Mittwoch, 25. November 2009

Mir platzt der Kragen!

Krieg in Gaza. Einseitige Information der Medien.

Es ist einfach unglaublich, wie einseitig die Medien den Gazakrieg darstellen. Hier ein paar Fakten, die wir einfach in allem was gesagt wird nicht vergessen sollten.

1. Die Fatah und Hamas sind seit Jahren so zerstritten, dass es ihnen bis heute nicht gelungen ist, eine gemeinsame Regierung für die Palästinenser zu stellen. Die ganze Auseinandersetzung, um Macht und Vorherrschaft der beiden Parteien, forderte in der Vergangenheit innerhalb den eigenen Reihen dutzende wenn nicht hunderte von Toten.

2. Durch den Einparteienstaat Gaza (Hamastan), konnte die Hamas ungehindert und ohne Proteste der Öffentlichkeit, während Jahren und Monaten hunderte Raketen auf Israel abfeuern. Keine UNO und praktisch kein westlicher Staat unterstütze Israel in dieser Zeit des Terrors. Die Medien schwiegen und hüllten sich, bezüglich Völkerrecht und all den üblichen Schlagworten die jetzt gegen Israel in Feld geführt werden, in Schweigen. Für mich ist das zynisch und keinesfalls aufrichtig.

3. Als die Hamas den "Waffenstillstand" (der eigentlich nie einer war) aufhob, ist Israel der Kragen geplatzt und es begann sich offensiv zu verteidigen. Um das Gesicht vor dem eigenen Volk nicht zu verlieren, startete die Regierung in Israel diesen unheilvollen Krieg. Da die Hamas sich geschickt in der Zivilbevölkerung verschanzt und damit bewusst zivile Opfer in Anspruch nimmt, sieht Israel in seiner Verteidigungsaktion eher alt aus. Die Frage ist, wer hier gegen das Völkerrecht verstösst?

4. Wenn es um Friedensverhandlungen geht, schliesst die Hamas praktisch jede Art von Einschränkungen in ihrer "Bewegungsfreiheit" aus. Auf den Vorschlag von Ministerpräsident Abbas, dass eine internationale Truppe den zukünftige Frieden unterstützen soll, schreiben die Medien ohne weiteren Kommentar folgendes: "Die Hamas, die an diesem Wochenende Gespräche mit der ägyptischen Führung in Kairo über den Weg zu einer Waffenruhe führt, will keine ausländischen Soldaten im Gazastreifen". Quelle:Text auf dem Tagesschauportal Es braucht kein besonders politisches flair, um zu wissen was damit gemeint ist.

5. Bei all den Kommentaren, allen vorab denjenigen des Schweizer Fernsehens, ist in der Regel nur Israel als Aggressor thematisiert. Damit wird bewusst in Kauf genommen, dass sich eine antisemitische Stimmung unter dem Schweizervolk ungehindert breit machen kann. Die vor allem moslemischen Bevölkerungsanteile mischen in diesem ungleichen Prozess aktiv mit (siehe Tagesschaubeiträge von Demos). Allen voran diverse Nationalräte, die sich in gewissen Fragen, aber nur in gewissen Fragen, sich bisher stets beiden Seiten verpflichtet fühlten. In Frankreich zum Beispiel, leiden mittlerweile tausende, nicht am Krieg beteiligte Juden, unter den Angriffen und Diffamierungen der vor allem islamisch geprägten Bevölkerungsgruppen. Dieses gezielte Vorgehen des "Antisemitismus schüren" hat vor allem in Frankreich eine lange traurige Tradition. Nach den Medienbeiträgen der vergangenen Tage, stelle ich eine ähnliche Tendenz leider auch in der Schweiz fest.

Ich persönlich bin weder Freund noch Feind von Israel, bin aber der Meinung, dass beide Seiten sich mässigen und sich einem aktiven Versöhnungsprozess stellen sollten. Doch mit einer einseitigen Informationspolitik ist noch nie ein gemeinsamer Friede geschlossen worden. Wir tragen als Schweizer Bürger eine wichtige Mitverantwortung in dieser Sache. Ich bete für all die betroffenen Familien in Palästina und Israel. Ich habe auf beiden Seiten Freunde und sehe mich persönlich der Versöhnung und dem Frieden verpflichtet. Doch mich lässt es nicht kalt, wenn Einseitigkeit und Judenhetze, von Medien und Politik, als Lösung des Problems gesehen oder gar gefördert wird.