GAT - Eine Idee multipliziert sich
Gemeinde als Team = GAT.
1. Team = Süss-sauer.
Wer kennt das Dilemma nicht? Wir reden begeistert von Teamarbeit und haben zugleich den grössten Respekt davor. Denn bald einmal hört man im Gespräch mit Teamleuten von Teamkonflikten wie Mobbing, Machtmissbrauch, mangeldes Einfühlungsvermögen, verletzen von Werten, Burn-out etc. Nach langwierigen Gesprächen und versuchten Mediationen löst sich das Team auf, oder findet tatsächlich einen Weg aus der Teamkrise. Muss es soweit kommen, bleibt das ganze Süss-sauer, oder kann sich Teamarbeit für eine Gemeinde zu etwas vom schönsten entwickeln was es gibt?
2. Teamkultur liegt uns nahe.
Als Schweizer sind wir schon von unserer Kultur her verpflichtet als Team zusammen zu arbeiten. Demokratie und mehrheitsfähige Beschlüsse gehören in unserem Land zur klar definierten Vorwärtsstrategie. Doch die Teamarbeit ist im Moment enorm unter Beschuss. In der Politik wird viel über die Konkordanz (von lat. concordare „übereinstimmen“) diskutiert, doch kaum einer weis wie eine solche Übereinstimmung in einem Team oder unter Teams praktisch funktionieren kann. Genau da setzt GAT (Gemeinde als Team) an:
- Wie leben wir in Übereinstimmung?
- Der Gottesdienst als Teamerlebnis.
- Wie kreiere ich als Leiter und Mitarbeiter eine positive Teamkultur?
- Auseinandersetzung zwischen starken und schwachen Teammitgliedern.
- Eigenverantwortung im Team fördern
- Wer manipuliert hier wen?
- „Angstfreie Zone“.
- Chancen und Gefahren einer beziehungsorientierten Teamgemeinschaft.
- Wenn das Gemeindebüro zur Teamoase wird.
- Wenn Teamleiter dem Burn-out nahe kommen.
- Wie jongliere ich alle „Bälle“ (Familie, Beruf, Gemeindeteam, persönliches Leben etc.) ohne einen zu verlieren.
- Der Tag an dem wir keine Freiwilligen mehr suchen.
- U.a
3. Ziel.
Wir als Quelle haben das Anliegen, dass neue Gemeinden mit funktionierenden Teamkulturen gegründet werden. Wir selber sind ein geschichtliches Beispiel, wie eine bestehende Gruppe mit verkorksten Teamstrukturen„transformiert“ werden kann.
Wäre es nicht fantastisch, wenn da und dort in den Gemeinden eine neue Dynamik und Hoffnung für gesunde Teams (Jugendgruppen, Hauskreise, Leiterteams etc.) entstehen könnten. Wenn Pastoren nicht nur gewissenhaft ihren Dienst bis zur Selbstaufgabe tun, sondern sich erneut mit grosser Überzeugung ihrer multiplizierenden Aufgabe als Coach von verschiedensten Teams widmen könnten.
4. Wie es dazu kam?
Als Quelle sind wir in diesen Fragen bereits schon ein Stück Weg gegangen. Seit über 25 Jahren beschäftigen Christine und ich uns mit der Vielschichtigkeit eines erfolgreichen Team- und Gemeindelebens. Manchmal haben wir zwar immer noch den Eindruck, dass wir uns am Anfang unserer Erkenntnis und Praxis befinden. Trotzdem wagen wir den Versuch, mit unseren engsten Mitarbeitern der Quelle zusammen, GAT als Förderungsprojekt für bestehende und werdende „Gemeinde- MitarbeiterInnen“, zum erstem mal durchzuführen.
Den Anstoss dazu bekamen wir im Februar dieses Jahres als wir an einer Weiterbildung bei „New Hope“ in Honolulu waren. New Hope führt seit einigen Jahren erfolgreich DCAT (Doing Church as a Team) Seminare durch, in denen sie ihre Gemeinde- und Teamphilosophie 1:1, mit grosser Kreativität, zu multiplizieren versucht. Wir stellten fest, dass wir nach all den Jahren in vielem die gleichen Ansätze in Erfahrung bringen durften. Nach einigen Mails mit der Gemeindeleitung in Hawaii, wurden wir ermutigt, die Idee in der Schweiz mit unseren eigenen Wurzeln und deren Erfahrungen durchzuführen. So werden wir dieses Jahr vorerst mit einem Pilotprojekt von 1 ½ Tagen anfangen. Ob wir nächstes Jahr GAT um einen Tag verlängern wissen wir noch nicht. Allen Interessierten, aus allen Denominationen und Konfessionen steht GAT offen.
5. Arbeitsweise, Kosten und Unterkunft
- Wer? Wir werden GAT als Quelle Mitarbeiterteam durchführen. Wir sind der Ansicht, unser Herz bezüglich „Beziehungsgemeinde“ lange genug multipliziert zu haben damit sich unsere Mitarbeiter kompetent dazu äussern können. Dies gibt dem Seminar Bodenhaftung und Realitätsnähe.
- Wie? Durch Plenumsveranstaltungen, praktischen Übungen, Gesprächsrunden und Outdoor Event. Kein Programmpunkt wird so gestaltet, dass nicht alle, auf allen Altersstufen, daran teilnehmen könnten. Der Outdoor-Event bringt uns allenfalls mit Wasser in Berührung. Bitte einen trockenen Satz Kleider mitnehmen.
- Kosten: Durch die grosszügige Unterstützung der Quelle Kehrsatz und der von Foursquare Suisse, können wir die Kosten so tief wie möglich halten. Kosten pro Teilnehmer für das ganze Seminar mit Verpflegung, Unterlagen und allen Events Fr. 50.- oder Euro 30.- p.P
- Unterkunft: Wir als Quelle möchten gerne Gastgeber für unsere Auswärtigen Freunde sein. Wir sehen dies als eine Möglichkeit noch näher mit GAT Teilnehmern unterwegs zu sein. Unterkunft bei den Quelle Gastgebern ist kostenfrei. Wir haben aber auch ein kostengünstiges Hotel in unserer Nähe. Beide Möglichkeiten stehen offen. Die Unterkunft im Hotel geht auf eigene Kosten.
6. Anreise
Wir Treffen uns am Freitag den 5. September um 12:30 zum Mittagessen im Zentrum Rössli Kehrsatz. Abreise am Samstag den 6. September ca. um 18:00 Uhr, je nach Dauer des abschliessenden Outdoor-Events. Selbstverständlich können diejenigen die am Sonntag den 7. September noch den Gottesdienst besuchen wollen, eine weitere Nacht bei den Gastgebern verbringen.
7. Diverses
- Zielgruppe: Gemeinde- LeiterInnen deren Stellvertreter und Mitarbeiter.
- Übersetzung: Bitte bei der Anmeldung vermerken.
- Kinder: Wir führen kein Kinderprogramm durch.
- Teilnehmerzahl: Auf Grund verschiedenster Überlegungen beschränken wir die Teilnehmerzahl auf 60 Personen.
- Anmeldeschluss: 31. August 2008 über das Anmeldeformular der GAT Homepage
Wir freuen uns auf ein inspirierendes Zusammensein und wünschen euch viel Mut zu einem weiteren Schritt in Richtung GAT.
Christine und Kurt Kammermann




