Mittwoch, 4. Juli 2007

Pfingsten

Schlüssel zu den Fragen des Lebens (Predigtserie)

Der Pfingstsonntag bietet sich geradezu an, einmal mehr über das Wirken des Heiligen Geistes zu sprechen. Während der Vorbereitung zur Predigt durfte ich erleben wie Gott mich anhand des Pfingstereignisses Dinge gezeigt hat, die ich vorher noch nie aus dieser Perspektive gesehen hatte. Das Thema, welches uns durch die nächsten Sonntage begleitet, inspirierte michgleichzeitig zur Frage, was denn der Grund sein könnte, dass ich als Mensch Dinge die ich ohne Gott nicht im richtigen Zusammenhang erkannte plötzlich erkennen kann.

1. Vor Pfingsten
Als Jesus den Jüngern erzählte, auf welche Weise er in Jerusalem sterben werde, kam die Antwort prompt: "Dir geschehe nur das nicht". Jesus wies Petrus aber zurecht und erklärte: "Du denkest wie Menschen denken und verstehst Gottes Gedanken nicht." Wie oft denken wir wie Menschen denken und nicht so wie Gott sich das vorstellt. Um Gottes Denkweise zu verstehen, brauchen wir eben das Erlebnis von Pfingsten. Also, das Pfingsterlebnis ist unabdingbar wenn es um das Verstehen von Gottes Gedanken geht!

2. Gottes Absicht mit Pfingsten
Jesus sah schon lange zu voraus, das wir Menschen, wenn wir uns mit Gottes Gedanken auseinandersetzen wollen, mit unserem menschlichen Verstand überfordert sein werden. Darum sagt er in

Johannes 14,26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe,
und in 1. Kor 2,12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. 13 Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten.
sagt Paulus eigentlich genau das Gleiche. Wir müssen eine spirituelle Kraft in kennen, die uns in den weiteren Zusammenhang von Gottes Gedanken hineinstellt. Ohne diesen Geist, der an Pfingsten ausgegossen wurde, ist dies nicht möglich.
Ich fand ein Bild das dies veranschaulicht. Ein Vogel und zwei total verschiedenen Gedanken. Welches wohl der "Richtige" ist?
Vogel.jpeg
3. Auswirkungen von Pfingsten
Sein Geist ist der Schlüssel für Antworten, bezüglich den Fragen die das Leben stellt. Pfingsten ist mehr als ein paar freie Tage im Jahr. Mit dem Kommen des Geistes gab es jede Menge Antworten auf Krankheit, Wegweisung im Leben (Prophetie), verfahrenen Situationen, Armut, Hilfe, etc. Dies beschreibt uns die Bibel in 1.Kor.12,7
Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. 8 Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben; einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; 9 einem anderen aber Glauben in demselben Geist; einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist;10 einem anderen aber Wunderwirkungen; einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen; einem anderen aber Auslegung der Sprachen. 11 Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.
All das bewirkt der Heilige Geist und ist dadurch eine dienende Antwort auf die vielen Fragen unseres menschlichen Daseins. Würden wir vermehrt die Nähe zu diesem Geist suchen und uns nicht von menschlichen Abwehrgedanken gegen ihn beeindrucken lassen, wäre vieles einfacher und verständlicher was Gott uns Menschen sagen möchte.

Es ist eine absurde Strategie des Teufels, uns den Tröster, wie die Bibel den Heiligen Geist auch nennt, auf Distanz zu halten. Dass durch das das Christentum zu einer Religion wird und damit keine spirituelle Kraft mehr besitzt liegt auf der Hand. Mit einem "geistlosen Glauben", ohne die Möglichkeit Gottes Gedanken in einem weiteren Zusammenhang zu sehen als dies üblich ist, verwalten wir nur noch ein religiöses Vermächtnis und werden zu einer rat- und tatlosen Bewegung die nicht mehr ernstgenommen werden kann. Pfingsten erinnert und verpflichtet uns also gegenüber der Kraft, die als einzige die Gemeinde als positives Zeugnis der Liebe Gottes in dieser Welt am Leben erhalten kann.