Meine WG

Ich sollte mal was zu meiner Wohnsituation schreiben.
Also, ich wohne in einem Studentenwohnheim. Okay, inzwischen heißt es Studentenwohnhaus. Aber wie blöd klingt das? "heim", das klingt nach "heimelig", "daheim" und ein bisschen "heimlich". "haus" ist hart, kalt, unsympathisch. So ein Quatsch. Ich sag ja auch trotzdem noch "Studentenausweis" zum "Studierendenausweis" und "Minimal" zu "Rewe". Na und?

Egal, ich wohne also im Wohnheim, und zwar in einer 10er-WG. Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Ja, es ist etwas chaotisch und nicht steril, aber dafür ist immer was los und meistens macht es Spaß.
Als ich hier eingezogen bin, wusste ich nicht, wie viele Mitbewohner ich haben würde, geschweige denn, dass es hier einen deutlichen Männerüberschuss gibt. Derzeit sind wir 2 Frauen und 8 Männer. Die Anteile sind von Semester zu Semester veränderlich, aber für diese WG gilt: Es gibt immer mehr Männer als Frauen. Das ist für die Küchen- und Badhygiene nicht gerade förderlich und es geht schrecklich viel zu Bruch, aber ich finde es trotzdem gut.
Ich habe zwei Schwestern und mein Vater arbeitet viel, ich war zuhause also meist nur unter Frauen, was mir nicht passte. Jungs empfand ich als unkomplizierter und lustiger, vor allem nicht so zickig, und darum freute ich mich über meine männlichen Mitbewohner.

Seba ist einer von ihnen (ja, die faule Franzi wählt einen Mitbewohner). Außerdem leben hier noch die zweite Dame Tina sowie Dani, Ema, Manu, Dennis, Basti, Jo und Chris.

Leider zieht die Hälfte davon demnächst aus, aber bis dahin werdet ihr den einen oder anderen Namen sicherlich noch lesen.