnten aber theoretisch auch ambulant behandelt
werden, so dass das Krankenhaus sie nicht abrechnen
kann. Bestes Beispiel war eine Patientin, die heute
aufgenommen wurde, weil sie beim Staubsaugen
plötzlich starke Rückenschmerzen bekam und klinisch
die Symptome einer Blockade zeigte - ein Fall, der
eindeutig ambulant behandelt werden könnte. Passend
dazu konnte ich noch bei ein paar i.m. Injektionen
bei Gelenkblockaden zusehen und hatte anschließend
ein längeres Gespräch mit einem Viszeralchirurgen,
der konsiliarisch den Patienten mit Ileus-Verdacht
(über den ich gestern geschrieben habe) untersuchte.
Der Patient ist 95 Jahre alt, war bisher auch noch
relativ mobil, allerdings lässt sich immer noch keine
Diagnose stellen. Der Viszeralchirurg ordnete eine
Verlegung auf seine Station an, um eine Koloskopie
durchzuführen. In der abendlichen Röntgenbesprechung
beschwerten sich dann die Ärzte aus der Inneren, dass
dieser Patient eher in ihren Zuständigkeitsbereich
fiele (v.a. da auch der Diabetes neu eingestellt
werden müsse) und waren etwas erbost, dass er mit
dieser Symptomatik nun auf der Chirurgie gelandet
sei. Allerdings wollten sie, da es sich um keine
Akutsituation handelt und der Patient weder Schmerzen
noch Übelkeit oder Erbrechen zeigt, auch keine
Koloskopie durchführen.
Den Nachmittag über nahmen wir dann noch an der sehr interessanten Operation einer Radiuskopffraktur teil, bei der dieser aus dem Arm entfernt und auf dem OP-Tisch mit Hilfe von Schrauben neu zusammengesetzt wurde. Anschließend wurde er wieder eingesetzt und verschraubt.
Aus der Ambulanz wurde mir dann noch von einem Patienten berichtet, der heute eingeliefert wurde, weil er zu Hause eine Synkope erlitten hat. Leider sass er dabei am Küchentisch und fiel mit dem Kopf auf seine brennenden Teelichter - mit dem Ergebnis, dass eine Gesichtshälfte nun starke Verbrennungen erlitten hat.
Den Nachmittag über nahmen wir dann noch an der sehr interessanten Operation einer Radiuskopffraktur teil, bei der dieser aus dem Arm entfernt und auf dem OP-Tisch mit Hilfe von Schrauben neu zusammengesetzt wurde. Anschließend wurde er wieder eingesetzt und verschraubt.
Aus der Ambulanz wurde mir dann noch von einem Patienten berichtet, der heute eingeliefert wurde, weil er zu Hause eine Synkope erlitten hat. Leider sass er dabei am Küchentisch und fiel mit dem Kopf auf seine brennenden Teelichter - mit dem Ergebnis, dass eine Gesichtshälfte nun starke Verbrennungen erlitten hat.
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 02
13.Februar.2007 18:43
Dies war ein für mich eher ruhiger Tag in der
Unfallchirurgie. In der Frühbesprechung wurden wieder
nächtlich untersuchten Patienten besprochen; so unter
anderem eine Frau, die von ihrem Mann verprügelt
wurde und einige Routinefälle. Da ich auf einer
interdisziplinären Station bin, die sowohl eher
internistische als auch unfallchirurgische Patienten
betreut, gab es anschließend wieder zahlreiche
Blutabnahmen zu erledigen. Danach war leider relativ
viel Leerlauf für mich, so dass ich einige Zeit mit
Timon in der Cafeteria verbrachte und Nachmittags mit
einem Chirurgen nochmals Knoten übte.
Über den Tag bekam ich dann noch einen recht interessanten Fall mit - ein Patient wurde vorige Woche nach einem Sturz eingeliefert. Dabei fiel ein stark aufgeblähtes Abdomen auf und eine erste Röntgenaufnahme (am Freitag) liess auf eine starke Koprostase (Kotanstauung im Dickdarm) schließen. Als Differentialdiagnose wurde also ein Ileus genannt, es wurden aber zunächst abführende Massnahmen durchgeführt. Ein erneutes Röntgenbild von Samstag zeigte starke Luftansammlungen im Colon. Da die Symptomatik weiterhin persistierte, wurde heute ein CT des Abdomen durchgeführt. In der Röntgenbesprechung am Nachmittag vermutete der Radiologe bei Betrachtung der Bilder, dass es sich um ein Megacolon handelt. Da dieses akut, chronisch (funktionell) oder toxisch sein kann, bin ich gespannt, wie es morgen weitergeht.
Die Dame nach Katzenbiss und resultierendem Phlegmon, über die ich gestern geschrieben habe, musste glücklicherweise nicht operiert werden, nach einigen Armbädern und entfernen der Kruste mit Eiterabgang ging das Phlegmon gestern weiter zurück und sie konnte nach Hause entlassen werden.
Über den Tag bekam ich dann noch einen recht interessanten Fall mit - ein Patient wurde vorige Woche nach einem Sturz eingeliefert. Dabei fiel ein stark aufgeblähtes Abdomen auf und eine erste Röntgenaufnahme (am Freitag) liess auf eine starke Koprostase (Kotanstauung im Dickdarm) schließen. Als Differentialdiagnose wurde also ein Ileus genannt, es wurden aber zunächst abführende Massnahmen durchgeführt. Ein erneutes Röntgenbild von Samstag zeigte starke Luftansammlungen im Colon. Da die Symptomatik weiterhin persistierte, wurde heute ein CT des Abdomen durchgeführt. In der Röntgenbesprechung am Nachmittag vermutete der Radiologe bei Betrachtung der Bilder, dass es sich um ein Megacolon handelt. Da dieses akut, chronisch (funktionell) oder toxisch sein kann, bin ich gespannt, wie es morgen weitergeht.
Die Dame nach Katzenbiss und resultierendem Phlegmon, über die ich gestern geschrieben habe, musste glücklicherweise nicht operiert werden, nach einigen Armbädern und entfernen der Kruste mit Eiterabgang ging das Phlegmon gestern weiter zurück und sie konnte nach Hause entlassen werden.
Famulatur Unfallchirurgie - Tag 01
12.Februar.2007 18:31
Seit heute mache ich mit einem Kommilitonen Famulatur
in der Abteilung für Unfallchirurgie in einem Kölner
Krankenhaus. Dienstbeginn war um 8:00 Uhr und es ging
mit einer Röntgenbesprechnung los, bei der die
Patientenfälle, die über Nacht hereingekommen waren,
besprochen wurden. Das Team ist zahlenmäßig recht
überschaubar und besteht aus vielen jungen Ärzten -
wir trafen uns alle in einem Untersuchungsraum der
Ambulanz und wurden von jedem erst mal begrüßt.
Fragen an uns gab es während dieser Besprechung
glücklicherweise nicht; am Ende wurden wir auf zwei
verschiedene Stationen aufgeteilt. Nach einer kleinen
Führung verbrachte ich einen großen Teil des
Vormittags mit den obligatorischen Blutabnahmen
(zahlreiche!) und einer kurzen Visite, bei der es
einige interessante Fälle zu sehen gab. Eine
Patientin wurde vor 3 Tagen von ihrer Katze in die
Hand gebissen und hat ein großes Phlegmon, dass
morgen vielleicht operativ behandelt werden muss. Ein
Patient wurde von seiner Frau mit einem Messer am
Unterarm verletzt und hat mehrere tiefe
Schnittwunden. Diverse Verletzungen nach Stürzen auf
den Unterarm (Radiusfraktur, Ulnafraktur, etc.) sind
natürlich auch vorhanden.
Mittags gingen wir gemeinsam in der Cafeteria essen (in Famulaturen eher eine Seltenheit, normalerweise sitzt man als Famulus am ersten Tag eher alleine da), anschließend machte ich noch Blutabnahmen auf einer anderen chirurgischen Station und besprach gemeinsam mit einer Unfallchirurgin Röntgenaufnahmen von Patienten (d.h. sie drückte mir die Umschläge mit den Bildern in die Hand und fragte mich nach meiner Diagnose). Gegen 15:30 Uhr folgte dann noch eine Röntgenbesprechung mit dem zuständigen Radiologen, bei der es u.a. ein 7,5cm großes Aortenaneurysma, eine Metastasenleber und einiges mehr zu sehen gab.
Positiv an diesem ersten Tag war, dass das gesamte Team recht nett zu sein scheint und sich auch gut um einen kümmert. Man wird integriert ("Leider kann ich dir keinen Funker besorgen. Gib mir einfach deine Handynummer, die legen wir vorne hin, und dann können wir dich immer rufen, wenn es etwas wichtiges gibt!"), und ein Assistenzarzt sagte mir auch, dass er selber viele schlechte Famulaturen gemacht hat, und er deshalb ein besserer Lehrer sein möchte. Ich soll ihm einfach sagen, was ich sehen und lernen möchte. Guter Start!
Mittags gingen wir gemeinsam in der Cafeteria essen (in Famulaturen eher eine Seltenheit, normalerweise sitzt man als Famulus am ersten Tag eher alleine da), anschließend machte ich noch Blutabnahmen auf einer anderen chirurgischen Station und besprach gemeinsam mit einer Unfallchirurgin Röntgenaufnahmen von Patienten (d.h. sie drückte mir die Umschläge mit den Bildern in die Hand und fragte mich nach meiner Diagnose). Gegen 15:30 Uhr folgte dann noch eine Röntgenbesprechung mit dem zuständigen Radiologen, bei der es u.a. ein 7,5cm großes Aortenaneurysma, eine Metastasenleber und einiges mehr zu sehen gab.
Positiv an diesem ersten Tag war, dass das gesamte Team recht nett zu sein scheint und sich auch gut um einen kümmert. Man wird integriert ("Leider kann ich dir keinen Funker besorgen. Gib mir einfach deine Handynummer, die legen wir vorne hin, und dann können wir dich immer rufen, wenn es etwas wichtiges gibt!"), und ein Assistenzarzt sagte mir auch, dass er selber viele schlechte Famulaturen gemacht hat, und er deshalb ein besserer Lehrer sein möchte. Ich soll ihm einfach sagen, was ich sehen und lernen möchte. Guter Start!