Leiter der Kurtulus Kirchen in der Türkei
Ob ich wohl aus der Türkei stamme :-)
Man trifft hier viele bekannte Persönlichkeiten - Ihsan Özbek
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Ich hatte ein Interessantes Gespräch mit dem türkischen Leiter von Foursquare. Ich fragte ihn, wie sich die Lage in Malatya(letztes Jahr wurden dort 3 christliche Leiter ermordet, ich berichtete in diesem Blog) und im speziellen in der Türkei, in den letzten Monaten entwickelt habe. Er meinte, dass eigentlich alle schnell zur "Tagesordnung" übergingen und versuchten sich so gut wie möglich wieder dem eigentlichen Dienst an den Menschen zu widmen. Doch die "Tagesordnung" sieht in der Türkei anders aus als bei uns. Ein Beispiel:
Vor drei Wochen kam ein bewaffneter Trupp (Zivilpersonen) bei seiner Gemeinde vorbei um nach ihm zu suchen. Einem Mann der in der Gemeinde gerade sein Nickerchen machte hielten sie eine Waffe vor und fragten ihn, wann und wo sie Ishan finden könnten. Der Mann aus der Gemeinde konnte zu dem Zeitpunkt nicht sagen wo er sich gerade aufhielt. So zogen sie unverrichteter Dinge wieder ab. Ihsan kam eine Stunde später. Wir witzelten anschliessend darüber, wie gut es doch sei, dass in diesen Ländern die Pünktlichkeit nicht einer allzu grosse Rolle spiele. Manchmal könne sie sogar Leben retten.
Da Ihsan zu den gefährdetsten Personen der Türkei gehört, hätte er sogar von der Regierung her den Anspruch auf einen Bodygard. Die Regierung will offenbar nicht und er ist auch nicht besonders daran interessiert.
Wir unterhielten uns noch lange darüber, warum in der Türkei sich die Lage in Glaubensfragen zu einem eigentlichen wilden Osten entwickelt. Es gibt darauf viele Antworten. Was mich aber doch erstaunte ist das, dass er meint, der Islam habe nicht die zentrale Rolle bei der Verfolgung der Christen. Die treibende Kraft sei vielmehr der eigentliche Nationalstolz der Türken, der unter der Regierung von Atatürk entstanden sei - das Türkentum!
Özbek wurde 1963 als Sohn einer muslimischen Familie in Istanbul geboren. Nach eigener Aussage kam er im Alter von 19 Jahren erstmals mit dem Christentum in Berührung als er 1983 schließlich zum Protestantismus konvertierte. Sein Theologiestudium absolvierte Özbek später in Florida in den Vereinigten Staaten. Dies erklärt auch warum seine Bewegung der Freikirchlichen Gemeinden „Kurtulus Kirchen Verein“, für die er seit 2005 eine offizielle Genehmigung türkischer Behörden besitzt, stark amerikanisch geprägt ist. Als Pastor erstritt er seinerzeit vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) das Recht zur freien Religionsentfaltung in der Türkei, was ihm aufgrund des immer stärker werdenden Nationalismus und islamischen Fundamentalismus in der Türkei viele Anfeindungen sicherte.
Seine etwa 300 Mitglieder zählende Gemeinde verteilt sich heute auf sieben türkische Städte und kämpft seither gegen Vorurteile und für die Anerkennung. Obwohl der Bau neuer Kirchen neuerdings in der Türkei wieder gestattet ist, wird der Gemeinde in Ankara kein geeignetes Grundstück für den Bau einer Kirche zur Verfügung gestellt. Am 18. April 2007 kam die kleine christliche Gemeinde in der osttürkischen Stadt Malatya in die Schlagzeilen, nachdem Mitglieder von religiös motivierten Fanatikern ermordert wurden.
Özbek ist mit einer türkischen Christin verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Aus Wikipedia




