Demo vor der Türkischen Botschaft
Zu den Morden in der Türkei.
Anlässlich der Gedenkfeiern für die ermordeten Männer in der Türkei, führte die Evangelische Allianz Bern eine Demonstration vor der Türkischen Botschaft durch. Ich habe über den Anlass in diesem Blog kurz informiert. Nun habe ich soeben ein Bericht von dieser Demo bekommen und möchte ihn an dieser Stelle veröffentlichen.
Liebe Freunde
Schon mehrmals wurde ich gefragt, wie die Demo vor der Türkischen Botschaft verlaufen sei. Dies nehme ich zum Anlass euch allen einen kleinen Bericht zu senden. Für allfällige Ergänzungen bin ich ebenfalls dankbar.
An der Demonstration vom Mittwoch, den 9. Mai 2007 nahmen schätzungsweise zwischen 100 und 150 Christen teil. Zum Teil sind sie von weither angereist.
Von jemand vernahm ich, dass er vom Zürcher Oberland kam. Der Umzug fand von der Bruder Klaus-Kirche über die Brunnadernstrasse in den Lombachweg statt.
Das Gittertor über die Lombachstrasse, welches fest montiert ist, jedoch normalerweise offen ist, wurde wegen der Demonstration geschlossen. Dies sei internationales Recht, dass eine Demonstration nie direkt vor der Botschaft statt finden kann. Die Botschaft war nicht bereit, den Brief (liegt bei) entgegen zu nehmen. Er wurde anschliessend von der Polizei überbracht.
Die Demonstration ist sehr ruhig verlaufen. Werner Ninck hat die Demonstranten anhand eines verteilten Gebetsblatts in das Gebet geführt.
Werner Hasler hat in seinem kurzen Input darauf hingewiesen, dass Hass nur mit Liebe besiegt werden kann. Dieser Sieg kam zum Ausdruck in dem Gebet der Witwe des einen Ermordeten: Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Wilf Gasser sprach das Schlusswort.
Ein Pressekommuniqué hatte Werner Ninck mit Hilfe von Fritz Herrli zusammengestellt. Ich habe bis jetzt jedoch noch keine Meldung bekommen, dass die Demo in einer Zeitung erwähnt wurde. Falls jemand einen Artikel in einer Zeitung gefunden hat, wäre ich dankbar für einen entsprechenden Hinweis.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben, dass die Demonstration zu stande kam. Was sie alles im sichtbaren und unsichtbaren Bereich bewirkt hat ist noch offen. Für uns war es ein schönes Zeichen der Einheit. Ein besonderer Dank gilt auch Christian Waber, welcher die Demonstration angeregt und im Hintergrund mitorganisiert hat.
Ein Freund von mir wohnt mit einer Polizistin, welche den Einsatz begleitet hat im gleichen Block. Sie war beeindruckt, wie ruhig und friedlich diese Demonstration verlaufen ist. Sie wünscht sich noch mehr dieser Art.
Mit herzlichen Grüssen
Sekretariat EAB
Werner Hasler



