Shao oder Shau...
13/Feb/2008 23:04 Kategorien: WG/Wohnheim
...oder so heißt unser
neuer Mitbewohner, der Nachmieter Manuels.
Wir wussten, dass ein Chinese kommen würde, und hatten ein mulmiges Gefühl. Chinesische Studenten sind hier (und nicht nur in unserem Wohnheim) nicht gerade als angenehme Mitbewohner bekannt. Erstens sind sie meistens sehr verschlossen, Sie ziehen sich in ihr Zimmer zurück, interagieren fast nur mit anderen Chinesen und beteiligen sich kaum bis gar nicht am WG-Leben. Man hat mir erzählt, dass in unserer WG ein halbes Jahr lang mal einer gewohnt hat, den manche keine einziges Mal zu Gesicht bekommen haben. Das ging so weit, dass er nicht in die Küche gekommen ist, wenn jemand in der Küche war - selbst wenn grad sein Essen kochte.
Wir wussten, dass ein Chinese kommen würde, und hatten ein mulmiges Gefühl. Chinesische Studenten sind hier (und nicht nur in unserem Wohnheim) nicht gerade als angenehme Mitbewohner bekannt. Erstens sind sie meistens sehr verschlossen, Sie ziehen sich in ihr Zimmer zurück, interagieren fast nur mit anderen Chinesen und beteiligen sich kaum bis gar nicht am WG-Leben. Man hat mir erzählt, dass in unserer WG ein halbes Jahr lang mal einer gewohnt hat, den manche keine einziges Mal zu Gesicht bekommen haben. Das ging so weit, dass er nicht in die Küche gekommen ist, wenn jemand in der Küche war - selbst wenn grad sein Essen kochte.
Mag sein, dass diese
Zurückhaltung Teil ihrer Kultur ist, aber für mich
ist es schon ein komisches Gefühl, mit jemandem
zusammenzuwohnen, den ich praktisch gar nicht kenne.
Das wiederum kommt häufiger vor, als man denkt. Bei
vielen WGs hier kann man klingeln und nach jemandem
fragen, und man erhält nur einen fragenden Blick als
Antwort. Okay, man ist zu zehnt, man hat nicht mit
jedem gleich viel zu tun und vielleicht mag man einen
nicht besonders - aber man sollte seine Mitbewohner
doch wohl zumindest mit Namen kennen! Das ist doch
auch bei einer so großen WG nicht zuviel verlangt.
Der zweite Grund für den schlechten Ruf der Chinesen hier ist ihr Küchenverhalten. Sie verbreiten beim Kochen für uns gewöhnungsbedürftige Gerüche, gelten als Drecksspatzen (machen nie die Küche sauber) und angeblich hat sogar mal einer einen Brand verursacht, als er Fleisch auf einer Herdplatte garen wollte - ohne Pfanne.
Das alles klingt jetzt natürlich sehr pauschal. Natürlich gibt es einige Ausnahmen. Aber es gibt eben auch viele Erfahrungen, die dieses negative Bild bestätigen. Was übrigens dazu führt, dass man uns Tutoren in Workshops den Umgang mit ausländischen Bewohnern beibringt.
Ich habe jedenfalls trotzdem das Beste gehofft.
Daniel hat erzählt, dass der heute eingezogen ist. Ich hatte das nicht gemerkt, denn er wohnt auf der anderen Wohnungshälfte, d.h. ich höre hier nichts davon.
Ich bin dann mal rüber gegangen und hab a der Zimmertür geklopft. Aufgemacht hat mir ein höchstens 1,60 m großer Kerl in Schlafanzug und mit breitem Grinsen auf den Lippen. Er hat sich sofort vorgestellt und wirkte sehr aufgeschlossen und sympathisch. Er sprach auch sehr gut Deutsch. Seinen Aufzug erklärte er damit, dass er gerade unter die Dusche wollte. Entsprechend kurz war das Gespräch, aber ich denke, ich werde in den nächsten Tagen mehr erfahren. Er freut sich schon auf die WG-Party am Wochenende und bezeichnete unsere Küche als sehr gemütlich und ordentlich (was tatsächlich stimmt, solange fast niemand da ist).
Das klingt ja schon mal echt gut!
Der zweite Grund für den schlechten Ruf der Chinesen hier ist ihr Küchenverhalten. Sie verbreiten beim Kochen für uns gewöhnungsbedürftige Gerüche, gelten als Drecksspatzen (machen nie die Küche sauber) und angeblich hat sogar mal einer einen Brand verursacht, als er Fleisch auf einer Herdplatte garen wollte - ohne Pfanne.
Das alles klingt jetzt natürlich sehr pauschal. Natürlich gibt es einige Ausnahmen. Aber es gibt eben auch viele Erfahrungen, die dieses negative Bild bestätigen. Was übrigens dazu führt, dass man uns Tutoren in Workshops den Umgang mit ausländischen Bewohnern beibringt.
Ich habe jedenfalls trotzdem das Beste gehofft.
Daniel hat erzählt, dass der heute eingezogen ist. Ich hatte das nicht gemerkt, denn er wohnt auf der anderen Wohnungshälfte, d.h. ich höre hier nichts davon.
Ich bin dann mal rüber gegangen und hab a der Zimmertür geklopft. Aufgemacht hat mir ein höchstens 1,60 m großer Kerl in Schlafanzug und mit breitem Grinsen auf den Lippen. Er hat sich sofort vorgestellt und wirkte sehr aufgeschlossen und sympathisch. Er sprach auch sehr gut Deutsch. Seinen Aufzug erklärte er damit, dass er gerade unter die Dusche wollte. Entsprechend kurz war das Gespräch, aber ich denke, ich werde in den nächsten Tagen mehr erfahren. Er freut sich schon auf die WG-Party am Wochenende und bezeichnete unsere Küche als sehr gemütlich und ordentlich (was tatsächlich stimmt, solange fast niemand da ist).
Das klingt ja schon mal echt gut!


