Freitag, 23. März 2007 11:18 Uhr Europe/Zurich

Es tut sich was

Martin und Erna Aubert starten ihren Teilzeitlichen Dienst in der Quelle am 1. April 2007


Im letzten Flash Editorial schrieben Auberts: „Wenn nun im Laufe des Frühlings dieser wunderbare "Garten", in welchem wir wachsen und uns entwickeln durften, neu zum Ort wird, an dem wir auch einen Teil unseres Lebensunterhalts verdienen werden, bringt dies neben aller Vorfreude auch viel Ungewisses in unser Leben. Wie gehen wir mit Unsicherheit und Veränderung um? Wir hoffen fest, dass uns der Mut und die Entschlossenheit nicht verlassen werden“!

Die Bibel sagt: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Gott wird euch seinen Frieden schenken, den Frieden, der all unser Verstehen, all unsere Vernunft übersteigt, der unsere Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahrt“. Philipper 4, 6-7
Ich möchte aus der Sicht der Pastoralen Leitung ein paar Gedanken dazu einbringen. Uns (Christine und mir) geht es eigentlich ähnlich wie Auberts auch. Oft treibt es mich umher, indem ich mich frage, ob wir als Quelle diesen personellen und finanziellen Sprung überhaupt verkraften werden. Klar ist die Buchhaltung zuversichtlich und doch ist es immer wieder eine Frage des Vertrauens, wenn es um solche Entscheidungen geht. Zu alle dem hat die Spitex kurzfristig angekündigt, allenfalls noch in der ersten Hälfte des Jahres die Räume des ehemaligen "Kinderlandes" aufzugeben. Meistens kommt nicht einfach eine Glaubensprüfung nach der anderen. Ich erlebe es oft so, dass vieles zur gleichen Zeit auf uns zu kommt. Anders gesagt; da kommen zu zusätzlichen 80 Stellenprozenten eventuell jetzt noch eine Miete auf uns zu, mit der wir dieses Jahr sicher nicht gerechnet haben.

Wie schön ist es dann, wenn ich getröstet werde, indem jemand mir die Hand auf die Schulter legt und sagt: „Wir werden das alles gemeinsam auf die Reihe kriegen.“ In solchen Momenten erinnerte ich mich blitzartig an den anspruchsvollen Schritt vor 6 Jahren, als wir uns auf den "Rössligump" (Vom UG im roten Haus rüber ins Rössli) vorbereiteten. Wir waren eine kleine Gruppe hin und her gerissener Quellianer. Alle wussten, es wird an allen Ecken und Enden knapp werden. Doch die Entschlossenheit, dass dies die Chance einer neuen Dimension für uns als Quelle ist, hat uns zusammenstehen lassen.

Nun kommt wieder ein solcher Schritt auf uns zu. Die Entscheidung ist nach tiefgreifenden Gesprächen getroffen und wir wissen, dass Auberts am 1. April dieses Jahres, in die richtige Situation einsteigen werden. Wie oft schon haben Christine und ich uns gewünscht, dass Quellianer, die wir über Jahre zu Jünger machen konnten, uns zu einem grossen Teil in unserer Leitungsaufgabe entlasten könnten. Nun, es geschieht! Wir selber liefen seit 2 Jahren oftmals an der Grenze des Erträglichen und sehnten uns nach einer hilfreichen Unterstützung, die über das Mass eines Freizeitengagements hinausgeht. Als Quelle investierten wir in den vergangenen Jahren unsere Finanzen konsequent in die Infrastruktur und blieben bezüglich bezahltem Personal eher sparsam und zurückhaltend. Die Absicht dahinter war: die Quelle muss eine Arbeit bleiben, die von freiwilligen MitarbeiterInnen geprägt und geleitet werden soll. Doch jetzt zehrt das erfreuliche Wachstum der vergangenen Monate an unseren Kräften. Dass dies auf die Dauer nicht so weitergehen kann, ist uns beiden eigentlich sonnenklar. Für uns ist es jetzt schon eine grosse Hilfe und Erleichterung zu wissen, dass wir beide im Juli dieses Jahres, aus dem stark frequentierten Rössli auszuziehen werden.

Die eigentliche Wende in diesem Thema kam dann letztes Jahr durch den politischen Wandel in unserem Kanton. Dieser Wandel ermöglichte es, Martins Vollzeitstelle, als Jurist bei der Erziehungsdirektion, in eine Teilzeitstelle umzuwandeln. Was soll man hierzu sagen?

Bei aller Begeisterung - es bleibt dabei: Solche Schritte sind in einer Gemeinde ein grosses Wagnis. Da wir kein Produkt haben, das wir zu einem festen Preis in einem funktionierenden Markt verkaufen können, bleibt es beim Glauben und Vertrauen. Solange wir von ganzem Herzen Gottes Absicht mit seiner Gemeinde verfolgen, werden wir mit dem Philipper Text sicher richtig liegen.