Ein Buch fürs Leben Teil 3
Ein Buch gegen jede Vernunft.
Nach dem Teil 2 stand die Frage im Raum, was denn dieser Same den Gott ausstreut bewirkt. Ebenfalls kaum zu vernachlässigen ist der Gedanke, wo denn Gott die Bibel (sein Wort) hinstreuen will. Ich versuchte im Teil 3 auf diese Fragen eine einigermassen "vernünftige Antwort" zu finden.
1. In Johannes 21 wird uns die Geschichte geschildert, wie Jesus den Jüngern, nach einem erfolglosen Fischertrip, den Tipp gibt das Netz doch auf der anderen Seite auszuwerfen. Sie gehorchten, wider jede Vernunft, dem Rat und siehe da, sie hatten die Netze voll. So werden dutzende von Geschichten und Stellen aus der Bibel geschildert, die nicht in mein Vernunftsschema passen. Im Gegenteil, sie sind gezielt gegen jede Vernunft gerichtet weil sie unseren Glauben herausfordern wollen.
2. Wohin werden diese Worte gesät? Die Bibel gibt uns in Markus 4 darauf eine klare Antwort. Sie sagt, dass wenn wir seine Worte in unser Leben aufnehmen, sie hundertfach Frucht bringen werden. Das ist das Geheimnis --> "In uns aufnehmen". Das heisst, wir sollen ihnen neben unserer Vernunft einen Platz geben, dann fangen sie an Wirkung zu zeigen. Die Frage stellt sich sofort, wie viel Platz soll ich Gottes Wort geben?
Die Bibel: Lukas 17,5 Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! 6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.Also, der Platz muss nicht gross sein. Nur so gross wie ein Senfkorn! Die Kraft die daraus wächst ist unbeschreiblich!!
3. Unsere Vernunft ist ja in vielem das Mass aller Dinge. Sie ist auch der Grund, warum viele Menschen die Bibel nicht verstehen können. Sie lesen sie mit ihrem Verstand und nehmen dadurch die Spiritualität, die in diesen Worten ist, nicht wahr. Wenn wir nur die Vernunft spielen lassen haben wir vergessen, dass die Worte aus der Bibel von einem Ort kommen, in dem unser menschlicher Verstand wenig Platz hat. In Jesaja 55 wird dies eindrücklich beschrieben.
Was wir daraus lernen können ist folgendes: die Vernunft ist wichtig und wir sind gut beraten diese auch zu gebrauchen. Wenn es aber um Gott und seinem Wort geht stossen wir mit unserer Vernunft bald einmal an die Grenzen. Ich meinerseits möchte diese Grenze erweitern, obschon es für mich als Schweizer wahrscheinlich immer sehr schwierig sein wird. Ich bin mir aber bewusst, wenn ich der Bibel konsequent einen Platz neben meiner Vernunft gebe, viel Frucht und Kraft für Gottes Reich entstehen kann.
Folien: Buch des Lebens Teil 3
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