Donnerstag, 22. Februar 2007 22:21 Uhr Europe/Zurich

Familien Seilschaft

Die Familie als "prägendes" Erlebnis (Zusammenfassung der Predigt vom 14,2,07)

5. Mose 6,4 Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. 5 Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe, mit all eurer Kraft. 6 Bewahrt die Worte im Herzen, die ich euch heute sage! 7 Prägt sie euren Kindern ein! Redet immer und überall davon, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch schlafen legt oder aufsteht. 8 Schreibt euch diese Worte zur Erinnerung auf ein Band, und bindet es um die Hand und die Stirn! 9 Ritzt sie ein in die Pfosten eurer Haustüren und Stadttore!
1. Was Gott uns Eltern sagt, sollen wir bewahren und den Kindern weitergeben
Das Leben ist nicht bloss ein - ein für sich behalten - sondern ein ständiges Weitergeben dessen, wovon wir geprägt werden. Manche von uns haben das bei den eigenen Eltern erlebt, andere wiederum nicht. Gott beschreibt diesen natürlichen Vorgang, den wir Familie nennen, in der Bibel. Es ist für uns als Quelle wichtig, gerade die nächste Generation auf diese Verantwortung aufmerksam zu machen.
Christine und ich haben uns bewusst, von den biblischen Werten, prägen lassen wollen. Von Anfang an war es uns klar, was für uns gut ist kann für die Kinder nicht schlecht sein. So fingen wir an, als wir Familie wurden, die selbsterfahrenen Wertprägungen unseren Kindern konsequent weiter zu geben. Es erforderte Geduld, Disziplin oder kurz gesagt all das was uns auf den ersten Moment nicht besonders einladend erscheint. Es lohnt sich aber, sich auf diesen Prozess einzulassen.
2. Nach dem "Prägen" kommt das Loslassen
Wenn wir unseren Erfahrungsschatz konsequent weitergeben, sind wir in der Lage die Kinder auch loszulassen. Mit 16 oder 18 Jahren ist ein junger Mensch bereit sich eigenverantwortlich ins Leben zu wagen. Seine erfahrene Wertprägung wird ihm helfen ein erfolgreiches Leben zu führen.
3. "Der Prägeprozess" erfordert einschneidende Massnahmen.
Eine Münze, die nicht durch die Prägemaschine geschickt wurde, wird ihre Bestimmung nie erfüllen. Ein blankes Stück Metall hat keinen Wert. So ist das nach der Bibel auch mit unseren Kindern. Das Elternhaus prägt unsere Kinder in positiver wie in negativer Weise. Wir alle die wir Kinder haben hoffen natürlich, dass die positiven Seiten überwiegen. Das -geprägt werden- ist ein schmerzhaftes Unterfangen. Ohne "Kraft" und "Druck" kommt man nicht ans Ziel. Vor diesem schmalen Grat fürchten sich viele Eltern und überlassen, aus Mangel an Mut, die Kinder den eigenen Wertvorstellungen. Die Eltern haben angst, dass eine konsequente Erziehung,die manchmal für die Kinder auch schmerzhaft ist, schädlich für ihre Sprösslinge sein kann. Für die meisten Familien führt dieser Weg früher oder später in eine Sackgasse.
4. Wer sich prägen lässt bekommt von Gott eine natürliche Autorität.
Das Prägen fängt aber nicht zuerst bei den Kindern an, sondern bei uns selbst. Gottes Gedanken über die Werte und Inhalte des menschlichen Lebens können noch in späteren Jahren nachgeholt werden, vorausgesetzt wir bejahen diesen Prozess. Moses, Paulus und andere wurden noch in relativ hohem Alter von Gott und seinem Geist auf meisterhafte Art und Weise geprägt und für das das Leben mit ihm tauglich gemacht. Dies weist darauf hin, dass das was auf natürlichem Weg nicht geschieht, Gott in der Regel durch ein gezieltes Wunder tun kann. Darum werden auch heute noch Menschen die diese Erfahrung machen möchten, von Gott durch seine "Prägemaschine" geschickt. Auf diese Weise wächst unsere natürliche Autorität als Eltern, damit wir diese gezielt gegenüber unserem Nachwuchs wirkungsvoll ausleben können.
Am 18.2, 11.3, und am 15.4.07 führen Christine und ich, jeweils nach dem Gottesdienst der Quelle, eine "Elterngesprächsgruppe" mit Lunch durch. An diesem Mittagstisch werden wir Fragen der Erziehung, der eigenen Prägung, etc. gezielt angehen. Wichtig: Es geht an diesen Treffen nicht um ein Seminar sondern um eine Gesprächsgruppe. Infos unter: 4kids@quelleonline.ch