Mitarbeiterabend "Newcomer Generation"
Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.
Wilhelm von Humboldt (1767-1835), dt. Philosoph u. Sprachforscher; preuß. Staatsmann
Mit dieser Folie leitete ich einen kurzen Überblick der Geschichte rund um die Quelle ein. Zu diesem Zweck kramte ich die Folien eines Mitarbeiterabends zu Tage (März 1998), die noch aus der Ära des "roten Hauses" (vis à vis des Rösslis) stammten. Hier die Folien mit jeweils kurzen Kommentaren.
Die ganze Geschichte begann mit einer gesponnenen Idee. Im fasten und beten zeigte Gott uns in Weggis die Möglichkeit, an einer exponierten Stelle in der Nähe von Bern, ein Begegnungszentrum, damals noch mit theologischer Ausbildungsstätte, zu gründen und aufzubauen. Mit wenig bis gar keine finanziellen Mitteln starteten wir das Unterfangen. Ein Inserat im Stadtanzeiger brachte uns schlussendlich an die Stelle, auf der das heutige "Rössli" nun steht. Ein guter Freund von mir, investierte sich enorm in das Projekt, das anfangs unter der Leitung der Bibelschule Walzenhausen stand.
Es brauchte all die Jahre der Vorbereitung, um ein vernünftiges Konzept ausarbeiten zu können. Besonders anspruchsvoll wurde es, als die Bibelschule Walzenhausen aus dem Projekt ausstieg. Dies hinderte uns als Quelle aber nicht daran auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben. Interessant aus heutiger Sicht ist, dass das Konzept damals genau das beinhaltete, was heute mehr oder weniger Wirklichkeit wurde.
Wir erreichen heute mehr "entkirchlichte" Menschen als wir zuerst angenommen hatten. Wir bieten Platz für lebensnahe Ausbildungen, starteten soziale Initiativen, und bauen unsere Dienstleistungen für besondere Bedürfnisse in Kultur und Gesellschaft laufend aus. Daneben bietet das Haus allen möglichen Geschäftsbereichen einen idealen Platz sich zu entfalten. Ein positive und sich gegenseitig respektierende "Hausgemeinschaft" ist die Grundlage der heutigen "Rösslikultur".
Schon vor 10 und mehr Jahren hatten wir als Quelle das Anliegen, nicht ein Kirchengebäude zu mieten, sondern ein Zentrum, in dem vor allem die Begegnung zum Mitmenschen gross Geschrieben wird. Langsam aber sicher entwickelt sich sogar unser letzter Wunsch, ein Kinderhort oder Kinderkrippe, in eine positive Richtung.
Fazit:
Gerade die Newcomer unter uns haben die bewegte Geschichte des "Rösslis" nicht vor Augen. Das war der Grund, sie wieder einmal an einem Mitarbeiterabend zu thematisieren. Wenn wir die Geschichte und der Werdegang der verschiedensten Projekte nicht kennen, könnten wir in Versuchung geraten, uns einfach in ein gemachtes Nest zu setzen, um der Dinge ohne wenn und aber freien Lauf zu lassen. Genau das wollen wir nicht. Das bereits Beschriebene ist unserer Meinung nach nur ein zaghafter Anfang. Wir sind alle aufgefordert unseren Platz einzunehmen, damit wir gemeinsam dem Wertzerfall in der Gesellschaft etwas konstruktives entgegen bringen können. Nochmals, wir haben nicht etwa alles schon erreicht, auch wenn das anhand der Folien so interpretiert werden könnte. Wir stehen wirklich am Anfang! So werden sich noch viele Möglichkeiten zeigen, den Menschen Gott und seine Liebe sicht- bzw. spürbar zu machen. Gott hat uns bis hierher immer wieder Türen geöffnet und ich weiss, dass er es weiterhin auf wunderbare Art und Weise tun wird. Die Einladung zu diesem Abenteuer geht an uns alle: bist du dabei?




