Blockpraktikum

Block Chirurgie - Tag 09 und Tag 10

Es waren insgesamt wieder 2 spannende Tage in der chirurgischen Ambulanz, bei der es neben einer riesigen Skrotalhernie jede Menge Frakturen zu sehen gab. Heute konnten wir zwischen chirurgischer und internistischer Ambulanz wechseln und eingelieferte Patienten z.T. vor den zuständigen Ärzten untersuchen. So konnte ich das erste Mal selbstständig eine akute Hirnblutung diagnostizieren (die dann vom CT-Befund auch bestätigt wurde), ein EKG selber anlegen und auswerten, eine tiefe Beinvenenthrombose untersuchen und vieles mehr. Positiv war dabei auch, dass unser Handeln durchaus Konsequenzen hatte - die Ambulanzschwester erkundigte sich z.B. während der von mir durchgeführten Untersuchung nach meiner Meinung und als ich mir meine Verdachtsdiagnose und die Dringlichkeit mitteilte, wurde der entsprechend Facharzt sofort erneut angefunkt mit der Bitte, er möge sich doch beeilen. Dieser letzte Tag des Blockpraktikums war damit definitiv einer der Besten!

Mein Fazit zum Block Chirurgie in Köln-Longerich:
Bisher ist mir noch in keinem Krankenhaus eine Abteilung begegnet, in der einfach alle (von der Krankenschwester bis zum Oberarzt) richtig nett und freundlich sind. Es war ein hervorragendes Arbeitsklima, man nahm sich viel Zeit für uns (Nähübungen etc.) und wenn wir uns in der Ambulanz selbständig um Patienten gekümmert haben, so bedankten sich die Schwestern und z.T. auch die Ärzte am Ende immer bei uns für die Hilfe. Natürlich ist in einer solchen Ambulanz nicht immer permanent etwas los, so dass es zwischendurch hin und wieder zu Wartezeiten kommt, aber diese kann man sicherlich auch sinnvoll überbrücken (insbesondere mit Dr. Michas, der einem dann gerne zahlreiche chirurgische Fragen beantwortet und Röntgenbilder bespricht).
|

Block Chirurgie - Tag 08

Heute gab es in der Ambulanz wieder Abszesse, Knochenbrüche, Prellungen und Schürfwunden zu sehen. Zwischendurch konnten wir uns gegenseitig Gipsverbände anlegen, uns mit dem Chirurgen über Nahttechniken unterhalten und aus dem Röntgenarchiv Aufnahmen von einem Pneumothorax vor und nach Drainage heraussuchen lassen.
Es folgte ein Seminar an der Uniklinik, bei dem chirurgische Knotentechnik geübt wurde; außerdem wurden Referate über colorektale Karzinome und das Magenkarzinom gehalten. Abends gab es dann noch eine Vorlesung "Allgemeinmedizin" über Evidenzbasierte Medizin, die zwar sehr umfangreich (> 50 Folien) aber dafür auch ziemlich interessant war, da die EbM endlich (das erste Mal in diesem Studium) auch kritisch hinterfragt wurde.
|

Block Chirurgie - Tag 07

Dieser Tag in der chirurgischen Ambulanz startete mit zwei Patienten, die nach einem Autounfall eingeliefert wurden. Einer der beiden hatte 3 Rippen gebrochen, der andere außer einem stark geschwollenen Knie nichts weiter. Dann ein Metallarbeiter, dessen Finger in einer Presse geraten war, so dass ein Teil des Fingers amputiert werden musste. Zwischendurch gab es die üblichen Fälle zu sehen: Kahnbeinfraktur, Morbus Crohn und Kopfplatzwunde, die genäht werden musste. Es war also wie immer spannend.
Danach folgte ein Seminar an der Uniklinik, es wurden noch mal chirurgische Nahttechniken wiederholt und Referate über Ösophagus- und Pankreaskopfkarzinom gehalten.
|

Block Chirurgie - Tag 06

Ein weiterer Montag in der chirurgischen Ambulanz. Es gab Patienten zu sehen, bei denen Platzwunden genäht werden mussten, eine Beckenringfraktur, zwei Personen nach Verkehrsunfall, ein Radius- und eine Weber B-Fraktur und noch einiges mehr. Dabei wurde wieder viel über die Röntgenbilder diskutiert und erklärt.
|

Block Chirurgie - Tag 05

Wir trafen uns wie gestern vereinbart um 8:45 Uhr vor dem Zentral-OP der Uniklinik. Zuerst folgte eine kleine Führung, dann unterhielten wir uns detailliert über die Technik des Einwaschens (chirurgische Händedesinfektion). Wir wurden über alle kardiochirurgischen Operationen, die gerade stattfenden, informiert und besprachen einen Patientenfall (der Patient lag währenddessen im OP und wir konnten durch eine Glasscheibe zusehen) etwas genauer, wobei wir uns auch die entsprechenden CT-Bilder ansehen konnten.
Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf, wobei ich bei einer Bypass-Operation landete, die derselbe Chirurg durchführte, bei dem wir gestern die Herzschrittmacher-OPs gesehen hatten. Nach kurzem wiedererkennen bekamen wir sehr viel erklärt und hatten eine ausgezeichnete Sicht auf das Operationsgebiet. Highlights waren sicherlich die Eröffnung des Thorax, die Präparation der A. mammaria und der Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine.
Nach den OPs folgte noch ein Seminar über Herz- und Lungentransplantationen, und gegen Mittag konnten wir dann Feierabend machen. Nächste Woche findet der Block Chirurgie wieder regulär in Köln-Longerich statt.
|

Block Chirurgie - Tag 04

Heute war Thema des Blockpraktikums die Kardiochirurgie. Wir trafen uns um 9:00 Uhr auf Ebene 15 im Konferenzraum und wurden zunächst in Zweier- und Dreiergruppen aufgeteilt, um bei vorher ausgewählten Patienten eine Anamnese durchzuführen. Unsere Patientin sollte morgen eine Bypass-Operation erhalten, sie fühlte sich bisher immer gesund bis auf leichte Atemnot bei Anstrengung und war seit 3 Jahren nikotinabstinent (davor 40 Jahre lang 40-50 Zigaretten pro Tag).
Anschließend konnten Fuad und ich in den OP gehen, wir sahen bei zwei Herzschrittmacher-Operationen zu (einmal Batteriewechsel und bei der zweiten OP wurde eine zusätzliche Stimulationssonde gelegt - sozusagen ein Upgrade des schon vorhandenen Schrittmachers). Beide Schrittmacher waren mit integriertem Defibrillator, so dass die Operationen recht spannend waren, zumal auch intraoperativ defibrilliert wurde. Das OP-Team war richtig nett, der behandelnde Chirurg hat uns vor- und nachher alles noch mal erklärt und viele Fragen beantwortet.
Morgen treffen wir uns alle um 8:45 Uhr vor dem Zentral-OP der Uniklinik und werden dann auf die einzelnen kardiochirurgischen Säle verteilt.
|

Block Chirurgie - Tag 03

Ein wenig spektakulärer Tag in der chirurgischen Ambulanz. Ausser einer jungen Patientin mit Unterbauchschmerzen und einem Mann mit Abriss einer Strecksehne am Finger gab es leider kaum interessante Fälle zu sehen. Dafür konnten wir ausgiebig unter Anleitung das vorschriftsmäßige An- und Ausziehen von sterilen Handschuhen sowie chirurgisches Nähen und die Befundung von Röntgenbildern für die bald anstehende OSCE-Prüfung üben. Nachmittags folgte dann ein Seminar in Kardiochirurgie, bei dem auf anraten des Dozenten hin ausgemacht wurde, dass wir morgen und übermorgen nicht nach Longerich fahren, sondern Blockpraktikum in der Kardiochirurgie an der Uniklinik machen.
|

Block Chirurgie - Tag 02

Heute morgen gingen wir ohne Umweg über die Stationsvisite direkt in die chirurgische Ambulanz. Es gab Patienten mit Verdacht auf Appendizitis, Bandruptur im Sprunggelenk, Knieerguss, Axtverletzung am Fuss mit offener Fraktur, Kahnbeinfraktur etc. zu sehen, die wir zum Teil (neben dem üblichen Legen von Vigos) auch selber untersuchen konnten. Alle Fälle und Röntgenaufnahmen wurden ausführlich mit uns besprochen, kleine Wartezeiten zwischendurch konnten wir gut überbrücken, indem wir das Anziehen von sterilen Handschuhen übten. Gegen 11:00 Uhr nahm sich dann noch eine Assistenzärztin (Frau Michel) über eine Stunde Zeit und übte mit uns chirurgisches Nähen und das Befunden von Röntgenbildern.
|

Block Chirurgie - Tag 01

Longerich
Gegen 8:15 Uhr wurden wir im Heilig-Geist Krankenhaus in Köln Longerich von einer Assistenzärztin (Fr. Michel) und einem Oberarzt (Dr. Heistermann) empfangen und konnten uns selber in Gruppen einteilen. Zur Auswahl standen dabei OP, Station und Ambulanz, wobei während unseres 2wöchigen Blocks Rotationen möglich sein werden. Timon, Marco und ich entschieden uns zunächst für die Ambulanz, gingen aber anfangs mit auf Station, um an der Visite teilzunehmen. Dr. Heistermann nahm sich erst mal eine Viertelstunde Zeit und schärft uns ein, empathisch mit den Patienten umzugehen, ausführliche Anamnesen zu erheben und erklärte uns, wie wichtig es ist dem Patienten genau zu erklären, welcher Eingriff durchgeführt werden soll und welche Alternativmöglichkeiten es gibt. Auch bei der Visite sei es wichtig, nicht über sondern mit dem Patienten zu sprechen (sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein). Nur sehr selten haben wir bisher auf den verschiedenen Stationen einen Arzt gesehen, der diesen Aspekt so ausführlich betont hat und dem der Umgang mit den Patienten so wichtig ist - das war mal eine sehr positve Erfahrung. Nach diesem Gespräch konnte er uns das Gesagte während der Visite im Patientenzimmer direkt demonstrieren, u.a. die Tatsache, wie wenig Information einige Patienten nach einem Gespräch bzw. einer Diagnosestellung behalten (Er teilte einer Patientin und deren Angehöriger mit, dass er sich die Röntgenbilder angesehen hat und sie einen Wirbelbruch hat. Ca. 5min später fragt die Angehörige, ob der Wirbel denn nun gebrochen ist.).
Nach der ausführlichen Visite, bei der er für uns vor jedem Patientenzimmer eine ausführliche Fallbesprechung machte, gingen wir in die Ambulanz. Dort war leider nicht so viel für uns zu tun wie gehofft - nach einigen Blutabnahmen und dem Legen von Vigos war dann auch eine Kaffeepause realisierbar.
Es folgte ein Seminar in Unfallchirurgie bei Dr. Andermahr in der Uniklinik, bei dem die AO-Klassifikation sowie die Behandlung von Tibiaschaftfrakturen wiederholt wurde.
|

Der Tag vor dem Block "Chirurgie"

Morgen beginnt für unsere Gruppe der zweiwöchige Abschnitt "Chirurgie", der im Heilig-Geist-Krankenhaus in Köln Longerich stattfinden wird. Praktikumsbeginn ist 8:00 Uhr, allerdings wird laut Skript zum Blockpraktikum die "Teilnahme der Studierenden an der morgendlichen chirurgischen Frühbesprechung um 7:15 Uhr ... sowie an der Röntgenbesprechung um 7:30 Uhr ... erwünscht." Aufgrund der langen Fahrtzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Longerich wird dieser erwünschte Teil für mich wohl ausfallen müssen. Das Praktikum soll bis 12:00 Uhr dauern, anschließend bleibt dann eine Stunde Zeit, um wieder zur Uniklinik zu fahren, da dort von 13:00 - 15:00 Uhr das entsprechende Seminar abgehalten wird. Klingt also nach stressigen zwei Wochen mit sehr frühem aufstehen (ca. 5:00 Uhr), aber Chirurgie könnte ganz spannend werden, zumal ich ja mit meinem neuen Klinikleitfaden ganz gut ausgerüstet bin.
|

Block Orthopädie - Tag 5

Der heutige (letzte) Tag im Block Orthopädie begann ebenfalls um 9:00 Uhr, und wieder konnten wir uns aussuchen, in welche Funktionsbereiche wir gehen wollten. Ich wählte als einziger den OP, wo ich bei diversen Eingriffen zusah und mit einem Anästhesisten vereinbarte, dass ich einmal den kompletten Arbeitsablauf einer Allgemeinanästhesie (Vorbereitung, Verabreichung der Medikation, Intubation, Lagerung, intraoperatives Monitoring, Ausleitung, Extubation) verfolgen konnte. Nach meiner gerade erledigten Anästhesieprüfung war es relativ interessant, das Ganze mal in der Praxis zu sehen, und da das intraoperative Monitoring nicht immer so spannend für mich war, konnte ich währenddessen bei der OP zusehen. Insgesamt war es also ein klasse Vormittag.
Im Seminar übergaben wir Prof. Dr. König dann noch ein kleines Geschenk als Dankeschön für den wirklich tollen Kurs und die gute Betreuung, worüber er sich auch wirklich freute. Damit endete dann auch der Block Orthopädie; der nächste Abschnitt des Blockpraktikums beginnt am 8. Januar mit Chirurgie in Köln-Longerich und dauert 2 Wochen.

Mein Fazit zum Block Orthopädie:
Es gab sehr viel zu sehen, und das gesamte Klinikpersonal war (ohne Ausnahme) sehr freundlich. In der Ambulanz gab es (laut Aussagen der Anderen, die nicht im OP waren) auch die Möglichkeit, Patienten vorab zu untersuchen und anschließend die Verdachtsdiagnosen mit einem der Ärzte zu besprechen. Bisher war dieser Abschnitt des Blockpraktikums derjenige mit der meisten Praxis und somit ein Highlight.
|

Block Orthopädie - Tag 4

Heute wurde wir in der Orthopädie wieder in Gruppen eingeteilt, so dass ein Teil von uns in die Ambulanz, in die orthopädische Werkstatt oder in den OP ging. Ich entschied mich kurzerhand für letzteres und begab mich mit den anderen erst in die Umkleide. Nach dem Umziehen wurden wir von einer freundlichen (!!!) OP-Schwester abgeholt, die uns wiederum in Dreiergruppen den einzelnen OP-Sälen zuteilte. Dort herrschte eine entspanntere Atmosphäre als in der Gynäkologie in Longerich - wir konnten (da wir nicht steril eingewaschen waren) jederzeit die Säle wechseln und bei verschiedenen Operationen zusehen. Es gab heute tatsächlich keine bissigen OP-Schwestern, und auch ein wenig Fachsimpelei mit netten Anästhesisten war möglich. Wir wechselten dann nach zwei Operationen, bei denen uns auch immer erklärt wurde, was gerade vor sich geht, zu den Anästhesisten und schauten bei Periduaralanästhesien und schmerztherapeutischen Eingriffen an der Wirbelsäule zu, wobei wiederum alles erklärt wurde. Das ganze war also richtig ergiebig und interessant.
Nachmittags fand dann ein Seminar über Kinderradiologie statt, anschließend bis 18:00 Uhr ein Kurs über allgemein- und gefäßchirurgische Notfälle. Mein Urteil von Vorgestern über die Notenvergabe in der Anästhesie muss ich übrigens revidieren, als ich nach Hause kam lag ein benoteter Schein über den bestandenen Kurs im Briefkasten - und die Note war gar nicht so schlecht.
|

Block Orthopädie - Tag 3

Bild 2
Heute wurden wir während unserer üblichen kurzen Morgenbesprechung in der Bibliothek der Orthopädie zunächst von Prof. Dr. König in Gruppen eingeteilt und gingen in die Ambulanz und zum Gipsraum, wobei wir im Laufe des Vormittags zwischen diesen Bereichen rotieren sollten. Meine Gruppe ging zunächst in den Gipsraum, wo uns ein freundlicher älterer Herr begrüßte, der bei den Patienten Gipsverbände anlegte und diese z.T. auch fenestrierte, damit die zuständigen Orthopäden die darunterliegenden OP-Wunden begutachten konnten. Unter anderem wurde der Gips bei einem vier Monate alte Baby fenestriert, welches gerade eine Operation hinter sich hatte, um einen beidseitigen angeborenen Pes equino-varus-adductus (Klumpfuß ) zu therapieren. Später sahen wir dann noch ein entsprechendes Kind, dass sich vor der OP befand, und bekamen jede Menge zu diesem Thema erklärt.
Wir wechselten schließlich in die Ambulanz und nahmen an der Skoliose-Sprechstunde teil, dabei konnte wir einige Patienten, Korsette und Röntgenbilder sehen und bekamen anhand dieser gezeigt, wie man den Cobb-Winkel nun genau ausmißt, um den Grad der Skoliose zu ermitteln.
Gegen 11:00 Uhr gingen wir alle gemeinsam mit Prof. Dr. König in den Gipsraum, wobei er einem von uns exemplarisch einen Gipsverband anlegte und uns mit der entsprechenden Technik vertraut machte. Im Anschluss daran konnten wir dann alle an uns gegenseitig das Gipsen üben (siehe Fotos), was richtig Spass machte, wobei aber nicht jeder unserer Versuche dem kritischen Auge von Dr. König standhalten konnte. Nachdem wir uns die Verbände dann alle aufgesägt hatten (und ich meine ehemals schwarzen und nun weißen Schuhe notdürftig gereinigt hatte), gingen wir dann in die Mittagspause.
Es folgte ein Seminar in der Radiologie zum Thema "Thoraxaufnahmen", dass von einem jungen Radiologen gehalten wurde, der einen nicht-einschläfernden Vortragsstil hatte. Danach noch eine Vorlesung in Allgemeinmedizin (bis 18:00 Uhr), die zum Ende hin zwar zunehmend anstrengend wurde (Thema Schilddrüsendiagnostik), aber deshalb besonders gut war, weil der Dozent (Dr. Joist) recht viel zu den Abläufen und der finanziellen Situation in der Praxis erzählte und dabei (zumindest bei mir) einige Vorurteilte gegenüber der Allgemeinmedizin abbauen konnte.
|

Block Orthopädie - Tag 2

Nachdem wir zur selben Zeit wie gestern kurz über pädiatrische Krankheitsbilder in der Orthopädie gesprochen hatten, wurden wir in drei Gruppen eingeteilt und gingen auf Station, um die Anamnese bei für uns ausgewählten Patienten zu erheben. Dabei wurde ein Mädchen mit rezidivierenden Patellaluxationen, ein Säugling mit Klumpfuss und ein Kind mit Hüftdysplasie und -luxation von uns untersucht. Diese Fälle wurden anschliessend in einem Seminar besprochen, wobei auch die entsprechenden radiologischen Befunde vorgeführt wurden.
In der Mittagspause absolvierte ich dann noch eine mündliche Nachprüfung in "Klinischer Anästhesiologie", die bei Dr. Sabatowski in Vierergruppen stattfand. Nach der unangemessen schweren Klausur im letzten Semester kamen glücklicherweise alle in meiner Gruppe durch, obwohl die Prüfung ein Ritt quer durch die Anästhesie war. Merkwürdig ist lediglich, dass die Noten von Prof. Lehmann vergeben werden sollen, obwohl dieser bei der Prüfung nicht anwesend war und laut Dr. Sabatowski nur eine E-Mail erhält, in der steht, dass wir alle bestanden haben. So viel zur Objektivität von Noten.
Anschließend folgte noch ein radiologisches Seminar, welches im Gegensatz zu gestern richtig gut war, da die Dozentin sich Mühe gab und das Ganze recht interessant gestaltete.
|

Block Orthopädie - Tag 1

Wir trafen uns heute um 9:00 Uhr in der Bibliothek der Orthopädie (3.Stock). Dort bekamen wir von Prof. Dr. König, dem Chefarzt der Rheinischen Klinik für Orthopädie, der uns die ganze Woche über betreuen wird, zunächst den Tagesablauf erklärt. Thema des Tages war die körperliche Untersuchung, so dass wir bald darauf alle in einen Schulungsraum für Physiotherapeuten gingen, in dem zahlreiche Liegen standen. Es wurde an einem von uns jeder Teil der körperlichen Untersuchung von den Füßen aufwärts (Knie, Hüfte, Iliosakralgelenk, Rücken, Schulter, WS) vorgemacht, und wir übten dies anschließend in Zweiergruppen an uns selber. Da die Vorgehensweise recht ausführlich besprochen wurde, waren wir erst um 12:00 Uhr fertig, und konnten uns das Seminar sparen, in welchem den Blockpraktikanten des Modellstudiengangs ebenfalls die körperliche Untersuchung nähergebracht werden sollte.
Um 14:00 Uhr folgte ein ausgesprochen monoton vorgetragenes Seminar von einer Radiologin, in dem es um Erkrankungen des Verdauungstraktes ging.
|

Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 5

Heute morgen erhoben wir auf Station 13b zunächst die Anamnese bei einer gestern Abend notfallmäßig aufgenommenen Patientin und besprachen unsere Verdachtsdiagnose mit einer Assistenzärztin. Danach gab es auf Station für uns etwas Leerlauf, es folgten aber später am Vormittag zwei Knochenmarkspunktionen aus dem Beckenkamm, bei denen wir zusehen konnten. Die Betreuung war somit wieder richtig gut, wozu sicherlich auch die sehr freundliche Atmosphäre auf dieser Station beigetragen hat.
Nachmittags folgte ein Seminar bei Prof. Dr. Wolf über solide Tumoren, bei denen am Beispiel des Bronchialkarzinoms exemplarisch neuere Therapieverfahren vorgestellt wurden.

Mein Fazit zum Block "Innere - Hämatoonkologie":
Das Praktikum war sehr strukturiert und gut durchorganisiert. Auf den Stationen, denen ich zugeteilt war, wurde ich sehr gut integriert. Die Seminare war ebenfalls ziemlich gut, so dass dieser Block richtig Spass gemacht hat.
|

Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 4

Heute morgen gingen wir um 9:00 Uhr auf Station 13b, wo wir von einem richtig netten Team empfangen wurden. Eine der Assistenzärztinnen nahm sich richtig viel Zeit für Timon und mich und besprach einen aktuellen Notfall auf Station ("Ein Patient lag heute morgen nicht ansprechbar im Bett. Was tut ihr?"), während Falco bei einer Lumbalpunktion zusehen konnte. Anschließend ging es auf eine ausführliche Visite, wobei wir vor den Zimmern relativ lange über die Diagnosen sprachen, so bekamen wir z.B. die Laborwerte (und auch andere anamnestische Informationen) der uns unbekannten Patienten vorgelegt und sollten zunächst selber versuchen, zu einer Diagnose zu kommen, die dann incl. Therapie mit uns besprochen wurde. Es war also eine ungewöhnlich gute Betreuung.
Von 14:00 bis 15:30 Uhr folgte ein ebenfalls sehr gutes Seminar über HIV-Diagnostik und Therapie, bei dem rege diskutiert wurde. Danach folgte noch ein Kurs in Notfallmedizin 2, bei dem es um den Themenkomplex "Unfallchirurgie" ging; es wurden insbesondere Colles- und Weber-Frakturen incl. Therapie besprochen.
|

Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 3

Der Tagesablauf war weitgehend so wie gestern, Seminarthema am Nachmittag waren Lymphome. Als wir von den Aufzügen im Bettenhaus unterwegs zum Seminarraum waren, trafen wir auf eine sehr freundliche Ärztin, die uns direkt als Blockpraktikanten identifizierte und fragte, wer von uns morgen bei ihr auf Station 13b sein würde. Da dies auf Timon, Falco und mich zutraf, teilte sie uns dann schon mal den morgigen Tagesablauf mit. Demnach finden zwischen 9:00 und 10:00 Uhr Knochenmarkspunktionen statt, bei denen wir zugucken können, anschließend soll eine Visite folgen (bei der wohl auch einiges gefragt wird).
Nach dem Seminar wurde der Abend dann noch durch eine Vorlesung über Allgemeinmedizin abgerundet, die bis 18:00 Uhr dauerte.
|

Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 2

Dieser Tag begann um 10:00 Uhr in der Infektiologischen Ambulanz, wo Timon und ich direkt auf zwei Ärzte verteilt wurden. Ich setzte mich daraufhin mit in die Sprechstunde, wo hauptsächlich Verlaufskontrollen bei HIV-infizierten Patienten durchgeführt wurden und konnte viele Fragen stellen. Außerdem bekam ich eine übersichtliche Liste der in der HIV-Therapie eingesetzten Pharmaka ausgehändigt. Einer der Patienten kam schließlich wegen einer PEP (Postexpositionsprophylaxe nach Nadelstichverletzung), so dass ich mein diesbezügliches Wissen noch ein wenig auffrischen konnte.
Das Nachmittagsseminar hatte überraschenderweise "Akutes Nierenversagen" als Thema, war aber sehr gut gemacht und auch ziemlich interaktiv, wobei auch Leute, die im Verlauf des Seminars eher schweigsam waren, gezielt gefragt wurden.
Der Abend endete dann auf dem Weihnachtsmarkt mit Abstecher in eine nahegelegene Karaoke-Bar.
|

Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 1

Die erste Überraschung heute morgen war, dass nicht nur unsere Gruppe diesen Block in der Inneren belegt, sondern auch eine Gruppe aus dem Modellstudiengang (diese haben nicht alle Blockpraktika im 5. Semester, sondern verteilt über nahezu den gesamten klinischen Studienabschnitt). Wir waren somit ca. 20 Studenten, die gegen 9:20 Uhr im Kofnerenzraum von einer Frau Dr. Roberts begrüßt wurden. Nachdem Sie uns erklärt hatte, dass die Woche für uns zweigeteilt sein wird (3 Tage Station, 2 Tage Ambulanz oder umgekehrt), wies sie uns auch recht zügig Zweier- bzw. Dreiergruppen zu und verteilte uns auf die entsprechenden Bereiche. Leider hatten wir dabei nicht wirklich eine Auswahl, die Gruppenzuordnung erfolgte weitgehend in der Reihenfolge, in der wir am Tisch saßen. So wurde festgelegt, dass Timon und ich von Montag bis Mittwoch in die Infektiologische Ambulanz (Haus 16) und von Donnerstag bis Freitag auf Station 13b gehen sollen. Wir bekamen dann noch eine Liste mit Namen von Dozenten ausgehändigt, die wir anfunkten sollen, falls diese nicht zum Nachmittagsseminar erscheinen.
Nachdem die Veranstaltung vorbei war, gingen wir beide in die Infektiologische Ambulanz, wo uns ein freundlicher Arzt begrüßte und uns mitteilte, dass es leider heute sehr wenig für uns zu sehen gäbe und fragte, ob wir nicht diesen Tag auf eine andere Station gehen könnten. Wie wir in der Besprechung heute morgen erfahren hatten, waren die anderen Bereiche aber alle belegt (die max. Studentenzahl ist hier wohl recht limitiert), und so konnten wir an diesem Vormittag etwas früher gehen.
Um 14:15 Uhr fand dann bei einen Dr. Staib ein interaktives Seminar mit dem Thema "Akute Leukämien" statt. Es war recht anspruchsvoll, hat aber Spass gemacht, zumal der Dozent ziemlich engagiert wirkte und begeistert von seinem Fach zu sein schien.
|

Der Tag vor dem Block "Innere Medizin"

Laut Skript zum Blockpraktikum verschlägt es meine Gruppe in der nächsten Woche erneut in die Innere Medizin - diesmal in die Abteilung für Hämatologie und Onkologie. Treffpunkt ist um 9:00 Uhr im Konferenzraum auf Ebene 4 des Bettenhaus. Der praktische Teil findet von 9:00 - 13:00 Uhr statt, die Seminare folgen um 14:15 Uhr und dauern bis 15:45 Uhr. Thema für das Seminar am Montag sind akute Leukämien.
|

Block Neurologie - Tag 5

Bild 7
Auch heute wurden Morgen- und Mittagsseminar auf unseren Wunsch hin direkt hintereinander abgehalten. Es ging um 10:00 Uhr mit einem Vortrag über Polyneuropathien los, der von Dr. Hilker anschließend noch mit verwandten Krankheitsbildern ergänzt wurde (z.B. Guillan Barre-Syndrom). Darauf folgte ein Referat über Kopfschmerzen (Foto von Timon). Man konnte wieder viele Fragen stellen und es blieb interessant, obwohl Freitag war.

Mein Fazit zum Block Neurologie:
Die Neurologen haben eindeutig gezeigt, dass Blockpraktika auch kurz sein können und man dabei mehr mitnimmt, als bei so manchem langen Praktikum, bei dem sich die Haupttätigkeit in herumsitzen auf Station erstreckt. Die Seminare waren klasse, der praktische Teil auf (unserer) Station eine Katastrophe. Sehr gut war auch, dass die Seminare die ganze Woche über von einer Person (Dr. Hilker) geleitet wurde, die sich entsprechend Zeit nahm und über didaktische Qualitäten verfügte (was keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint).
|

Block Neurologie - Tag 4

Heute wurden Morgen- und Mittagsseminar wieder direkt hintereinander abgehalten. Es gab ein klasse Referat zum Thema "Parkinson", anschließend zeigte Dr. Hilker auf seinem Notebook noch einige sehr gute Patientenvideos zu diesem Thema und zu Krankheitsbildern, die ähnliche Symptomatik zeigen können. Es war sehr gut, die einzelnen Krankheitsbilder mal wirklich sehen zu können. Weiterhin wurde ausführlich die Tiefenhirnstimulation bei Morbus Parkinson besprochen und auch hier gab es eindrucksvolle Videos zu sehen.
Von 16-18 Uhr folgte dann im Skills-Lab ein Praktikum zum Thema "Pädiatrische Notfälle und Säuglingsreanimation", das von Prof. Dr. Roth aus der Kinderklinik geleitet wurde. Sieht man mal von dem ausgesprochen engen Raum ab, in dem die Veranstaltung stattfand, war es richtig gut. Wir konnten an Simulatorpuppen von Säuglingen die kardiopulmonale Reanimation (Maskenbeatmung, Intubation, Herzdruckmassage) üben, außerdem noch die intraossäre Injektion, Blutentnahme aus Kopfvenen usw. Besonders verblüffend für mich war die Information, dass der APGAR-Score, der bei Neugeborenen erhoben wird, und laut meinen Lehrbuch ein Akronym darstellt (Atmung, Puls, Grimassieren beim Absaugen, Aussehen, Respiration), von einer amerikanischen Anästhesistin mit dem Namen "Virginia Apgar" entwickelt wurde.
Auf dem Nachhauseweg mit der Bahn kümmerten wir dann noch um einen leicht verletzten alkoholisierten Mann, der seitlich gegen einen fahrenden Zug gelaufen war und einige Platzwunden am Schädel hatte.
Insgesamt also ein guter, aber langer, Tag!
|

Block Neurologie - Tag 3

Wieder ging es um 10:00 Uhr am gewohnten Ort mit dem Seminar los. Da Dr. Hilker heute Mittag allerdings keine Zeit hatte, hängten wir das Mittagsseminar direkt an das Morgenseminar an. Dabei wurden zunächst Referate zu den Themen "Meningitis" (sowohl bakteriell als auch viral) und "Multiple Sklerose" vorgetragen. Nach der obligatorischen Diskussion begleitete und Dr. Hilker durch die einzelnen Funktionsbereiche der Neurologie und führt dabei an einem von uns und auch an sich selber eine transkranielle Doppleruntersuchung durch. Wir konnten in die einzelnen Untersuchungszimmer gehen, bekamen alles erklärt und unsere Fragen wurden beantwortet - dabei war auch ein Abstecher auf die neurologische Intensivstation inbegriffen. Das Ganze war interessant und mal eine angenehme Abwechslung. Außerdem ist es eine positive Überraschung (die mir bisher im Rahmen des Blockpraktikums nur in der Neurologie passiert ist), dass sich ein Oberarzt täglich zwei Stunden für uns Zeit nimmt.
|

Block Neurologie - Tag 2

DSC00026
Um 10:00 Uhr trafen wir uns heute wieder alle im Hörsaal Neurologie/Psychiatrie, wo das Morgenseminar stattfand. Ich hielt einen Vortrag über Definition, Geschichte und Klassifikation von Epilepsien, Marco folgte mit der Pharmakotherapie (siehe Bild). Nach ca. 30min waren wir damit fertig, und der Oberarzt (PD Dr. Hilker) besprach im Anschluss mit uns noch EEG-Auswertung und weitere Theorie zu diesem Krankheitsbild.
Gegen 11:00 Uhr gingen wir dann auf Station zu unserem ausgesprochen unmotivierten und nicht gerade freundlichen Stationsarzt, der uns mit den Worten "Schon wieder ihr! Wann endet das Blockpraktikum endlich mal?" begrüßte, und uns missmutig in Dreiergruppen Patienten zuteilte, die wir untersuchen sollten. Die Frage bezüglich einer Nachbesprechung schenkten wir uns dann, da wir uns die Antwort bereits denken konnten, und gingen in das Mittagsseminar, wo ein Teil von uns Referate zum Thema Hirntumoren hielt. Es folgte wieder eine ausführliche und gute Nachbesprechung mit Dr. Hilker.
Obwohl das Blockpraktikum in Neurologie relativ kurz ist, gibt es doch einen guten Lerneffekt, was vor allem an den guten Seminaren liegt. Die Betreuung auf Station kann man (zumindest in meiner Gruppe) nahezu komplett vergessen.
Morgen sind die Themen des Tages "Meningitis" und "Multiple Sklerose".
|

Block Neurologie - Tag 1

Der Tag startete um 8:15 Uhr mit einem Seminar über Palliativmedizin. Dieses fand in der Bibliothek des Mildred-Scheel-Haus statt, die für 18 Personen doch etwas eng war, und bot angesichts der Dauer (bis 9:30 Uhr) einen meiner Meinung nach doch eher geringen Informationsgehalt. Es war eher eine Art Gespräch mit einem Anästhesisten, bei dem wir rückblickend zwar etwas länger über einzelne Sachen sprachen, jedoch nicht viel Neues erfuhren. Interessant war allerdings der Rundgang im Haus.
Nach einem Zwischenstopp in der Cafeteria waren wir dann pünktlich um 10:00 Uhr im Hörsaal Neurologie/Psychiatrie, wo uns dann um 10:20 ein Oberarzt der Neurologie kurz begrüßte und uns mitteilte, dass wir Referate halten sollten. Er gab die Themen vor, wir verteilten die Referate unter uns in Zweiergruppen, wobei Marco und ich morgen über Epilepsie sprechen sollen (insges. 20min), anschließend soll eine andere Gruppe Hirntumoren vorstellen. Nachdem die Referate vergeben waren, teilten wir uns selber in Dreiergruppen ein (der Oberarzt war etwas im Stress und musste schnell wieder weg), und verteilten und auf drei Stationen. Meine Gruppe besteht aus 8 Personen und wurde auf Station von einem Assistenzarzt in Empfang genommen, der schnell eine Patientin für uns heraussuchte und deren Einverständnis einholte. Dann sollten wir zu 8 in Ihr Zimmer gehen, und einer von uns die neurologische Untersuchung durchführen. Aus Rücksichtnahme auf die Patientin blieben drei von uns vor der Tür, und ich führte die Untersuchung durch, was soweit auch ganz gut klappte (leider war die Patientin neurologisch völlig unauffällig, da sie schon länger auf Station war, und bald entlassen werden sollte. Somit war die Untersuchung nicht wirklich eine Herausforderung oder sonderlich erkenntnisreich). Wir gingen erneut zu unserem Arzt, der dann nochmals mit uns allen das Patientenzimmer betrat und uns den neurologischen Untersuchungsgang vorführte (wir hatten ihn am Anfang darum gebeten, aber gehofft, dass er dies an einem von uns demonstriert, bevor wir die Patientin untersuchen). Anschließend besprachen wir im Arztzimmer kurz die Patientin und hatten im Anschluss um 12:00 Uhr direkt unser Nachmittagsseminar. Dabei stellten alle drei Gruppen kurz ihre auf Station untersuchten Patienten vor, währenddessen wiederholte der Oberarzt von heute morgen (der nun wohl für uns zuständig ist) die Theorie zu den einzelnen Fällen und besprach insbesondere cerebrovaskuläre Erkrankungen - das heutige "Thema des Tages".
Den Nachmittag verbrachte ich dann damit, meinen Teil des Referats über Epilepsie in Powerpoint vorzubereiten.
|

Der Tag vor dem Block "Neurologie"

In der kommenden Woche beginnt für unsere Gruppe im Rahmen des Blockpraktikums der Abschnitt Neurologie. Bisher war von anderen Gruppen nur Gutes davon zu erfahren, es soll kurz aber intensiv sein. Wir treffen uns morgen um 10:00 Uhr im Hörsaal Neurologie/Psychiatrie, vorher findet um 8:15 Uhr allerdings noch ein Kurs Palliativmedizin im Mildred-Scheel-Haus statt, den wir für den Abschnitt "Chirurgie" benötigen. Laut Skript erfolgt in Neurologie eine Aufteilung in drei Gruppen, die auf jeweils verschiedene Stationen gehen, und dort entsprechende Patienten untersuchen. Zu jedem Tag soll dabei ein Schwerpunktthema gehören, dies ist am Montag "zerebro-vaskuläre Erkrankungen".
|

Block Psychiatrie - Tag 5

DSC00025
Highlight des heutigen Tages war das Morgenseminar, in dem über Persönlichkeitsstörungen gesprochen wurde. Weil es so interessant war, und weil wir entsprechend viele Fragen stellten, dauerte es dann auch 20min länger als geplant. Auf Station fand dann wieder eine lange Visite statt, bei der wir heute doch froh waren, als sie endlich vorbei war, da man uns keine Fragen stellte und uns die meisten Patienten bereits bekannt waren.
Es folgte das Nachmittagsseminar, das 1,5 Stunden dauerte und im Wesentlichen darin bestand, dass wir Kritik über konnten (was wir auch taten) und über unsere Erfahrungen auf Station berichteten.

Mein Fazit zum Block Psychiatrie:
Für mich war es bisher der beste Abschnitt des Blockpraktikums, auch wenn es einige Wermutstropfen gab. Die Stationsärzte der Station, auf der wir immerhin eine Woche waren, haben sich weder vorgestellt noch jemals ein Wort an uns gerichtet, so dass wir uns mal wieder wie Luft fühlen konnten - dies war aber auf den anderen Stationen den Berichten vom Kommilitonen entsprechend deutlich anders. Während der Visiten waren wir zwar mit einem Belegungsplan der Station ausgerüstet, auf dem Namen, Diagnosen und Medikation verzeichnet waren, die Patienten kamen aber in unterschiedlicher Reihenfolge herein - und da wir für unsere ausbildenden Ärzte nun mal Luft waren, erfuhren wir am Anfang nur dann, wer dieser Patient ist, wenn er zufällig mit Namen angesprochen wurde. Diese Defizite wurden aber dadurch ausgeglichen, dass die Krankheitsbilder ausgesprochen interessant und die Seminare richtig spannend und gut waren. Es gab neben unseren Stationsärzten auch noch nettes Personal auf Station, wie z.B. die Psychologinnen, die Pflege und "unser" PJler, der sich richtig nett um uns gekümmert hat.
|

Block Psychiatrie - Tag 4

Es war ein eher ruhiger Vormittag in der Psychiatrie. Von 9:00 bis 9:30 Uhr fand ein Seminar über Schizophrenie statt, in welchem die typische Symptomatik und Auslöser der Erkrankung diskutiert wurden. Anschließend auf Station erfuhren wir von dem PJler, dass heute keine Visite oder sonst etwas für uns interessantes stattfinden wird - wir sollten den Vormittag primär dazu nutzen, unseren Fallbericht über den uns zugewiesenen Patienten zu schreiben. Da wir dies aber bereits am Montag weitgehend erledigt hatten, ergänzten wir noch ein paar Dinge, lasen in der Patientenakte und druckten den Bericht schließlich aus, um ihn morgen abzugeben.
Um 14:00 Uhr folgte dann das Nachmittagsseminar, in dem Florian, Sebastian und Timon einen ausgesprochen interessanten Patienten vorstellten, der unter einer Sonderform der Schizophrenie litt. Dieser war auch ziemlich auskunftsbereit und zu einigen Scherzen aufgelegt, so dass es ein eher spassiges Seminar war. Nachmittags folgte dann noch ein Notfallkurs (psychiatrische und neurochirurgische Notfälle); der Abend endete schließlich auf dem Weihnachtsmark mit einem Glühwein.
|

Block Psychiatrie - Tag 3

Heute trafen wir uns um 9:00 Uhr vor dem Gebäude für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es fand zunächst ein halbstündiges Seminar statt, bei dem uns eine Einführung in die Anamneseerhebung bei jüngeren Patienten gegeben wurde. Anschließend wurden wir in vier Vierergruppen aufgeteilt - zwei Gruppen konnten in die Jugendpsychiatrie gehen, die beiden anderen in die Kinderpsychiatrie. Obwohl das nicht unbedingt mein Ziel war, landete ich mit meiner Gruppe unversehens in der Tagesklinik für Kinderpsychiatrie, wo wir dann bis 11:00 Uhr mit den Kindern Monopoly spielten, um einen Eindruck von diesen zu bekommen. Die Kinder waren sehr erfreut über die willkommene Abwechslung, ich allerdings eher weniger, da einige der kleinen Patienten unter ADHS bzw. hyperkinetischem Syndrom litten. So war dies die anstrengendste Partie Monopoly meines Lebens, und ich war einigermaßen erleichtert, als wir diese um 11:00 Uhr beenden mussten. Wir besprachen dann im Anschluss mit einem Psychologen die gesehen Krankheitsbilder und die kinderpsychiatrische Versorgungssituation im Grossraum Köln.
Nach dem Mittagessen besuchten wir dann von 13:30 bis ca. 15:00 Uhr ein sehr interessantes Seminar über das Asperger-Syndrom und diskutierten sehr angeregt über Autismus im Allgemeinen. Morgen ist dann (für mich glücklicherweise) wieder Erwachsenenpsychiatrie an der Reihe.
|

Block Psychiatrie - Tag 2

Der Tag begann für mich etwas später als geplant - das Frühseminar von 9:00 - 9:30 Uhr musste ich leider ausfallen lassen, war aber zwischenzeitlich auf Station, wo ich an einem Gespräch mit Angehörigen teilhaben konnte. Als die anderen um halb zehn eintrafen, gingen wir zu der heute fälligen Oberarztvisite, die bis 13:00 Uhr dauern sollte. Ich fand sie ziemlich interessant, da wir die meisten Patienten ja bereits von gestern kannten, und an dieser Stelle Verlauf und Therapie sehr detailliert besprochen und geplant wurden - die anderen waren allerdings etwas anderer Meinung und froh, als wir die Visite gegen 12:00 Uhr verlassen mussten (die letzten Patienten waren nicht damit einverstanden, dass wir anwesend waren - was ja zu respektieren ist).
In dem Seminar am Nachmittag stellten wir unsere gestern untersuchte Patientin zuerst theoretisch vor und baten sie dann herein, um uns noch einige Fragen zu ihrem Krankheitsverlauf zu beantworten. Diese Vorstellung war dann auch ein erster Test für unseren bereits rudimentär geschriebenen Bericht, ob dieser den Anforderungen standhält. Es verlief auch alles so weit ganz gut und die Patientin gab gerne und bereitwillig Auskunft.
Morgen haben wir alle Kurs in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, über den Ablauf dort ist uns bisher nichts bekannt, so dass der Tag eine Überraschung werden wird.
|

Block Psychiatrie - Tag 1

Gegen 8:00 Uhr trafen wir uns im Hörsaal der Psychiatrie/Neurologie, wo wir von einer Frau Beck empfangen wurden, die zunächst eine Einführungsveranstaltung abhielt und uns über den Ablauf dieses Blocks informierte. Die folgenden Tage beginnen demnach um 9:00 Uhr mit einem kurzen Seminar, um 9:30 Uhr geht es dann bis 13:00 Uhr auf Station. Von 14:00 bis 15:30 Uhr folgt dann ein weiteres Seminar. Sie gab uns im Verlauf der Einführung Ratschläge, wie wir uns auf Station am Besten verhalten sollen, teilte Namensschilder aus und verteilte uns in Vierergruppen auf die einzelnen psychiatrischen Stationen, wobei unsere Wünsche berücksichtigt wurden. So kam ich dann auch wie gehofft mit drei anderen Kommilitonen/innen auf einen geschlossene Abteilung.
Dort bekamen wir zunächst von einem Mitglied des Pflegeteams einen Belegungsplan ausgehändigt, unterhielten und kurz über den Stationsablauf sowie einige Diagnosen und gingen dann zu einer Psychologin, die mit uns über ihre Arbeit vor Ort sprach. Im Anschluss folgte bis 12:00 Uhr eine Visite, bei der wir fast alle Patienten zu Gesicht bekamen. Einer dieser Patienten wurde von dem PJ-Studenten gefragt, ob er sich für ein Anamnesegespräch mit uns zur Verfügung stellen wollte, dieses führten wir dann im Anschluss bis 13:00 Uhr durch. Über dieses Gespräch müssen wir bis zum Ende der Woche einen ausführlichen Bericht schreiben, der Therapievorschläge und Differentialdiagnosen (jeweils mit Begründung) enthalten soll. Etwas befremdlich an diesem Vormittag war, dass keiner der Stationsärzte ein Wort mit uns wechselte oder gar eine Frage stellte.
Gegen 14:30 Uhr fand dann ein Seminar über die Erhebung von psychopathologischen Befunden statt. Insgesamt war der erste Tag recht spannend und wirkte vom Ablauf her sehr strukturiert.
|

Der Tag vor dem Block "Psychiatrie"

Morgen beginnt für uns das Blockpraktikum Psychiatrie. Treffpunkt ist um 8:00 Uhr im Hörsaal von Haus 30, das sollte laut Lageplan der Psychologie/Neurologie-Hörsaal sein. Gemäß Skript sollen wir vier Tage in der Erwachsenenpsychiatrie und einen Tag in der Kinder- und Jugendpsychiatrie verbringen. Am ersten Tag sollen wir Namensschilder bekommen (eigentlich eine Selbstverständlichkeit, in allen anderen Blockpraktika aber bisher leider so nicht praktiziert worden), die laut Skript dazu dienen "einen persönlichen Eindruck über die Fähigkeiten und das Engagement der einzelnen Studenten zu erlangen". Im Vordergrund stehen in dieser Woche "die Teilnahme am Stationsalltag (Visite, Stationsbesprechungen, Gruppentherapie und ähnliches) sowie der intensive Umgang mit Patienten (Exploration, Studium des Krankenblattes und Schreiben eines Befundes". Weiterhin soll von je 4 Studierenden zusammen ein Befundbericht als Hausaufgabe abgefasst werden, der als Leistungsnachweis dient und am letzten Tag der Woche abgegeben wird.
Über Uhrzeit und Ort der Seminare steht leider nichts im Skript, es klingt allerdings so, als wäre die Woche ziemlich strukturiert geplant. Wenn man (wie ich) Psychiatrie mag, könnte es eine sehr interessante Woche werden.
|

Block Gynäkologie - Tag 4

Der heutige Tag verlief leider ähnlich wie der Montag. Ich bin morgens extra nicht in den OP gegangen, sondern auf die Geburtshilfe-Station, in der Hoffnung, doch noch eine Entbindung oder Sectio sehen zu können. Die erste Stunde war absolut nichts zu tun, ich vertrieb mir die Zeit mit dem Lesen von CTGs und Akten. Es folgte eine Visite auf Station, die relativ spannend war, da bei zwei Patientinnen und einem Neugeborenen diverse Symptome zu sehen waren, die diskutiert wurden. Leider war dann um 10:30 Uhr der interessante Teil des Vormittags vorbei - aber glücklicherweise gibt es ja eine gute Cafeteria und auf Station einige Patientenakten. Auch bei Marco war es heute nicht viel spannender; er war zwar im OP, assistierte aber nur bei endoskopischen Operationen, bei denen es nicht wirklich viel zu sehen gab.
Es folgte ein Seminar im Skills-Lab, bei dem als Vorbereitung auf die OSCE-Prüfung gynäkologische Untersuchungen an Simulatorpuppen und das Palpieren der Mamma (ebenfalls an entsprechenden Puppen) geübt werden konnte. Leider besaß die Seminarleiterin nicht gerade die freundlichste Ausstrahlung, so dass auch dieser Teil des Tages nicht optimal verlief. Es folgte noch bis 18:00 Uhr ein Notfall-Kurs zum Thema gynäkologische und urologische Notfälle (war ganz gut).
Morgen Vormittag werde ich nicht nach Longerich fahren - dementsprechend wird es auch keinen Blog-Eintrag geben.
|

Block Gynäkologie - Tag 3

DSC00023
Es war ein genialer Tag! Als ich auf Station kam, wurde ich eigentlich zur Visite eingeteilt, bat dann aber darum, in den OP gehen zu dürfen. Nach dem Umkleiden und Einwaschen gab es aufgrund meiner suboptimalen OP-Erfahrungen zunächst die üblichen Komplikationen (strenge, aber höfliche OP-Schwester). Die OP selber war allerdings ein echtes Highlight - ich durfte dem Chefarzt Prof. Dr. H. Fendel zusammen mit einer Assistenzärztin bei einer abdominalen Hysterektomie assistieren. Nachdem der Bauchschnitt gemacht wurde, konnte ich den Uterus in der Bauchhöhle tasten und bekam jede Menge erklärt. Neben Haken halten konnte ich auch bei der Elektrokoagulation helfen und unter anderem am Ende den Bauch selber mit Hilfe von Metallklammern verschließen. Am OP-Tisch war eine ausgesprochen freundliche Atmosphäre, nach dem komplizierten Teil haben wir uns noch ein wenig unterhalten. Marco war heute nicht eingewaschen und beobachtete alles bei dem Anästhesisten.
Gegen 11:00 Uhr kamen wir wieder aus dem OP und verpassten um Haaresbreite eine Geburt - sehr schade. Es folgte Nachmittags das übliche Seminar; diesmal über Mammakarzinome und um 18:00 Uhr folgte eine Vorlesung in Allgemeinmedizin über Wundversorgung.
|

Block Gynäkologie - Tag 2

Als wir heute morgen um 8:00 Uhr zu den Kreißsälen gingen trafen wir auf den Chefarzt (Prof. Dr. H. Fendel), der uns freundlich begrüßte und sich dabei wunderte, dass er uns gestern nicht gesehen hatte. Außerdem bat er uns, die nächsten Tage doch um 7:30 Uhr zu erscheinen - ich konnte ihm aber problemlos klarmachen, dass dies für mich nicht möglich ist, da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin und der frühste Bus erst um 6:10 Uhr losfährt. Er teilte Marco dem OP zu, wo er bei vier Operationen assistierte und bis 12:15 Uhr beschäftigt war. Ich ging mit einem weiteren anwesenden Arzt (Dr. Escher) in die Geburthilfe. Zunächst untersuchten wir eine Patientin mit Gestationsdiabetes, anschließend fand eine Visite auf Station statt, wobei wir vor jedem Krankenzimmer über die entsprechenden Patientinnen sprachen (Diagnose, Therapie etc.). Auf der Visite konnte ich dann z.T. auch selbst untersuchen (Fundusstand palpieren) und beim Ziehen von Drainagen helfen. Es folgte eine Ultraschall-Sprechstunde, wo mir die anatomischen Strukturen und das Vorgehen bei Schwangerschaftsuntersuchungen erklärt wurde. Danach wurden noch gynäkologische Untersuchungen durchgeführt, bei denen ich mich aber aus Rücksicht auf die Patientinnen im Hintergrund hielt. Gegen Mittag traf ich dann wieder mit Marco zusammen, der relativ begeistert von seinem OP-Tag und dem Team da unten war.
In dem Seminar um 15:00 Uhr unterhielten wir uns über die (OSCE-Prüfungsrelevante) Auswertung von CTGs, konnten uns einige davon ansehen und viele Fragen stellen. Die Seminare in der Gynäkologie sind bisher richtig gut.
|

Block Gynäkologie - Tag 1

DSC00021
Der Tag begann mit dem Versuch, das Heilig Geist-Krankenhaus in Longerich in 1 Stunde und 35 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen - leider wurde das Ziel um 10 Minuten verfehlt und ich traf erst gegen 8:10 Uhr dort ein. Marco ging es mit seine Auto auch nicht besser, er kam ganze 20 Minuten zu spät. Schade nur, dass man uns dann mitteilte, dass es morgens eigentlich immer schon um 7:30 Uhr losgeht (was allerdings nicht in unserem Skript steht).
Wir gingen zuerst auf die Entbindugsstation, dort wurden wir freundlich empfangen und zunächst in die Wäschekammer geschickt, wo wir uns weiße Hosen und Kittel besorgen mussten. Nach dem Umziehen teilten wir uns auf - Marco ging auf die gynäkologische Station, ich auf die Entbindungsstation, und trank mir Ärzten und Schwestern einen Kaffee. Danach war leider für mich nichts zu tun und ich wanderte zu den Kreißsälen, traf aber glücklicherweise auf Marco, der auch etwas Langeweile hatte. Er teilte mir allerdings mit, dass in einer halben Stunde eine OP stattfinden soll, bedauerlicherweise erfuhren wir aber nach wenigen Minuten, dass wir heute nicht daran teilnehmen können, da eine neue Assistenzärztin dabei assistieren wollte. Also gingen wir in die Cafeteria (die in Longerich wirklich sehr preisgünstig ist) und frühstückten.
Anschließend (es war bereits 11:00 Uhr) begaben wir uns wieder zu den Kreißsälen, lasen Patientenakten und unterhielten uns über die Auswertung von CTGs. Gegen 11:45 Uhr fuhren wir dann ohne eine einzige Patientin gesehen zu haben zurück zur Uni.
Um 15:00 Uhr fand dann unser Seminar im Kolloqiumsraum der Frauenklinik statt, dort mussten wir als Vorbereitung auf die OSCE-Prüfung an einer Puppe den Geburtsvorgang üben und wiederholten Lageanomalien, Stellungsanomalie etc..
|

Der Tag vor dem Block "Gynäkologie"

In der nächsten Wochen haben wir Blockpraktikum in Gynäkologie, Marco und Ich wurden dem Heilig Geist-Krankenhaus in Köln Longerich zugeteilt. Laut Skript findet der praktische Teil jeden Morgen von 8:00 bis 12:00 Uhr statt, es folgt ein Blockseminar von 15:00 bis 16:00 Uhr in der Universitäts-Frauenklinik. Das Ganze bedeutet jede Menge Fahrtzeit - erst Morgens nach Longerich, dann Mittags von Longerich zur Uniklinik und Abends von der Uniklinik wieder nach Hause. Als Lernziel für diesen Block wird angegeben, einen Einblick in die Routine des gynäkologischen-geburtshilflichen Fachgebietes zu gewinnen. Im Vordergrund steht die Teilnahme an Stationsvisiten, Anwesenheit und ggf. auch Assistenz bei operativen Eingriffen und - soweit möglich - Geburten. Ich will hoffen, dass diese Lernziele realisierbar sind und keine Langeweile einkehrt.
|

Block Kinderheilkunde - Tag 5

Es war heute ein eher langweiliger Vormittag und ein interessanter Nachmittag. Gegen 8:30 Uhr ging ich in die neurologische Ambulanz der Kinderklinik, wo ich von einem sehr engagierten Assistenzarzt in Empfang genommen wurde, der extra für uns Blockpraktikanten Zusammenfassungen bezüglich Anamnese, Untersuchungstechniken und Tagesablauf zusammengestellt hatte. Nachdem ich dies gelesen hatte und auch begeistert über diesen Service war, teilte er mir leider mit, dass dieser Freitag ein ausgesprochen ungünstiger Tag für mich sei, da heute keine Patienten für seinen Ambulanzbereich zur Untersuchung angemeldet seien. Er gab sich dennoch große Mühe, mir die Praxis etwas näher zu bringen und bat alle Mitarbeiter (Psychologen, Sozailpädiatrisches Zentrum, EEG, Ergotherapie usw.) mich zu informieren, wenn es etwas zu sehen gäbe.
In der Zwischenzeit gab er mir dann einen interessanten Crash-Kurs in der Auswertung von EEGs und nahm sich dabei relativ viel Zeit, allerdings gab es zwischendurch immer wieder Zeiten, zu denen ich alleine im Arztzimmer saß und Akten lesen konnte - leider waren nicht wirklich viele davon da, so dass sich zwischenzeitlich Langeweile einstellte und der Vormittag endlos erschien. Endlich kam ein Patient zur Blutabnahme, die dann etwas dramatisch wurde, da das Kind sich heftig dagegen sträubte und zunächst auch von der Mutter nicht beruhigt werden konnte. Gegen 12:00 Uhr konnte ich mir dann noch ansehen, wie akustisch evozierte Potenziale bei einem Säugling abgeleitet wurden und ging anschließend in die Mittagspause. Es folgt ein Seminar über Kinderkardiologie, dass ausgesprochen interessant war und bei dem recht viel diskutiert wurde.

Mein Fazit zum Block Kinderheilkunde:
Ein echtes Highlight im positiven Sinne war die kardiologische Station, im negativen Sinne die Intensivstation. In den anderen Bereichen gab es zwar hin- und wieder etwas zu sehen, leider aber auch viel Langeweile. Ungewöhnlich gut fand ich hingegen die Seminare.
|

Block Kinderheilkunde - Tag 4

Der Tag verlief zwar etwas unkonventionell, war aber eine hervorragende Entschädigung für das, was gestern passiert ist. Nachdem ich die Frühbesprechung in der Kinderklinik verpasst hatte, ging ich um 8:30 Uhr in die onkologische Ambulanz und Tagesklinik. Dort war eine ausgesprochen freundliche junge Ärztin, die mir die Therapieschemata bei ALL (Akuter Lymphatischer Leukämie) und AML (Akuter Myeloischer Leukämie) erklärte und auch sonst viele Fragen beantwortete. Da in der Tagesklinik erst später Patienten eintreffen sollten, holte mich eine weitere Ärztin aus der Ambulanz ab und ließ mich einige Kinder, die dort hinkamen, mit untersuchen (z.B. mit Hodgkin-Lymphom, Verdacht auf Leukämie etc.). Das war wirklich ganz interessant und eine hervorragende Betreuung.
Dann kam eine erstaunliche Wende. Gegen 10:00 Uhr rief die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in der Ambulanz an, weil sie heute einen Mangel an medizinischem Personal zur Blutabnahme hatten. Ich wurde gefragt, ob ich hingehen möchte, sagte zu und fuhr mit der Strassenbahn dorthin. Vor Ort traf ich auf ein nettes Team, bekam einen eigenen Blutabnahmeplatz zugewiesen und fing sofort an (das erste Mal, dass ich mit einem Vakuumsystem arbeiten konnte). Im Laufe der zwei Stunden, die ich dort war, erfuhr ich dann, dass heute eine Sonderaktion zur Typisierung läuft, so dass viele potenzielle Knochenmarkspender erwartet werden, und auch die Presse vorbeikommen würde, um u.a. Fotos von den Blutentnahmen zu machen. Hat alles großen Spass gemacht, meine Adresse wurde aufgenommen, damit ich bei Gelegenheit noch mal Helfen kann, wenn zu wenig Personal da ist, und gegen 12:30 Uhr war ich dann zurück an der Uni.
Dort traf ich auf Marco, der mit begeistert von seinem Vormittag im Perinatalzentrum erzählte, und ganz beeindruckt von den Frühchen und der Tatsache, dass bei diesen eine zeitweilige Sauerstoffsättigung von 40% nicht weiter problemtatisch ist, war.
Für 14:00 Uhr war ein Seminar zum Thema "Pubertät und Wachstum" bei Prof. Dr. Schönau angekündigt, es kam allerdings ein Dr. Naumann, der sich in einem kleinen Dilemma befand, da er gleichzeitig eine pädiatrische Migränesprechstunde hatte. Er verlegte diese einfach (mit Einverständnis der Patienten und Eltern) in unseren Seminarraum, wo einige von uns dann auch die körperliche Untersuchung und Anamnese durchführen konnten. Das ganze war recht interessant, dauerte aber bis fast vier Uhr, was insofern etwas knapp war, als dass anschließend bis 18:00 Uhr unser Notfall-Kurs stattfand.
|

Block Kinderheilkunde - Tag 3

DSC00019
Es gibt gute Tage im Blockpraktikum und es gibt leider auch Tage wie diesen. Nach einiger morgendlicher Hektik (ich wollte ja pünktlich sein) klingelte ich wie vereinbart um 7:30 Uhr an der Türe zur Intensivstation der Kinderklinik, damit man mich einlässt. Diese frühe Uhrzeit war angeblich nötig, damit ich die Übergabe auf Station mitbekomme. Nach kurzem warten wurde dann auch geöffnet und ich konnte mich in einem Umkleideraum ganz in blau einkleiden. Danach geschah bis viertel nach acht nichts - mit anderen Worten: ich stand die ganze Zeit auf dem Gang (glücklicherweise mit einer PJ-Erasmus-Studentin) und war viel zu früh. Toll.
Es folgte eine Visite über die Station, die nur mittelgradig interessant war, weil ich weder Patienten noch Krankheitsbild kannte und dieses meistens auch nur dann erfuhr, wenn es zufällig erwähnt wurde. Dennoch sollte ich für eine der Ärztinnen, die hin und wieder den Raum verlassen musste, alles relevante was besprochen wurde, mitschreiben. Nach der Visite wurde es dann richtig ätzend. Die zuständige Oberärztin war der Meinung, dass ich zusammen mit der PJlerin vor allem Patienten untersuchen sollte - das ganze Procedere hatte nur einen Haken: Patienten, die an Beatmungsgeräten, ZVKs und etlichen Infusionen hängen, sind nur sehr eingeschränkt körperlich untersuchbar. Und die Patientenzahl war auch nicht gerade üppig. Wir lasen also in einigen Akten und untersuchten so weit dies möglich war. Als dann einige Zeit später besagte Oberärztin zwischendurch den Raum betrat um nach dem (ziemlich interessanten) Patienten zu sehen, fragte ich sie nach dessen Beatmungsverfahren - woraufhin sie mir mitteilte, dass sie eigentlich gar keine Zeit hätte, dass es keinen Sinn machen würde, über technische Details zu sprechen und man sich eigentlich erst nach dem PJ sinnvoll über die Therapieverfahren unterhalten könnte. Mit blieb zwar die Spucke weg, aber ich fragte sie trotzdem, ob sie eventuell später mit uns den Patienten besprechen könnte. Erneut sagte sie, dass sie eigentlich keine Zeit hat und wir weiter untersuchen sollen.
Es folgten 2h Langeweile und herumsitzen im Arztzimmer (Gott sei Dank war die PJlerin da!). Völlig überraschend auf dem Höhepunkt der Lethargie (alle Patientenakten gelesen, Therapie nachvollzogen, nix zu tun) kam dann doch unsere Oberärztin herein und besprach mit uns den Patienten und seine Therapie. Anschließend zeigte sie mir noch ein gutes Lehrbuch über Beatmungstechniken und gab mir dann die ersehnte Unterschrift, so dass ich früher gehen konnte.
Glücklicherweise war das Seminar am Nachmittag dann ganz interessant, es wurde das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei Leukämien besprochen.
|

Block Kinderheilkunde - Tag 2

Der Tag begann um 8:00 Uhr im Hörsaal der Kinderklinik mit einer Kombination aus Früh- und Röntgenbesprechung, bei der die Neuaufnahmen vorgestellt und interessante radiologische Fälle besprochen wurden. Die Fallbesprechnungen waren besonders interessant, da es wirklich außergewöhnliche CT- und MRT-Aufnahmen zu sehen gab.
Nach ca. 20 Minuten ging ich dann auf die kardiologische Station, wo ich auf zwei Pädiater traf, wie man sie sich vorstellt: gut gelaunt, freundlich und öfters zwischendurch singend (auf der Visite dann sogar einmal das Intro der Trickfilmserie "Wickie und die starken Männer", meistens aber deutsche Schlager). Es herrschte mit anderen Worten eine sehr angenehme Stimmung vor, aber auch das Lernen kam nicht zu kurz. Unmittelbar nach meinem eintreffen auf Station besprach ich mit zwei PJlern und einem der Ärzte die Röntgenbilder eines aktuellen Falls - bzw. wurde dazu gefragt. Anschließend konnte ich zusammen mit einem der PJler eben diesen Patienten untersuchen (v.a. Auskultation) und noch einmal besprechen. Nun kam der zweite PJler und machte mit mir eine Trockenübung zur Blutentnahme aus einem ZVK mit sterilen Handschuhen. Es folgte eine Frühstückspause im Schwesternzimmer, danach war Visite, auf der ich u.a. ausführlich über die Fallot-Tetralogie befragt wurde (hatte ich aber glücklicherweise noch heute morgen auf der Zugfahrt gelernt). Nach etwas Leerlauf im Arztzimmer unterhielten wir uns dann über Symptomatik und Ursachen der Trisomie 21 und ich konnte Fragen zu diversen Patientenakten stellen. Dann kam schließlich noch eine Neuaufnahme, bei der ich allerdings nur zuschaute - der Fall war aber insofern ganz interessant, als dass der Patient (in der Kinderklinik!) älter als 30 Jahre war.
Nach einer Mittagspause trafen wir dann alle im Seminarraum auf Frau Dr. Schauseil-Zipf, die mit uns anhand von 3 Fällen, die wir vorstellten, die entsprechenden Krankheiten ausführlich besprach.
Morgen beginnt der Tag dann für mich um 7:30 Uhr auf der Intensivstation - Timon war heute bereits dort und hat mir freundlicherweise schon mal einen Bettenbelegungsplan mitgebracht, damit ich nicht ganz ahnungslos in aller Herrgottsfrühe dastehe.
|

Block Kinderheilkunde - Tag 1

Heute morgen gegen 9:00 Uhr wurden wir im Hörsaal der Kinderklinik von einer Frau Dr. Schauseil-Zipf begrüßt, die uns zunächst Skripte zum Ablauf dieses Teils des Blockpraktikums austeilte. Wie schnell klar wurde, durchläuft jeder Student alleine von Dienstag bis Freitag vier Stationen/Amblanzen (die man nicht selber aussuchen kann), mir wurde folgende Reihenfolge zugewiesen: Kardiologische Station (Dienstag), Intensiv-Station (Mittwoch), Onkologische Ambulanz (Donnerstag) und Neurologische Ambulanz (Freitag). Beginn ist grundsätzlich morgens um 8:00 Uhr mit einer Röntgenbesprechung, lediglich für die Intensivstation oder das Perinatalzentrum muss man bereits um 7:30 Uhr vor Ort sein.
Nachdem diese Verteilung geregelt war, hielt Frau Dr. Schauseil-Zipf eine interaktive Vorlesung über pädiatrische Untersuchungstechniken ab und stellte im Anschluss zwei Kinder (ein Säugling und ein 1jähriges) vor, an denen Sie die Vorgehensweise demonstrierte und uns auch selber untersuchen ließ. Die Veranstaltung dauerte bis kurz nach 12:00 Uhr.
Für 14:00 Uhr war dann ein Seminar über "Infektionen in der Pädiatrie" im Seminarraum der Onkologie angekündigt - dort hing allerdings ein Schild an der Tür, auf dem wir hingewiesen wurden, dass wir uns in zwei Gruppen teilen sollten, von denen die eine ins Perinatalzentrum geht, die andere auf die Intensivstation. Wir entschieden uns dann zu fünf Leuten für die Intensivstation und trafen dort im Arztzimmer auf Frau Dr. Vierzig, die uns zunächst theoretisch einen Patienten vorstellte, mit uns die Diagnostik durchsprach und diesen dann auch auf Station vorstellte. Im Patientenzimmer der Intensivstation besprachen wir dann noch einen weiteren Fall und waren schließlich gegen 15:30 Uhr fertig.
|

Der Tag vor dem Block "Kinderheilkunde"

Morgen beginnt für unsere Gruppe eine Woche Blockpraktikum der Kinderheilkunde an der Uni-Klinik. Der Montag beginnt laut Skript erfreulicherweise erst um 10:00 Uhr mit einer bis 12:00 Uhr dauernden Einführungsveranstaltung im Hörsaal der Kinderklinik. Anschließend soll dann ein Seminar von 14:00 bis 16:00 Uhr folgen. Der Tagesablauf in dieser Woche sieht so aus, dass man sich Dienstag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr auf Station bzw. in der Ambulanz befindet und Nachmittags bis 16:00 Uhr an einem Seminar teilnimmt.
|

Block Innere - Gastroenterologie - Tag 4

Der Start in den heutigen Tag des Blockpraktikums verlief nicht ganz so optimal. Zusammen mit Timon ging ich um 9:00 Uhr in die Ambulanz, und nach kurzer Rücksprache mit der Sekretärin suchten wir uns einen Arzt, der sich um uns kümmern sollte. Nachdem wir eine Weile auf dem Gang standen gingen wir in einen Untersuchungsraum, in welchem eine Coloskopie durchgeführt wurde. Der untersuchende Arzt, dessen Name mir entfallen ist, und den man sich aber auch nicht merken muss, war ausgesprochen wortkarg und redete allenfalls im Flüsterton. Dies war uns nach Ende der Darmspiegelung dann auch genug und wir verließen (ebenfalls wortlos) den Untersuchungsraum. Nach diesem kleinen Dämpfer ging es aber wirklich aufwärts und es wurde ein super Tag. Wir begaben uns in einen anderen Raum und trafen auf Dr. Schäfer und Dr. Bludau, die geraden bei einer Patientin Magenpolypen unterspritzten und mit Hilfe von einer Schlinge und einem Kryolaser entfernten. Sie erklärten dabei jede Menge und ließen uns auch assistieren. Sie wiesen uns nach Abschluss des Eingriffes darauf hin, dass Sie anschließend im Nebenraum eine PEG-Sonde (Perkutane Endoskopische Gastrostomie) legen wollten, und führten dabei eine relativ neue Technik vor. Es ging weiter zu einem Patienten mit (sehr schmerzhaftem) Rektumprolaps, der zusätzlich noch biopsiert wurde und zum Abschluss dann zur Einlage eines Ösophagus-Stent unter Röntgenkontrolle. Es folgte also eine Untersuchung nach der anderen, bei den meisten davon konnten wir aktiv teilnehmen und die gesehen Dinge ausführlich besprechen - dieser Tag war somit ein echtes Highlight.
Gegen 14:00 Uhr trafen wir dann im Seminarraum auf einen Dr. Burst, der ein erstklassiges Seminar über den Säure-Basen-Haushalt und akutes Nierenversagen hielt. Eigentlich ein ziemlich schwieriges Thema, aber er hat anhand eines Fallbeispiels mit uns die Diagnostik entwickelt und dabei ausführlich die theoretischen Zusammenhänge erklärt. Wenn man nur wenig Ahnung von Nephrologie hat, sollte man dieses Seminar unbedingt besuchen!
|

Block Innere - Gastroenterologie - Tag 3

Unsere Gruppe traf sich heute morgen um 9:00 Uhr in der Ambulanz der Gastroenterologie. Nachdem wir uns bei der Sekretärin gemeldet hatten, wurden wir zu je zwei bzw. drei Studenten auf die einzelnen Ärzte verteilt - Marco, Timon und ich kamen zusammen zu Dr. Tuex, wo wir bei einer Gastroduodenoskopie bei einem älteren Patienten mit histologisch bereits gesichertem Siegelringzellkarzinom des Magens zusahen. Es wurde u.a. ein endosonographisches Staging durchgeführt und wir konnten endlich einmal sehen, wie ein Urease-Schnelltest bei Verdacht auf Helicobacter pylori durchgeführt wird.
DSC00302_2
Nach kurzer Wartezeit sahen wir eine pneumatische Dilatation des Ösophagus und konnten anschließend bei einer ERCP (Endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikographie; Foto mit Bleischürze nach der Untersuchung) teilnehmen. Während der Untersuchungen konnten wir immer Fragen stellen und bekamen vieles erklärt. Insgesamt waren wir am Ende dieses Vormittags allerdings sehr unterschiedlicher Meinung - ein Teil der Gruppe fand es sehr langweilig ("Immer nur vor dem Monitor stehen"), der andere Teil hingegen fand es interessant, endlich mal ein Siegelringzellkarzinom zu sehen oder an einer ERCP teilzunehmen.
Pünktlich um 14:00 Uhr waren wir dann auf Ebene 10 im Bettenhaus, um uns ein Seminar über Akutes/Chronisches Nierenversagen bei Dr. Pollok anzuhören. Als dieser gegen 14:30 Uhr immer noch nicht erschienen war, ließen wir ihn anfunken, woraufhin uns ausgerichtet wurde, dass er in 5min zu uns hochkäme. 20min später ließen wir ihn erneut anfunken - man teilte uns mit, dass er doch nicht selber erscheinen werde, sondern in 5min einen Assistent schickt. Dieser traf dann auch gegen 15:00 Uhr ein, war sehr freundlich und hielt ein kurzes Seminar (es war ja nur noch eine halbe Stunde Zeit) über akutes Nierenversagen.
|

Block Innere - Gastroenterologie - Tag 2

köln
Der heutige Tag begann für uns um 9:00 Uhr auf Ebene 18 im Bettenhaus, von wo aus man einen herrlichen Blick über das morgendliche Köln und den Sonnenaufgang hatte (siehe Foto). Nach der üblichen Begrüßung teilten wir uns in je 2 Dreiergruppen auf. Jede dieser Gruppen wurde zu einem auf Station liegenden Patienten geschickt (der extra für uns ausgesucht und vorher instruiert worden war), um bei diesem eine komplette Anamnese mit körperlicher Untersuchung durchzuführen. Gegen 10:45 Uhr sollten sich dann beide Gruppen wieder mit unserem betreuenden Arzt treffen, um unsere Diagnosen zu besprechen und zu rechtfertigen. Meine Gruppe untersuchte eine Patientin mit offensichtlicher Leberzirrhose und Aszites nach langjährigem Alkoholmissbrauch. Interessant war hier vor allem, das Undulationsphänomen (beklopft man den Bauch auf der einen Seite, entstehen zwei Wellen. Eine wandert über die Bauchhaut auf die andere Seite und ist sichtbar, die andere wird durch die Aszites im Bauchraum fortgeleitet und erreicht die tastende Hand des Untersuchers auf der anderen Bauchseite schneller als die sichtbare), welches gestern von uns auf Visite abgefragt wurde, am Patienten auszulösen und zu beobachten.
Nach einer kurzen Kaffeepause trafen wir uns dann alle um 10:45 Uhr im Seminarrauf auf Ebene 18 und stellten uns gegenseitig unsere Patienten mit Verdachtsdiagnose vor. Man hatte beiden Gruppen je einen Patienten mit Leberzirrhose und Aszites zugewiesen, allerdings zeigten diese völlig gegensätzliche Krankheitsverläufe, so dass es eine spannende Diskussion war. Unser Arzt hielt anschließend noch einen (recht ausführlichen) Vortrag über Leberzirrhose (Ursachen, Therapie, Verlauf) und zeigte uns anschließend am Patientenbett noch einige Tricks zur körperlichen Untersuchung.
Gegen 13:00 Uhr konnten wir dann Mittagessen und trafen uns um 14:00 Uhr in einem Seminarraum auf Ebene 10 zu einem Seminar mit Prof. Steffen. Dieses hatte überraschenderweise nicht wie angekündigt Ulkus und entzündliche Darmerkrankungen zum Thema, sondern Ikterus als Oberbegriff. Es wurde wie aufgrund unserer gestrigen Erfahrungen mit Prof. Steffen nicht anders erwartet ein Ritt quer durch die Innere Medizin - und zwar keineswegs in Form eines Frontalvortrags. Wir saßen kreisförmig an einem Tisch und jeder bekam nacheinander Fragen gestellt und war innerhalb der 2 Stunden, die diese Veranstaltung dauerte, auch mehrmals dran. Obwohl es sehr anstrengend war, hat es sehr großen Spass gemacht und war didaktisch auch hervorragend gegliedert. Wir starteten mit Basics: Wie entsteht Bilirubin? Wie gelangt es zur Leber? Wie kommt es in den Hepatozyten? Wie kommt es aus dem Hepatozyten? Wir fuhren dann mit Laborwerten fort (hepatische Marker, cholestatische Marker, Hämolyseparameter) und erarbeiteten einen diagnostischen Algorithmus zu verschiedenen Grunderkrankungen - die dann auch alle einzeln besprochen wurden. Dies umfasste zahlreiche Formen der hämolytischen Anämien (toxische, erregerbedingte, mechanische, Hämoglobinopathien etc) aber auch Hepatitiden incl. Serologie, Übertragung, Verlauf, Differenzierung geimpfte vs. ehemalig erkrankte Personen usw. Es war eines der besten Seminare die ich bisher hatte!
Morgen ist glücklicherweise Feiertag, und am Donnerstag geht es für uns in die Ambulanz, wo wir uns spezifische Untersuchungen genauer ansehen sollen.
|

Block Innere - Gastroenterologie - Tag 1

Gegen 8:30 Uhr heute Morgen traf sich ein Teil von unserer Gruppe im Cafe Lindenthal, wo wir dann entschieden, dass wir unabhängig von irgendwelchen Teilnehmernummern in die Gastroenterologie gingen. Nach einem kleinen Frühstück suchten wir dort also das Sekretariat auf, wo man uns bereits erwartete und bat, noch einen Augenblick auf dem Flur zu warten. Nur wenige Augenblicke später kam Prof. Steffen und schickte uns auf Station (Ebene 18 im Bettenhaus) vor, wo er gleich die Chefarztvisite durchführen wollte. Auch dort wurden wir im Arztzimmer freundlich von 3 Ärzten und 3 PJlern empfangen, die uns zunächst einen Belegungsplan der Station aushändigten. Wie erwartet befanden sich hier viele Tumorpatienten (Ösophaguskarzinome, Pankreaskarzinome, hepatozelluläre Karzinome), aber auch Patienten mit Morbus Crohn, NASH, Leberzirrhose usw..
Nachdem wir eine kleine Einführung in den Stationsablauf bekommen hatten, wurden wir schonend darauf vorbereitet, dass die Chefvisite sehr frageintensiv werden würde. Und das war Sie dann auch!
Es handelte sich um eine 3 Stunden dauernde Visite, bei der jedes Zimmer von 13 weißbekittelten Personen (1 Chefarzt [Prof. Steffen], 3 Ärzte, 3 PJler, 6 Medizinstudenten) betreten wurde. Vor jedem Zimmer wurde ausführlich über die Erkrankung und Therapie der Patienten gesprochen, anschließend wurden wir detailliert befragt (z.B.: Was versteht man unter einer Hemmkörper-Hämophilie? Wie funktioniert ein H2-Test mit Lactose, Glucose, Lactulose? Was ist ein Wassermelonen-Magen? Ursachen und Therapie einer präportalen Hypertonie? Wie würden Sie diesen Patienten therapieren?). Klingt zwar schlimm, hat aber richtig Spaß gemacht, da er nicht wirklich sauer war, wenn man etwas nicht wusste, sondern die Antwort dann mit einem zusammen hergeleitet hat – was durchaus öfter von Nöten war. Es war nach den 3 Stunden und nachdem man mehrmals gefragt worden war aber auch etwas anstrengend. Ich habe auf jeden Fall in meinem ganzen Medizinstudium in keinem Kurs so viel (hintereinander) und so intensiv Innere gelernt wie auf dieser einen Visite. War echt Klasse!
Insgesamt hat Prof. Steffen bei den meisten von uns nach diesem ersten Tag Eindruck hinterlassen: er wirke sehr begeistert von seinem Fach und war ausgesprochen empathisch den Patienten gegenüber.
Nachmittags fand kein Seminar statt, aber in unserem Seminar morgen werden wir wieder Prof. Steffen haben – das heißt für heute Nachmittag: Pauken bis der Arzt kommt.
|

Der Tag vor dem Block "Innere Medizin"

Insgesamt hat man im Laufe des Blockpraktikums zwei Wochen Innere Medizin, diese Wochen sind für unsere Gruppe allerdings nicht aufeinander folgend. Wir wissen, dass die nächste Woche (Woche 02 des Blockpraktikums) für unsere Gruppe mit Innerer Medizin beginnt - unser Skript geht davon aus, dass die Gruppenstärke 8 Studenten beträgt. Davon haben die Studenten mit der Teilnehmernummer 1-4 in der kommenden Woche Gastroenterologie, diejenigen mit Teilnehmernummer 5-8 Nephrologie. Leider befinden sich in unserer Gruppe zur Zeit aber 12 Personen, von denen allerdings nur 8 auch den Innere-Block machen. Somit sind wir also zwar acht Personen, aber mit Teilnehmernummern zwischen 1 und 12 (mal abgesehen davon, dass uns niemand darüber informiert hat, dass wir innerhalb der Gruppe Teilnehmernummern haben. Wir gehen davon aus, dass wir einfach unsere Namen in der Reihenfolge wie sie in der Gruppenliste aufgeführt sind, abzählen müssen - dies ist aber rein spekulativ). Entweder wir werden morgen neu durchnummeriert, oder wir können uns selbst in zwei Vierergruppen aufteilen. Jedenfalls weiss einen Tag vorher niemand von uns, was er morgen genau haben wird: Gastroenterologie oder Nephrologie? Erschwerend kommt noch hinzu, dass es keine gemeinsame Vorbesprechung gibt. Teilnehmernummer 1-4 soll zu den Gastroenterologen (9:00 Uhr: Sekretariat UBT 01/C/R 328, Prof. Steffen), Teilnehmernummer 5-8 zu den Nephrologen (9:00 Uhr: Mitteltrakt BH Ebene 10) gehen.
|

Block Dermatologie - Tag 5

Heute sind wir wieder um 8:30 Uhr auf Station erschienen, die Visite fand pünktlich um 9:00 Uhr statt und war (für mich) nach den vergangenen 4 Tagen richtig interessant, da man die einzelnen Patienten und die therapeutischen Massnahmen nun besser kennt. Es beginnt, sich eine gewisse Routine im Stationsalltag einzustellen - dies bemerke ich in Famulaturen auch nach ca. 1 Woche. Wir haben bei einzelnen Fällen die Pathogenese (wie entsteht die Krankheit) der jeweiligen Erkrankung durchgesprochen und Therapienebenwirkungen diskutiert. Während der Visite stellte sich heraus, dass etwas Konfusion bezüglich der neurologischen Vorgeschichte eines Patienten mit Lupus Erythematodes herrschte, so dass wir anboten über diesen Fall zu recherchieren und später eine Zusammenfassung abzuliefern.
Nach der Visite haben Timon, Marco (siehe Foto) und ich diverse Blutabnahmen durchgeführt.

Marco vor der Blutabnahme bei einem MRSA-Patienten
Nachdem die Blutabnahmen erledigt waren informierte ich mich zunächst im PJ-Zimmer (mit Akte und Lehrbuch) über einen Patienten mit Syphillis (Lues), um dieses Krankheitsbild etwas genauer kennen zu lernen. Anschliessend ergründeten und ordneten wir gemeinsam die neurologische Vorgeschichte des Patienten mit Lupus erythematodes, trugen dem Ärzteteam eine Zusammenfassung vor und versuchten diese Befunde im Kontext mit der Grunderkrankung zu deuten.
Nach dem obligatorischen essen um 12:00 Uhr fand um 13:00 Uhr das tägliche Seminar bei Frau Dr. Hartmann statt; Themen waren heute die Kollagenosen (vor allem: Sklerodermie, Lupus und Dermatomyositis) - alles Krankheitsbilder, die wir in dieser Woche tatsächlich auch sehen konnten.

Fazit zum Derma-Block:
Erwartet habe ich, dass Dermatologie sehr langweilig wird. Tatsächlich war es interessant (und nur sehr selten langweilig), die Stationsarbeit hat Spass gemacht und das Ärzteteam war jederzeit da und hat Fragen beantwortet - und das obwohl die Station von den Ärzten her eher unterbesetzt war. Ich denke, man kann sich auf diesen Teil des Blockpraktikums freuen und lernt tatsächlich mal etwas über Dermatologie, wobei sich dann evtl. herausstellt, dass dieses Fachgebiet gar nicht so uninteressant ist.
|

Block Dermatologie - Tag 4

Beim Betreten der Station gegen 8:30 Uhr war bereits eine gewisse Unruhe spürbar - dies lag, wie man uns schnell sagte, an der gegen 9:30 Uhr stattfindenden Chefvisite. Diese ist unter PJlern und Assistenzärzten auf dieser Station gleichermaßen gefürchtet, da Professor Krieg diese beiden Gruppen wohl am Patientenbett ausgiebig befragt. So saßen auch nun die PJlerin und zwei Assistenzärzte im Arztzimmer und fragten sich gegenseitig ab bzw. schlugen in Büchern nach, um letzte Wissenslücken zu füllen. Tatsächlich kam dann nicht wie erwartet Professor Krieg, sondern Professor Hunzelmann auf Station, der seine Assistenzärzte und die PJlerin mit nicht wenigen Fragen löcherte. Auch von uns wollte er z.B. wissen, wie es denn zu einer Erhöhung der Lipase kommen kann - hören wollte er nicht "Pankreatitis" sondern "Glucocorticoide" (was wir natürlich nicht wussten, Assistenzärzte und PJlerin glücklicherweise auch nicht).
Insgesamt verlief die Visite relativ reibungslos, einer der Ärzte bot uns an, einen bestimmten interessanten Fall später noch mit uns zu vertiefen. Weiterhin bekamen wir von der PJlerin einen tagesaktuellen Belegungsplan der Station ausgehändigt, so dass wir uns in den PJ-Raum zurückzogen und noch ein wenig diskutierten und in Büchern nachlasen (und uns z.T. auch ein wenig langweilten). Zu der Fallvertiefung kam es leider nicht mehr, so dass wir gegen 12:00 Uhr Mittagspause machten und um 13:15 Uhr ein Seminar bei Frau Dr. Hartmann über Schuppenflechte (Psoriasis) und Lichen ruber hörten. Wie gewohnt endete das Blockpraktikum Dermatologie auch an diesem Tag um ca. 14:00 Uhr, so dass heute bis 16:00 Uhr frei war - denn ab dieser Uhrzeit findet der Notfall 2 - Kurs statt.
|

Block Dermatologie - Tag 3

Als wir heute gegen 8:30 Uhr auf der Dermatologie-Station ankamen gab es zunächst nicht viel für uns zu tun, so dass wir uns in den PJ-Raum gesetzt und einige Anamnesetechniken, Krankheitsbilder und Effloreszenzen durchgesprochen haben. Die im Anschluss stattfindende Visite dauerte dann etwas länger, da eine Patientin völlig unerwartet sehr impulsdurchbrüchig wurde, in diesem Kontext auch suizidale Inhalte äußerte und nur sehr schwer wieder zu beruhigen war. Im weiteren Verlauf der Visite gab es dann noch interessante Gespräche über einzelne Krankheitsbilder und Therapieoptionen (wir wussten z.B. nicht, dass man Farbstofflösungen wie Gentianaviolett zur Hautdesinfektion und Stillung von Juckreiz einsetzen kann – die Haut der Patienten ist nach auftragen der Lösung zunächst sehr intensiv gefärbt). Anschließend führten wir zusammen eine Anamnese bei einem Tumorpatienten durch – hier gab es leichtere Komplikationen aufgrund einer bestehenden Sprachbarriere – und stellten diesen im Anschluss wie üblich dem Ärzteteam vor.
Von 12:00-13:00 fand wieder unsere Mittagspause statt, danach bis 14:00 Uhr ein Seminar von Frau Dr. Hartmann über Basaliome, Plattenepithelkarzinome, Melanome und Präkanzerosen.
|

Block Dermatologie - Tag 2

Heute Morgen waren wir wieder um 8:15 Uhr in Gebäude 15. Nachdem wir unsere Sachen (Taschen etc.) im PJ-Raum abgelegt hatten, gingen wir ins Arztzimmer und wurden freundlich begrüßt. Es gab leider heute keine Blutabnahmen zu machen, so dass wir erst mal eine Kaffee getrunken haben und um 9:00 Uhr dann zur Visite erschienen sind. Diese verzögerte sich dann aber noch ein wenig, so dass wir noch ein bisschen lesen und uns Patientenakten anschauen konnten. Wenn auf Station nichts zu tun ist gibt es generell auch die Möglichkeit, mit einzelnen Patienten, die einen besonders interessieren, in Ruhe zu sprechen.
Wir wurden dann zur Visite geholt, wobei wir wieder bei fast jedem Patienten eine kleine Beschreibung seiner Erkrankung bekamen und auch jederzeit Fragen stellen konnten – überhaupt sind die Ärzte und PJler auf dieser Station eigentlich jederzeit ansprechbar und beantworten Fragen.
Als die Visite dann zu Ende war, haben Timon und ich zusammen einen Patienten mit Basaliom aufgenommen. Wir haben eine gründliche Anamnese durchgeführt, zumal der Patient eine Reihe Voroperationen hinter sich hatte und außerdem zahlreiche zu dokumentierende Hautveränderungen am ganzen Körper zeigte. War wirklich interessant und dauerte (incl. 2 Blutabnahmeversuchen von mir, die dann letztlich doch scheiterten) fast eine Stunde. Wir haben bei dieser Gelegenheit mal wieder festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, gründliche Anamnesen durchzuführen, weil viele Patienten auf direkte Fragen (z.B. Voroperationen) nicht ausführlich antworten. Erst wenn man einen Neurostatus erhebt oder das Abdomen untersucht fällt dem Patienten plötzlich ein, dass er in der Vergangenheit auch dort eine OP hatte (oder in den letzten Wochen unter Bauchschmerzen leidet).
Gegen 12:00 Uhr sind wir dann wieder Mittagessen gegangen und hatten dann von 13:15 Uhr bis ca. 14.00 Uhr ein Seminar über Atopie (im Wesentlichen Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) bei Frau Dr. Hartmann – diesmal ohne Patientenvorstellung, da in der Ambulanz wohl heute kein entsprechender Allergiker vorhanden war (der dann auch noch Zeit gehabt hätte). Im Seminar konnten wir wie auch schon am Vortag Fragen stellen.
Insgesamt also ein guter Tag, bei dem vor allem die Stationsarbeit Spaß gemacht hat. Wir haben allerdings beschlossen, morgen erst um 8:30 Uhr auf Station zu erscheinen, da die Visite gegen 9:00 Uhr losgeht und wir zu dritt in der verbleibenden halben Stunde sicherlich alle Blutabnahmen schaffen.
|

Block Dermatologie - Tag 1

Pünktlich um 8 Uhr morgens haben wir uns am Haupteingang der Uniklinik getroffen und waren gegen viertel nach 8 in Gebäude 15. Nach Betreten desselben fanden wir rechts auch besagten Seminarraum. Anwesend war nicht nur meine Gruppe (H), sondern noch eine weitere (G), die laut Blockpraktikumsskript die meisten Wochenblöcke mit uns gemeinsam hat. Insgesamt waren wir also ca. 20 Studenten.
Gegen 8:20 Uhr kam Frau Dr. med. Karin Hartmann herein, begrüßte uns sehr freundlich und ließ einen Zettel herumgehen, auf dem unterschiedliche Stationen bzw. Funktionsbereiche der Dermatologie standen. Wir konnten uns zu je zwei bis drei Personen für einen solchen Bereich eintragen. Zur Auswahl standen z.B. Tumorambulanz, Allergieambulanz, die Station in Gebäude 15 sowie einige andere. In der einen Woche Dermatologie-Blockpraktikum kann man allerdings einmal die Funktionsbereiche tauschen, dies wurde jedoch nicht empfohlen. Auf der Station konnten zwei Dreiergruppen bleiben, für die wir uns dann gemeinsam eingeschrieben haben Anschließend wurde noch eine Uhrzeit für das Seminar ausgemacht, wir einigten uns dabei auf 13:15 Uhr.
Nun ging es für die sechs Leute, die sich für die Stationsarbeit entschieden hatten, auf Station. Dort konnten wir uns dann in je 2 Dreiergruppen (eine davon Timon, Marco und Ich) aufteilen, jede davon wurde einem Arztzimmer/Ärzteteam zugewiesen. Ausgerechnet heute war in dem Team, dem ich zugeteilt wurde, gegen 9:15 Uhr Oberarztvisite, so dass wir erst mal nur Blutabnehmen sollten. Dies war aber nur einem von uns möglich, da nur 1 Stauschlauch vorhanden war (also besser immer einen dabeihaben!). Also ging Marco auf der Station Blut abnehmen, Timon und mir wurde das PJ-Zimmer gezeigt, in dem wir uns bis zum Beginn der Oberartzvisite aufhalten konnten (dieses Zimmer ist ausgesprochen groß und sehr bequem, sogar mit Sofa drinnen. Siehe Foto weiter unten.). Die PJlerin brachte uns einen Belegungsplan der Station, auf dem auch die Patientendiagnosen eingetragen waren, so dass wir uns (mit Hilfe eines Derma-Buches) einen Überblick verschaffen konnten.
Die Oberartzvisite war ganz angenehm und fand in einer freundlichen Atmosphäre statt. Auf der Station befanden sich Fälle von Akne inversa, Sklerodermie (CREST), Basaliom, Dermatomyositis, Lues, Arzneimittel-Exanthem, Pemphigus vulgaris usw., also ein recht breites Spektrum. Man wurde während der Visite glücklicherweise nicht gefragt, bekam aber häufig freundlich etwas erklärt, ohne dass man erst fragen musste.

Nach der Visite bekamen wir Anamnesebögen ausgehändigt, diese wurden uns erklärt und wir konnten erneut im PJ-Zimmer warten, bis die Neuaufnahmen eintrafen. Dort trafen wir dann auch auf die andere Dreiergruppe, die ebenfalls auf Station arbeitete, und wir konnten eine halbe- bis Dreiviertelstunde lesen und uns unterhalten.

DSC00269_web
(Die andere Gruppe im PJ-Raum)

In meiner Gruppe haben wir dann untereinander ausgemacht, dass sich jeder für den nächsten Tag auf ein bestimmtes Krankheitsbild vorbereitet und dieses den anderen vorträgt.
Als die erste Neuaufnahme kam, gingen wir zu dritt mit der Patientin (und Ehemann) in das Aufnahmezimmer und führten die komplette Anamnese (incl. Blutabnahmen) durch. Timon und Marco wurden zwischendurch von den Ärzten nacheinander geholt, um bei weiteren neu eingetroffenen Patienten die Anamnese durchzuführen. Meine Patientin litt übrigens u.a. an einem Plattenepithelcarcinom (PECA im Klinikjargon). Gegen 12:00 Uhr gingen wir dann Mittag essen (es wurde uns aber empfohlen, an einer Besprechung teilzunehmen, die täglich von 12:00 bis 13:00 Uhr in der Derma stattfindet).
Um 13:00 Uhr waren wir schließlich alle (Gruppe G und H) wieder im Seminarraum und trafen erneut auf Frau Dr. Hartmann. Einer von uns sollte einen Patienten vorstellen, den er während der Stationsarbeit heute Vormittag gesehen hatte. Marco holte also (mit deren Einverständnis) die Patientin, die er aufgenommen hatte und die vermutlich an Pemphigo vulgaris benigmus familiaris (Synonym: Morbus Hailey-Hailey) litt. Nach Vorstellung und Diskussion der Erkrankung hielt Frau Dr. Hartmann einen kurzen Vortrag über die Struktur der Haut, Effloreszenztypen und dermatologische Untersuchungstechniken. Für den nächsten Tag wurde uns als Seminarthema der eher allergische Formenkreis (Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) angekündigt und ein Teilnehmer soll wenn möglich einen Patienten aus der Allergieambulanz mitbringen. Gegen 14:00 Uhr konnten wir dann an diesem ersten Tag in der Dermatologie nach Hause gehen.
|

Der Tag vor dem Blockpraktikum

Morgen soll es also los gehen - ausgerechnet mit Dermatologie. Laut Blockpraktikumsskript ist der "Gruppentreffpunkt um 8.15 Uhr in Haus 15, Seminarraum (rechts hinter dem Eingang)". Von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr soll dann ein Seminar stattfinden. Nach einigem googeln habe ich schließlich auch einen Lageplan der Uniklinik Köln gefunden, auf dem Gebäude 15 eingezeichnet ist.
|

Die Einführungsveranstaltung zum Blockpraktikum

Die Einführungsveranstaltung fand in Hörsaal 3 LFI statt - ein Hörsaal, der insbesondere für seine Enge bekannt ist. Alle quetschten sich also in den Hörsaal und warteten auf Herrn Stosch vom Studiendekanat. Seine Einführung war schließlich auch kurz und prägnant, er wiederholte vor allem die Inhalte aus dem Blockpraktikumsheft, es war nicht wirklich etwas neues zu erfahren. Aus einigen Fachbereichen (Innere, Chirurgie usw.) war noch Dozenten anwesend, die sich im Wesentlichen vorstellten. Nach einer halben Stunde war alles vorbei.
Es war also die reinste Zeitverschwendung!
|

Bloggen über das Blockpraktikum

Ich habe mich heute entschieden, in regelmäßigen Zeitabständen über das sog. Blockpraktikum, das für mich am 23.10.2006 beginnt, zu berichten. Für alle, die es nicht wissen, hier ein paar Informationen über diese Veranstaltung:

Blockpraktika finden im Rahmen des Medizinstudiums an der Universität zu Köln im 5. klinischen Semester statt. Gruppen von (theoretisch) max. 8 Medizinstudenten (in der Praxis sind es dieses Semester 12) rotieren ein Semester lang in verschiedenen Fachgebieten auf Stationen in der Uniklinik und in angeschlossenen Lehrkrankenhäusern.
Vormittags soll dabei nach meinen Informationen ein praktischer Teil mit Stationsarbeit stattfinden, Nachmittags werden dann von den jeweiligen Dozenten Seminare abgehalten.
|