Das Spektakel des Jahres
Ich bin überwältigt!!
Seit Wochen eiferte ich der alljährlichen Weihnachtsfeier entgegen. Vor kurzem hatte ich ein eigenartiges Gefühl in der Magengegend, als ich dem Projekt "Weihnachtsreise 06" entgegensah. So viel musste aufeinander abgestimmt sein damit alles zum richtigen Zeitpunkt bereitstehen würde. Ich bemühte mich, je näher der Termin kam, um Ruhe und Frieden in meinem Herzen. Am 24.12, so gegen 16:00 Uhr, klappte alles wie am Schnürchen. Alle standen auf ihren Plätzen um die ersten neugierigen Gäste zu empfangen. Was dann während zwei Tagen geschah hat Frank Wedel, ein Gast und persönlicher Freund aus Berlin, in einem sehr guten Artikel zusammengefasst.Bilder vom Event
Gäste wurden abgewiesen
:: Kehrsatz :: Am Heilig Abend abgewiesen zu werden, war eine ganz besondere Erfahrung für die etwa 600 Gäste des sinn-vollen Erlebnis-Parcours “Weihnachtsreise”, der vom 24. bis 25. Dezember im Kehrsatzer Rössli stattfand. Besonders authentisch empfand David Baumgartner, einer der “Reisebegleiter”, die Argumentationen der Gäste vor der Bethlehemer Herberge. “Die Besucher begannen plötzlich, ihre Rolle mitzuspielen und z.B. den Wirt zu überreden oder mit ihm regelrecht zu diskutieren.”
Der 4m grosse Leucht-Stern auf dem Dach markierte weithin sichtbar den Ort des Geschehens mit dem Bethlehemer Stadttor und berührbaren echten Schafen eines lokalen Bauern aus Belp gemischt mit dem Geruch von Heu und Stroh.
Es gab Teenies im Hirten-Look, die tatsächlich die Nacht im Schafstall zubrachten und die Besucher gern mit an ihr Feuer liessen, um mit ihnen wärmenden Tee zu teilen während über ihren Köpfen vom Gebäudedach plötzlich der Engel des Herrn aus dem künstlichen Nebel erschein, um die historische, frohe Weihnachtskunde zu übermitteln; das alles waren Eindrücke fernab vom klassischen Frontal-Krippenspiel.
Frank Wedel, Musiker aus Berlin, beschreibt seine Eindrücke so: “Besonders genial empfand ich die Sounds der einzelnen Räume, die Lorenz Schaller eingens für die Performance im Studio kreiert hatte. Der Stall roch eben nicht nur so, sondern er klang auch, wie ein Stall und der fernöstliche Markt, bei dem die Gäste verweilen konnten, um z.B. etwas Schach zu spielen war eingetaucht in Marktschreier, Menschengewühl und dem Geklapper der Händler. Cool war auch der -mit einem Ventilator unterstützte- Klang der Wüste oder auch der erschütternde Wortwechsel im Palast des Herodes, der mit dem narzistischen Tötungsbefehl für alle neugebohrenen potenziellen Konkurrenten endet.”
Nach einem Blick in die Sterne vom Dach des “Rössli” gelangte man dann schlussendlich ganz weihnachtlich wieder in heimatliche Räume und sass dann gemütlich inmitten von Weihnachtsbäumen, handgemachter Musik aus Band, Violine und Flöten bei Tee und Gebäck im Saal. Die 140 ehrenamtlichen Beteiligten wirkten zusammen mit den Gästen ihres 10-stündigen interaktiven “Krippen-Spiels” wie eine grosse Familie, die ihre Weihnachts-Stuben zusammengelegt hatten. Für sie scheint es mehr um echte Begegnungen und Beziehungen zu gehen, als um kunsumerfreundliches Frontalprogramm.
Kurt Kammermann, Organisator des Events: “So viele Menschen kennen kaum noch Geschichte und Inhalt von Weihnachten. Wir als Quelle haben mit unseren Räumlichkeiten eine tolle Möglichkeit, diese Geschichte auf originelle und eindrückliche Art und Weise zu präsentieren. Wir wollen mit Erlebbarem und Material nicht sparen, um diese wahre und einzigartige Geschichte plausibel darzustellen.”
Erst im November gab es unter dem Begriff “Rössli-Art” eine Ausstellung. Für Silvester kündigt sich bereits das nächste Event an: CASINO heisst die Silvester-Party für Leute von 14-30, die wieder direkt im “Rössli” um 19 Uhr beginnt.
Weitere Eindrücke und Bildergalerien von der Weihnachtsreise in Kehrsatz befinden sich auf der Seite Quelle Fotogalerie




