Donnerstag, 21. Juni 2007

Ein Buch fürs Leben Teil 10

Die Bibel ist ein Buch das wir nicht vollständig verstehen müssen. Zum Diskussionsforum
1. Die Bibel ist nicht immer einfach zu verstehen
Paulus schreibt den Korinthern:

1. Korinther 13,9 Denn unsere Erkenntnis ist bruchstückhaft, ebenso wie unser prophetisches Reden. 10 Wenn aber das Vollkommene - Gottes Reich - da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein.
Auch Petrus schreibt unzweifelhaft über schwierige Passagen in der Bibel die schwer zu erkennen sind:
2. Petrus 3,16 Er (Paulus) schreibt in seinen Briefen mehrfach darüber. Freilich ist manches davon nur schwer zu verstehen. Und deshalb haben Leute, die entweder unwissend oder im Glauben noch nicht gefestigt sind, vieles verdreht und verfälscht. So machen sie es ja auch mit den anderen heiligen Schriften und bringen sich damit selbst ins Verderben.
2. Es besteht also die Gefahr etwas zu verdrehen
Im nachfolgenden Kurzfilm (aus Einstein, SF1) wird ersichtlich, wie schnell wir Unverständliches durchaus verdrehen können. Nicht zuletzt entstehen, aus dem Verlangen alles erklären zu wollen, Sekten und Irrlehren zuhauf.


3. Was bewahrt uns vor dem Verdrehen und Verfälschen?

a) Das Eingeständnis, nicht alles wissen zu können oder wissen zu müssen. Das was ich aber weis, das will ich in die Tat umsetzen. Wir lassen also das stehen was wir nicht erklären können. Die Zeit hilft uns oft, später einiges besser verstehen zu können.
b) In den wichtigsten Dingen des Wissens "erwachsen" zu werden. Das bewahrt uns vor Unheil und Irrlehren. Das ist auch der Grund, warum Paulus dem Timotheus den "Qualifikationskatalog" für Leiter und Diakone schrieb. Wer in diesen Dingen gereift und gewachsen ist wird das Wesentliche in der Bibel verstehen, leben und auch lehren können(1. Tim. 3,1-13). Christen die diese Akzente nicht setzen sind besonders anfällig auf Irrwege zu gelangen.
- einen vorbildlichen Lebenswandel führen
- eine Frau haben
- nüchtern und besonnen sein und keinen Anstoß erregen
- Gastfreundschaft muss ihn auszeichnen
- als ein guter Lehrer den christlichen Glauben weitergeben können. darf er weder ein Trinker sein noch unbeherrscht oder streitsüchtig; gütig und friedfertig
- seine Arbeit tun und nicht am Geld hängen.
- Das Familienleben soll geordnet sein
- die Kinder gehorsam und gut erzogen. Denn wie kann jemand, der schon in seiner eigenen Familie keine Ordnung halten kann, die Gemeinde Gottes leiten?
- nicht erst vor kurzem Christ geworden sein, sondern sein Glaube muss sich schon bewährt haben. Nur allzuleicht verliert er sonst das rechte Augenmaß und wird überheblich. Dann hätte der Teufel ein leichtes Spiel mit ihm.
- Ein Gemeindeleiter soll auch bei Nichtchristen in einem guten Ruf stehen, damit er sich nicht in den Stricken des Teufels verfängt, wenn andere über ihn reden.
4. Das Ziel der Erkenntnis ist: Jesus Christus besser kennen lernen.
2. Petrus 3,17 Ihr aber, meine Lieben, wisst nun, wie gefährlich diese Irrlehrer sind. Hütet euch vor ihnen! Lasst euch nicht von euerm unerschütterlichen Glauben abbringen, und geht nicht mit ihnen in die Irre. 18 Ich wünsche euch vielmehr, dass ihr in euerm Leben immer mehr die unverdiente Liebe und Gnade unseres Herrn und Retters Jesus Christus erfahrt und ihn immer besser kennen lernt.
Es geht im Glauben immer um die Beziehung zu Gott selbst. Also gibt es keinen Grund mehr wissen zu müssen als was die Beziehung zu Gott letztlich vertiefen kann. Seit Jahrhunderten sind die Menschen bestrebt in die Himmel Gottes vorzustossen. Doch was Gott eigentlich möchte, ist ein Leben das sich konsequent an seinen Werten orientiert. Natürlich ist es spannend viel zu wissen. Es ist auch gestattet in der Bibel zu forschen. Unser Bestreben soll aber immer darin bestehen, mehr von Gottes Wesen und Werten in meinem Alltag umzusetzen.