Mittwoch, 25. November 2009

Weihnachten im Rössli Kehrsatz

Nun ist es soweit.

IMG_8049.JPG Seit Monaten bewegen wir als Quelle Weihnachten auf unserem Herzen. Nicht der Geschenke oder der grossen Feste wegen, sondern vielmehr um den grossen Tag der Begegnung, von Gott mit dem Menschen zu feiern. Gerade heute habe ich in Johannes 5 gelesen, dass Jesus sein wichtigstes Gegenüber als "Vater" bezeichnete. Das gab unter der theologischen Elite viel zu reden, weil dieses Bekenntnis eindeutig war - Jesus ist Gott und zugleich Mensch geworden.

IMG_8133.JPG Der diesjährige Weihnachtsevent steht für die Suche des Menschen nach Erfolg und Erlösung. Als ich mir im Frühjahr Gedanken über Weihnachten machte, wurde plötzlich die Geschichte des verlorenen Sohnes vor einem geistigen Auge lebendig. Wie viele Menschen sind heute auf der Suche nach Sinn und Inhalt in ihrem Leben. Sie nehmen die unglaublichsten Strapazen auf sich, um in der Öffentlichkeit ein wenig Beachtung zu finden. Einmal in der Zeitung zu erscheinen, bejubelt zu werden, vielleicht sogar im Fernsehen auftreten, oder gar im Privatjet landen, das ist doch etwas oder? Manchmal dünkt es mich, die Menschen sind gierig nach Anerkennung und Liebe, auch wenn die erworbene Anerkennung mit nichts von Beidem zu tun hat. So habe ich ein Theaterstück geschrieben, das dieser Spannung enorm viel Raum gibt. Dass das Stück inhaltlich sogar ein wenig in unsere Zeit passt, war mir damals noch nicht bewusst. Heute bin ich verblüfft wie nahe sich die Geschichte an der Wirklichkeit bewegt.
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Zehntausende haben in letzter Zeit ihre finanzielle Anerkennung ("Bonis") verloren. Hunderttausende zittern um ihre Stelle und sind enttäuscht über all diejenigen, die ihnen ein Leben in saus und braus versprochen haben. Nichts von alldem ist übrig geblieben, im Gegenteil. Viele sind wie der verlorene Sohn statt zuoberst auf der Karriereleiter, zuunterst am Betteltrog angelangt. Der vielbejubelte Mensch, mit seinen Fähigkeiten alles im Griff zu haben, steht einmal mehr vor einem Desaster. Alle hoffen auf bessere Zeiten, die vielleicht kaum wieder so eintreffen werden wie das in den letzten Jahren der Fall war.

Warum Weihnachten nicht etwas mehr zu Weihnachten machen? Statt extravagante Geschenke und teure Essen, etwas mehr Inhalt und Besinnung? Genau das setzt am Schluss das Theater - Eine Reise nach Weihnachten - seine Akzente.

Wir haben als Quelle wieder einmal alles gegeben. Was mich besonders freut, ist der Altersmix bei den Schauspielern. Wir präsentieren ein Stück, bei dem nicht die Besten sondern die Leidenschaftlichsten Schauspieler zum Einsatz kommen. Das macht das Theater spannend und vermittelt genau das was wir als Quelle sind - ein grosse Familie. Das gemeinsame Projekt schmiedete uns einmal mehr zusammen. Wir froren, während der Dreharbeiten, auf dem Flughafen um die Wette, kämpften bis zuletzt um unsere Texte, feilten an den Einsätzen und schraubten an der Technik. Was herauskam kann am 24. und 25. Dezember bestaunt werden.
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Es sind folgende Spieldaten angesetzt:

24. Dez. 18:00 und 20:00 Uhr
25. Dez. 16:00, 18:00 und 20:00 Uh
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Ich wünsche allen Besuchern einen unterhaltsamen und spannenden Theaterbesuch, mit anschliessendem plaudern im gemütlichen Restaurant.