O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee
Joel Coen
(#268)
Theatrical: 2001
Studio: Universal/DVD
Genre: Komödie
Writer:
Date Added: 06 Nov 2006
O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee
Joel Coen
(#268)
Sound: Dolby
Summary: Nur Joel und Ethan Coen, das brüderliche Produzenten- und Regisseurteam hinter Art-Movie-Hits wie "The Big Lebowski" oder "Fargo" und Meister der schrulligen und ultrastilistischen Genreuntergrabung, konnten sich trauen, die Handlung von Homers Odyssee für eine komische Schelmensaga über drei Knastbrüder auf der Flucht im Mississippi der 30er-Jahre zu klauen.
Bei unserem herumirrenden Helden handelt es sich in diesem Fall um einen gewissen Ulysses Everett McGill, ein cleveres Bürschchen mit flottem Mundwerk und Pomadenfimmel (George Clooney, der sein eigenes gepflegtes Image ungeniert verulkt), der seine Knast-Kumpels (Coen-Stammgast John Turturro und Newcomer Tim Blake Nelson) überredet, sich auf die Suche nach einer verbuddelten Beute zu begeben, von deren Existenz er zu wissen behauptet. Unterwegs begegnen sie einem prophetischen Blinden auf einem Eisenbahnwaggon, einem kräftigen, einäugigen Schurken (der stets umwerfende John Goodman), einem sexy Damengesangstrio, einem Bluesgitarristen, der seine Seele an den Teufel verkauft hat, einem gaunerhaften Politikerduo auf Wahlkampftournee, einem manisch-depressiven Bankräuber, und -- naja, Sie wissen schon.
In diesem, ihrem bisher zwanglosesten Film haben die Coens ein betörendes Sammelsurium aus irrelevanten Situationen, eine Fülle von bizarren Dialogen und jede Menge Gags sowohl verbaler als auch optischer Art geworfen. "O Brother" (der Titel stammt aus Preston Sturges' Komödienklassiker "Sullivan's Travels" von 1941) wird darüber hinaus mit leuchtenden brünierten Aufnahmen von Roger Deakins und einem meisterhaften Soundtrack von T-Bone Burnett geziert, einer liebevollen Hommage an die amerikanischen Folkstile der 30er-Jahre -- Blues, Gospel, Bluegrass, Jazz und noch viele mehr. Und nur um zu beweisen, dass das Produzentenpaar seinen Hang zum schlechten Geschmack nicht verloren hat, bekommen wir auch noch einen Ku-Klux-Klan-Aufmarsch aufgetischt, der wie eine Mischung aus einer Nazi-Parade bei einem der Nürnberger Reichsparteitage und einem Busby-Berkeley-Musical choreografiert ist. "--Philip Kemp"
Ocean's Twelve
Steven Soderbergh
(#269)
Theatrical: 2004
Studio: Warner Home Video - DVD
Genre: Action, Thriller & Horror
Writer:
Date Added: 21 Mai 2006
Ocean's Twelve
Steven Soderbergh
(#269)
Sound: Dolby
Summary: Wie bereits sein Vorgänger, "Ocean`s Eleven", ist auch "Ocean`s Twelve" kein ernstgemeinter Caper Movie als vielmehr Farce - eine abwegige, zum Teil absurde Geschichte, die erst durch die verlockende Kombination aus beeindruckendem Starglamour und überbordender Inszenierungsfreude seines Regisseurs Steven Soderbergh ("Out of Sight", "The Limey") zum Leben erwacht. Die durchgeknallten Gaunereien des ersten Teils werden unseren elf Meisterdieben (darunter die Hochglanzvisagen von Brad Pitt, Matt Damon, Bernie Mac und Don Cheadle) in "Ocean`s Twelve" zum Verhängnis. Sie werden nicht nur von dem Typen gejagt, dem sie ursprünglich das Geld abgeknöpft haben (schmierig: Andy Garcia) sondern auch von einer Superpolizistin (verführerisch: Catherine Zeta-Jones) und einem Meisterdieb (gut geölt: Vincent Cassel), die allesamt scharf darauf sind zu beweisen, dass Danny Ocean (süss: George Clooney) eben nicht der Beste auf seinem Gebiet ist. Als würde die geballte Starpower noch nicht ausreichen und dabei blieb bislang die erneute Mittäterschaft von Julia Roberts als Danny Ocean´s Gattin unerwähnt katapultiert der Auftritt eines ganz bestimmten Megastars den Film endgültig durchs Dach ins Märchenland der Absurditäten. Jedoch, all die hübschen Gesichter finden in Soderberghs visuellem Stil, dem ausgefuchsten Schnitt und den wunderbaren Drehorten in Amsterdam, Paris und Rom (neben einer Reihe weiterer höchstdekorativer Motive) ihre Entsprechung. Man möchte meinen, der ganze Schwindel würde unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen, aber irgendwie passiert das nicht. Natürlich ist der Film ein Leichtgewicht, aber durch seinen leicht dekadenten Charme und den augenzwinkernden Humor bleibt das unbestreitbar höchst unterhaltsam. "--Bret Fetzer"
Ohne jede Spur
Robert Schwentke
(#270)
Theatrical: 2005
Studio: Touchstone
Genre: Action, Thriller & Horror
Writer:
Date Added: 18 Apr 2006
Ohne jede Spur
Robert Schwentke
(#270)
Sound: Dolby
Summary: Wie bei vielen stilistisch überzeugenden Thrillern macht es auch bei "Flightplan" mehr Spaß, sich den Film anzuschauen, als darüber nachzudenken. Bei diesem in hermetisch abgeschlossener Atmosphäre spielendem Krimi gibt es viel zu bestaunen: eine Triebwerk-Ingenieurin und trauernde Witwe (Jodie Foster) begleitet ihre sechsjährige Tochter (und den Sarg, in dem sich die Leiche ihres verstorbenen Mannes befindet) bei einem Transatlantikflug an Bord eines brandneuen Jumbos, den sie mitentwickelte, und sie sieht sich dem Albtraum jeder Mutter gegenüber, als ihre Tochter (Marlene Lawston) vermisst wird. Aber wie kann das sein? Bildet sie sich das alles nur ein? Sind die Flugzeugcrew, der Kapitän (Sean Bean) und ein scheinbar mitfühlender Sky Marshal (Peter Sarsgaard) Teil einer Verschwörung und Entführung? Der deutsche Regisseur Robert Schwentke versucht dem Dilemma der Mutter alles abzugewinnen, und Fosters intensive, aber dennoch subtil nuancierte Darstellung (die zu einem guten Teil auf der nach dem Elften September vorherrschenden Paranoia fußt) gibt der Achterbahn der Gefühle, die den Zuschauer bei der Sache halten soll, eine Richtung.
Aber leider ist dieser Abklatsch von Hitchcocks Eine Dame verschwindet (und, nicht zu vergessen, Otto Premingers Bunny Lake ist verschwunden) viel zu absurd, um wirklich Sinn zu ergeben. Flightplan liefert dem Zuschauer Einblicke in das hochtechnisierte Innenleben eines Jumbo-Jets, und die Spannung hält sich auf intelligente Art und Weise bis zu einem als Katharsis wirkenden Ende hin, aber die arg konstruierte Handlung hält einer genaueren Betrachtung nicht Stand. Das Beste, was man hier machen kann, ist, den Sicherheitsgurt anzulegen und den Film auf rein emotionaler Ebene zu genießen eine Vorgehensweise, die sich auch bei Panic Room bewährt hat, Fosters vorherigem Thriller über Mutter und Tochter, die sich in Gefahr befinden."--Jeff Shannon"
On connaît la chanson
Alain Resnais
(#271)
Theatrical:
Studio: Fox Pathé Europa
Genre: Comédie
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
On connaît la chanson
Alain Resnais
(#271)
Summary: Alain Resnais, cinéaste qualifié d'intellectuel, ("Providence, Mon oncle d'Amérique") se lance dans la comédie musicale et réussit son formidable pari. Ecrit par Jean-Pierre Bacri et Agnès Jaoui, qui avaient déjà concocté le scénario de "Smoking/No Smoking", "On connaît la chanson" permet aux personnages du film de chanter des airs connus en play-back. On retrouve ainsi trente-six extraits de chansons populaires de Joséphine Baker, Dalida, Hallyday, France Gall, Piaf... C'est drôle, brillant et enlevé. Ce petit bijou du cinéma français a obtenu le césar du meilleur film. "--Marie-Sylvie Maufus"
Original Sin
Michael Cristofer
(#272)
Theatrical: 2001
Studio: MGM (Video & DVD)
Genre: Drama
Writer:
Date Added: 13 Mai 2006
Original Sin
Michael Cristofer
(#272)
Sound: Dolby
Summary: "Original Sin" belongs in the "so bad it's good" category of languid potboilers, offering enough nudity, sexual chemistry, and far-fetched plotting to make it an enjoyable lazy-day diversion. Based on Cornell Woolrich's novel "Waltz into Darkness" (previous filmed by François Truffaut as "Mississippi Mermaid") and set in turn-of-the-century Cuba, the film traces a tailspin of amorous obsession when coffee plantation owner Luis (Antonio Banderas) discovers that his American mail-order bride (Angelina Jolie) is not the plain wife he'd expected, but a beautiful, scheming thief who's after his fortune. The movie asserts that love is truly blind, but absurd twists of plot make Luis appear more stupid than passionate. Writer-director Michael Cristofer fared better with Jolie in "Gia"; here, he's made another good-looking film about beautiful people, but its plot just can't be taken seriously. "--Jeff Shannon"
Out of Sight
Steven Soderbergh
(#273)
Theatrical: 1998
Studio: Universal/DVD
Genre: Action, Thriller & Horror
Writer:
Date Added: 14 Okt 2005
Out of Sight
Steven Soderbergh
(#273)
Sound: Dolby
Summary: "Out of Sight" war einer der besten Filme des Jahres 1998, doch ironischer Weise zugleich eine Enttäuschung an den Kinokassen. Glücklicherweise kann sich diese überragende Krimikomödie nun eines langen Lebens als Video erfreuen, auf das sich jeder stürzen kann, der den Film im Kino verpasst hat. Regisseur Steven Soderbergh hat hiermit seinen besten Film seit seinem 1989 entstandenen Debüt "Sex, Lügen und Video" gedreht und zollt zugleich der Handschrift, also dem Witz und der Komplexität Elmore Leonards seinen Tribut. Leonards Roman wurde von Scott Frank, dem talentierten Drehbuchautor, der auch schon Leonards von Barry Sonnenfeld mit John Travolta in der Hauptrolle verfilmten "Schnappt Shorty" adaptiert hat, brillant umgesetzt. Der Film bietet eine ideale Bühne für das Talent von George Clooney und Jennifer Lopez und deren perfekter Chemie. Die beiden spielen einen Profi-Bankräuber, der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, und die Bundesagentin, die seinem Charme erliegt, während sie ihn jagt.
Soderberghs Inszenierung besticht durch ihr selbstsicheres, visuelles Flair, die sich ständig verschiebenden Zeitebenen (wie in "Pulp Fiction") und die Eleganz, mit der sie alle Nebenhandlungen ineinander verwebt, ohne darüber die grandiosen Figuren Elmore Leonards und die äußerst spritzigen Dialoge aus den Augen zu verlieren. Während die vor Sex knisternden und ungeheuer schlagfertigen verbalen Duelle zwischen Clooney und Lopez an das klassische Zusammenspiel von Humphrey Bogart und Lauren Bacall erinnern, sorgen Ving Rhames und Steve Zahn als Clooneys Komplizen für reichlich komödiantische Abwechslung. Dennis Farina ist unvergesslich als Vater von Jennifer Lopez und Albert Brooks nahezu nicht wiederzuerkennen als Wall-Street-Gauner, dessen Villa mit ihrem Versteck voll mit rohen Diamanten den Schauplatz für den letzten und entscheidenden Coup des Films liefert. Durch Soderberghs Orchestrierung wird der Film zu einem wahren Fest plötzlicher Wendungen und gelungener Überraschungen, die aber eben nie auf Kosten der Figuren und ihrer Lebendigkeit gehen. "--Jeff Shannon"
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