Blockpraktikum
Block Chirurgie - Tag 09 und Tag 10
19.Januar.2007 18:07
Es waren insgesamt wieder 2 spannende Tage in der
chirurgischen Ambulanz, bei der es neben einer
riesigen Skrotalhernie jede Menge Frakturen zu sehen
gab. Heute konnten wir zwischen chirurgischer und
internistischer Ambulanz wechseln und eingelieferte
Patienten z.T. vor den zuständigen Ärzten
untersuchen. So konnte ich das erste Mal
selbstständig eine akute Hirnblutung diagnostizieren
(die dann vom CT-Befund auch bestätigt wurde), ein
EKG selber anlegen und auswerten, eine tiefe
Beinvenenthrombose untersuchen und vieles mehr.
Positiv war dabei auch, dass unser Handeln durchaus
Konsequenzen hatte - die Ambulanzschwester erkundigte
sich z.B. während der von mir durchgeführten
Untersuchung nach meiner Meinung und als ich mir
meine Verdachtsdiagnose und die Dringlichkeit
mitteilte, wurde der entsprechend Facharzt sofort
erneut angefunkt mit der Bitte, er möge sich doch
beeilen. Dieser letzte Tag des Blockpraktikums war
damit definitiv einer der Besten!
Mein Fazit zum Block Chirurgie in Köln-Longerich:
Bisher ist mir noch in keinem Krankenhaus eine Abteilung begegnet, in der einfach alle (von der Krankenschwester bis zum Oberarzt) richtig nett und freundlich sind. Es war ein hervorragendes Arbeitsklima, man nahm sich viel Zeit für uns (Nähübungen etc.) und wenn wir uns in der Ambulanz selbständig um Patienten gekümmert haben, so bedankten sich die Schwestern und z.T. auch die Ärzte am Ende immer bei uns für die Hilfe. Natürlich ist in einer solchen Ambulanz nicht immer permanent etwas los, so dass es zwischendurch hin und wieder zu Wartezeiten kommt, aber diese kann man sicherlich auch sinnvoll überbrücken (insbesondere mit Dr. Michas, der einem dann gerne zahlreiche chirurgische Fragen beantwortet und Röntgenbilder bespricht).
Mein Fazit zum Block Chirurgie in Köln-Longerich:
Bisher ist mir noch in keinem Krankenhaus eine Abteilung begegnet, in der einfach alle (von der Krankenschwester bis zum Oberarzt) richtig nett und freundlich sind. Es war ein hervorragendes Arbeitsklima, man nahm sich viel Zeit für uns (Nähübungen etc.) und wenn wir uns in der Ambulanz selbständig um Patienten gekümmert haben, so bedankten sich die Schwestern und z.T. auch die Ärzte am Ende immer bei uns für die Hilfe. Natürlich ist in einer solchen Ambulanz nicht immer permanent etwas los, so dass es zwischendurch hin und wieder zu Wartezeiten kommt, aber diese kann man sicherlich auch sinnvoll überbrücken (insbesondere mit Dr. Michas, der einem dann gerne zahlreiche chirurgische Fragen beantwortet und Röntgenbilder bespricht).
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Block Chirurgie - Tag 08
17.Januar.2007 19:43
Heute gab es in der Ambulanz wieder Abszesse,
Knochenbrüche, Prellungen und Schürfwunden zu sehen.
Zwischendurch konnten wir uns gegenseitig
Gipsverbände anlegen, uns mit dem Chirurgen über
Nahttechniken unterhalten und aus dem Röntgenarchiv
Aufnahmen von einem Pneumothorax vor und nach
Drainage heraussuchen lassen.
Es folgte ein Seminar an der Uniklinik, bei dem chirurgische Knotentechnik geübt wurde; außerdem wurden Referate über colorektale Karzinome und das Magenkarzinom gehalten. Abends gab es dann noch eine Vorlesung "Allgemeinmedizin" über Evidenzbasierte Medizin, die zwar sehr umfangreich (> 50 Folien) aber dafür auch ziemlich interessant war, da die EbM endlich (das erste Mal in diesem Studium) auch kritisch hinterfragt wurde.
Es folgte ein Seminar an der Uniklinik, bei dem chirurgische Knotentechnik geübt wurde; außerdem wurden Referate über colorektale Karzinome und das Magenkarzinom gehalten. Abends gab es dann noch eine Vorlesung "Allgemeinmedizin" über Evidenzbasierte Medizin, die zwar sehr umfangreich (> 50 Folien) aber dafür auch ziemlich interessant war, da die EbM endlich (das erste Mal in diesem Studium) auch kritisch hinterfragt wurde.
Block Chirurgie - Tag 07
16.Januar.2007 19:03
Dieser Tag in der chirurgischen Ambulanz startete mit
zwei Patienten, die nach einem Autounfall
eingeliefert wurden. Einer der beiden hatte 3 Rippen
gebrochen, der andere außer einem stark geschwollenen
Knie nichts weiter. Dann ein Metallarbeiter, dessen
Finger in einer Presse geraten war, so dass ein Teil
des Fingers amputiert werden musste. Zwischendurch
gab es die üblichen Fälle zu sehen: Kahnbeinfraktur,
Morbus Crohn und Kopfplatzwunde, die genäht werden
musste. Es war also wie immer spannend.
Danach folgte ein Seminar an der Uniklinik, es wurden noch mal chirurgische Nahttechniken wiederholt und Referate über Ösophagus- und Pankreaskopfkarzinom gehalten.
Danach folgte ein Seminar an der Uniklinik, es wurden noch mal chirurgische Nahttechniken wiederholt und Referate über Ösophagus- und Pankreaskopfkarzinom gehalten.
Block Chirurgie - Tag 06
15.Januar.2007 18:23
Ein weiterer Montag in der chirurgischen Ambulanz. Es
gab Patienten zu sehen, bei denen Platzwunden genäht
werden mussten, eine Beckenringfraktur, zwei Personen
nach Verkehrsunfall, ein Radius- und eine Weber
B-Fraktur und noch einiges mehr. Dabei wurde wieder
viel über die Röntgenbilder diskutiert und erklärt.
Block Chirurgie - Tag 05
12.Januar.2007 19:47
Wir trafen uns wie gestern vereinbart um 8:45 Uhr vor
dem Zentral-OP der Uniklinik. Zuerst folgte eine
kleine Führung, dann unterhielten wir uns detailliert
über die Technik des Einwaschens (chirurgische
Händedesinfektion). Wir wurden über alle
kardiochirurgischen Operationen, die gerade
stattfenden, informiert und besprachen einen
Patientenfall (der Patient lag währenddessen im OP
und wir konnten durch eine Glasscheibe zusehen) etwas
genauer, wobei wir uns auch die entsprechenden
CT-Bilder ansehen konnten.
Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf, wobei ich bei einer Bypass-Operation landete, die derselbe Chirurg durchführte, bei dem wir gestern die Herzschrittmacher-OPs gesehen hatten. Nach kurzem wiedererkennen bekamen wir sehr viel erklärt und hatten eine ausgezeichnete Sicht auf das Operationsgebiet. Highlights waren sicherlich die Eröffnung des Thorax, die Präparation der A. mammaria und der Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine.
Nach den OPs folgte noch ein Seminar über Herz- und Lungentransplantationen, und gegen Mittag konnten wir dann Feierabend machen. Nächste Woche findet der Block Chirurgie wieder regulär in Köln-Longerich statt.
Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf, wobei ich bei einer Bypass-Operation landete, die derselbe Chirurg durchführte, bei dem wir gestern die Herzschrittmacher-OPs gesehen hatten. Nach kurzem wiedererkennen bekamen wir sehr viel erklärt und hatten eine ausgezeichnete Sicht auf das Operationsgebiet. Highlights waren sicherlich die Eröffnung des Thorax, die Präparation der A. mammaria und der Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine.
Nach den OPs folgte noch ein Seminar über Herz- und Lungentransplantationen, und gegen Mittag konnten wir dann Feierabend machen. Nächste Woche findet der Block Chirurgie wieder regulär in Köln-Longerich statt.
Block Chirurgie - Tag 04
11.Januar.2007 18:56
Heute war Thema des Blockpraktikums die
Kardiochirurgie. Wir trafen uns um 9:00 Uhr auf Ebene
15 im Konferenzraum und wurden zunächst in Zweier-
und Dreiergruppen aufgeteilt, um bei vorher
ausgewählten Patienten eine Anamnese durchzuführen.
Unsere Patientin sollte morgen eine Bypass-Operation
erhalten, sie fühlte sich bisher immer gesund bis auf
leichte Atemnot bei Anstrengung und war seit 3 Jahren
nikotinabstinent (davor 40 Jahre lang 40-50
Zigaretten pro Tag).
Anschließend konnten Fuad und ich in den OP gehen, wir sahen bei zwei Herzschrittmacher-Operationen zu (einmal Batteriewechsel und bei der zweiten OP wurde eine zusätzliche Stimulationssonde gelegt - sozusagen ein Upgrade des schon vorhandenen Schrittmachers). Beide Schrittmacher waren mit integriertem Defibrillator, so dass die Operationen recht spannend waren, zumal auch intraoperativ defibrilliert wurde. Das OP-Team war richtig nett, der behandelnde Chirurg hat uns vor- und nachher alles noch mal erklärt und viele Fragen beantwortet.
Morgen treffen wir uns alle um 8:45 Uhr vor dem Zentral-OP der Uniklinik und werden dann auf die einzelnen kardiochirurgischen Säle verteilt.
Anschließend konnten Fuad und ich in den OP gehen, wir sahen bei zwei Herzschrittmacher-Operationen zu (einmal Batteriewechsel und bei der zweiten OP wurde eine zusätzliche Stimulationssonde gelegt - sozusagen ein Upgrade des schon vorhandenen Schrittmachers). Beide Schrittmacher waren mit integriertem Defibrillator, so dass die Operationen recht spannend waren, zumal auch intraoperativ defibrilliert wurde. Das OP-Team war richtig nett, der behandelnde Chirurg hat uns vor- und nachher alles noch mal erklärt und viele Fragen beantwortet.
Morgen treffen wir uns alle um 8:45 Uhr vor dem Zentral-OP der Uniklinik und werden dann auf die einzelnen kardiochirurgischen Säle verteilt.
Block Chirurgie - Tag 03
10.Januar.2007 18:42
Ein wenig spektakulärer Tag in der chirurgischen
Ambulanz. Ausser einer jungen Patientin mit
Unterbauchschmerzen und einem Mann mit Abriss einer
Strecksehne am Finger gab es leider kaum interessante
Fälle zu sehen. Dafür konnten wir ausgiebig unter
Anleitung das vorschriftsmäßige An- und Ausziehen von
sterilen Handschuhen sowie chirurgisches Nähen und
die Befundung von Röntgenbildern für die bald
anstehende OSCE-Prüfung üben.
Nachmittags folgte dann ein Seminar in
Kardiochirurgie, bei dem auf anraten des
Dozenten hin ausgemacht wurde, dass wir morgen
und übermorgen nicht nach Longerich fahren,
sondern Blockpraktikum in der Kardiochirurgie an
der Uniklinik machen.
Block Chirurgie - Tag 02
09.Januar.2007 16:26
Heute morgen gingen wir ohne Umweg über die
Stationsvisite direkt in die chirurgische Ambulanz.
Es gab Patienten mit Verdacht auf Appendizitis,
Bandruptur im Sprunggelenk, Knieerguss, Axtverletzung
am Fuss mit offener Fraktur, Kahnbeinfraktur etc. zu
sehen, die wir zum Teil (neben dem üblichen Legen von
Vigos) auch selber untersuchen konnten. Alle Fälle
und Röntgenaufnahmen wurden ausführlich mit uns
besprochen, kleine Wartezeiten zwischendurch konnten
wir gut überbrücken, indem wir das Anziehen von
sterilen Handschuhen übten. Gegen 11:00 Uhr nahm sich
dann noch eine Assistenzärztin (Frau Michel) über
eine Stunde Zeit und übte mit uns chirurgisches Nähen
und das Befunden von Röntgenbildern.
Block Chirurgie - Tag 01
08.Januar.2007 17:33
Nach der ausführlichen Visite, bei der er für uns vor jedem Patientenzimmer eine ausführliche Fallbesprechung machte, gingen wir in die Ambulanz. Dort war leider nicht so viel für uns zu tun wie gehofft - nach einigen Blutabnahmen und dem Legen von Vigos war dann auch eine Kaffeepause realisierbar.
Es folgte ein Seminar in Unfallchirurgie bei Dr. Andermahr in der Uniklinik, bei dem die AO-Klassifikation sowie die Behandlung von Tibiaschaftfrakturen wiederholt wurde.
Der Tag vor dem Block "Chirurgie"
07.Januar.2007 14:04
Morgen beginnt für unsere Gruppe der zweiwöchige
Abschnitt "Chirurgie", der im
Heilig-Geist-Krankenhaus in Köln Longerich
stattfinden wird. Praktikumsbeginn ist 8:00 Uhr,
allerdings wird laut Skript zum Blockpraktikum die
"Teilnahme der Studierenden an der morgendlichen
chirurgischen Frühbesprechung um 7:15 Uhr ... sowie
an der Röntgenbesprechung um 7:30 Uhr ... erwünscht."
Aufgrund der langen Fahrtzeiten mit öffentlichen
Verkehrsmitteln nach Longerich wird dieser erwünschte
Teil für mich wohl ausfallen müssen. Das Praktikum
soll bis 12:00 Uhr dauern, anschließend bleibt dann
eine Stunde Zeit, um wieder zur Uniklinik zu fahren,
da dort von 13:00 - 15:00 Uhr das entsprechende
Seminar abgehalten wird. Klingt also nach stressigen
zwei Wochen mit sehr frühem aufstehen (ca. 5:00 Uhr),
aber Chirurgie könnte ganz spannend werden, zumal ich
ja mit meinem neuen Klinikleitfaden
ganz gut ausgerüstet bin.
Block Orthopädie - Tag 5
15.Dezember.2006 16:23
Der heutige (letzte) Tag im Block Orthopädie begann
ebenfalls um 9:00 Uhr, und wieder konnten wir uns
aussuchen, in welche Funktionsbereiche wir gehen
wollten. Ich wählte als einziger den OP, wo ich bei
diversen Eingriffen zusah und mit einem Anästhesisten
vereinbarte, dass ich einmal den kompletten
Arbeitsablauf einer Allgemeinanästhesie
(Vorbereitung, Verabreichung der Medikation,
Intubation, Lagerung, intraoperatives Monitoring,
Ausleitung, Extubation) verfolgen konnte. Nach meiner
gerade erledigten Anästhesieprüfung war es relativ
interessant, das Ganze mal in der Praxis zu sehen,
und da das intraoperative Monitoring nicht immer so
spannend für mich war, konnte ich währenddessen bei
der OP zusehen. Insgesamt war es also ein klasse
Vormittag.
Im Seminar übergaben wir Prof. Dr. König dann noch ein kleines Geschenk als Dankeschön für den wirklich tollen Kurs und die gute Betreuung, worüber er sich auch wirklich freute. Damit endete dann auch der Block Orthopädie; der nächste Abschnitt des Blockpraktikums beginnt am 8. Januar mit Chirurgie in Köln-Longerich und dauert 2 Wochen.
Mein Fazit zum Block Orthopädie:
Es gab sehr viel zu sehen, und das gesamte Klinikpersonal war (ohne Ausnahme) sehr freundlich. In der Ambulanz gab es (laut Aussagen der Anderen, die nicht im OP waren) auch die Möglichkeit, Patienten vorab zu untersuchen und anschließend die Verdachtsdiagnosen mit einem der Ärzte zu besprechen. Bisher war dieser Abschnitt des Blockpraktikums derjenige mit der meisten Praxis und somit ein Highlight.
Im Seminar übergaben wir Prof. Dr. König dann noch ein kleines Geschenk als Dankeschön für den wirklich tollen Kurs und die gute Betreuung, worüber er sich auch wirklich freute. Damit endete dann auch der Block Orthopädie; der nächste Abschnitt des Blockpraktikums beginnt am 8. Januar mit Chirurgie in Köln-Longerich und dauert 2 Wochen.
Mein Fazit zum Block Orthopädie:
Es gab sehr viel zu sehen, und das gesamte Klinikpersonal war (ohne Ausnahme) sehr freundlich. In der Ambulanz gab es (laut Aussagen der Anderen, die nicht im OP waren) auch die Möglichkeit, Patienten vorab zu untersuchen und anschließend die Verdachtsdiagnosen mit einem der Ärzte zu besprechen. Bisher war dieser Abschnitt des Blockpraktikums derjenige mit der meisten Praxis und somit ein Highlight.
Block Orthopädie - Tag 4
14.Dezember.2006 19:57
Heute wurde wir in der Orthopädie wieder in Gruppen
eingeteilt, so dass ein Teil von uns in die Ambulanz,
in die orthopädische Werkstatt oder in den OP ging.
Ich entschied mich kurzerhand für letzteres und begab
mich mit den anderen erst in die Umkleide. Nach dem
Umziehen wurden wir von einer freundlichen (!!!)
OP-Schwester abgeholt, die uns wiederum in
Dreiergruppen den einzelnen OP-Sälen zuteilte. Dort
herrschte eine entspanntere Atmosphäre als in der
Gynäkologie in Longerich - wir konnten (da wir nicht
steril eingewaschen waren) jederzeit die Säle
wechseln und bei verschiedenen Operationen zusehen.
Es gab heute tatsächlich keine bissigen
OP-Schwestern, und auch ein wenig Fachsimpelei mit
netten Anästhesisten war möglich. Wir wechselten dann
nach zwei Operationen, bei denen uns auch immer
erklärt wurde, was gerade vor sich geht, zu den
Anästhesisten und schauten bei Periduaralanästhesien
und schmerztherapeutischen Eingriffen an der
Wirbelsäule zu, wobei wiederum alles erklärt wurde.
Das ganze war also richtig ergiebig und interessant.
Nachmittags fand dann ein Seminar über Kinderradiologie statt, anschließend bis 18:00 Uhr ein Kurs über allgemein- und gefäßchirurgische Notfälle. Mein Urteil von Vorgestern über die Notenvergabe in der Anästhesie muss ich übrigens revidieren, als ich nach Hause kam lag ein benoteter Schein über den bestandenen Kurs im Briefkasten - und die Note war gar nicht so schlecht.
Nachmittags fand dann ein Seminar über Kinderradiologie statt, anschließend bis 18:00 Uhr ein Kurs über allgemein- und gefäßchirurgische Notfälle. Mein Urteil von Vorgestern über die Notenvergabe in der Anästhesie muss ich übrigens revidieren, als ich nach Hause kam lag ein benoteter Schein über den bestandenen Kurs im Briefkasten - und die Note war gar nicht so schlecht.
Block Orthopädie - Tag 3
13.Dezember.2006 19:18
Wir wechselten schließlich in die Ambulanz und nahmen an der Skoliose-Sprechstunde teil, dabei konnte wir einige Patienten, Korsette und Röntgenbilder sehen und bekamen anhand dieser gezeigt, wie man den Cobb-Winkel nun genau ausmißt, um den Grad der Skoliose zu ermitteln.
Gegen 11:00 Uhr gingen wir alle gemeinsam mit Prof. Dr. König in den Gipsraum, wobei er einem von uns exemplarisch einen Gipsverband anlegte und uns mit der entsprechenden Technik vertraut machte. Im Anschluss daran konnten wir dann alle an uns gegenseitig das Gipsen üben (siehe Fotos), was richtig Spass machte, wobei aber nicht jeder unserer Versuche dem kritischen Auge von Dr. König standhalten konnte. Nachdem wir uns die Verbände dann alle aufgesägt hatten (und ich meine ehemals schwarzen und nun weißen Schuhe notdürftig gereinigt hatte), gingen wir dann in die Mittagspause.
Es folgte ein Seminar in der Radiologie zum Thema "Thoraxaufnahmen", dass von einem jungen Radiologen gehalten wurde, der einen nicht-einschläfernden Vortragsstil hatte. Danach noch eine Vorlesung in Allgemeinmedizin (bis 18:00 Uhr), die zum Ende hin zwar zunehmend anstrengend wurde (Thema Schilddrüsendiagnostik), aber deshalb besonders gut war, weil der Dozent (Dr. Joist) recht viel zu den Abläufen und der finanziellen Situation in der Praxis erzählte und dabei (zumindest bei mir) einige Vorurteilte gegenüber der Allgemeinmedizin abbauen konnte.
Block Orthopädie - Tag 2
12.Dezember.2006 17:00
Nachdem wir zur selben Zeit wie gestern kurz über
pädiatrische Krankheitsbilder in der Orthopädie
gesprochen hatten, wurden wir in drei Gruppen
eingeteilt und gingen auf Station, um die Anamnese
bei für uns ausgewählten Patienten zu erheben. Dabei
wurde ein Mädchen mit rezidivierenden
Patellaluxationen, ein Säugling mit Klumpfuss und ein
Kind mit Hüftdysplasie und -luxation von uns
untersucht. Diese Fälle wurden anschliessend in einem
Seminar besprochen, wobei auch die entsprechenden
radiologischen Befunde vorgeführt wurden.
In der Mittagspause absolvierte ich dann noch eine mündliche Nachprüfung in "Klinischer Anästhesiologie", die bei Dr. Sabatowski in Vierergruppen stattfand. Nach der unangemessen schweren Klausur im letzten Semester kamen glücklicherweise alle in meiner Gruppe durch, obwohl die Prüfung ein Ritt quer durch die Anästhesie war. Merkwürdig ist lediglich, dass die Noten von Prof. Lehmann vergeben werden sollen, obwohl dieser bei der Prüfung nicht anwesend war und laut Dr. Sabatowski nur eine E-Mail erhält, in der steht, dass wir alle bestanden haben. So viel zur Objektivität von Noten.
Anschließend folgte noch ein radiologisches Seminar, welches im Gegensatz zu gestern richtig gut war, da die Dozentin sich Mühe gab und das Ganze recht interessant gestaltete.
In der Mittagspause absolvierte ich dann noch eine mündliche Nachprüfung in "Klinischer Anästhesiologie", die bei Dr. Sabatowski in Vierergruppen stattfand. Nach der unangemessen schweren Klausur im letzten Semester kamen glücklicherweise alle in meiner Gruppe durch, obwohl die Prüfung ein Ritt quer durch die Anästhesie war. Merkwürdig ist lediglich, dass die Noten von Prof. Lehmann vergeben werden sollen, obwohl dieser bei der Prüfung nicht anwesend war und laut Dr. Sabatowski nur eine E-Mail erhält, in der steht, dass wir alle bestanden haben. So viel zur Objektivität von Noten.
Anschließend folgte noch ein radiologisches Seminar, welches im Gegensatz zu gestern richtig gut war, da die Dozentin sich Mühe gab und das Ganze recht interessant gestaltete.
Block Orthopädie - Tag 1
11.Dezember.2006 16:50
Wir trafen uns heute um 9:00 Uhr in der Bibliothek
der Orthopädie (3.Stock). Dort bekamen wir von
Prof. Dr. König, dem Chefarzt
der Rheinischen Klinik für Orthopädie, der uns
die ganze Woche über betreuen wird, zunächst den
Tagesablauf erklärt. Thema des Tages war die
körperliche Untersuchung, so dass wir bald
darauf alle in einen Schulungsraum für
Physiotherapeuten gingen, in dem zahlreiche
Liegen standen. Es wurde an einem von uns jeder
Teil der körperlichen Untersuchung von den Füßen
aufwärts (Knie, Hüfte, Iliosakralgelenk, Rücken,
Schulter, WS) vorgemacht, und wir übten dies
anschließend in Zweiergruppen an uns selber. Da
die Vorgehensweise recht ausführlich besprochen
wurde, waren wir erst um 12:00 Uhr fertig, und
konnten uns das Seminar sparen, in welchem den
Blockpraktikanten des Modellstudiengangs
ebenfalls die körperliche Untersuchung
nähergebracht werden sollte.
Um 14:00 Uhr folgte ein ausgesprochen monoton vorgetragenes Seminar von einer Radiologin, in dem es um Erkrankungen des Verdauungstraktes ging.
Um 14:00 Uhr folgte ein ausgesprochen monoton vorgetragenes Seminar von einer Radiologin, in dem es um Erkrankungen des Verdauungstraktes ging.
Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 5
08.Dezember.2006 16:57
Heute morgen erhoben wir auf Station 13b zunächst die
Anamnese bei einer gestern Abend notfallmäßig
aufgenommenen Patientin und besprachen unsere
Verdachtsdiagnose mit einer Assistenzärztin. Danach
gab es auf Station für uns etwas Leerlauf, es folgten
aber später am Vormittag zwei Knochenmarkspunktionen
aus dem Beckenkamm, bei denen wir zusehen konnten.
Die Betreuung war somit wieder richtig gut, wozu
sicherlich auch die sehr freundliche Atmosphäre auf
dieser Station beigetragen hat.
Nachmittags folgte ein Seminar bei Prof. Dr. Wolf über solide Tumoren, bei denen am Beispiel des Bronchialkarzinoms exemplarisch neuere Therapieverfahren vorgestellt wurden.
Mein Fazit zum Block "Innere - Hämatoonkologie":
Das Praktikum war sehr strukturiert und gut durchorganisiert. Auf den Stationen, denen ich zugeteilt war, wurde ich sehr gut integriert. Die Seminare war ebenfalls ziemlich gut, so dass dieser Block richtig Spass gemacht hat.
Nachmittags folgte ein Seminar bei Prof. Dr. Wolf über solide Tumoren, bei denen am Beispiel des Bronchialkarzinoms exemplarisch neuere Therapieverfahren vorgestellt wurden.
Mein Fazit zum Block "Innere - Hämatoonkologie":
Das Praktikum war sehr strukturiert und gut durchorganisiert. Auf den Stationen, denen ich zugeteilt war, wurde ich sehr gut integriert. Die Seminare war ebenfalls ziemlich gut, so dass dieser Block richtig Spass gemacht hat.
Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 4
07.Dezember.2006 18:46
Heute morgen gingen wir um 9:00 Uhr auf Station 13b,
wo wir von einem richtig netten Team empfangen
wurden. Eine der Assistenzärztinnen nahm sich richtig
viel Zeit für Timon und mich und besprach einen
aktuellen Notfall auf Station ("Ein Patient lag heute
morgen nicht ansprechbar im Bett. Was tut ihr?"),
während Falco bei einer Lumbalpunktion zusehen
konnte. Anschließend ging es auf eine ausführliche
Visite, wobei wir vor den Zimmern relativ lange über
die Diagnosen sprachen, so bekamen wir z.B. die
Laborwerte (und auch andere anamnestische
Informationen) der uns unbekannten Patienten
vorgelegt und sollten zunächst selber versuchen, zu
einer Diagnose zu kommen, die dann incl. Therapie mit
uns besprochen wurde. Es war also eine ungewöhnlich
gute Betreuung.
Von 14:00 bis 15:30 Uhr folgte ein ebenfalls sehr gutes Seminar über HIV-Diagnostik und Therapie, bei dem rege diskutiert wurde. Danach folgte noch ein Kurs in Notfallmedizin 2, bei dem es um den Themenkomplex "Unfallchirurgie" ging; es wurden insbesondere Colles- und Weber-Frakturen incl. Therapie besprochen.
Von 14:00 bis 15:30 Uhr folgte ein ebenfalls sehr gutes Seminar über HIV-Diagnostik und Therapie, bei dem rege diskutiert wurde. Danach folgte noch ein Kurs in Notfallmedizin 2, bei dem es um den Themenkomplex "Unfallchirurgie" ging; es wurden insbesondere Colles- und Weber-Frakturen incl. Therapie besprochen.
Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 3
06.Dezember.2006 19:24
Der Tagesablauf war weitgehend so wie gestern,
Seminarthema am Nachmittag waren Lymphome. Als wir
von den Aufzügen im Bettenhaus unterwegs zum
Seminarraum waren, trafen wir auf eine sehr
freundliche Ärztin, die uns direkt als
Blockpraktikanten identifizierte und fragte, wer von
uns morgen bei ihr auf Station 13b sein würde. Da
dies auf Timon, Falco und mich zutraf, teilte sie uns
dann schon mal den morgigen Tagesablauf mit. Demnach
finden zwischen 9:00 und 10:00 Uhr
Knochenmarkspunktionen statt, bei denen wir zugucken
können, anschließend soll eine Visite folgen (bei der
wohl auch einiges gefragt wird).
Nach dem Seminar wurde der Abend dann noch durch eine Vorlesung über Allgemeinmedizin abgerundet, die bis 18:00 Uhr dauerte.
Nach dem Seminar wurde der Abend dann noch durch eine Vorlesung über Allgemeinmedizin abgerundet, die bis 18:00 Uhr dauerte.
Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 2
06.Dezember.2006 19:03
Dieser Tag begann um 10:00 Uhr in der
Infektiologischen Ambulanz, wo Timon und ich direkt
auf zwei Ärzte verteilt wurden. Ich setzte mich
daraufhin mit in die Sprechstunde, wo hauptsächlich
Verlaufskontrollen bei HIV-infizierten Patienten
durchgeführt wurden und konnte viele Fragen stellen.
Außerdem bekam ich eine übersichtliche Liste der in
der HIV-Therapie eingesetzten Pharmaka ausgehändigt.
Einer der Patienten kam schließlich wegen einer PEP
(Postexpositionsprophylaxe nach
Nadelstichverletzung), so dass ich mein
diesbezügliches Wissen noch ein wenig auffrischen
konnte.
Das Nachmittagsseminar hatte überraschenderweise "Akutes Nierenversagen" als Thema, war aber sehr gut gemacht und auch ziemlich interaktiv, wobei auch Leute, die im Verlauf des Seminars eher schweigsam waren, gezielt gefragt wurden.
Der Abend endete dann auf dem Weihnachtsmarkt mit Abstecher in eine nahegelegene Karaoke-Bar.
Das Nachmittagsseminar hatte überraschenderweise "Akutes Nierenversagen" als Thema, war aber sehr gut gemacht und auch ziemlich interaktiv, wobei auch Leute, die im Verlauf des Seminars eher schweigsam waren, gezielt gefragt wurden.
Der Abend endete dann auf dem Weihnachtsmarkt mit Abstecher in eine nahegelegene Karaoke-Bar.
Block Innere - Hämatoonkologie - Tag 1
04.Dezember.2006 17:28
Die erste Überraschung heute morgen war, dass nicht
nur unsere Gruppe diesen Block in der Inneren belegt,
sondern auch eine Gruppe aus dem Modellstudiengang
(diese haben nicht alle Blockpraktika im 5. Semester,
sondern verteilt über nahezu den gesamten klinischen
Studienabschnitt). Wir waren somit ca. 20 Studenten,
die gegen 9:20 Uhr im Kofnerenzraum von einer Frau
Dr. Roberts begrüßt wurden. Nachdem Sie uns erklärt
hatte, dass die Woche für uns zweigeteilt sein wird
(3 Tage Station, 2 Tage Ambulanz oder umgekehrt),
wies sie uns auch recht zügig Zweier- bzw.
Dreiergruppen zu und verteilte uns auf die
entsprechenden Bereiche. Leider hatten wir dabei
nicht wirklich eine Auswahl, die Gruppenzuordnung
erfolgte weitgehend in der Reihenfolge, in der wir am
Tisch saßen. So wurde festgelegt, dass Timon und ich
von Montag bis Mittwoch in die Infektiologische
Ambulanz (Haus 16) und von Donnerstag bis Freitag auf
Station 13b gehen sollen. Wir bekamen dann noch eine
Liste mit Namen von Dozenten ausgehändigt, die wir
anfunkten sollen, falls diese nicht zum
Nachmittagsseminar erscheinen.
Nachdem die Veranstaltung vorbei war, gingen wir beide in die Infektiologische Ambulanz, wo uns ein freundlicher Arzt begrüßte und uns mitteilte, dass es leider heute sehr wenig für uns zu sehen gäbe und fragte, ob wir nicht diesen Tag auf eine andere Station gehen könnten. Wie wir in der Besprechung heute morgen erfahren hatten, waren die anderen Bereiche aber alle belegt (die max. Studentenzahl ist hier wohl recht limitiert), und so konnten wir an diesem Vormittag etwas früher gehen.
Um 14:15 Uhr fand dann bei einen Dr. Staib ein interaktives Seminar mit dem Thema "Akute Leukämien" statt. Es war recht anspruchsvoll, hat aber Spass gemacht, zumal der Dozent ziemlich engagiert wirkte und begeistert von seinem Fach zu sein schien.
Nachdem die Veranstaltung vorbei war, gingen wir beide in die Infektiologische Ambulanz, wo uns ein freundlicher Arzt begrüßte und uns mitteilte, dass es leider heute sehr wenig für uns zu sehen gäbe und fragte, ob wir nicht diesen Tag auf eine andere Station gehen könnten. Wie wir in der Besprechung heute morgen erfahren hatten, waren die anderen Bereiche aber alle belegt (die max. Studentenzahl ist hier wohl recht limitiert), und so konnten wir an diesem Vormittag etwas früher gehen.
Um 14:15 Uhr fand dann bei einen Dr. Staib ein interaktives Seminar mit dem Thema "Akute Leukämien" statt. Es war recht anspruchsvoll, hat aber Spass gemacht, zumal der Dozent ziemlich engagiert wirkte und begeistert von seinem Fach zu sein schien.
Der Tag vor dem Block "Innere Medizin"
03.Dezember.2006 18:14
Laut Skript zum Blockpraktikum verschlägt es meine
Gruppe in der nächsten Woche erneut in die Innere
Medizin - diesmal in die Abteilung für Hämatologie
und Onkologie. Treffpunkt ist um 9:00 Uhr im
Konferenzraum auf Ebene 4 des Bettenhaus. Der
praktische Teil findet von 9:00 - 13:00 Uhr statt,
die Seminare folgen um 14:15 Uhr und dauern bis 15:45
Uhr. Thema für das Seminar am Montag sind akute
Leukämien.
Block Neurologie - Tag 5
01.Dezember.2006 17:31
Mein Fazit zum Block Neurologie:
Die Neurologen haben eindeutig gezeigt, dass Blockpraktika auch kurz sein können und man dabei mehr mitnimmt, als bei so manchem langen Praktikum, bei dem sich die Haupttätigkeit in herumsitzen auf Station erstreckt. Die Seminare waren klasse, der praktische Teil auf (unserer) Station eine Katastrophe. Sehr gut war auch, dass die Seminare die ganze Woche über von einer Person (Dr. Hilker) geleitet wurde, die sich entsprechend Zeit nahm und über didaktische Qualitäten verfügte (was keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint).
Block Neurologie - Tag 4
30.November.2006 19:27
Heute wurden Morgen- und Mittagsseminar wieder direkt
hintereinander abgehalten. Es gab ein klasse Referat
zum Thema "Parkinson", anschließend zeigte Dr. Hilker
auf seinem Notebook noch einige sehr gute
Patientenvideos zu diesem Thema und zu
Krankheitsbildern, die ähnliche Symptomatik zeigen
können. Es war sehr gut, die einzelnen
Krankheitsbilder mal wirklich sehen zu können.
Weiterhin wurde ausführlich die Tiefenhirnstimulation
bei Morbus Parkinson besprochen und auch hier gab es
eindrucksvolle Videos zu sehen.
Von 16-18 Uhr folgte dann im Skills-Lab ein Praktikum zum Thema "Pädiatrische Notfälle und Säuglingsreanimation", das von Prof. Dr. Roth aus der Kinderklinik geleitet wurde. Sieht man mal von dem ausgesprochen engen Raum ab, in dem die Veranstaltung stattfand, war es richtig gut. Wir konnten an Simulatorpuppen von Säuglingen die kardiopulmonale Reanimation (Maskenbeatmung, Intubation, Herzdruckmassage) üben, außerdem noch die intraossäre Injektion, Blutentnahme aus Kopfvenen usw. Besonders verblüffend für mich war die Information, dass der APGAR-Score, der bei Neugeborenen erhoben wird, und laut meinen Lehrbuch ein Akronym darstellt (Atmung, Puls, Grimassieren beim Absaugen, Aussehen, Respiration), von einer amerikanischen Anästhesistin mit dem Namen "Virginia Apgar" entwickelt wurde.
Auf dem Nachhauseweg mit der Bahn kümmerten wir dann noch um einen leicht verletzten alkoholisierten Mann, der seitlich gegen einen fahrenden Zug gelaufen war und einige Platzwunden am Schädel hatte.
Insgesamt also ein guter, aber langer, Tag!
Von 16-18 Uhr folgte dann im Skills-Lab ein Praktikum zum Thema "Pädiatrische Notfälle und Säuglingsreanimation", das von Prof. Dr. Roth aus der Kinderklinik geleitet wurde. Sieht man mal von dem ausgesprochen engen Raum ab, in dem die Veranstaltung stattfand, war es richtig gut. Wir konnten an Simulatorpuppen von Säuglingen die kardiopulmonale Reanimation (Maskenbeatmung, Intubation, Herzdruckmassage) üben, außerdem noch die intraossäre Injektion, Blutentnahme aus Kopfvenen usw. Besonders verblüffend für mich war die Information, dass der APGAR-Score, der bei Neugeborenen erhoben wird, und laut meinen Lehrbuch ein Akronym darstellt (Atmung, Puls, Grimassieren beim Absaugen, Aussehen, Respiration), von einer amerikanischen Anästhesistin mit dem Namen "Virginia Apgar" entwickelt wurde.
Auf dem Nachhauseweg mit der Bahn kümmerten wir dann noch um einen leicht verletzten alkoholisierten Mann, der seitlich gegen einen fahrenden Zug gelaufen war und einige Platzwunden am Schädel hatte.
Insgesamt also ein guter, aber langer, Tag!
Block Neurologie - Tag 3
29.November.2006 17:32
Wieder ging es um 10:00 Uhr am gewohnten Ort mit dem
Seminar los. Da Dr. Hilker heute Mittag allerdings
keine Zeit hatte, hängten wir das Mittagsseminar
direkt an das Morgenseminar an. Dabei wurden zunächst
Referate zu den Themen "Meningitis" (sowohl
bakteriell als auch viral) und "Multiple Sklerose"
vorgetragen. Nach der obligatorischen Diskussion
begleitete und Dr. Hilker durch die einzelnen
Funktionsbereiche der Neurologie und führt dabei an
einem von uns und auch an sich selber eine
transkranielle Doppleruntersuchung durch. Wir konnten
in die einzelnen Untersuchungszimmer gehen, bekamen
alles erklärt und unsere Fragen wurden beantwortet -
dabei war auch ein Abstecher auf die neurologische
Intensivstation inbegriffen. Das Ganze war
interessant und mal eine angenehme Abwechslung.
Außerdem ist es eine positive Überraschung (die mir
bisher im Rahmen des Blockpraktikums nur in der
Neurologie passiert ist), dass sich ein Oberarzt
täglich zwei Stunden für uns Zeit nimmt.
Block Neurologie - Tag 2
28.November.2006 14:50
Gegen 11:00 Uhr gingen wir dann auf Station zu unserem ausgesprochen unmotivierten und nicht gerade freundlichen Stationsarzt, der uns mit den Worten "Schon wieder ihr! Wann endet das Blockpraktikum endlich mal?" begrüßte, und uns missmutig in Dreiergruppen Patienten zuteilte, die wir untersuchen sollten. Die Frage bezüglich einer Nachbesprechung schenkten wir uns dann, da wir uns die Antwort bereits denken konnten, und gingen in das Mittagsseminar, wo ein Teil von uns Referate zum Thema Hirntumoren hielt. Es folgte wieder eine ausführliche und gute Nachbesprechung mit Dr. Hilker.
Obwohl das Blockpraktikum in Neurologie relativ kurz ist, gibt es doch einen guten Lerneffekt, was vor allem an den guten Seminaren liegt. Die Betreuung auf Station kann man (zumindest in meiner Gruppe) nahezu komplett vergessen.
Morgen sind die Themen des Tages "Meningitis" und "Multiple Sklerose".
Block Neurologie - Tag 1
27.November.2006 18:30
Der Tag startete um 8:15 Uhr mit einem Seminar über
Palliativmedizin. Dieses fand in der Bibliothek des
Mildred-Scheel-Haus statt, die für 18 Personen doch
etwas eng war, und bot angesichts der Dauer (bis 9:30
Uhr) einen meiner Meinung nach doch eher geringen
Informationsgehalt. Es war eher eine Art Gespräch mit
einem Anästhesisten, bei dem wir rückblickend zwar
etwas länger über einzelne Sachen sprachen, jedoch
nicht viel Neues erfuhren. Interessant war allerdings
der Rundgang im Haus.
Nach einem Zwischenstopp in der Cafeteria waren wir dann pünktlich um 10:00 Uhr im Hörsaal Neurologie/Psychiatrie, wo uns dann um 10:20 ein Oberarzt der Neurologie kurz begrüßte und uns mitteilte, dass wir Referate halten sollten. Er gab die Themen vor, wir verteilten die Referate unter uns in Zweiergruppen, wobei Marco und ich morgen über Epilepsie sprechen sollen (insges. 20min), anschließend soll eine andere Gruppe Hirntumoren vorstellen. Nachdem die Referate vergeben waren, teilten wir uns selber in Dreiergruppen ein (der Oberarzt war etwas im Stress und musste schnell wieder weg), und verteilten und auf drei Stationen. Meine Gruppe besteht aus 8 Personen und wurde auf Station von einem Assistenzarzt in Empfang genommen, der schnell eine Patientin für uns heraussuchte und deren Einverständnis einholte. Dann sollten wir zu 8 in Ihr Zimmer gehen, und einer von uns die neurologische Untersuchung durchführen. Aus Rücksichtnahme auf die Patientin blieben drei von uns vor der Tür, und ich führte die Untersuchung durch, was soweit auch ganz gut klappte (leider war die Patientin neurologisch völlig unauffällig, da sie schon länger auf Station war, und bald entlassen werden sollte. Somit war die Untersuchung nicht wirklich eine Herausforderung oder sonderlich erkenntnisreich). Wir gingen erneut zu unserem Arzt, der dann nochmals mit uns allen das Patientenzimmer betrat und uns den neurologischen Untersuchungsgang vorführte (wir hatten ihn am Anfang darum gebeten, aber gehofft, dass er dies an einem von uns demonstriert, bevor wir die Patientin untersuchen). Anschließend besprachen wir im Arztzimmer kurz die Patientin und hatten im Anschluss um 12:00 Uhr direkt unser Nachmittagsseminar. Dabei stellten alle drei Gruppen kurz ihre auf Station untersuchten Patienten vor, währenddessen wiederholte der Oberarzt von heute morgen (der nun wohl für uns zuständig ist) die Theorie zu den einzelnen Fällen und besprach insbesondere cerebrovaskuläre Erkrankungen - das heutige "Thema des Tages".
Den Nachmittag verbrachte ich dann damit, meinen Teil des Referats über Epilepsie in Powerpoint vorzubereiten.
Nach einem Zwischenstopp in der Cafeteria waren wir dann pünktlich um 10:00 Uhr im Hörsaal Neurologie/Psychiatrie, wo uns dann um 10:20 ein Oberarzt der Neurologie kurz begrüßte und uns mitteilte, dass wir Referate halten sollten. Er gab die Themen vor, wir verteilten die Referate unter uns in Zweiergruppen, wobei Marco und ich morgen über Epilepsie sprechen sollen (insges. 20min), anschließend soll eine andere Gruppe Hirntumoren vorstellen. Nachdem die Referate vergeben waren, teilten wir uns selber in Dreiergruppen ein (der Oberarzt war etwas im Stress und musste schnell wieder weg), und verteilten und auf drei Stationen. Meine Gruppe besteht aus 8 Personen und wurde auf Station von einem Assistenzarzt in Empfang genommen, der schnell eine Patientin für uns heraussuchte und deren Einverständnis einholte. Dann sollten wir zu 8 in Ihr Zimmer gehen, und einer von uns die neurologische Untersuchung durchführen. Aus Rücksichtnahme auf die Patientin blieben drei von uns vor der Tür, und ich führte die Untersuchung durch, was soweit auch ganz gut klappte (leider war die Patientin neurologisch völlig unauffällig, da sie schon länger auf Station war, und bald entlassen werden sollte. Somit war die Untersuchung nicht wirklich eine Herausforderung oder sonderlich erkenntnisreich). Wir gingen erneut zu unserem Arzt, der dann nochmals mit uns allen das Patientenzimmer betrat und uns den neurologischen Untersuchungsgang vorführte (wir hatten ihn am Anfang darum gebeten, aber gehofft, dass er dies an einem von uns demonstriert, bevor wir die Patientin untersuchen). Anschließend besprachen wir im Arztzimmer kurz die Patientin und hatten im Anschluss um 12:00 Uhr direkt unser Nachmittagsseminar. Dabei stellten alle drei Gruppen kurz ihre auf Station untersuchten Patienten vor, währenddessen wiederholte der Oberarzt von heute morgen (der nun wohl für uns zuständig ist) die Theorie zu den einzelnen Fällen und besprach insbesondere cerebrovaskuläre Erkrankungen - das heutige "Thema des Tages".
Den Nachmittag verbrachte ich dann damit, meinen Teil des Referats über Epilepsie in Powerpoint vorzubereiten.
Der Tag vor dem Block "Neurologie"
26.November.2006 18:14
In der kommenden Woche beginnt für unsere Gruppe im
Rahmen des Blockpraktikums der Abschnitt Neurologie.
Bisher war von anderen Gruppen nur Gutes davon zu
erfahren, es soll kurz aber intensiv sein. Wir
treffen uns morgen um 10:00 Uhr im Hörsaal
Neurologie/Psychiatrie, vorher findet um 8:15 Uhr
allerdings noch ein Kurs Palliativmedizin im
Mildred-Scheel-Haus statt, den wir für den Abschnitt
"Chirurgie" benötigen. Laut Skript erfolgt in
Neurologie eine Aufteilung in drei Gruppen, die auf
jeweils verschiedene Stationen gehen, und dort
entsprechende Patienten untersuchen. Zu jedem Tag
soll dabei ein Schwerpunktthema gehören, dies ist am
Montag "zerebro-vaskuläre Erkrankungen".
Block Psychiatrie - Tag 5
24.November.2006 17:08
Es folgte das Nachmittagsseminar, das 1,5 Stunden dauerte und im Wesentlichen darin bestand, dass wir Kritik über konnten (was wir auch taten) und über unsere Erfahrungen auf Station berichteten.
Mein Fazit zum Block Psychiatrie:
Für mich war es bisher der beste Abschnitt des Blockpraktikums, auch wenn es einige Wermutstropfen gab. Die Stationsärzte der Station, auf der wir immerhin eine Woche waren, haben sich weder vorgestellt noch jemals ein Wort an uns gerichtet, so dass wir uns mal wieder wie Luft fühlen konnten - dies war aber auf den anderen Stationen den Berichten vom Kommilitonen entsprechend deutlich anders. Während der Visiten waren wir zwar mit einem Belegungsplan der Station ausgerüstet, auf dem Namen, Diagnosen und Medikation verzeichnet waren, die Patienten kamen aber in unterschiedlicher Reihenfolge herein - und da wir für unsere ausbildenden Ärzte nun mal Luft waren, erfuhren wir am Anfang nur dann, wer dieser Patient ist, wenn er zufällig mit Namen angesprochen wurde. Diese Defizite wurden aber dadurch ausgeglichen, dass die Krankheitsbilder ausgesprochen interessant und die Seminare richtig spannend und gut waren. Es gab neben unseren Stationsärzten auch noch nettes Personal auf Station, wie z.B. die Psychologinnen, die Pflege und "unser" PJler, der sich richtig nett um uns gekümmert hat.
Block Psychiatrie - Tag 4
23.November.2006 19:18
Es war ein eher ruhiger Vormittag in der Psychiatrie.
Von 9:00 bis 9:30 Uhr fand ein Seminar über
Schizophrenie statt, in welchem die typische
Symptomatik und Auslöser der Erkrankung diskutiert
wurden. Anschließend auf Station erfuhren wir von dem
PJler, dass heute keine Visite oder sonst etwas für
uns interessantes stattfinden wird - wir sollten den
Vormittag primär dazu nutzen, unseren Fallbericht
über den uns zugewiesenen Patienten zu schreiben. Da
wir dies aber bereits am Montag weitgehend erledigt
hatten, ergänzten wir noch ein paar Dinge, lasen in
der Patientenakte und druckten den Bericht
schließlich aus, um ihn morgen abzugeben.
Um 14:00 Uhr folgte dann das Nachmittagsseminar, in dem Florian, Sebastian und Timon einen ausgesprochen interessanten Patienten vorstellten, der unter einer Sonderform der Schizophrenie litt. Dieser war auch ziemlich auskunftsbereit und zu einigen Scherzen aufgelegt, so dass es ein eher spassiges Seminar war. Nachmittags folgte dann noch ein Notfallkurs (psychiatrische und neurochirurgische Notfälle); der Abend endete schließlich auf dem Weihnachtsmark mit einem Glühwein.
Um 14:00 Uhr folgte dann das Nachmittagsseminar, in dem Florian, Sebastian und Timon einen ausgesprochen interessanten Patienten vorstellten, der unter einer Sonderform der Schizophrenie litt. Dieser war auch ziemlich auskunftsbereit und zu einigen Scherzen aufgelegt, so dass es ein eher spassiges Seminar war. Nachmittags folgte dann noch ein Notfallkurs (psychiatrische und neurochirurgische Notfälle); der Abend endete schließlich auf dem Weihnachtsmark mit einem Glühwein.
Block Psychiatrie - Tag 3
22.November.2006 17:49
Heute trafen wir uns um 9:00 Uhr vor dem Gebäude für
Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es fand zunächst ein
halbstündiges Seminar statt, bei dem uns eine
Einführung in die Anamneseerhebung bei jüngeren
Patienten gegeben wurde. Anschließend wurden wir in
vier Vierergruppen aufgeteilt - zwei Gruppen konnten
in die Jugendpsychiatrie gehen, die beiden anderen in
die Kinderpsychiatrie. Obwohl das nicht unbedingt
mein Ziel war, landete ich mit meiner Gruppe
unversehens in der Tagesklinik für Kinderpsychiatrie,
wo wir dann bis 11:00 Uhr mit den Kindern Monopoly
spielten, um einen Eindruck von diesen zu bekommen.
Die Kinder waren sehr erfreut über die willkommene
Abwechslung, ich allerdings eher weniger, da einige
der kleinen Patienten unter ADHS bzw.
hyperkinetischem Syndrom litten. So war dies die
anstrengendste Partie Monopoly meines Lebens, und ich
war einigermaßen erleichtert, als wir diese um 11:00
Uhr beenden mussten. Wir besprachen dann im Anschluss
mit einem Psychologen die gesehen Krankheitsbilder
und die kinderpsychiatrische Versorgungssituation im
Grossraum Köln.
Nach dem Mittagessen besuchten wir dann von 13:30 bis ca. 15:00 Uhr ein sehr interessantes Seminar über das Asperger-Syndrom und diskutierten sehr angeregt über Autismus im Allgemeinen. Morgen ist dann (für mich glücklicherweise) wieder Erwachsenenpsychiatrie an der Reihe.
Nach dem Mittagessen besuchten wir dann von 13:30 bis ca. 15:00 Uhr ein sehr interessantes Seminar über das Asperger-Syndrom und diskutierten sehr angeregt über Autismus im Allgemeinen. Morgen ist dann (für mich glücklicherweise) wieder Erwachsenenpsychiatrie an der Reihe.
Block Psychiatrie - Tag 2
21.November.2006 17:07
Der Tag begann für mich etwas später als geplant -
das Frühseminar von 9:00 - 9:30 Uhr musste ich leider
ausfallen lassen, war aber zwischenzeitlich auf
Station, wo ich an einem Gespräch mit Angehörigen
teilhaben konnte. Als die anderen um halb zehn
eintrafen, gingen wir zu der heute fälligen
Oberarztvisite, die bis 13:00 Uhr dauern sollte. Ich
fand sie ziemlich interessant, da wir die meisten
Patienten ja bereits von gestern kannten, und an
dieser Stelle Verlauf und Therapie sehr detailliert
besprochen und geplant wurden - die anderen waren
allerdings etwas anderer Meinung und froh, als wir
die Visite gegen 12:00 Uhr verlassen mussten (die
letzten Patienten waren nicht damit einverstanden,
dass wir anwesend waren - was ja zu respektieren
ist).
In dem Seminar am Nachmittag stellten wir unsere gestern untersuchte Patientin zuerst theoretisch vor und baten sie dann herein, um uns noch einige Fragen zu ihrem Krankheitsverlauf zu beantworten. Diese Vorstellung war dann auch ein erster Test für unseren bereits rudimentär geschriebenen Bericht, ob dieser den Anforderungen standhält. Es verlief auch alles so weit ganz gut und die Patientin gab gerne und bereitwillig Auskunft.
Morgen haben wir alle Kurs in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, über den Ablauf dort ist uns bisher nichts bekannt, so dass der Tag eine Überraschung werden wird.
In dem Seminar am Nachmittag stellten wir unsere gestern untersuchte Patientin zuerst theoretisch vor und baten sie dann herein, um uns noch einige Fragen zu ihrem Krankheitsverlauf zu beantworten. Diese Vorstellung war dann auch ein erster Test für unseren bereits rudimentär geschriebenen Bericht, ob dieser den Anforderungen standhält. Es verlief auch alles so weit ganz gut und die Patientin gab gerne und bereitwillig Auskunft.
Morgen haben wir alle Kurs in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, über den Ablauf dort ist uns bisher nichts bekannt, so dass der Tag eine Überraschung werden wird.
Block Psychiatrie - Tag 1
20.November.2006 18:13
Gegen 8:00 Uhr trafen wir uns im Hörsaal der
Psychiatrie/Neurologie, wo wir von einer Frau Beck
empfangen wurden, die zunächst eine
Einführungsveranstaltung abhielt und uns über den
Ablauf dieses Blocks informierte. Die folgenden Tage
beginnen demnach um 9:00 Uhr mit einem kurzen
Seminar, um 9:30 Uhr geht es dann bis 13:00 Uhr auf
Station. Von 14:00 bis 15:30 Uhr folgt dann ein
weiteres Seminar. Sie gab uns im Verlauf der
Einführung Ratschläge, wie wir uns auf Station am
Besten verhalten sollen, teilte Namensschilder aus
und verteilte uns in Vierergruppen auf die einzelnen
psychiatrischen Stationen, wobei unsere Wünsche
berücksichtigt wurden. So kam ich dann auch wie
gehofft mit drei anderen Kommilitonen/innen auf einen
geschlossene Abteilung.
Dort bekamen wir zunächst von einem Mitglied des Pflegeteams einen Belegungsplan ausgehändigt, unterhielten und kurz über den Stationsablauf sowie einige Diagnosen und gingen dann zu einer Psychologin, die mit uns über ihre Arbeit vor Ort sprach. Im Anschluss folgte bis 12:00 Uhr eine Visite, bei der wir fast alle Patienten zu Gesicht bekamen. Einer dieser Patienten wurde von dem PJ-Studenten gefragt, ob er sich für ein Anamnesegespräch mit uns zur Verfügung stellen wollte, dieses führten wir dann im Anschluss bis 13:00 Uhr durch. Über dieses Gespräch müssen wir bis zum Ende der Woche einen ausführlichen Bericht schreiben, der Therapievorschläge und Differentialdiagnosen (jeweils mit Begründung) enthalten soll. Etwas befremdlich an diesem Vormittag war, dass keiner der Stationsärzte ein Wort mit uns wechselte oder gar eine Frage stellte.
Gegen 14:30 Uhr fand dann ein Seminar über die Erhebung von psychopathologischen Befunden statt. Insgesamt war der erste Tag recht spannend und wirkte vom Ablauf her sehr strukturiert.
Dort bekamen wir zunächst von einem Mitglied des Pflegeteams einen Belegungsplan ausgehändigt, unterhielten und kurz über den Stationsablauf sowie einige Diagnosen und gingen dann zu einer Psychologin, die mit uns über ihre Arbeit vor Ort sprach. Im Anschluss folgte bis 12:00 Uhr eine Visite, bei der wir fast alle Patienten zu Gesicht bekamen. Einer dieser Patienten wurde von dem PJ-Studenten gefragt, ob er sich für ein Anamnesegespräch mit uns zur Verfügung stellen wollte, dieses führten wir dann im Anschluss bis 13:00 Uhr durch. Über dieses Gespräch müssen wir bis zum Ende der Woche einen ausführlichen Bericht schreiben, der Therapievorschläge und Differentialdiagnosen (jeweils mit Begründung) enthalten soll. Etwas befremdlich an diesem Vormittag war, dass keiner der Stationsärzte ein Wort mit uns wechselte oder gar eine Frage stellte.
Gegen 14:30 Uhr fand dann ein Seminar über die Erhebung von psychopathologischen Befunden statt. Insgesamt war der erste Tag recht spannend und wirkte vom Ablauf her sehr strukturiert.
Der Tag vor dem Block "Psychiatrie"
19.November.2006 11:44
Morgen beginnt für uns das Blockpraktikum
Psychiatrie. Treffpunkt ist um 8:00 Uhr im Hörsaal
von Haus 30, das sollte laut Lageplan der
Psychologie/Neurologie-Hörsaal sein. Gemäß
Skript sollen wir vier Tage in der
Erwachsenenpsychiatrie und einen Tag in der
Kinder- und Jugendpsychiatrie verbringen. Am
ersten Tag sollen wir Namensschilder bekommen
(eigentlich eine Selbstverständlichkeit, in
allen anderen Blockpraktika aber bisher leider
so nicht praktiziert worden), die laut Skript
dazu dienen "einen persönlichen Eindruck
über die Fähigkeiten und das Engagement der
einzelnen Studenten zu erlangen". Im
Vordergrund stehen in dieser Woche "die
Teilnahme am Stationsalltag (Visite,
Stationsbesprechungen, Gruppentherapie und
ähnliches) sowie der intensive Umgang mit
Patienten (Exploration, Studium des
Krankenblattes und Schreiben eines
Befundes". Weiterhin soll von je 4
Studierenden zusammen ein Befundbericht als
Hausaufgabe abgefasst werden, der als
Leistungsnachweis dient und am letzten Tag der
Woche abgegeben wird.
Über Uhrzeit und Ort der Seminare steht leider nichts im Skript, es klingt allerdings so, als wäre die Woche ziemlich strukturiert geplant. Wenn man (wie ich) Psychiatrie mag, könnte es eine sehr interessante Woche werden.
Über Uhrzeit und Ort der Seminare steht leider nichts im Skript, es klingt allerdings so, als wäre die Woche ziemlich strukturiert geplant. Wenn man (wie ich) Psychiatrie mag, könnte es eine sehr interessante Woche werden.
Block Gynäkologie - Tag 4
16.November.2006 19:18
Der heutige Tag verlief leider ähnlich wie der
Montag. Ich bin morgens extra nicht in den OP
gegangen, sondern auf die Geburtshilfe-Station, in
der Hoffnung, doch noch eine Entbindung oder Sectio
sehen zu können. Die erste Stunde war absolut nichts
zu tun, ich vertrieb mir die Zeit mit dem Lesen von
CTGs und Akten. Es folgte
eine Visite auf Station, die relativ spannend
war, da bei zwei Patientinnen und einem
Neugeborenen diverse Symptome zu sehen waren,
die diskutiert wurden. Leider war dann um 10:30
Uhr der interessante Teil des Vormittags vorbei
- aber glücklicherweise gibt es ja eine gute
Cafeteria und auf Station einige Patientenakten.
Auch bei Marco war es heute nicht viel
spannender; er war zwar im OP, assistierte aber
nur bei endoskopischen Operationen, bei denen es
nicht wirklich viel zu sehen gab.
Es folgte ein Seminar im Skills-Lab, bei dem als Vorbereitung auf die OSCE-Prüfung gynäkologische Untersuchungen an Simulatorpuppen und das Palpieren der Mamma (ebenfalls an entsprechenden Puppen) geübt werden konnte. Leider besaß die Seminarleiterin nicht gerade die freundlichste Ausstrahlung, so dass auch dieser Teil des Tages nicht optimal verlief. Es folgte noch bis 18:00 Uhr ein Notfall-Kurs zum Thema gynäkologische und urologische Notfälle (war ganz gut).
Morgen Vormittag werde ich nicht nach Longerich fahren - dementsprechend wird es auch keinen Blog-Eintrag geben.
Es folgte ein Seminar im Skills-Lab, bei dem als Vorbereitung auf die OSCE-Prüfung gynäkologische Untersuchungen an Simulatorpuppen und das Palpieren der Mamma (ebenfalls an entsprechenden Puppen) geübt werden konnte. Leider besaß die Seminarleiterin nicht gerade die freundlichste Ausstrahlung, so dass auch dieser Teil des Tages nicht optimal verlief. Es folgte noch bis 18:00 Uhr ein Notfall-Kurs zum Thema gynäkologische und urologische Notfälle (war ganz gut).
Morgen Vormittag werde ich nicht nach Longerich fahren - dementsprechend wird es auch keinen Blog-Eintrag geben.
Block Gynäkologie - Tag 3
15.November.2006 19:38
Gegen 11:00 Uhr kamen wir wieder aus dem OP und verpassten um Haaresbreite eine Geburt - sehr schade. Es folgte Nachmittags das übliche Seminar; diesmal über Mammakarzinome und um 18:00 Uhr folgte eine Vorlesung in Allgemeinmedizin über Wundversorgung.
Block Gynäkologie - Tag 2
14.November.2006 17:26
Als wir heute morgen um 8:00 Uhr zu den Kreißsälen
gingen trafen wir auf den Chefarzt (Prof. Dr. H. Fendel), der uns
freundlich begrüßte und sich dabei wunderte,
dass er uns gestern nicht gesehen hatte.
Außerdem bat er uns, die nächsten Tage doch um
7:30 Uhr zu erscheinen - ich konnte ihm aber
problemlos klarmachen, dass dies für mich nicht
möglich ist, da ich auf öffentliche
Verkehrsmittel angewiesen bin und der frühste
Bus erst um 6:10 Uhr losfährt. Er teilte Marco
dem OP zu, wo er bei vier Operationen
assistierte und bis 12:15 Uhr beschäftigt war.
Ich ging mit einem weiteren anwesenden Arzt (Dr.
Escher) in die Geburthilfe. Zunächst
untersuchten wir eine Patientin mit
Gestationsdiabetes, anschließend fand eine
Visite auf Station statt, wobei wir vor jedem
Krankenzimmer über die entsprechenden
Patientinnen sprachen (Diagnose, Therapie etc.).
Auf der Visite konnte ich dann z.T. auch selbst
untersuchen (Fundusstand palpieren) und beim
Ziehen von Drainagen helfen. Es folgte eine
Ultraschall-Sprechstunde, wo mir die
anatomischen Strukturen und das Vorgehen bei
Schwangerschaftsuntersuchungen erklärt wurde.
Danach wurden noch gynäkologische Untersuchungen
durchgeführt, bei denen ich mich aber aus
Rücksicht auf die Patientinnen im Hintergrund
hielt. Gegen Mittag traf ich dann wieder mit
Marco zusammen, der relativ begeistert von
seinem OP-Tag und dem Team da unten war.
In dem Seminar um 15:00 Uhr unterhielten wir uns über die (OSCE-Prüfungsrelevante) Auswertung von CTGs, konnten uns einige davon ansehen und viele Fragen stellen. Die Seminare in der Gynäkologie sind bisher richtig gut.
In dem Seminar um 15:00 Uhr unterhielten wir uns über die (OSCE-Prüfungsrelevante) Auswertung von CTGs, konnten uns einige davon ansehen und viele Fragen stellen. Die Seminare in der Gynäkologie sind bisher richtig gut.
Block Gynäkologie - Tag 1
13.November.2006 17:34
Wir gingen zuerst auf die Entbindugsstation, dort wurden wir freundlich empfangen und zunächst in die Wäschekammer geschickt, wo wir uns weiße Hosen und Kittel besorgen mussten. Nach dem Umziehen teilten wir uns auf - Marco ging auf die gynäkologische Station, ich auf die Entbindungsstation, und trank mir Ärzten und Schwestern einen Kaffee. Danach war leider für mich nichts zu tun und ich wanderte zu den Kreißsälen, traf aber glücklicherweise auf Marco, der auch etwas Langeweile hatte. Er teilte mir allerdings mit, dass in einer halben Stunde eine OP stattfinden soll, bedauerlicherweise erfuhren wir aber nach wenigen Minuten, dass wir heute nicht daran teilnehmen können, da eine neue Assistenzärztin dabei assistieren wollte. Also gingen wir in die Cafeteria (die in Longerich wirklich sehr preisgünstig ist) und frühstückten.
Anschließend (es war bereits 11:00 Uhr) begaben wir uns wieder zu den Kreißsälen, lasen Patientenakten und unterhielten uns über die Auswertung von CTGs. Gegen 11:45 Uhr fuhren wir dann ohne eine einzige Patientin gesehen zu haben zurück zur Uni.
Um 15:00 Uhr fand dann unser Seminar im Kolloqiumsraum der Frauenklinik statt, dort mussten wir als Vorbereitung auf die OSCE-Prüfung an einer Puppe den Geburtsvorgang üben und wiederholten Lageanomalien, Stellungsanomalie etc..
Der Tag vor dem Block "Gynäkologie"
12.November.2006 13:12
In der nächsten Wochen haben wir Blockpraktikum in
Gynäkologie, Marco und Ich wurden dem Heilig Geist-Krankenhaus in
Köln Longerich zugeteilt. Laut Skript findet der
praktische Teil jeden Morgen von 8:00 bis 12:00
Uhr statt, es folgt ein Blockseminar von 15:00
bis 16:00 Uhr in der Universitäts-Frauenklinik.
Das Ganze bedeutet jede Menge Fahrtzeit - erst
Morgens nach Longerich, dann Mittags von
Longerich zur Uniklinik und Abends von der
Uniklinik wieder nach Hause. Als Lernziel für
diesen Block wird angegeben, einen
Einblick in die Routine des
gynäkologischen-geburtshilflichen Fachgebietes
zu gewinnen. Im Vordergrund steht die Teilnahme
an Stationsvisiten, Anwesenheit und ggf. auch
Assistenz bei operativen Eingriffen und - soweit
möglich - Geburten. Ich will hoffen, dass
diese Lernziele realisierbar sind und keine
Langeweile einkehrt.
Block Kinderheilkunde - Tag 5
10.November.2006 17:08
Es war heute ein eher langweiliger Vormittag und ein
interessanter Nachmittag. Gegen 8:30 Uhr ging ich in
die neurologische Ambulanz der Kinderklinik, wo ich
von einem sehr engagierten Assistenzarzt in Empfang
genommen wurde, der extra für uns Blockpraktikanten
Zusammenfassungen bezüglich Anamnese,
Untersuchungstechniken und Tagesablauf
zusammengestellt hatte. Nachdem ich dies gelesen
hatte und auch begeistert über diesen Service war,
teilte er mir leider mit, dass dieser Freitag ein
ausgesprochen ungünstiger Tag für mich sei, da heute
keine Patienten für seinen Ambulanzbereich zur
Untersuchung angemeldet seien. Er gab sich dennoch
große Mühe, mir die Praxis etwas näher zu bringen und
bat alle Mitarbeiter (Psychologen,
Sozailpädiatrisches Zentrum, EEG, Ergotherapie usw.)
mich zu informieren, wenn es etwas zu sehen gäbe.
In der Zwischenzeit gab er mir dann einen interessanten Crash-Kurs in der Auswertung von EEGs und nahm sich dabei relativ viel Zeit, allerdings gab es zwischendurch immer wieder Zeiten, zu denen ich alleine im Arztzimmer saß und Akten lesen konnte - leider waren nicht wirklich viele davon da, so dass sich zwischenzeitlich Langeweile einstellte und der Vormittag endlos erschien. Endlich kam ein Patient zur Blutabnahme, die dann etwas dramatisch wurde, da das Kind sich heftig dagegen sträubte und zunächst auch von der Mutter nicht beruhigt werden konnte. Gegen 12:00 Uhr konnte ich mir dann noch ansehen, wie akustisch evozierte Potenziale bei einem Säugling abgeleitet wurden und ging anschließend in die Mittagspause. Es folgt ein Seminar über Kinderkardiologie, dass ausgesprochen interessant war und bei dem recht viel diskutiert wurde.
Mein Fazit zum Block Kinderheilkunde:
Ein echtes Highlight im positiven Sinne war die kardiologische Station, im negativen Sinne die Intensivstation. In den anderen Bereichen gab es zwar hin- und wieder etwas zu sehen, leider aber auch viel Langeweile. Ungewöhnlich gut fand ich hingegen die Seminare.
In der Zwischenzeit gab er mir dann einen interessanten Crash-Kurs in der Auswertung von EEGs und nahm sich dabei relativ viel Zeit, allerdings gab es zwischendurch immer wieder Zeiten, zu denen ich alleine im Arztzimmer saß und Akten lesen konnte - leider waren nicht wirklich viele davon da, so dass sich zwischenzeitlich Langeweile einstellte und der Vormittag endlos erschien. Endlich kam ein Patient zur Blutabnahme, die dann etwas dramatisch wurde, da das Kind sich heftig dagegen sträubte und zunächst auch von der Mutter nicht beruhigt werden konnte. Gegen 12:00 Uhr konnte ich mir dann noch ansehen, wie akustisch evozierte Potenziale bei einem Säugling abgeleitet wurden und ging anschließend in die Mittagspause. Es folgt ein Seminar über Kinderkardiologie, dass ausgesprochen interessant war und bei dem recht viel diskutiert wurde.
Mein Fazit zum Block Kinderheilkunde:
Ein echtes Highlight im positiven Sinne war die kardiologische Station, im negativen Sinne die Intensivstation. In den anderen Bereichen gab es zwar hin- und wieder etwas zu sehen, leider aber auch viel Langeweile. Ungewöhnlich gut fand ich hingegen die Seminare.
Block Kinderheilkunde - Tag 4
09.November.2006 19:05
Der Tag verlief zwar etwas unkonventionell, war aber
eine hervorragende Entschädigung für das, was gestern
passiert ist. Nachdem ich die Frühbesprechung in der
Kinderklinik verpasst hatte, ging ich um 8:30 Uhr in
die onkologische Ambulanz und Tagesklinik. Dort war
eine ausgesprochen freundliche junge Ärztin, die mir
die Therapieschemata bei ALL (Akuter Lymphatischer
Leukämie) und AML (Akuter Myeloischer Leukämie)
erklärte und auch sonst viele Fragen beantwortete. Da
in der Tagesklinik erst später Patienten eintreffen
sollten, holte mich eine weitere Ärztin aus der
Ambulanz ab und ließ mich einige Kinder, die dort
hinkamen, mit untersuchen (z.B. mit Hodgkin-Lymphom,
Verdacht auf Leukämie etc.). Das war wirklich ganz
interessant und eine hervorragende Betreuung.
Dann kam eine erstaunliche Wende. Gegen 10:00 Uhr rief die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in der Ambulanz an, weil sie heute einen Mangel an medizinischem Personal zur Blutabnahme hatten. Ich wurde gefragt, ob ich hingehen möchte, sagte zu und fuhr mit der Strassenbahn dorthin. Vor Ort traf ich auf ein nettes Team, bekam einen eigenen Blutabnahmeplatz zugewiesen und fing sofort an (das erste Mal, dass ich mit einem Vakuumsystem arbeiten konnte). Im Laufe der zwei Stunden, die ich dort war, erfuhr ich dann, dass heute eine Sonderaktion zur Typisierung läuft, so dass viele potenzielle Knochenmarkspender erwartet werden, und auch die Presse vorbeikommen würde, um u.a. Fotos von den Blutentnahmen zu machen. Hat alles großen Spass gemacht, meine Adresse wurde aufgenommen, damit ich bei Gelegenheit noch mal Helfen kann, wenn zu wenig Personal da ist, und gegen 12:30 Uhr war ich dann zurück an der Uni.
Dort traf ich auf Marco, der mit begeistert von seinem Vormittag im Perinatalzentrum erzählte, und ganz beeindruckt von den Frühchen und der Tatsache, dass bei diesen eine zeitweilige Sauerstoffsättigung von 40% nicht weiter problemtatisch ist, war.
Für 14:00 Uhr war ein Seminar zum Thema "Pubertät und Wachstum" bei Prof. Dr. Schönau angekündigt, es kam allerdings ein Dr. Naumann, der sich in einem kleinen Dilemma befand, da er gleichzeitig eine pädiatrische Migränesprechstunde hatte. Er verlegte diese einfach (mit Einverständnis der Patienten und Eltern) in unseren Seminarraum, wo einige von uns dann auch die körperliche Untersuchung und Anamnese durchführen konnten. Das ganze war recht interessant, dauerte aber bis fast vier Uhr, was insofern etwas knapp war, als dass anschließend bis 18:00 Uhr unser Notfall-Kurs stattfand.
Dann kam eine erstaunliche Wende. Gegen 10:00 Uhr rief die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in der Ambulanz an, weil sie heute einen Mangel an medizinischem Personal zur Blutabnahme hatten. Ich wurde gefragt, ob ich hingehen möchte, sagte zu und fuhr mit der Strassenbahn dorthin. Vor Ort traf ich auf ein nettes Team, bekam einen eigenen Blutabnahmeplatz zugewiesen und fing sofort an (das erste Mal, dass ich mit einem Vakuumsystem arbeiten konnte). Im Laufe der zwei Stunden, die ich dort war, erfuhr ich dann, dass heute eine Sonderaktion zur Typisierung läuft, so dass viele potenzielle Knochenmarkspender erwartet werden, und auch die Presse vorbeikommen würde, um u.a. Fotos von den Blutentnahmen zu machen. Hat alles großen Spass gemacht, meine Adresse wurde aufgenommen, damit ich bei Gelegenheit noch mal Helfen kann, wenn zu wenig Personal da ist, und gegen 12:30 Uhr war ich dann zurück an der Uni.
Dort traf ich auf Marco, der mit begeistert von seinem Vormittag im Perinatalzentrum erzählte, und ganz beeindruckt von den Frühchen und der Tatsache, dass bei diesen eine zeitweilige Sauerstoffsättigung von 40% nicht weiter problemtatisch ist, war.
Für 14:00 Uhr war ein Seminar zum Thema "Pubertät und Wachstum" bei Prof. Dr. Schönau angekündigt, es kam allerdings ein Dr. Naumann, der sich in einem kleinen Dilemma befand, da er gleichzeitig eine pädiatrische Migränesprechstunde hatte. Er verlegte diese einfach (mit Einverständnis der Patienten und Eltern) in unseren Seminarraum, wo einige von uns dann auch die körperliche Untersuchung und Anamnese durchführen konnten. Das ganze war recht interessant, dauerte aber bis fast vier Uhr, was insofern etwas knapp war, als dass anschließend bis 18:00 Uhr unser Notfall-Kurs stattfand.
Block Kinderheilkunde - Tag 3
08.November.2006 17:05
Es folgte eine Visite über die Station, die nur mittelgradig interessant war, weil ich weder Patienten noch Krankheitsbild kannte und dieses meistens auch nur dann erfuhr, wenn es zufällig erwähnt wurde. Dennoch sollte ich für eine der Ärztinnen, die hin und wieder den Raum verlassen musste, alles relevante was besprochen wurde, mitschreiben. Nach der Visite wurde es dann richtig ätzend. Die zuständige Oberärztin war der Meinung, dass ich zusammen mit der PJlerin vor allem Patienten untersuchen sollte - das ganze Procedere hatte nur einen Haken: Patienten, die an Beatmungsgeräten, ZVKs und etlichen Infusionen hängen, sind nur sehr eingeschränkt körperlich untersuchbar. Und die Patientenzahl war auch nicht gerade üppig. Wir lasen also in einigen Akten und untersuchten so weit dies möglich war. Als dann einige Zeit später besagte Oberärztin zwischendurch den Raum betrat um nach dem (ziemlich interessanten) Patienten zu sehen, fragte ich sie nach dessen Beatmungsverfahren - woraufhin sie mir mitteilte, dass sie eigentlich gar keine Zeit hätte, dass es keinen Sinn machen würde, über technische Details zu sprechen und man sich eigentlich erst nach dem PJ sinnvoll über die Therapieverfahren unterhalten könnte. Mit blieb zwar die Spucke weg, aber ich fragte sie trotzdem, ob sie eventuell später mit uns den Patienten besprechen könnte. Erneut sagte sie, dass sie eigentlich keine Zeit hat und wir weiter untersuchen sollen.
Es folgten 2h Langeweile und herumsitzen im Arztzimmer (Gott sei Dank war die PJlerin da!). Völlig überraschend auf dem Höhepunkt der Lethargie (alle Patientenakten gelesen, Therapie nachvollzogen, nix zu tun) kam dann doch unsere Oberärztin herein und besprach mit uns den Patienten und seine Therapie. Anschließend zeigte sie mir noch ein gutes Lehrbuch über Beatmungstechniken und gab mir dann die ersehnte Unterschrift, so dass ich früher gehen konnte.
Glücklicherweise war das Seminar am Nachmittag dann ganz interessant, es wurde das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei Leukämien besprochen.
Block Kinderheilkunde - Tag 2
07.November.2006 16:26
Der Tag begann um 8:00 Uhr im Hörsaal der
Kinderklinik mit einer Kombination aus Früh- und
Röntgenbesprechung, bei der die Neuaufnahmen
vorgestellt und interessante radiologische Fälle
besprochen wurden. Die Fallbesprechnungen waren
besonders interessant, da es wirklich
außergewöhnliche CT- und MRT-Aufnahmen zu sehen gab.
Nach ca. 20 Minuten ging ich dann auf die kardiologische Station, wo ich auf zwei Pädiater traf, wie man sie sich vorstellt: gut gelaunt, freundlich und öfters zwischendurch singend (auf der Visite dann sogar einmal das Intro der Trickfilmserie "Wickie und die starken Männer", meistens aber deutsche Schlager). Es herrschte mit anderen Worten eine sehr angenehme Stimmung vor, aber auch das Lernen kam nicht zu kurz. Unmittelbar nach meinem eintreffen auf Station besprach ich mit zwei PJlern und einem der Ärzte die Röntgenbilder eines aktuellen Falls - bzw. wurde dazu gefragt. Anschließend konnte ich zusammen mit einem der PJler eben diesen Patienten untersuchen (v.a. Auskultation) und noch einmal besprechen. Nun kam der zweite PJler und machte mit mir eine Trockenübung zur Blutentnahme aus einem ZVK mit sterilen Handschuhen. Es folgte eine Frühstückspause im Schwesternzimmer, danach war Visite, auf der ich u.a. ausführlich über die Fallot-Tetralogie befragt wurde (hatte ich aber glücklicherweise noch heute morgen auf der Zugfahrt gelernt). Nach etwas Leerlauf im Arztzimmer unterhielten wir uns dann über Symptomatik und Ursachen der Trisomie 21 und ich konnte Fragen zu diversen Patientenakten stellen. Dann kam schließlich noch eine Neuaufnahme, bei der ich allerdings nur zuschaute - der Fall war aber insofern ganz interessant, als dass der Patient (in der Kinderklinik!) älter als 30 Jahre war.
Nach einer Mittagspause trafen wir dann alle im Seminarraum auf Frau Dr. Schauseil-Zipf, die mit uns anhand von 3 Fällen, die wir vorstellten, die entsprechenden Krankheiten ausführlich besprach.
Morgen beginnt der Tag dann für mich um 7:30 Uhr auf der Intensivstation - Timon war heute bereits dort und hat mir freundlicherweise schon mal einen Bettenbelegungsplan mitgebracht, damit ich nicht ganz ahnungslos in aller Herrgottsfrühe dastehe.
Nach ca. 20 Minuten ging ich dann auf die kardiologische Station, wo ich auf zwei Pädiater traf, wie man sie sich vorstellt: gut gelaunt, freundlich und öfters zwischendurch singend (auf der Visite dann sogar einmal das Intro der Trickfilmserie "Wickie und die starken Männer", meistens aber deutsche Schlager). Es herrschte mit anderen Worten eine sehr angenehme Stimmung vor, aber auch das Lernen kam nicht zu kurz. Unmittelbar nach meinem eintreffen auf Station besprach ich mit zwei PJlern und einem der Ärzte die Röntgenbilder eines aktuellen Falls - bzw. wurde dazu gefragt. Anschließend konnte ich zusammen mit einem der PJler eben diesen Patienten untersuchen (v.a. Auskultation) und noch einmal besprechen. Nun kam der zweite PJler und machte mit mir eine Trockenübung zur Blutentnahme aus einem ZVK mit sterilen Handschuhen. Es folgte eine Frühstückspause im Schwesternzimmer, danach war Visite, auf der ich u.a. ausführlich über die Fallot-Tetralogie befragt wurde (hatte ich aber glücklicherweise noch heute morgen auf der Zugfahrt gelernt). Nach etwas Leerlauf im Arztzimmer unterhielten wir uns dann über Symptomatik und Ursachen der Trisomie 21 und ich konnte Fragen zu diversen Patientenakten stellen. Dann kam schließlich noch eine Neuaufnahme, bei der ich allerdings nur zuschaute - der Fall war aber insofern ganz interessant, als dass der Patient (in der Kinderklinik!) älter als 30 Jahre war.
Nach einer Mittagspause trafen wir dann alle im Seminarraum auf Frau Dr. Schauseil-Zipf, die mit uns anhand von 3 Fällen, die wir vorstellten, die entsprechenden Krankheiten ausführlich besprach.
Morgen beginnt der Tag dann für mich um 7:30 Uhr auf der Intensivstation - Timon war heute bereits dort und hat mir freundlicherweise schon mal einen Bettenbelegungsplan mitgebracht, damit ich nicht ganz ahnungslos in aller Herrgottsfrühe dastehe.
Block Kinderheilkunde - Tag 1
06.November.2006 17:47
Heute morgen gegen 9:00 Uhr wurden wir im Hörsaal der
Kinderklinik von einer Frau Dr. Schauseil-Zipf
begrüßt, die uns zunächst Skripte zum Ablauf dieses
Teils des Blockpraktikums austeilte. Wie schnell klar
wurde, durchläuft jeder Student alleine von Dienstag
bis Freitag vier Stationen/Amblanzen (die man nicht
selber aussuchen kann), mir wurde folgende
Reihenfolge zugewiesen: Kardiologische Station
(Dienstag), Intensiv-Station (Mittwoch), Onkologische
Ambulanz (Donnerstag) und Neurologische Ambulanz
(Freitag). Beginn ist grundsätzlich morgens um 8:00
Uhr mit einer Röntgenbesprechung, lediglich für die
Intensivstation oder das Perinatalzentrum muss man
bereits um 7:30 Uhr vor Ort sein.
Nachdem diese Verteilung geregelt war, hielt Frau Dr. Schauseil-Zipf eine interaktive Vorlesung über pädiatrische Untersuchungstechniken ab und stellte im Anschluss zwei Kinder (ein Säugling und ein 1jähriges) vor, an denen Sie die Vorgehensweise demonstrierte und uns auch selber untersuchen ließ. Die Veranstaltung dauerte bis kurz nach 12:00 Uhr.
Für 14:00 Uhr war dann ein Seminar über "Infektionen in der Pädiatrie" im Seminarraum der Onkologie angekündigt - dort hing allerdings ein Schild an der Tür, auf dem wir hingewiesen wurden, dass wir uns in zwei Gruppen teilen sollten, von denen die eine ins Perinatalzentrum geht, die andere auf die Intensivstation. Wir entschieden uns dann zu fünf Leuten für die Intensivstation und trafen dort im Arztzimmer auf Frau Dr. Vierzig, die uns zunächst theoretisch einen Patienten vorstellte, mit uns die Diagnostik durchsprach und diesen dann auch auf Station vorstellte. Im Patientenzimmer der Intensivstation besprachen wir dann noch einen weiteren Fall und waren schließlich gegen 15:30 Uhr fertig.
Nachdem diese Verteilung geregelt war, hielt Frau Dr. Schauseil-Zipf eine interaktive Vorlesung über pädiatrische Untersuchungstechniken ab und stellte im Anschluss zwei Kinder (ein Säugling und ein 1jähriges) vor, an denen Sie die Vorgehensweise demonstrierte und uns auch selber untersuchen ließ. Die Veranstaltung dauerte bis kurz nach 12:00 Uhr.
Für 14:00 Uhr war dann ein Seminar über "Infektionen in der Pädiatrie" im Seminarraum der Onkologie angekündigt - dort hing allerdings ein Schild an der Tür, auf dem wir hingewiesen wurden, dass wir uns in zwei Gruppen teilen sollten, von denen die eine ins Perinatalzentrum geht, die andere auf die Intensivstation. Wir entschieden uns dann zu fünf Leuten für die Intensivstation und trafen dort im Arztzimmer auf Frau Dr. Vierzig, die uns zunächst theoretisch einen Patienten vorstellte, mit uns die Diagnostik durchsprach und diesen dann auch auf Station vorstellte. Im Patientenzimmer der Intensivstation besprachen wir dann noch einen weiteren Fall und waren schließlich gegen 15:30 Uhr fertig.
Der Tag vor dem Block "Kinderheilkunde"
05.November.2006 19:12
Morgen beginnt für unsere Gruppe eine Woche
Blockpraktikum der Kinderheilkunde an der Uni-Klinik.
Der Montag beginnt laut Skript erfreulicherweise erst
um 10:00 Uhr mit einer bis 12:00 Uhr dauernden
Einführungsveranstaltung im Hörsaal der Kinderklinik.
Anschließend soll dann ein Seminar von 14:00 bis
16:00 Uhr folgen. Der Tagesablauf in dieser Woche
sieht so aus, dass man sich Dienstag bis Freitag von
8:00 Uhr bis 13:00 Uhr auf Station bzw. in der
Ambulanz befindet und Nachmittags bis 16:00 Uhr an
einem Seminar teilnimmt.
Block Innere - Gastroenterologie - Tag 4
03.November.2006 16:57
Der Start in den heutigen Tag des Blockpraktikums
verlief nicht ganz so optimal. Zusammen mit Timon
ging ich um 9:00 Uhr in die Ambulanz, und nach kurzer
Rücksprache mit der Sekretärin suchten wir uns einen
Arzt, der sich um uns kümmern sollte. Nachdem wir
eine Weile auf dem Gang standen gingen wir in einen
Untersuchungsraum, in welchem eine Coloskopie
durchgeführt wurde. Der untersuchende Arzt, dessen
Name mir entfallen ist, und den man sich aber auch
nicht merken muss, war ausgesprochen wortkarg und
redete allenfalls im Flüsterton. Dies war uns nach
Ende der Darmspiegelung dann auch genug und wir
verließen (ebenfalls wortlos) den Untersuchungsraum.
Nach diesem kleinen Dämpfer ging es aber wirklich
aufwärts und es wurde ein super Tag. Wir begaben uns
in einen anderen Raum und trafen auf Dr. Schäfer und
Dr. Bludau, die geraden bei einer Patientin
Magenpolypen unterspritzten und mit Hilfe von einer
Schlinge und einem Kryolaser entfernten. Sie
erklärten dabei jede Menge und ließen uns auch
assistieren. Sie wiesen uns nach Abschluss des
Eingriffes darauf hin, dass Sie anschließend im
Nebenraum eine PEG-Sonde (Perkutane Endoskopische
Gastrostomie) legen wollten, und führten dabei eine
relativ neue Technik vor. Es ging weiter zu einem
Patienten mit (sehr schmerzhaftem) Rektumprolaps, der
zusätzlich noch biopsiert wurde und zum Abschluss
dann zur Einlage eines Ösophagus-Stent unter
Röntgenkontrolle. Es folgte also eine Untersuchung
nach der anderen, bei den meisten davon konnten wir
aktiv teilnehmen und die gesehen Dinge ausführlich
besprechen - dieser Tag war somit ein echtes
Highlight.
Gegen 14:00 Uhr trafen wir dann im Seminarraum auf einen Dr. Burst, der ein erstklassiges Seminar über den Säure-Basen-Haushalt und akutes Nierenversagen hielt. Eigentlich ein ziemlich schwieriges Thema, aber er hat anhand eines Fallbeispiels mit uns die Diagnostik entwickelt und dabei ausführlich die theoretischen Zusammenhänge erklärt. Wenn man nur wenig Ahnung von Nephrologie hat, sollte man dieses Seminar unbedingt besuchen!
Gegen 14:00 Uhr trafen wir dann im Seminarraum auf einen Dr. Burst, der ein erstklassiges Seminar über den Säure-Basen-Haushalt und akutes Nierenversagen hielt. Eigentlich ein ziemlich schwieriges Thema, aber er hat anhand eines Fallbeispiels mit uns die Diagnostik entwickelt und dabei ausführlich die theoretischen Zusammenhänge erklärt. Wenn man nur wenig Ahnung von Nephrologie hat, sollte man dieses Seminar unbedingt besuchen!
Block Innere - Gastroenterologie - Tag 3
02.November.2006 18:54
Unsere Gruppe traf sich heute morgen um 9:00 Uhr in
der Ambulanz der Gastroenterologie. Nachdem wir uns
bei der Sekretärin gemeldet hatten, wurden wir zu je
zwei bzw. drei Studenten auf die einzelnen Ärzte
verteilt - Marco, Timon und ich kamen zusammen zu Dr.
Tuex, wo wir bei einer Gastroduodenoskopie bei einem
älteren Patienten mit histologisch bereits
gesichertem Siegelringzellkarzinom des Magens
zusahen. Es wurde u.a. ein endosonographisches
Staging durchgeführt und wir konnten endlich einmal
sehen, wie ein Urease-Schnelltest bei Verdacht auf
Helicobacter pylori durchgeführt wird.
Nach kurzer Wartezeit sahen wir eine
pneumatische Dilatation des Ösophagus und konnten
anschließend bei einer ERCP (Endoskopisch-retrograde
Cholangio-Pankreatikographie; Foto mit Bleischürze
nach der Untersuchung) teilnehmen. Während der
Untersuchungen konnten wir immer Fragen stellen und
bekamen vieles erklärt. Insgesamt waren wir am Ende
dieses Vormittags allerdings sehr unterschiedlicher
Meinung - ein Teil der Gruppe fand es sehr langweilig
("Immer nur vor dem Monitor stehen"), der andere Teil
hingegen fand es interessant, endlich mal ein
Siegelringzellkarzinom zu sehen oder an einer ERCP
teilzunehmen.
Pünktlich um 14:00 Uhr waren wir dann auf Ebene 10 im Bettenhaus, um uns ein Seminar über Akutes/Chronisches Nierenversagen bei Dr. Pollok anzuhören. Als dieser gegen 14:30 Uhr immer noch nicht erschienen war, ließen wir ihn anfunken, woraufhin uns ausgerichtet wurde, dass er in 5min zu uns hochkäme. 20min später ließen wir ihn erneut anfunken - man teilte uns mit, dass er doch nicht selber erscheinen werde, sondern in 5min einen Assistent schickt. Dieser traf dann auch gegen 15:00 Uhr ein, war sehr freundlich und hielt ein kurzes Seminar (es war ja nur noch eine halbe Stunde Zeit) über akutes Nierenversagen.
Pünktlich um 14:00 Uhr waren wir dann auf Ebene 10 im Bettenhaus, um uns ein Seminar über Akutes/Chronisches Nierenversagen bei Dr. Pollok anzuhören. Als dieser gegen 14:30 Uhr immer noch nicht erschienen war, ließen wir ihn anfunken, woraufhin uns ausgerichtet wurde, dass er in 5min zu uns hochkäme. 20min später ließen wir ihn erneut anfunken - man teilte uns mit, dass er doch nicht selber erscheinen werde, sondern in 5min einen Assistent schickt. Dieser traf dann auch gegen 15:00 Uhr ein, war sehr freundlich und hielt ein kurzes Seminar (es war ja nur noch eine halbe Stunde Zeit) über akutes Nierenversagen.
Block Innere - Gastroenterologie - Tag 2
31.Oktober.2006 17:47
Nach einer kurzen Kaffeepause trafen wir uns dann alle um 10:45 Uhr im Seminarrauf auf Ebene 18 und stellten uns gegenseitig unsere Patienten mit Verdachtsdiagnose vor. Man hatte beiden Gruppen je einen Patienten mit Leberzirrhose und Aszites zugewiesen, allerdings zeigten diese völlig gegensätzliche Krankheitsverläufe, so dass es eine spannende Diskussion war. Unser Arzt hielt anschließend noch einen (recht ausführlichen) Vortrag über Leberzirrhose (Ursachen, Therapie, Verlauf) und zeigte uns anschließend am Patientenbett noch einige Tricks zur körperlichen Untersuchung.
Gegen 13:00 Uhr konnten wir dann Mittagessen und trafen uns um 14:00 Uhr in einem Seminarraum auf Ebene 10 zu einem Seminar mit Prof. Steffen. Dieses hatte überraschenderweise nicht wie angekündigt Ulkus und entzündliche Darmerkrankungen zum Thema, sondern Ikterus als Oberbegriff. Es wurde wie aufgrund unserer gestrigen Erfahrungen mit Prof. Steffen nicht anders erwartet ein Ritt quer durch die Innere Medizin - und zwar keineswegs in Form eines Frontalvortrags. Wir saßen kreisförmig an einem Tisch und jeder bekam nacheinander Fragen gestellt und war innerhalb der 2 Stunden, die diese Veranstaltung dauerte, auch mehrmals dran. Obwohl es sehr anstrengend war, hat es sehr großen Spass gemacht und war didaktisch auch hervorragend gegliedert. Wir starteten mit Basics: Wie entsteht Bilirubin? Wie gelangt es zur Leber? Wie kommt es in den Hepatozyten? Wie kommt es aus dem Hepatozyten? Wir fuhren dann mit Laborwerten fort (hepatische Marker, cholestatische Marker, Hämolyseparameter) und erarbeiteten einen diagnostischen Algorithmus zu verschiedenen Grunderkrankungen - die dann auch alle einzeln besprochen wurden. Dies umfasste zahlreiche Formen der hämolytischen Anämien (toxische, erregerbedingte, mechanische, Hämoglobinopathien etc) aber auch Hepatitiden incl. Serologie, Übertragung, Verlauf, Differenzierung geimpfte vs. ehemalig erkrankte Personen usw. Es war eines der besten Seminare die ich bisher hatte!
Morgen ist glücklicherweise Feiertag, und am Donnerstag geht es für uns in die Ambulanz, wo wir uns spezifische Untersuchungen genauer ansehen sollen.
Block Innere - Gastroenterologie - Tag 1
30.Oktober.2006 15:44
Gegen 8:30 Uhr heute Morgen traf sich ein Teil von
unserer Gruppe im Cafe Lindenthal, wo wir dann
entschieden, dass wir unabhängig von irgendwelchen
Teilnehmernummern in die Gastroenterologie gingen.
Nach einem kleinen Frühstück suchten wir dort also
das Sekretariat auf, wo man uns bereits erwartete und
bat, noch einen Augenblick auf dem Flur zu warten.
Nur wenige Augenblicke später kam Prof. Steffen und
schickte uns auf Station (Ebene 18 im Bettenhaus)
vor, wo er gleich die Chefarztvisite durchführen
wollte. Auch dort wurden wir im Arztzimmer freundlich
von 3 Ärzten und 3 PJlern empfangen, die uns zunächst
einen Belegungsplan der Station aushändigten. Wie
erwartet befanden sich hier viele Tumorpatienten
(Ösophaguskarzinome, Pankreaskarzinome,
hepatozelluläre Karzinome), aber auch Patienten mit
Morbus Crohn, NASH, Leberzirrhose usw..
Nachdem wir eine kleine Einführung in den Stationsablauf bekommen hatten, wurden wir schonend darauf vorbereitet, dass die Chefvisite sehr frageintensiv werden würde. Und das war Sie dann auch!
Es handelte sich um eine 3 Stunden dauernde Visite, bei der jedes Zimmer von 13 weißbekittelten Personen (1 Chefarzt [Prof. Steffen], 3 Ärzte, 3 PJler, 6 Medizinstudenten) betreten wurde. Vor jedem Zimmer wurde ausführlich über die Erkrankung und Therapie der Patienten gesprochen, anschließend wurden wir detailliert befragt (z.B.: Was versteht man unter einer Hemmkörper-Hämophilie? Wie funktioniert ein H2-Test mit Lactose, Glucose, Lactulose? Was ist ein Wassermelonen-Magen? Ursachen und Therapie einer präportalen Hypertonie? Wie würden Sie diesen Patienten therapieren?). Klingt zwar schlimm, hat aber richtig Spaß gemacht, da er nicht wirklich sauer war, wenn man etwas nicht wusste, sondern die Antwort dann mit einem zusammen hergeleitet hat – was durchaus öfter von Nöten war. Es war nach den 3 Stunden und nachdem man mehrmals gefragt worden war aber auch etwas anstrengend. Ich habe auf jeden Fall in meinem ganzen Medizinstudium in keinem Kurs so viel (hintereinander) und so intensiv Innere gelernt wie auf dieser einen Visite. War echt Klasse!
Insgesamt hat Prof. Steffen bei den meisten von uns nach diesem ersten Tag Eindruck hinterlassen: er wirke sehr begeistert von seinem Fach und war ausgesprochen empathisch den Patienten gegenüber.
Nachmittags fand kein Seminar statt, aber in unserem Seminar morgen werden wir wieder Prof. Steffen haben – das heißt für heute Nachmittag: Pauken bis der Arzt kommt.
Nachdem wir eine kleine Einführung in den Stationsablauf bekommen hatten, wurden wir schonend darauf vorbereitet, dass die Chefvisite sehr frageintensiv werden würde. Und das war Sie dann auch!
Es handelte sich um eine 3 Stunden dauernde Visite, bei der jedes Zimmer von 13 weißbekittelten Personen (1 Chefarzt [Prof. Steffen], 3 Ärzte, 3 PJler, 6 Medizinstudenten) betreten wurde. Vor jedem Zimmer wurde ausführlich über die Erkrankung und Therapie der Patienten gesprochen, anschließend wurden wir detailliert befragt (z.B.: Was versteht man unter einer Hemmkörper-Hämophilie? Wie funktioniert ein H2-Test mit Lactose, Glucose, Lactulose? Was ist ein Wassermelonen-Magen? Ursachen und Therapie einer präportalen Hypertonie? Wie würden Sie diesen Patienten therapieren?). Klingt zwar schlimm, hat aber richtig Spaß gemacht, da er nicht wirklich sauer war, wenn man etwas nicht wusste, sondern die Antwort dann mit einem zusammen hergeleitet hat – was durchaus öfter von Nöten war. Es war nach den 3 Stunden und nachdem man mehrmals gefragt worden war aber auch etwas anstrengend. Ich habe auf jeden Fall in meinem ganzen Medizinstudium in keinem Kurs so viel (hintereinander) und so intensiv Innere gelernt wie auf dieser einen Visite. War echt Klasse!
Insgesamt hat Prof. Steffen bei den meisten von uns nach diesem ersten Tag Eindruck hinterlassen: er wirke sehr begeistert von seinem Fach und war ausgesprochen empathisch den Patienten gegenüber.
Nachmittags fand kein Seminar statt, aber in unserem Seminar morgen werden wir wieder Prof. Steffen haben – das heißt für heute Nachmittag: Pauken bis der Arzt kommt.
Der Tag vor dem Block "Innere Medizin"
29.Oktober.2006 08:30
Insgesamt hat man im Laufe des Blockpraktikums zwei
Wochen Innere Medizin, diese Wochen sind für unsere
Gruppe allerdings nicht aufeinander folgend. Wir
wissen, dass die nächste Woche (Woche 02 des
Blockpraktikums) für unsere Gruppe mit Innerer
Medizin beginnt - unser Skript geht davon aus, dass
die Gruppenstärke 8 Studenten beträgt. Davon haben
die Studenten mit der Teilnehmernummer 1-4 in der
kommenden Woche Gastroenterologie, diejenigen mit
Teilnehmernummer 5-8 Nephrologie. Leider befinden
sich in unserer Gruppe zur Zeit aber 12 Personen, von
denen allerdings nur 8 auch den Innere-Block machen.
Somit sind wir also zwar acht Personen, aber mit
Teilnehmernummern zwischen 1 und 12 (mal abgesehen
davon, dass uns niemand darüber informiert hat, dass
wir innerhalb der Gruppe Teilnehmernummern haben. Wir
gehen davon aus, dass wir einfach unsere Namen in der
Reihenfolge wie sie in der Gruppenliste aufgeführt
sind, abzählen müssen - dies ist aber rein
spekulativ). Entweder wir werden morgen neu
durchnummeriert, oder wir können uns selbst in zwei
Vierergruppen aufteilen. Jedenfalls weiss einen Tag
vorher niemand von uns, was er morgen genau haben
wird: Gastroenterologie oder Nephrologie? Erschwerend
kommt noch hinzu, dass es keine gemeinsame
Vorbesprechung gibt. Teilnehmernummer 1-4 soll zu den
Gastroenterologen (9:00 Uhr: Sekretariat UBT 01/C/R
328, Prof. Steffen), Teilnehmernummer 5-8 zu den
Nephrologen (9:00 Uhr: Mitteltrakt BH Ebene 10)
gehen.
Block Dermatologie - Tag 5
27.Oktober.2006 17:01
Heute sind wir wieder um 8:30 Uhr auf Station
erschienen, die Visite fand pünktlich um 9:00 Uhr
statt und war (für mich) nach den vergangenen 4 Tagen
richtig interessant, da man die einzelnen Patienten
und die therapeutischen Massnahmen nun besser kennt.
Es beginnt, sich eine gewisse Routine im
Stationsalltag einzustellen - dies bemerke ich in
Famulaturen auch nach ca. 1 Woche. Wir haben bei
einzelnen Fällen die Pathogenese (wie entsteht die
Krankheit) der jeweiligen Erkrankung durchgesprochen
und Therapienebenwirkungen diskutiert. Während der
Visite stellte sich heraus, dass etwas Konfusion
bezüglich der neurologischen Vorgeschichte eines
Patienten mit Lupus Erythematodes herrschte, so dass
wir anboten über diesen Fall zu recherchieren und
später eine Zusammenfassung abzuliefern.
Nach der Visite haben Timon, Marco (siehe Foto) und ich diverse Blutabnahmen durchgeführt.
Nachdem die Blutabnahmen erledigt waren
informierte ich mich zunächst im PJ-Zimmer (mit Akte
und Lehrbuch) über einen Patienten mit Syphillis
(Lues), um dieses Krankheitsbild etwas genauer kennen
zu lernen. Anschliessend ergründeten und ordneten wir
gemeinsam die neurologische Vorgeschichte des
Patienten mit Lupus erythematodes, trugen dem
Ärzteteam eine Zusammenfassung vor und versuchten
diese Befunde im Kontext mit der Grunderkrankung zu
deuten.
Nach dem obligatorischen essen um 12:00 Uhr fand um 13:00 Uhr das tägliche Seminar bei Frau Dr. Hartmann statt; Themen waren heute die Kollagenosen (vor allem: Sklerodermie, Lupus und Dermatomyositis) - alles Krankheitsbilder, die wir in dieser Woche tatsächlich auch sehen konnten.
Fazit zum Derma-Block:
Erwartet habe ich, dass Dermatologie sehr langweilig wird. Tatsächlich war es interessant (und nur sehr selten langweilig), die Stationsarbeit hat Spass gemacht und das Ärzteteam war jederzeit da und hat Fragen beantwortet - und das obwohl die Station von den Ärzten her eher unterbesetzt war. Ich denke, man kann sich auf diesen Teil des Blockpraktikums freuen und lernt tatsächlich mal etwas über Dermatologie, wobei sich dann evtl. herausstellt, dass dieses Fachgebiet gar nicht so uninteressant ist.
Nach der Visite haben Timon, Marco (siehe Foto) und ich diverse Blutabnahmen durchgeführt.
Nach dem obligatorischen essen um 12:00 Uhr fand um 13:00 Uhr das tägliche Seminar bei Frau Dr. Hartmann statt; Themen waren heute die Kollagenosen (vor allem: Sklerodermie, Lupus und Dermatomyositis) - alles Krankheitsbilder, die wir in dieser Woche tatsächlich auch sehen konnten.
Fazit zum Derma-Block:
Erwartet habe ich, dass Dermatologie sehr langweilig wird. Tatsächlich war es interessant (und nur sehr selten langweilig), die Stationsarbeit hat Spass gemacht und das Ärzteteam war jederzeit da und hat Fragen beantwortet - und das obwohl die Station von den Ärzten her eher unterbesetzt war. Ich denke, man kann sich auf diesen Teil des Blockpraktikums freuen und lernt tatsächlich mal etwas über Dermatologie, wobei sich dann evtl. herausstellt, dass dieses Fachgebiet gar nicht so uninteressant ist.
Block Dermatologie - Tag 4
26.Oktober.2006 14:58
Beim Betreten der Station gegen 8:30 Uhr war bereits
eine gewisse Unruhe spürbar - dies lag, wie man uns
schnell sagte, an der gegen 9:30 Uhr stattfindenden
Chefvisite. Diese ist unter PJlern und
Assistenzärzten auf dieser Station gleichermaßen
gefürchtet, da Professor Krieg diese beiden Gruppen
wohl am Patientenbett ausgiebig befragt. So saßen
auch nun die PJlerin und zwei Assistenzärzte im
Arztzimmer und fragten sich gegenseitig ab bzw.
schlugen in Büchern nach, um letzte Wissenslücken zu
füllen. Tatsächlich kam dann nicht wie erwartet
Professor Krieg, sondern Professor Hunzelmann auf
Station, der seine Assistenzärzte und die PJlerin mit
nicht wenigen Fragen löcherte. Auch von uns wollte er
z.B. wissen, wie es denn zu einer Erhöhung der Lipase
kommen kann - hören wollte er nicht "Pankreatitis"
sondern "Glucocorticoide" (was wir natürlich nicht
wussten, Assistenzärzte und PJlerin glücklicherweise
auch nicht).
Insgesamt verlief die Visite relativ reibungslos, einer der Ärzte bot uns an, einen bestimmten interessanten Fall später noch mit uns zu vertiefen. Weiterhin bekamen wir von der PJlerin einen tagesaktuellen Belegungsplan der Station ausgehändigt, so dass wir uns in den PJ-Raum zurückzogen und noch ein wenig diskutierten und in Büchern nachlasen (und uns z.T. auch ein wenig langweilten). Zu der Fallvertiefung kam es leider nicht mehr, so dass wir gegen 12:00 Uhr Mittagspause machten und um 13:15 Uhr ein Seminar bei Frau Dr. Hartmann über Schuppenflechte (Psoriasis) und Lichen ruber hörten. Wie gewohnt endete das Blockpraktikum Dermatologie auch an diesem Tag um ca. 14:00 Uhr, so dass heute bis 16:00 Uhr frei war - denn ab dieser Uhrzeit findet der Notfall 2 - Kurs statt.
Insgesamt verlief die Visite relativ reibungslos, einer der Ärzte bot uns an, einen bestimmten interessanten Fall später noch mit uns zu vertiefen. Weiterhin bekamen wir von der PJlerin einen tagesaktuellen Belegungsplan der Station ausgehändigt, so dass wir uns in den PJ-Raum zurückzogen und noch ein wenig diskutierten und in Büchern nachlasen (und uns z.T. auch ein wenig langweilten). Zu der Fallvertiefung kam es leider nicht mehr, so dass wir gegen 12:00 Uhr Mittagspause machten und um 13:15 Uhr ein Seminar bei Frau Dr. Hartmann über Schuppenflechte (Psoriasis) und Lichen ruber hörten. Wie gewohnt endete das Blockpraktikum Dermatologie auch an diesem Tag um ca. 14:00 Uhr, so dass heute bis 16:00 Uhr frei war - denn ab dieser Uhrzeit findet der Notfall 2 - Kurs statt.
Block Dermatologie - Tag 3
25.Oktober.2006 16:17
Als wir heute gegen 8:30 Uhr auf der
Dermatologie-Station ankamen gab es zunächst nicht
viel für uns zu tun, so dass wir uns in den PJ-Raum
gesetzt und einige Anamnesetechniken,
Krankheitsbilder und Effloreszenzen durchgesprochen
haben. Die im Anschluss stattfindende Visite dauerte
dann etwas länger, da eine Patientin völlig
unerwartet sehr impulsdurchbrüchig wurde, in diesem
Kontext auch suizidale Inhalte äußerte und nur sehr
schwer wieder zu beruhigen war. Im weiteren Verlauf
der Visite gab es dann noch interessante Gespräche
über einzelne Krankheitsbilder und Therapieoptionen
(wir wussten z.B. nicht, dass man Farbstofflösungen
wie Gentianaviolett zur Hautdesinfektion und Stillung
von Juckreiz einsetzen kann – die Haut der Patienten
ist nach auftragen der Lösung zunächst sehr intensiv
gefärbt). Anschließend führten wir zusammen eine
Anamnese bei einem Tumorpatienten durch – hier gab es
leichtere Komplikationen aufgrund einer bestehenden
Sprachbarriere – und stellten diesen im Anschluss wie
üblich dem Ärzteteam vor.
Von 12:00-13:00 fand wieder unsere Mittagspause statt, danach bis 14:00 Uhr ein Seminar von Frau Dr. Hartmann über Basaliome, Plattenepithelkarzinome, Melanome und Präkanzerosen.
Von 12:00-13:00 fand wieder unsere Mittagspause statt, danach bis 14:00 Uhr ein Seminar von Frau Dr. Hartmann über Basaliome, Plattenepithelkarzinome, Melanome und Präkanzerosen.
Block Dermatologie - Tag 2
24.Oktober.2006 16:36
Heute Morgen waren wir wieder um 8:15 Uhr in Gebäude
15. Nachdem wir unsere Sachen (Taschen etc.) im
PJ-Raum abgelegt hatten, gingen wir ins Arztzimmer
und wurden freundlich begrüßt. Es gab leider heute
keine Blutabnahmen zu machen, so dass wir erst mal
eine Kaffee getrunken haben und um 9:00 Uhr dann zur
Visite erschienen sind. Diese verzögerte sich dann
aber noch ein wenig, so dass wir noch ein bisschen
lesen und uns Patientenakten anschauen konnten. Wenn
auf Station nichts zu tun ist gibt es generell auch
die Möglichkeit, mit einzelnen Patienten, die einen
besonders interessieren, in Ruhe zu sprechen.
Wir wurden dann zur Visite geholt, wobei wir wieder bei fast jedem Patienten eine kleine Beschreibung seiner Erkrankung bekamen und auch jederzeit Fragen stellen konnten – überhaupt sind die Ärzte und PJler auf dieser Station eigentlich jederzeit ansprechbar und beantworten Fragen.
Als die Visite dann zu Ende war, haben Timon und ich zusammen einen Patienten mit Basaliom aufgenommen. Wir haben eine gründliche Anamnese durchgeführt, zumal der Patient eine Reihe Voroperationen hinter sich hatte und außerdem zahlreiche zu dokumentierende Hautveränderungen am ganzen Körper zeigte. War wirklich interessant und dauerte (incl. 2 Blutabnahmeversuchen von mir, die dann letztlich doch scheiterten) fast eine Stunde. Wir haben bei dieser Gelegenheit mal wieder festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, gründliche Anamnesen durchzuführen, weil viele Patienten auf direkte Fragen (z.B. Voroperationen) nicht ausführlich antworten. Erst wenn man einen Neurostatus erhebt oder das Abdomen untersucht fällt dem Patienten plötzlich ein, dass er in der Vergangenheit auch dort eine OP hatte (oder in den letzten Wochen unter Bauchschmerzen leidet).
Gegen 12:00 Uhr sind wir dann wieder Mittagessen gegangen und hatten dann von 13:15 Uhr bis ca. 14.00 Uhr ein Seminar über Atopie (im Wesentlichen Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) bei Frau Dr. Hartmann – diesmal ohne Patientenvorstellung, da in der Ambulanz wohl heute kein entsprechender Allergiker vorhanden war (der dann auch noch Zeit gehabt hätte). Im Seminar konnten wir wie auch schon am Vortag Fragen stellen.
Insgesamt also ein guter Tag, bei dem vor allem die Stationsarbeit Spaß gemacht hat. Wir haben allerdings beschlossen, morgen erst um 8:30 Uhr auf Station zu erscheinen, da die Visite gegen 9:00 Uhr losgeht und wir zu dritt in der verbleibenden halben Stunde sicherlich alle Blutabnahmen schaffen.
Wir wurden dann zur Visite geholt, wobei wir wieder bei fast jedem Patienten eine kleine Beschreibung seiner Erkrankung bekamen und auch jederzeit Fragen stellen konnten – überhaupt sind die Ärzte und PJler auf dieser Station eigentlich jederzeit ansprechbar und beantworten Fragen.
Als die Visite dann zu Ende war, haben Timon und ich zusammen einen Patienten mit Basaliom aufgenommen. Wir haben eine gründliche Anamnese durchgeführt, zumal der Patient eine Reihe Voroperationen hinter sich hatte und außerdem zahlreiche zu dokumentierende Hautveränderungen am ganzen Körper zeigte. War wirklich interessant und dauerte (incl. 2 Blutabnahmeversuchen von mir, die dann letztlich doch scheiterten) fast eine Stunde. Wir haben bei dieser Gelegenheit mal wieder festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, gründliche Anamnesen durchzuführen, weil viele Patienten auf direkte Fragen (z.B. Voroperationen) nicht ausführlich antworten. Erst wenn man einen Neurostatus erhebt oder das Abdomen untersucht fällt dem Patienten plötzlich ein, dass er in der Vergangenheit auch dort eine OP hatte (oder in den letzten Wochen unter Bauchschmerzen leidet).
Gegen 12:00 Uhr sind wir dann wieder Mittagessen gegangen und hatten dann von 13:15 Uhr bis ca. 14.00 Uhr ein Seminar über Atopie (im Wesentlichen Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) bei Frau Dr. Hartmann – diesmal ohne Patientenvorstellung, da in der Ambulanz wohl heute kein entsprechender Allergiker vorhanden war (der dann auch noch Zeit gehabt hätte). Im Seminar konnten wir wie auch schon am Vortag Fragen stellen.
Insgesamt also ein guter Tag, bei dem vor allem die Stationsarbeit Spaß gemacht hat. Wir haben allerdings beschlossen, morgen erst um 8:30 Uhr auf Station zu erscheinen, da die Visite gegen 9:00 Uhr losgeht und wir zu dritt in der verbleibenden halben Stunde sicherlich alle Blutabnahmen schaffen.
Block Dermatologie - Tag 1
23.Oktober.2006 16:43
Pünktlich um 8 Uhr morgens haben wir uns am
Haupteingang der Uniklinik getroffen und waren gegen
viertel nach 8 in Gebäude 15. Nach Betreten desselben
fanden wir rechts auch besagten Seminarraum. Anwesend
war nicht nur meine Gruppe (H), sondern noch eine
weitere (G), die laut Blockpraktikumsskript die
meisten Wochenblöcke mit uns gemeinsam hat. Insgesamt
waren wir also ca. 20 Studenten.
Gegen 8:20 Uhr kam Frau Dr. med. Karin Hartmann herein, begrüßte uns sehr freundlich und ließ einen Zettel herumgehen, auf dem unterschiedliche Stationen bzw. Funktionsbereiche der Dermatologie standen. Wir konnten uns zu je zwei bis drei Personen für einen solchen Bereich eintragen. Zur Auswahl standen z.B. Tumorambulanz, Allergieambulanz, die Station in Gebäude 15 sowie einige andere. In der einen Woche Dermatologie-Blockpraktikum kann man allerdings einmal die Funktionsbereiche tauschen, dies wurde jedoch nicht empfohlen. Auf der Station konnten zwei Dreiergruppen bleiben, für die wir uns dann gemeinsam eingeschrieben haben Anschließend wurde noch eine Uhrzeit für das Seminar ausgemacht, wir einigten uns dabei auf 13:15 Uhr.
Nun ging es für die sechs Leute, die sich für die Stationsarbeit entschieden hatten, auf Station. Dort konnten wir uns dann in je 2 Dreiergruppen (eine davon Timon, Marco und Ich) aufteilen, jede davon wurde einem Arztzimmer/Ärzteteam zugewiesen. Ausgerechnet heute war in dem Team, dem ich zugeteilt wurde, gegen 9:15 Uhr Oberarztvisite, so dass wir erst mal nur Blutabnehmen sollten. Dies war aber nur einem von uns möglich, da nur 1 Stauschlauch vorhanden war (also besser immer einen dabeihaben!). Also ging Marco auf der Station Blut abnehmen, Timon und mir wurde das PJ-Zimmer gezeigt, in dem wir uns bis zum Beginn der Oberartzvisite aufhalten konnten (dieses Zimmer ist ausgesprochen groß und sehr bequem, sogar mit Sofa drinnen. Siehe Foto weiter unten.). Die PJlerin brachte uns einen Belegungsplan der Station, auf dem auch die Patientendiagnosen eingetragen waren, so dass wir uns (mit Hilfe eines Derma-Buches) einen Überblick verschaffen konnten.
Die Oberartzvisite war ganz angenehm und fand in einer freundlichen Atmosphäre statt. Auf der Station befanden sich Fälle von Akne inversa, Sklerodermie (CREST), Basaliom, Dermatomyositis, Lues, Arzneimittel-Exanthem, Pemphigus vulgaris usw., also ein recht breites Spektrum. Man wurde während der Visite glücklicherweise nicht gefragt, bekam aber häufig freundlich etwas erklärt, ohne dass man erst fragen musste.
Nach der Visite bekamen wir Anamnesebögen ausgehändigt, diese wurden uns erklärt und wir konnten erneut im PJ-Zimmer warten, bis die Neuaufnahmen eintrafen. Dort trafen wir dann auch auf die andere Dreiergruppe, die ebenfalls auf Station arbeitete, und wir konnten eine halbe- bis Dreiviertelstunde lesen und uns unterhalten.
(Die andere Gruppe im PJ-Raum)
In meiner Gruppe haben wir dann untereinander ausgemacht, dass sich jeder für den nächsten Tag auf ein bestimmtes Krankheitsbild vorbereitet und dieses den anderen vorträgt.
Als die erste Neuaufnahme kam, gingen wir zu dritt mit der Patientin (und Ehemann) in das Aufnahmezimmer und führten die komplette Anamnese (incl. Blutabnahmen) durch. Timon und Marco wurden zwischendurch von den Ärzten nacheinander geholt, um bei weiteren neu eingetroffenen Patienten die Anamnese durchzuführen. Meine Patientin litt übrigens u.a. an einem Plattenepithelcarcinom (PECA im Klinikjargon). Gegen 12:00 Uhr gingen wir dann Mittag essen (es wurde uns aber empfohlen, an einer Besprechung teilzunehmen, die täglich von 12:00 bis 13:00 Uhr in der Derma stattfindet).
Um 13:00 Uhr waren wir schließlich alle (Gruppe G und H) wieder im Seminarraum und trafen erneut auf Frau Dr. Hartmann. Einer von uns sollte einen Patienten vorstellen, den er während der Stationsarbeit heute Vormittag gesehen hatte. Marco holte also (mit deren Einverständnis) die Patientin, die er aufgenommen hatte und die vermutlich an Pemphigo vulgaris benigmus familiaris (Synonym: Morbus Hailey-Hailey) litt. Nach Vorstellung und Diskussion der Erkrankung hielt Frau Dr. Hartmann einen kurzen Vortrag über die Struktur der Haut, Effloreszenztypen und dermatologische Untersuchungstechniken. Für den nächsten Tag wurde uns als Seminarthema der eher allergische Formenkreis (Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) angekündigt und ein Teilnehmer soll wenn möglich einen Patienten aus der Allergieambulanz mitbringen. Gegen 14:00 Uhr konnten wir dann an diesem ersten Tag in der Dermatologie nach Hause gehen.
Gegen 8:20 Uhr kam Frau Dr. med. Karin Hartmann herein, begrüßte uns sehr freundlich und ließ einen Zettel herumgehen, auf dem unterschiedliche Stationen bzw. Funktionsbereiche der Dermatologie standen. Wir konnten uns zu je zwei bis drei Personen für einen solchen Bereich eintragen. Zur Auswahl standen z.B. Tumorambulanz, Allergieambulanz, die Station in Gebäude 15 sowie einige andere. In der einen Woche Dermatologie-Blockpraktikum kann man allerdings einmal die Funktionsbereiche tauschen, dies wurde jedoch nicht empfohlen. Auf der Station konnten zwei Dreiergruppen bleiben, für die wir uns dann gemeinsam eingeschrieben haben Anschließend wurde noch eine Uhrzeit für das Seminar ausgemacht, wir einigten uns dabei auf 13:15 Uhr.
Nun ging es für die sechs Leute, die sich für die Stationsarbeit entschieden hatten, auf Station. Dort konnten wir uns dann in je 2 Dreiergruppen (eine davon Timon, Marco und Ich) aufteilen, jede davon wurde einem Arztzimmer/Ärzteteam zugewiesen. Ausgerechnet heute war in dem Team, dem ich zugeteilt wurde, gegen 9:15 Uhr Oberarztvisite, so dass wir erst mal nur Blutabnehmen sollten. Dies war aber nur einem von uns möglich, da nur 1 Stauschlauch vorhanden war (also besser immer einen dabeihaben!). Also ging Marco auf der Station Blut abnehmen, Timon und mir wurde das PJ-Zimmer gezeigt, in dem wir uns bis zum Beginn der Oberartzvisite aufhalten konnten (dieses Zimmer ist ausgesprochen groß und sehr bequem, sogar mit Sofa drinnen. Siehe Foto weiter unten.). Die PJlerin brachte uns einen Belegungsplan der Station, auf dem auch die Patientendiagnosen eingetragen waren, so dass wir uns (mit Hilfe eines Derma-Buches) einen Überblick verschaffen konnten.
Die Oberartzvisite war ganz angenehm und fand in einer freundlichen Atmosphäre statt. Auf der Station befanden sich Fälle von Akne inversa, Sklerodermie (CREST), Basaliom, Dermatomyositis, Lues, Arzneimittel-Exanthem, Pemphigus vulgaris usw., also ein recht breites Spektrum. Man wurde während der Visite glücklicherweise nicht gefragt, bekam aber häufig freundlich etwas erklärt, ohne dass man erst fragen musste.
Nach der Visite bekamen wir Anamnesebögen ausgehändigt, diese wurden uns erklärt und wir konnten erneut im PJ-Zimmer warten, bis die Neuaufnahmen eintrafen. Dort trafen wir dann auch auf die andere Dreiergruppe, die ebenfalls auf Station arbeitete, und wir konnten eine halbe- bis Dreiviertelstunde lesen und uns unterhalten.
(Die andere Gruppe im PJ-Raum)
In meiner Gruppe haben wir dann untereinander ausgemacht, dass sich jeder für den nächsten Tag auf ein bestimmtes Krankheitsbild vorbereitet und dieses den anderen vorträgt.
Als die erste Neuaufnahme kam, gingen wir zu dritt mit der Patientin (und Ehemann) in das Aufnahmezimmer und führten die komplette Anamnese (incl. Blutabnahmen) durch. Timon und Marco wurden zwischendurch von den Ärzten nacheinander geholt, um bei weiteren neu eingetroffenen Patienten die Anamnese durchzuführen. Meine Patientin litt übrigens u.a. an einem Plattenepithelcarcinom (PECA im Klinikjargon). Gegen 12:00 Uhr gingen wir dann Mittag essen (es wurde uns aber empfohlen, an einer Besprechung teilzunehmen, die täglich von 12:00 bis 13:00 Uhr in der Derma stattfindet).
Um 13:00 Uhr waren wir schließlich alle (Gruppe G und H) wieder im Seminarraum und trafen erneut auf Frau Dr. Hartmann. Einer von uns sollte einen Patienten vorstellen, den er während der Stationsarbeit heute Vormittag gesehen hatte. Marco holte also (mit deren Einverständnis) die Patientin, die er aufgenommen hatte und die vermutlich an Pemphigo vulgaris benigmus familiaris (Synonym: Morbus Hailey-Hailey) litt. Nach Vorstellung und Diskussion der Erkrankung hielt Frau Dr. Hartmann einen kurzen Vortrag über die Struktur der Haut, Effloreszenztypen und dermatologische Untersuchungstechniken. Für den nächsten Tag wurde uns als Seminarthema der eher allergische Formenkreis (Neurodermitis, Kontaktexzem, Urtikaria) angekündigt und ein Teilnehmer soll wenn möglich einen Patienten aus der Allergieambulanz mitbringen. Gegen 14:00 Uhr konnten wir dann an diesem ersten Tag in der Dermatologie nach Hause gehen.
Der Tag vor dem Blockpraktikum
22.Oktober.2006 15:09
Morgen soll es also los gehen - ausgerechnet mit
Dermatologie. Laut Blockpraktikumsskript ist der
"Gruppentreffpunkt um 8.15 Uhr in Haus 15,
Seminarraum (rechts hinter dem Eingang)". Von 14.00
Uhr bis 15.30 Uhr soll dann ein Seminar stattfinden.
Nach einigem googeln habe ich schließlich auch einen
Lageplan
der Uniklinik Köln gefunden, auf dem Gebäude 15
eingezeichnet ist.
Die Einführungsveranstaltung zum Blockpraktikum
19.Oktober.2006 17:20
Die Einführungsveranstaltung fand in Hörsaal 3 LFI
statt - ein Hörsaal, der insbesondere für seine Enge
bekannt ist. Alle quetschten sich also in den Hörsaal
und warteten auf Herrn Stosch vom Studiendekanat.
Seine Einführung war schließlich auch kurz und
prägnant, er wiederholte vor allem die Inhalte aus
dem Blockpraktikumsheft, es war nicht wirklich etwas
neues zu erfahren. Aus einigen Fachbereichen (Innere,
Chirurgie usw.) war noch Dozenten anwesend, die sich
im Wesentlichen vorstellten. Nach einer halben Stunde
war alles vorbei.
Es war also die reinste Zeitverschwendung!
Es war also die reinste Zeitverschwendung!
Bloggen über das Blockpraktikum
18.Oktober.2006 17:54
Ich habe mich heute entschieden, in regelmäßigen
Zeitabständen über das sog. Blockpraktikum, das für
mich am 23.10.2006 beginnt, zu berichten. Für alle,
die es nicht wissen, hier ein paar Informationen über
diese Veranstaltung:
Blockpraktika finden im Rahmen des Medizinstudiums an der Universität zu Köln im 5. klinischen Semester statt. Gruppen von (theoretisch) max. 8 Medizinstudenten (in der Praxis sind es dieses Semester 12) rotieren ein Semester lang in verschiedenen Fachgebieten auf Stationen in der Uniklinik und in angeschlossenen Lehrkrankenhäusern.
Vormittags soll dabei nach meinen Informationen ein praktischer Teil mit Stationsarbeit stattfinden, Nachmittags werden dann von den jeweiligen Dozenten Seminare abgehalten.
Blockpraktika finden im Rahmen des Medizinstudiums an der Universität zu Köln im 5. klinischen Semester statt. Gruppen von (theoretisch) max. 8 Medizinstudenten (in der Praxis sind es dieses Semester 12) rotieren ein Semester lang in verschiedenen Fachgebieten auf Stationen in der Uniklinik und in angeschlossenen Lehrkrankenhäusern.
Vormittags soll dabei nach meinen Informationen ein praktischer Teil mit Stationsarbeit stattfinden, Nachmittags werden dann von den jeweiligen Dozenten Seminare abgehalten.