Hairspray
Adam Shankman
117 minutes
(#181)
Theatrical: 2007
Studio: New Line Home Video
Genre: Comedy
Writer:
Date Added: 11 Okt 2008
Hairspray
Adam Shankman
117 minutes
(#181)
Languages: English
Subtitles: English, Spanish
Sound: AC-3
Summary: It's rare that a movie captures the intensity and excitement of a live Broadway musical production while appealing to a broader movie-going audience, but the 2007 "Hairspray" is an energetic, powerfully moving film that does just that. A remake of the 1988 musical film "Hairspray", the new "Hairspray" is a film adaptation of the 2002 Broadway musical and features more likeable characters than the original film and an incredible energy that stems from a great cast, fabulous new music, and the influence of musical producer Craig Zadan. What remains constant throughout all three versions of "Hairspray" is the story's thought-provoking exploration of prejudice and racism. Set in Baltimore in 1962, the film opens with chubby girl Tracy Turnblad (Nikki Blonsky) singing her heart out in a rendition of "Good Morning Baltimore" that, while admittedly a bit too long, sets the farcical tone for the film. Viewers quickly become immersed in Tracy's teenage world of popular television dance shows, big hair, the stigma of being different, and the first hesitant steps toward racial integration within a segregated world. The Corny Collins (James Marsden) television dance show is a teenage obsession in Tracy's world and Link Larkin (Zac Efron) is every girl's dream partner, so when a call for auditions goes out, Tracy skips school to try out, but is rejected by station manager Velma von Tussle (Michelle Pfeiffer) because of her large size and the threat of competition for Velma's own daughter Amber (Brittany Snow). Perseverance and the support of her friend Penny (Amanda Bynes), father Wilbur (Christopher Walken), and negro dancer Seaweed (Elijah Kelley) lead Tracy to the spotlight and the chance of a lifetime, but more and more Tracy discovers that fairness and equality for those who are different does not come without a fight and that sacrifices must be made to effect change. While the message is serious, "Hairspray" is first and foremost a comedy with stellar performances by John Travolta as Edna Turnblad (who ever imagined "Saturday Night Fever"'s iconic star would appear onscreen as a woman?), Christopher Walken, and Michelle Pfeiffer. Part of what makes "Hairspray" so powerful is the exceptional music composed by Marc Shaiman, including songs newly composed for the movie like "Ladies' Choice," "The New Girl in Town," and "Come So Far," and the awesome vocal talents of Queen Latifah (Motormouth Maybelle) and a cast of heretofore musically-unknown actors like Nikki Blonsky, Zac Efron, and Brittany Snow who really can sing. Notable trivia includes Jerry Stiller's appearance in both versions of the film (as Wilbur in the 1988 film and as Mr. Pinky in this 2007 rendition), and a cameo appearance by 1988 director and screenplay writer John Waters. "Hairspray" is one of the best films of the year--it's powerfully moving entertainment that leaves you energized and motivated to fight for what you believe in. "--Tami Horiuchi"
Half Light
Craig Rosenberg
106 minutes
(#182)
Theatrical: 2006
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Genre: <Name>Action & Thriller
Writer:
Date Added: 17 Jul 2007
Half Light
Craig Rosenberg
106 minutes
(#182)
Languages: Deutsch, Englisch
Sound: Dolby Digital 5.1
Summary: Die Macher von Half Light haben sich wohl nicht auf ein Film-Genre einigen können: Drama, Thriller, Mystery, Liebesgeschichte - Bunt werden die verschiedensten Elemente gemischt. Das tut der Spannung des Films aber keinen Abbruch. Der Zuschauer wird bis zum Ende an der Nase herum geführt und der Film ergibt am Ende ein stimmiges Ganzes. Insbesondere die wunderbare Landschaft Englands sticht ins Auge und verleiht dem Film seine besondere Stimmung.
Als ich eben den Kommentar der Videowoche und die ein oder andere Rezension gelesen habe, war ich allerdings äußerst verärgert, da man dort mal munter Spoiler in die Runde wirft oder schlicht die ganze Geschichte rekapituliert. Wie kann man denn dem Zuschauer schon im vorhinein das Geheimnis des Films verraten? Was soll das? Das hat mich schon bei Schatten der Wahrheit empört. Eine Andeutung reicht da ja schon - der Zuschauer ist schließlich nicht blöd. Ich bin nur froh, dass ich vorher nichts über den Film wusste. Und ich kann nur jedem empfehlen, sich vorher nicht darüber zu informieren, denn das mildert nur die Spannung und somit das Vergnügen an der Geschichte.
Hallo, Mr. President
Rob Reiner
(#183)
Theatrical: 1999
Studio: Universal/DVD
Genre: Komödie
Writer:
Date Added: 21 Sep 2006
Hallo, Mr. President
Rob Reiner
(#183)
Sound: Dolby
Summary: Was sich wie der Vorschlag zu einer typischen romantischen Komödie direkt aus der Feder des Teufels anhört -- verwitweter Präsident verliebt sich in smarte Lobbyistin, während die Welt zuschaut -- ist in Wirklichkeit intelligent, bezaubernd, rührend und ziemlich lustig. Natürlich ist alles reines Wunschdenken (wann haben Sie zum letzten Mal einen Präsidenten gesehen, der sich wirklich seines Amtes angemessen verhalten hat?), aber in den fähigen Händen von Drehbuchautor Aaron Sorkin und Regisseur Rob Reiner wird "Hallo, Mr. President" zu einer unglau blich vergnüglichen Unterhaltung mit einigen Ideen sowohl zur Romantik als auch zur Regierung.
Michael Douglas spielt den Präsidenten, der, nachdem er drei Jahre im Amt ist, über die Möglichkeit nachdenkt, sich zu verabreden. Als er der beinharten Umweltlobbyistin Sydney Ellen Wade (Annette Bening) zum ersten Mal begegnet, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch der sprichwörtliche Funke springt über und sie beginnen eine probeweise, aber aufrichtige Romanze. Natürlich steht ihm seine Arbeit im Weg -- ihr erster Kuss wird von einem libyschen Bombardement unterbrochen --, aber es wäre doch gelacht, wenn die beiden nicht irgendwie eine funktionie rende Beziehung schaffen würden. Allerdings haben sie nicht mit dem Republikanischen Gegner des Präsidenten (Richard Dreyfuss) gerechnet, der anfängt, den Wert der Familie zu thematisieren. Die vorhersehbare Geschichte -- Douglas wird sich am Ende für seine Freundin und für sein Land schlagen -- ist durchdrungen von Sorkins wunderbaren und schmissigen Dialogen und einer leichten Hand des ansonsten so feinfühlig wie ein Schmiedehammer vorgehenden Reiners. Beide schaffen es, sowohl eine glaubwürdige Atmosphäre des Weißen Hauses herzustellen (mit einer erst klassigen Belegschaft, die Martin Sheen, Michael J. Fox, Anna Deavere Smith und Samantha Mathis einschließt) als auch überzeugende und lustige Treffpunkte der Verliebten.
Der wahre Erfolg des Films liegt bei Douglas und Bening; dies ist eindeutig Douglas' beste komödiantische schauspielerische Leistung (also seine beste schauspielerische Leistung überhaupt) und Bening, die sonst so hervorragend das böse Mädchen spielt, nimmt sich dieser normalen Rolle einer Karrierefrau an und füllt sie mit Leben. Man kann sofort erkennen, warum Douglas sich in sie verliebt. Eine der besten romantischen Komödien der neunziger Jahre. "--Mark Englehart"
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Chris Columbus
(#184)
Theatrical: 2002
Studio: Warner Home Video - DVD
Genre: Kinder & Familie
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Chris Columbus
(#184)
Sound: Dolby
Summary: Die erste Fortsetzung stellt einen bedeutsamen Test für die andauernde Vermarktung einer Filmreihe dar, und "Harry Potter 2" besteht diese Prüfung mit fliegenden Fahnen. Harrys zweites Jahr an Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei beinhaltet eine düsterere, bösartigere Geschichte (Eltern mit jüngeren Kindern sollten dies beachten), die über die beeindruckenden Bauten, Spezialeffekte und großartigen Abenteuer von Harry Potter und der Stein der Weisen hinaus reicht. Alles beginnt mit den versteinerten Körpern einiger Hogwarts-Schüler, wobei Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermione (Emma Watson) durch magische Hinweise auf ein fünfzig Jahre altes Geheimnis in der von Monstern wimmelnden Kammer des Schreckens stoßen. Hauselfen, kreischende Alraunen, riesige Spinnen und giftige Schlangen bevölkern diese werkgetreue Adaption (von Stein der Weisen-Regisseur Chris Columbus und Drehbuchautor Steve Kloves), und Kenneth Branagh führt als der großspurige Scharlatan Gilderoy Lockhart die herausragende Riege von Nebendarstellern an (achten Sie nach dem Abspann auf die visuelle Anspielung auf Kosten von Lockhart). Der Film leidet bei seinen 161 Minuten Laufzeit an mangelnder Tiefe und einem holprigen Handlungsverlauf, und die Musik von John Williams wiederholt meistens bereits vorgestellte Themen. Jedoch macht die junge und schnell wachsende Besetzung diese Schwächen wett ebenso wie der jüngst verstorbene Richard Harris in seiner letzten Rolle als Professor Albus Dumbledore. "Kammer des Schreckens" ehrt das Erbe von J.K. Rowlings Romanen der Film strotzt vor schlauen Einfällen, wundersamen Dingen und dem Glanz eines großen Budgets. "--Jeff Shannon"
Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!
David Mirkin
(#185)
Theatrical: 2001
Studio: Ufa/DVD
Genre: Komödie
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!
David Mirkin
(#185)
Sound: Dolby
Summary: "Heartbreakers" versucht sich als weibliche Version von "Zwei hinreißend verdorbene Schurken" und macht den Mangel an Intelligenz mit viel Dekolleté von Seiten Sigourney Weavers und Jennifer Love Hewitts wett. Allein das schon dürfte reichen, um jede Menge lechzende Typen in die Kinos zu locken, die Spaß an der Aussicht haben und letztlich die Darstellung der Männer als lüsterne Idioten bestätigen.
Und was für eine Aussicht! Aufgetakelt in billigem Glamour spielen Weaver und Hewitt ein Mutter-Tochter-Gespann mit einer hinterhältigen Routine: Max (Weaver) lockt einen reichen Typen vor den Traualtar, und Tochter Page (Hewitt) verführt ihn, damit Mama den Seitensprung entdeckt und den Trottel vor dem Scheidungsrichter schröpfen kann. Sie haben gerade den Boss einer Autorennbahn (Ray Liotta) übers Ohr gehauen und befinden sich nun auf den Weg nach Palm Beach, Florida, wo sie einen keuchenden Tabakbaron (Gene Hackman) übertölpeln werden, um anschließend das süße Leben im Ruhestand zu genießen. So haben sie sich das jedenfalls vorgestellt.
Mit dem gleichen Humor bewaffnet, mit dem er "Romy und Michele - Alle Macht den Blonden" ausgestattet hatte, verlässt sich Regisseur David Mirkin auf die Klischeevorstellung, dass Sex alle Männer zu Idioten macht. In der Rolle als Pages künftiger Lover wird Jason Lee als intellektuell zurückgeblieben dargestellt, und ab diesem Punkt funktioniert der Film mal besser und mal schlechter. Wenn der Humor zum Tragen kommt -- wie das bei Nora Dunns Darstellung eines fürchterlichen Dienstmädchens der Fall ist -- bekommt man eine Ahnung vom vollen Potenzial dieses Films. Zusätzliche Wendungen -- von Hewitts Mikroröckchen und Wonderbras mal ganz abgesehen -- dürften die Aufmerksamkeit des Zuschauers aufrecht erhalten.
Aber möglicherweise wird er sich nach oben erwähnten glücklicheren Tagen mit Steve Martin und Michael Caine und deren fröhlichem Highlife an der Côte d'Azur zurücksehnen. Singer-Songwriterin Shawn Colvin tritt hier im Übrigen als Pfarrerin bei einer der Hochzeiten in einer Minirolle auf. "--Jeff Shannon"
Herbie fully loaded: Ein toller Käfer startet durch
Angela Robinson
(#186)
Theatrical: 2005
Studio: Touchstone
Genre: Action, Thriller & Horror
Writer:
Date Added: 08 Okt 2006
Herbie fully loaded: Ein toller Käfer startet durch
Angela Robinson
(#186)
Sound: Dolby
Summary: Es macht einfach immer Spaß, einem lebenden Auto dabei zuzuschauen, wie es einem Bösewicht Öl ins Gesicht spritzt. Disney hat es glücklicherweise bei dem Versuch, die Reihe um den Käfer "Herbie" wieder zu beleben, nicht übertrieben: abgesehen von einigen wenigen Skateboard-Szenen würde so ziemlich jedes Element von "Herbie fully loaded" in das Original aus dem Jahre 1963, das auf englisch den groovy Titel "The Love Bug" ("Der Liebeskäfer") trug, oder die zahlreichen Fortsetzungen passen. Maggie Peyton (Lindsay Lohan, die feuerlockige Darstellerin in "Girls Club" und "Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag") möchte in die Fußstapfen ihrer Familie von Rennfahrern treten, aber ihr Vater (Michael Keaton, "Batmans Rückkehr") befürchtet, dass sie sich dabei verletzen könnte. Stattdessen schenkt er ihr als Geschenk zu ihrem College-Abschluss einen heruntergekommenen VW Käfer - bei dem es sich um Herbie handelt, einem Auto mit eigenem Willen und Verstand. Schon bald treten Maggie und Herbie in einem Rennen gegen einen arroganten Champion (Matt Dillon "Crash", "Verrückt nach Mary") an, und setzen sich in der Hoffnung, dass sich die Meinung von Maggies Vaters ändert, mit Monster Trucks auseinander. "Herbie fully loaded" ist einfach gestrickt, strahlt aber energiegeladenen Enthusiasmus aus - jeder Beteiligte hat sich eindeutig mit der Mischung aus Slapstick-Einlagen und leichtem Familiendrama identifiziert. In Gastrollen sind auch ein paar Fahrer der NASCAR zu sehen. Das Resultat ist ebenso albern und unterhaltsam wie seine Vorgänger. "--Bret Fetzer"
Hero
Zhang Yimou
(#187)
Theatrical: 2002
Studio: Highlight
Genre: Action, Thriller & Horror
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
Hero
Zhang Yimou
(#187)
Sound: Dolby
Summary: Wenn man sich daran erinnert, dass Zhang Yimou nun schon seit Jahren vor allem kleinere Filme über das moderne Leben sowohl in Peking als auch in der chinesischen Provinz gedreht hat, dann überrascht einen seine Martial-Arts-Oper "Hero" zunächst einmal. Sie scheint nicht so recht in das Werk des wohl berühmtesten Filmemachers der Volksrepublik zu passen. Schließlich hat er bisher eher realistische Töne angeschlagen. Selbst seine Ausflüge ins Genre, seine historischen Dramen und der eine Gangsterfilm, an dem er sich versucht hat, waren letztlich stärker seinen Ideen von der Welt und dem Kino als den Konventionen ihrer Gattungen verpflichtet. Aber auf der anderen Seite war Zhangs Realismus nie einfach nur der Versuch, sich die Wirklichkeit mimetisch anzueignen, er hat stattdessen immer mit den Mitteln des Kinos, den Möglichkeiten von Kolorierung und Kolorit, auf sie reagiert.
Dieses Spiel mit Formen und Farben treibt nun "Hero" auf die Spitze. Wie schon Chen Kaiges "Der Kaiser und sein Attentäter" spielt auch "Hero" in der Zeit, in der der Herrscher von Qin (Chen Dao Ming) die sieben Königreiche Chinas durch Kriege und Intrigen vereinigt hat. Es ist die wohl am stärksten von Legenden umwobene Epoche in der chinesischen Geschichte. Und anders als Chen, der die Mythen und Geschichten aus dieser Zeit in die Form einer Shakespeare'schen Tragödie gegossen hat, spielt Zhang Yimou ganz bewusst mit der Aura des Irrealen und Fantastischen, die diese Ära umgibt. Ein namenloser Krieger (Jet Li) kommt an den Hof des Königs und verkündet ihm, dass er dessen drei gefährlichste Feinde getötet habe. Der Herrscher gibt sich allerdings nicht mit der ersten Erzählung des Fremden zufrieden und so muss der Kämpfer, der eigentlich ein kleiner Beamter ist, immer wieder von neuem mit seiner Darstellung der Ereignisse ansetzen.
In vier Rückblenden, denen er jeweils eine Farbe als dominierenden Grundton zugeordnet hat, entfaltet Zhang Yimou eine ganz eigene Legende von Pflicht und Verrat, Liebe und Idealismus. "Hero" entzieht sich dabei jeder eindeutigen Lesart. Einige Kritiker haben in ihm eine Art von Lehrstück gesehen, das jeden Missbrauch von Macht rechtfertigt. Doch dem steht alleine schon Zhangs Metaphysik der Gewalt entgegen, nach der es das höchste Ziel jedes Kriegers sein muss, das Schwert und den Kampf hinter sich zu lassen. Zhang treibt die Ideen des Martial-Arts-Kinos weiter als nahezu alle seine Vorgänger. Seine von Ang Lees "Tiger & Dragon" inspirierten Choreografien, vor allem die Kämpfe zwischen Jet Li auf der einen und Maggie Cheung oder Tony Leung auf der anderen Seite, transzendieren schließlich sogar das Körperliche. In Christopher Doyles Bildern manifestiert sich so erstmals im Kino die gesamte spirituelle Dimension der Martial-Arts-Techniken. "--Sascha Westphal"
Herr der Ringe - Trilogie
Peter Jackson
(#188)
Theatrical: 2003
Studio: Warner Home Video - DVD
Genre: Produktionsländer
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
Herr der Ringe - Trilogie
Peter Jackson
(#188)
Sound: Dolby
Summary: Die Gefährten
"Ein Film, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden", oder hieß es nicht eher: "Ein Buch, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden"? Nein, das war es auch nicht. Das mit dem Knechten übernimmt in "Der Herr der Ringe" nämlich der Ring und nicht das Buch oder der Film.
Und trotzdem, ähnlich dem einen Ring des titelgebenden Herrn der Ringe, hat es der Oxforder Literaturprofessor John Ronald Reuel Tolkien mit seinem dreibändigen Epos geschafft -- seit seiner erstmaligen Publikation im Jahr 1954 -- weltweit über 50 Millionen Leser an sein Werk zu binden. Keinem anderen ist es gelungen, eine derartig komplexe, lebendig wirkende Welt mit ihren Völkern, Ländern und einer in sich geschlossenen Geschichte, ja mit einer wirklich eigenen Identität zu schaffen wie Tolkien. Schwer zu sagen, was das Faszinierendste an den Geschehnissen Mittelerdes ist. Und so sollte es an dieser Stelle genügen festzuhalten, dass das Buch in den Köpfen vieler Fans ein reges Eigenleben entfaltet und zahllose Epigonen gefunden hat. Die Liste derer, deren Filme und Bücher vom "Herrn der Ringe" beeinflusst wurde, ist sehr lang. Wollte man es verknappt ausdrücken, dann lässt sich "Der Herr der Ringe" mühelos als Mutter -- pardon -- Herr eines gesamten Genres bezeichnen: des Fantasy.
Nun also vom Buch zum Film. Nein, Peter Jacksons Opus magnum ist nicht der erste Versuch, den Hobbit Frodo Beutlin in Leinwandabenteuer zu stürzen. Diese Ehre gebührt Ralph Bakshi, seit er 1978 seine Zeichentrickvision ins Kino brachte. Ein sicherlich ambitioniertes, wenn auch nicht überzeugendes, oft genug sogar enttäuschendes Unterfangen. Angesichts dessen, was der Neuseeländer Peter Jackson da gestemmt hat, sollte man inständig beten, dass es niemand nach ihm je wieder versucht. "Die Gefährten" ist schlichtweg grandios. Nicht nur, dass der erste Teil der Trilogie das Scope-Format richtig zu nutzen weiß, die Darsteller -- Elijah Wood als Frodo, Viggo Mortensen als Aragorn, Sir Ian McKellen als Zauberer Gandalf, Orlando Bloom als Elb Legolas, Sean Bean als Boromir, Cate Blanchett als Galadriel, Liv Tyler als Arwen und last but not least John Rhys-Davies als Zwerg Gimli -- treffend besetzt sind, die Special Effects, die Jacksons Trickschmiede WETA kreiert hat, wirklich sitzen (wir sagen nur Balrog und Höhlentroll!) oder die Sorgfalt der Ausrüstung, die aus der Anfertigung von Tausenden von Rüstungen, Waffen, Haushaltswaren sowie mehr als 1.600 Fuß- und Ohrenprothesen spricht, überzeugt. Dem Regisseur ist es wirklich gelungen, den Geist und die Atmosphäre des Buches zu respektieren und für den Film zu adaptieren, ohne sich dabei sklavisch daran zu halten. Schließlich ist der Film, bei dem Jackson neben der Regie auch noch für das Drehbuch und die Produktion verantwortlich zeichnete, nicht nur für Hardcore-Fans zugänglich. Mithilfe eines großartigen Prologes rollt "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" all jene Ereignisse aus den Zusatzwerken Tolkiens rund um den Herrn der Ringe auf, die dazu führten, dass Frodo den Ring erhält und vernichten muss.
Von "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" lässt man sich wirklich gerne knechten und noch lieber ins dunkle Kino treiben, ohne je den Wunsch zu verspüren, dort wieder heraus zu wollen. Dieser Film ist selbst mit fast 180 Minuten Laufzeit viel zu kurz! "--Constanze Quanz"
Die zwei Türme
Die Knechtschaft des Rings geht weiter -- und wie! Nach der fulminanten Ouvertüre von "Die Gefährten" legt Regisseur Peter Jackson mit "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" nach: mehr Orks, mehr Aufmärsche, mehr Düsternis, Ents, Gollum, geflügelte Nazgul, Olifanten und eine Schlacht um Helms Klamm, die es in sich hat. Viele, viele Fragen stellten sich Tolkiens Jünger nach der hervorragenden Umsetzung des ersten Teils von "Der Herr der Ringe": Würde es Peter Jackson schaffen, die Brillanz von "Die Gefährten" wenigstens zu halten? Wie sehen die Ents aus? Wie Gollum? Und was würde er ändern? Fragen über Fragen, auf die es endlich eine Antwort gibt.
Die Wege der Gefährten haben sich durch Sarumans Uruk-Hai getrennt. Nachdem Frodo und Sam nun allein den schicksalshaften Weg nach Mordor eingeschlagen haben, heften sich Aragorn, Legolas und Gimli auf die Fährte der gen Isengart flüchtenden Orks. Immerhin befinden sich die unglücklichen Hobbits Pippin und Merry in deren Klauen. Und die wollen die Drei wiederhaben. Während Frodo und Sam mit fast physisch spürbarer Mühe Gollum einfangen und zu ihrem Führer machen, treffen Aragorn, Legolas und Gimli wieder auf den dem Balrog -- der Rückblick Gandalfs auf seinen Kampf mit dem Balrog ist nur einer der glücklicherweise zahlreichen großartigen Momente des Films -- entronnenen Zauberer, reiten nach Rohan und begleiten den vom Einfluss Sarumans befreiten König Theoden in die Schlacht um Helms Klamm. Da obendrein nun auch Sauron seine zahlreichen Truppen sammelt, ist eines gewiss: Die Schlacht um Mittelerde hat endgültig begonnen. Und Frodo? Der bedauernswerte Hobbit spürt den Einfluss des Rings immer deutlicher, was zu immer größeren Konflikten führt.
Naturgemäß ist der Mittelteil einer Geschichte immer der am schwierigsten umzusetzende Part. Fäden müssen weitergeführt, Charaktere weiterentwickelt oder gar neu eingeführt werden. Drehbuchautorin Fran Walsh sei Dank konnte Peter Jackson all diese Klippen meisterhaft umschiffen. Mit Bernhard Hill als Theoden von Rohan, Miranda Otto als dessen Nichte Eowyn, David Wenham als Faramir von Gondor und natürlich Brad Dourif alias Grima Schlangenzunge, beweist das neuseeländische Dream-Team einmal mehr ein exzellentes Händchen in Sachen Besetzung.
Doch die eigentlichen Stars, das sind die, die direkt aus dem Computer stammen und von den Fans wohl am gespanntesten erwartet wurden: die Ents, die geflügelten Nazgul und natürlich Gollum. Was die Ents anbelangt, so darf gesagt werden, dass die Baumhirten sehr imposant und glaubwürdig in Szene gesetzt wurden. Dass gerade ihr Part extrem verkürzt und partiell geändert wurde, kann bedauert werden. Aber der Zwang, "Die Zwei Türme" in der Kinofassung für drei Stunden kompatibel zu machen, hat hier sichtlich sein Opfer gefordert. Aber für Gollum und die Nazgul möchte man den Regisseur sowie den Konzeptkünstler Alan Lee einfach küssen. Allein Gollum wirkt für sich und in der Interaktion mit anderen dermaßen real, dass man irgendwann wirklich aufhört, ihn als virtuelles Wesen wahrzunehmen. Und dann diese Schlacht! Ein gutes Viertel nimmt sie in der Handlung ein. Jede Minute davon ist es wert. Ohne in allzu große Übertreibungen ausbrechen zu wollen: Die Schlacht von Helms Klamm sieht genau so aus wie die Schlacht von Helms Klamm aussehen muss. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Das Fazit? "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" ist trotz oder gerade wegen der teilweise recht deutlichen Änderungen gegenüber der literarischen Vorlage -- auf die der Spannung halber nicht weiter eingegangen wird -- in sich konsistent. Notwendigerweise noch monumentaler und düsterer als "Die Gefährten" schafft es Jackson grandios, den Wendepunkt einer Welt zu porträtieren, deren Zukunft im Untergang begraben zu liegen scheint. Nun, Peter, jetzt warten wir auf das Finale furioso! "--Constanze Quanz"
Die Rückkehr des Königs
Alles was einen Anfang hat, besitzt auch ein Ende. Jede Geschichte hat eines. Manche großen Epen haben ein enttäuschendes Finale, manche erhalten einen würdigen Abschluss. Und zu Letzteren sollte man Peter Jacksons dritten Streich in Sachen "Der Herr der Ringe" getrost zählen dürfen.
Dass die Schauspieler nicht gut genug, die Spezialeffekte einige Wünsche offen lassen würden, brauchte man nach den beiden vorangegangenen Teilen wirklich nicht zu befürchten. Sie sind brillant. Deshalb war die spannendste Frage an "Die Rückkehr des Königs", wie der neuseeländische Edel-Hobbit Jackson den von der Geschichte und den Handlungssträngen sicherlich komplexesten Part leinwandkompatibel aufbereiten würde. Und so ist "Die Rückkehr des Königs" eine Geschichte geworden, die sich im Spannungsfeld gewaltiger Schlachten und großer Gefühle auf rund 200 Minuten entfaltet: Auf der einen Seite muss sich Aragorn nämlich endlich seiner königlichen Bestimmung stellen und alle Kräfte bündeln, um Saurons nervöse Suche nach dem einen Ring vom Ringträger abzulenken. Denn Frodo benötigt Zeit, um sich gemeinsam mit Sam und dem immer hinterhältiger agierenden Gollum an Minas Morgul und Kankra vorbei über die Ebene von Gorgoroth zu kämpfen und schließlich an jene Stelle zu gelangen, an der Elrond einst Isildur beim bitteren ersten Versuch, den Ring ins Feuer zu werfen, scheitern sah: den Schicksalsklüften. Dem Ort, an dem sich das Schicksal aller Beteiligten erfüllt.
Als Zuschauer wird man von diesem Film einem Wechselbad der Gefühle unterworfen. Auf der einen Seite darf sich der Zuschauer über drei großartig inszenierte Schlachten freuen, deren Wucht ihn erfreulicherweise ordentlich in den Kinosessel drückt. Andererseits verfolgt man Frodos immer drückender werdendes Leiden -- und bekommt beinahe selbst Atemnot. Und dann ist da noch dieser lange schmerzhafte Abschied. Irgendwie beschleicht einen da das widerwillige Gefühl, dass sich am Ende nicht nur die Gefährten voneinander und teilweise aus Mittelerde verabschieden müssen, sondern auch man selbst.
Ob Peter Jackson nach gut sieben Jahren Beschäftigung mit Mittelerde tief in seinem Herzen ein Sadist geworden ist, wenn er gerade den Abschied so intensiv zelebriert? Mitnichten. Aber bestimmt einer, der sich mit der Schlacht auf dem Pelennor ein klein wenig vor einer anderen wunderbaren Trilogie verneigt: vor George Lucas' ursprünglicher Sternensaga. Wenn die gewaltigen Olifanten vor Theodens fassungslosen Männern auftauchen, hat das etwas von den imperialen Kampfmaschinen AT ATs, die über die Rebellen auf dem Eisplaneten Hoth in "Das Imperium schlägt zurück" herfielen. Danke, Peter! "--Constanze Pappert"
Honey
Bille Woodruff
(#189)
Theatrical: 2003
Studio: Universal/DVD
Genre: Drama
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
Honey
Bille Woodruff
(#189)
Sound: Dolby
Summary: In dem HipHop-Tanzfilm "Honey" wirbelt und hüpft sich Jessica Alba an die Spitze (oder zumindest in Missy Elliots Herz). Honey Daniels ("Dark Angel") tanzt in Nachtclubs. Als sie zufällig dabei gefilmt wird, entdeckt ein Regisseur von HipHop-Videos ihr einzigartiges Talent und engagiert sie zunächst als Tänzerin und dann als Choreografin. Als er jedoch nicht nur ihr Talent, sondern auch noch ihren Körper will, stellt sich die Frage, wie sie ihre Karriere weiter verfolgen kann. Und wie wird dies ihren Traum beeinflussen, ein Tanzstudio für die örtlichen Straßenkinder aufzubauen? Bei "Honey" handelt es sich um die übliche Hollywood-Geschichte, die zwar aufrichtig, aber nicht wirklich einfallsreich daherkommt. Aus irgendeinem Grund sollen Albas sexy Verrenkungen kraftvoller sein als die sexy Verrenkungen der anderen Tänzerinnen, wobei diese ebenso prickelnd wirken. Es spielen zudem Mekhi Phifer und David Moscow und es gibt Gastauftritte von HipHop-Stars wie Missy Elliot und Ginuwine. "--Bret Fetzer"
House of Flying Daggers
(#190)
Theatrical: 2004
Studio: Highlight
Genre: Action, Thriller & Horror
Writer:
Date Added: 08 Okt 2006
House of Flying Daggers
(#190)
Sound: Dolby
Summary: Niemand nutzt Farben wie der chinesische Regisseur Zhang Yimou - Filme wie "Rote Laterne" oder "Hero" sind trotz ihrer Unterschiede in Sachen Stimmung und Inhalt in kräftige, strahlende Schattierungen von Rot, Blau, Gelb und Grün getaucht. "House of Flying Daggers" bildet da keine Ausnahme: die spektakulären Actionszenen würden - wenn sie nicht in einer derartigen bildgewaltigen Choreografie inszeniert worden wären - wie wenig mehr als eine Entschuldigung für jene lebhaften Farben wirken, die über die Leinwand rauschen. Die Regierungsbeamten Leo und Jin (die asiatischen Superstars Andy Lau und Takeshi Kaneshiro) wollen eine rebellische Untergrundorganisation namens "House of Flying Daggers" (benannt nach ihrer favorisierten Waffe, einer gebogenen Klinge, die durch die Luft fliegt wie ein Bumerang) zerstören. Die einzige Möglichkeit, die Rebellen zu finden, ist eine blinde Frau namens Mei (Ziyi Zhang, "Tiger & Dragon"), die selbst ein paar tödliche Kung-Fu-Tricks beherrscht. Als Möchtegern-Rebellen verkleidet, begleitet Jin Mei durch beeindruckende Wälder und Felder, welche sich in blutige Schlachtfelder verwandeln, als die beiden von Soldaten angegriffen werden. Während Pfeile und Bambusspeere durch die Luft fliegen, wenden sich Mei, Jin und Leo auf überraschende Art und Weise gegen einander - immer angetrieben von Leidenschaft und Ehre. Zhangs vorher gehender Action-/Kunstfilm "Hero" verringerte das Tempo zu Gunsten der visuellen Eindrücke, wobei "House of Flying Daggers" eine kraftvolle Balance zwischen ästhetischem Glanz und beeindruckenden Schwertkämpfen gelingt. "--Bret Fetzer"
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