Sonntag, 18. Januar 2009 14:12 Uhr Europe/Zurich

Nachrichten aus dem Iran

Stimmt mich nachdenklich und erfüllt mich zugleich mit Freude.

Diese Nachricht muss ich veröffentlichen. Sie hat dramatische Züge und gibt zugleich Hoffnung. Wie gut haben wir es hier im Westen, obschon bei uns vieles im Argen liegt. Oder haben wir es einfach zu gut?

IRAN: Explodierendes Wachstum der Hauskirchen

Obwohl im Iran gegen die Hauskirchenbewegung hart durchgegriffen wird, gelingt es der islamischen Regierung nicht mehr, deren Wachstum aufzuhalten. Immer mehr Iraner sind von der iranischen Revolution enttaeuscht und oeffnen sich fuers Christentum - das 500 Jahre vor der Islamisierung dort praktiziert wurde - und so erfaehrt die Hauskirchenbewegung ein rapides Wachstum. Aber der Preis ist hoch: Menschen werden eingesperrt, bedroht, verfolgt und einige schwer misshandelt.

Christliche Lobpreislieder ertoenen aus dem Kassettenrekorder eines iranischen Taxis. Der Fahrer ist vom Islam zum Christentum konvertiert. Trotz der Gefahren wegen "Abfalls vom Glauben" verhaftet oder gar hingerichtet zu werden, fuerchtet er sich nicht, seinen Glauben freimuetig zu bekennen. Ein Kreuz haengt an seinem Rueckspiegel, und eine Bibel liegt auf dem Beifahrersitz. Seinen Fahrgaesten erzaehlt er freimuetig von seinem Glauben und schenkt ihnen eine Bibel, wenn sie wollen. All dies genuegt fuer eine Verhaftung. Andere Christen haben fuer ihr Bekenntnis den Maertyrertod erlitten. Praesident Mamoud Ahmadinejad ist ueber diese enorme Ausbreitung der Hausgemeinden sehr beunruhigt, deshalb steht sein Entschluss fest - diese Bewegung muss gestoppt werden. Er liess verlautbaren: "Ich werde das Christentum in diesem Land aufhalten!" Er hat eine erbarmungslose Hetze gegen die iranischen Hausgemeinden gestartet. Im vergangenen Sommer wurde ein Kriegsveteran und dessen Frau waehrend einer Razzia in Ihrer Hauskirche in der Stadt Isfahan zu Tode gepruegelt. Einen Monat zuvor wurden Tina Rad und ihr Ehemann, beides Christen, verhaftet und geschlagen. Waehrend vier Tagen wurden sie festgehalten und wegen Anstiftung zu Aktionen gegen den Islam und die iranische Sicherheit angeklagt. Beide sind ehemalige Muslime. Eine Hauskirchenleiterin sagt, die Verfolgung habe bei den Christen Wachstum ausgeloest, jetzt eifern sie radikaler und hingegebener Christus nach. «Unser Glaube wird getestet, denn Gott will uns in das Bild seines Sohnes umgestalten», meint sie. «Die Hauskirchen treffen sich jetzt in noch kleineren Gruppen.»

Waehrend Ahmadinejad vergeblich versucht, das Gemeindewachstum zu stoppen, bewirkt seine Verfolgung gerade das Gegenteil, weil die Christen jetzt aktiver herumreisen und Hauskirchen im ganzen Land gruenden. Iranische Christen beten auch leidenschaftlich fuer Ahmadinejads Rettung.
Quelle: Gary Lane, CBN News