Lehre und lernen in der Quelle
Wo und wie werde ich in der Quelle über biblische Wahrheiten gelehrt?
Immer wieder werde ich in der Quelle mit der Frage konfrontiert, wo wir denn die Lehre praktizieren. Grundsätzlich gilt in der Quelle der Satz: Hungry? - Feed yourself! (Hungrig? - Füttere dich selbst).
1. Bibel lesen
Ich gehe davon aus, dass alle Christen an der Bibel und deren Inhalt interessiert sind, sie lesen und sich über das gesagte selbständig Gedanken machen. Als Quelle ist es unser Ziel Menschen zum Bibellesen zu motivieren (Aneignung des Grundwissens). Wir glauben, dass der Geist Gottes uns die Bibel ins richtige Licht rückt.
1. Joh.2,7 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus. HFA2. Ziel --->Mündigkeit
Das Ziel jeder Aktivität in der Quelle ist die "Mündigkeit in den Werten" (erwachsenen Eigenverantwortlichkeit im biblischen Werteverständnis).
Epheser 4,13 Dadurch werden wir im Glauben immer mehr eins werden und den Sohn Gottes immer besser kennen lernen. Wir sollen zu mündigen Christen heranreifen, zu einer Gemeinde, in der Christus mit der ganzen Fülle seiner Gaben wirkt. 14 Dann sind wir nicht länger wie unmündige Kinder, die sich von jeder beliebigen Lehrmeinung aus der Bahn werfen lassen und die leicht auf geschickte Täuschungsmanöver hinterlistiger Menschen hereinfallen.
3. Situationsbezogenes lernen Dieses Ziel erreichen wir durch ein situatives lehren und lernen. Das heisst: Wenn wir in Beziehungen zu den Menschen leben, ergeben sich immer wieder Situationen, mit denen wir uns auf Grund biblischer Texte auseinandersetzten können. Auf diese praktische Weise wird die Lehre 1:1 mit dem erlernen wirksam. Lehre ist demanch nicht nur blosse Theorie, sondern "learning by doing" (lernen im gleichzietigen tun). Jeus lehrte seine Jünger praktisch nur auf diese Weise. Er war mit ihnen unterwegs und lehrte sie in jeder Situation, was der Glaube und das Leben miteinander zu tun hat. Er heilte die Kranken, trieb Dämonen aus, lehrte sie und sandte sie aus das Gleiche zu tun.
Lukas 9,1 Jesus rief seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen die Kraft und die Macht, alle Dämonen auszutreiben und Kranke zu heilen.2 Er beauftragte sie, überall die Botschaft von Gottes neuer Welt zu verkünden und die Kranken gesund zu machen. 3 "Nehmt nichts mit auf die Reise", befahl er ihnen, "weder Wanderstab noch Tasche, weder Essen noch Geld, nicht einmal ein zweites Hemd. 4 Wenn ihr in ein Haus kommt, dann bleibt dort, bis ihr weiterzieht. 5 Seid ihr aber in einer Stadt nicht willkommen, dann geht fort und schüttelt den Staub von euren Füßen als Zeichen dafür, dass ihr die Stadt dem Urteil Gottes überlasst." 6 Die Jünger zogen los und wanderten von Ort zu Ort. Überall verkündeten sie die rettende Botschaft und heilten die Kranken.4. Wie Lehre nicht zur Leere führen kann
a) Das Evangelium und das Reich Gottes ist für die Gemeinschaft mit anderen Menschen bestimmt. Die Bibel lässt sich nicht ohne Beziehungen erlernen. Sie lässt sich erforschen, doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Das Erforschen ist das Lesen, das Erlernen bezieht sich auf das Situative im Leben.
b) Durch ein aktives Beziehung leben, werden wir in Situationen kommen in denen die Lehre sichtbar und wirksam werden kann. Z.B wenn sich Leute streiten, besteht die Möglichkeit Frieden zu stiften und nach der Bibel die Parteien wieder zu Versöhnung zu führen. Fazit: Versöhnung kann man nicht in der Theorie erlernen. Das ist der Zweck der Kirche. Kirche und Gemeinde ist nicht der Ort wo man eine theoretische Lehre bekommt, sondern wo alles Lebensnotwendige auch praktisch und 1:1 gelernt und umgesetzt werden kann. Die Verheissung, dass Lehre uns nur auf diese Weise hilft steht in:
Matthäus 18,20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte (Die Lernenden treffen den Lehrer!)c) Biblische Lehre und praktisches Erlernen kann man nicht voneinander trennen. Im Leben von Jesus gehörten die beiden Dinge immer zusammen. Überall wo die Jünger etwas lernen konnten, war auch gleich die Lehre zur Stelle.
Johannes 9,1 Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. 2 Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?3 Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden. 4 Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. 5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.5. Vorstellungen von "Lehre bekommen"
Wir haben einige Menschen, die aus anderen Gemeinden und Frömmigkeitskulturen kommen. Diejenigen tragen auf Grund ihrer eigenen Gemeindegeschichte Vorstellungen und Bilder von "Lehre" mit sich herum, die überhaupt nicht der Kultur der Quelle entsprechen. Oftmals verbindet sich mit diesen Vorstellungen ein theologisch schlechtes Gewissen. Man muss doch als gesunde Gemeinde eine Bibelstunde haben. Oder, Gottesdienste müssen doch unbedingt Textpredigten sein etc. Ich versuche in keiner Weise andere Frömmigeitsstile schlecht zu machen, doch wir gehen hier als Quelle einfach einen anderen Weg. Jede Gemeinde hat ihren eigenen geschichtlichen und traditionellen Hintergrund zu der sie stehen muss. Wer es sich also anders gewohnt ist muss sich bei uns ganz einfach umgewöhnen.
6. Kurse und Seminare
Als Quelle führen wir natürlich immer wieder Kurse und Seminare durch. Diese Zeiten sind speziell auf die Bedürfnisse der Leute und deren Situationen im Leben abgestimmt. Sie finden dann statt, wenn wir als pastorale Leitung feststellen, dass auf Grund dieser oder jener Situation für alle Betroffenen und Interssierten einige "Lehrsätze" nötig sind. Auch hier lehren wir nicht ins Blaue hinaus, sondern orientieren uns an den gegebenen Situationen.




