Wie christlich ist Europa?
Aus den "Joel News" 21.09.2007
Was ich da lese macht mich nachdenklich. Obschon ich nicht viel von Zahlen und dergleichen halte, melden sich bei mir beim studieren dieses Artikels doch allerlei Fragen. Ich bin auch der Meinung, dass sich die "Glaubenden" nicht in Zahlen erfassen lassen. Denn der Glaube ist längst nicht mehr an die "Institution Kirche" gebunden. Was bewegt Dich beim Lesen?
Europas geistliche Einschaetzung 2005
Gemaess der frueheren emRG Studie, "European Spiritual Estimate 2005" (zitiert im Januar 2006 von Joel News International), folgen 4,2% der Europaeer Jesus und sind aktiv am Seelenheil ihrer Umgebung interessiert. Scott Friderich, der diese Studie fuer emRG durchgefuehrt hat, sagt: «Europa ist beides, der christlichste und der unchristlichste Kontinent der Welt. 72,7% der Europaeer wuerden sich selbst als Christen bezeichnen. Bedeutet dies, dass zwei Drittel der Europaeer Nachfolger Christi sind und sich um ihre Naechsten kuemmern? Die Antwort ist nein. Nur 4,2% machen das, und es gibt nur eine missionarische Gemeinde pro 27,749 Einwohner Europas.» Selbst diese relativ hohe Schaetzung zeigt auf, dass Europa heute einer der geistlich aermsten (wenn nicht der aermste) Kontinent auf der ganzen Welt ist.
Was wird die Zukunft uns bringen? «Wenn diese Entwicklung so weitergeht, wird die europaeische Christenheit aussterben wie die Dinosaurier,» teilt der deutsche Missionsstratege Wolfgang Simson mit. «Heute ist das Christentum allgemein ueberaltert, unflexibel, tief versunken in selbstabsorbierenden Traditionen, und der Tod ist unausweichlich. Einige sagen: etwas sollte passieren - aber nichts darf sich aendern! Stirbt die Kirche Europas an Unflexibilitaet?» fragt Simson in seinem Mitteilungsblatt Freitags Fax 2.0. «Die traditionelle Kirche/Gemeinde in Europa befindet sich sicherlich in einer Krise», bestaetigt die GEM Researcherin Ruth Robinson. «Sowohl Kirchenmitgliedschaften wie auch Gottesdienstbesuche in den fuehrenden christlichen Denominationen gehen massiv zurueck. Kathedralen stehen leer oder werden zu Restaurants, Nachtclubs und Blumenlaeden umgebaut.»
Und dennoch befindet sich eine grosse Anzahl pfingstlicher, evangelikaler und charismatischer Gruppen im Wachstum. Darunter sind viele "Imigrant-churches", Hauskirchen, Jugendkirchen und andere neu aufkommende Formen von Zusammenkuenften, um gemeinsam Christus zu feiern und zu leben. Verstreut in diesen verschiedenen Gruppen sind viele Menschen, die einfach vom aktuellen Zustand der Kirche/Gemeinde desillusioniert sind - die sogenannten "ausserkirchlichen Christen." Gleichzeitig findet im postmodernen Europa eine Zunahme an spirituellem Interesse und auch eine zunehmende Verbreitung der Bereiche New Age, Neu-Heidentum und anderer Praktiken statt; Ausdruck eines unbefriedigten und durstigen Glaubens. Dies kann eine grosse Chance und Moeglichkeit fuer die Christen bieten, ihren Glauben weiterzugeben.




