Dienstag, 17. Oktober 2006 RSS Logo

Mäuse, Motten und Mercedes

"Das Geld, das man besitzt, ist das Instrument der Freiheit; das Geld, dem man nachjagt, ist das Instrument der Knechtschaft."

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Earl Pitts; Kanada
Earl arbeitete 19 Jahre lang bei IBM, wo er zuletzt einen Produktionsbetrieb führte. Heute ist er Leiter bei Jugend mit einer Mission in Ontario, Kanada und ein weltweit gefragter Referent zum Thema Finanzen.

Wieder einmal ist Earl Pitts im Land. Er ist im Wesentlichen daran beteiligt, dass ich für die Idee der Kambotscha Arbeit der Quelle inspiriert wurde. Wer gerne einmal selbst bei ihm einen Kurs besuchen möchte, so ist dies nun für alle Interessierten möglich. Ihr könnt den Prospekt downloaden und euch selber bezüglich der Durchführungsorte der Seminare erkundigen. Am besten ist es, wenn ihr euch in Gruppen zusammenschliesst und gemeinsam einen Kurs besucht. Der anschliessende Austausch beim nach Hause fahren, hilft den Kurs zu vertiefen.

Earl ist sicher einer der kompetentesten Redner, den ich je, über das was die Bibel über Geld sagt, gehört habe. Seine Seminararbeit hat meine Überzeugungen bezüglich des Geldes sicher am eindrücklichsten verändert.

Seminarprospekt

Warum nicht einmal ein Jahresbudget über die eigenen Finanzen erstellen?

Download Budgetplanung http://historyshandful.ch

Zurück aus den Ferien

14 Tage USA

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Christine und ich hatten das Vorrecht, fast 2 Wochen mit unserer Tochter Carina und Schwiegersohn Philipp in den USA zu verbringen. Sie luden uns ein, zum Abschluss ihres längeren Auslandaufenthalts, zusammen im Südwesten der Vereinigten Staaten die Naturwunder zu bestaunen. Es war für uns ein eindrückliches Erlebnis und zugleich ein extravagantes Geburtstagsgeschenk für Christine. Schon seit längerem war es einer ihrer Herzenswünsche noch einmal in die Tiefen des Grand Canyons zu blicken

An dieser Stelle möchte ich Grossenbachers für ihre offenen Türen und ihre Bereitschaft danken, dass wir zusammen eine solch Interessante und erfrischende Zeit mit ihnen erleben durften.

Ferien Fotos USA 2006

Seminar über "balanciert leben"

Auf vielfachem Wunsch habe ich mich entschlossen, mein Seminar über "Lifebalance" in diesem Blog zu veröffentlichen. Die von mir zusammengestellten Unterlagen haben mir und vielen andern schon geholfen, sich über ein ausbalanciertes Leben Gedanken zu machen. Diesen Frühling durfte ich meinen Fundus an Erfahrung und Material zum erstem mal einem Studentenkreis von IGW weitergeben. Die positiven Feedbacks haben mich ermutigt, über dieses brisante Thema auch in Zukunft nicht zu schweigen. Zumal der Kurs aus meiner eigenen Betroffenheit entstand.
Der Unterricht im Institut IGW fand unter dem Thema statt: "Durchhalten und Überleben im Dienst". Da ich inzwischen alle Ausarbeitungen der Studenten gelesen habe, bin ich noch tiefer beeindruckt über das was der Unterricht ausgelöst hat. In gegenseitiger Absprache mit den Studierenden habe ich die Erlaubnis bekommen ihre Arbeiten in diesem Blog zu veröffentlichen. Es wäre super, vom Lesenden hie und da ein Feedback zu bekommen.

Balanciert leben/ Folien download

Putsch in Thailand

Obschon heute ein Putsch in Bangkok veruebt wurde, sind wir in Sicherheit hier in Krabi im Sueden von Thailand. Morgen sind wir dann in Bangkok, um am Freitag nach Kambodscha zu fliegen. Ich habe schon besorgte Stimmen gehoert, aber uns geht es prima. Vielleicht kann man dies beunruhigten Leuten weitergeben. Heute sind wir den ganzen Tag schnorcheln gegangen... paradiesisch. Mehr Bilder: www.aonang-divers.com mit dieser Firma sind wir unterwegs gewesen nach Phi Phi Sag allen einen lieben Gruess Bernhard und Susan

EDA Schweiz

Bettags- Predigt

Das Thema war gegeben. Besonders das Danken stand im Vordergrund. Danken können besonders die Menschen die sich ihres Reichtums bewusst sind. Die Frage ist nur, wer ist reich? Lassen wir also an dieser Stelle die Bibel zu Wort kommen.

Offenbarung 2,8 «An den Leiter der Gemeinde in Smyrna schreibe: Diese Botschaft kommt von dem, der zugleich der Erste und der Letzte ist, der tot war und nun wieder lebt. 9 Ich kenne alle deine Leiden und weiß, in welcher Armut du lebst; doch in Wirklichkeit bist du reich.

1. Gott selber spricht hier im Vertrauen, von Leitung zu Leitung, ein wichtiges Wort gelassen aus. Vom Auferstandenen und Lebendigen zu den Boten der Gemeinde in Smyrna. Mit dieser Einleitung betont der Herr die Wichtigkeit dieser Botschaft.

2. Er drückt zuerst seine Anteilnahme bezüglich den Schwierigkeiten in der Gemeinde aus. Es gibt offenbar Leiden und Armut, so wie es in unseren Breitengraden auch üblich ist. Wie schön ist es zu lesen: "Ich weiss um deine Leiden und deine Armu"t. Ich weiss, weist darauf hin, dass Gott unsere Defizite bekannt sind. Er kümmert sich liebevoll darum und lässt uns nicht im Stich.

3. Die Gefahr aber ist, dass wir uns zu fest auf unsere Defizite konzentrieren. Aus diesem Grund sehen wir uns selbst in den meisten Fällen nicht als Reiche, sondern als leidgeprüft oder gar arm. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir uns so sehr an unseren Reichtum gewöhnt haben, dass wir gar nicht mehr sehen und erkennen können wie reich wir wirklich sind. Wir verlieren die objektive Sicht der Dinge. Gerade hier regt der Text zum Nachdenken an und die Frage stellt sich von selbst: wo ist in meiner Welt die Wirklichkeit geblieben?

4. Was meint die Bibel mit Wirklichkeit?
a) Die Macht der Gewohnheit ist nicht wirklich---> Wir sind so reich an allem und fühlen uns oft wie die Kirchenmäuse. Haben wir uns ans Reich sein gewöhnt? Fällt uns wirklich nicht auf, wie gesegnet die Wirklichkeit ist?

b) Wir haben angst zu wenig zu haben ---> Angst ist immer eine Reaktion auf ein Defizit. Angst richtet den Fokus aufs Gefühl und unsere Emotionen. Angst suggeriert uns ein etwas zu verpassen und gibt uns ein Gefühl der Armut. Es geht demjenigen so wie mir, der der bei Bergtouren nicht schindelfrei ist. Ich kann die Aussicht auf einem Felsvorsprung nicht geniessen und verpasse dadurch das Eigentliche einer Bergwanderung ---> das tolle Panorama.

c) Angst das Wenige was wir haben noch zu verlieren. Diese Angst macht uns eng und geizig. Sie verschliesst von vornherein total den Blick auf die Wirklichkeit. Sie lässt uns die Wesensmerkmale Gottes, wie Grosszügigkeit, selbstloses Geben, etc. vollends vergessen. Der aufreibende Kampf ums *Überleben" treibt dann besonders eigenartige Blüten. In den Endzeitreden von Jesus (darum wahrscheinlich heute sehr verbreitet) ist diesbezüglich ein klassisches Beispiel zu lesen.
Matthäus 25,24 Schließlich kam der mit dem einen Goldstück und erklärte: 'Ich kenne dich als strengen Herrn und dachte: Was ich auch immer verdiene, du nimmst es mir doch weg. 25 Und ich hatte Angst, das Geld bei irgendwelchen Geschäften zu verlieren. Deshalb habe ich es sicher aufbewahrt. Hier hast du es wieder zurück!' 26 Zornig antwortete ihm darauf sein Herr: 'Was bist du doch für ein Dummkopf! Wenn du schon der Meinung bist, dass es mir nur um Gewinn geht, 27 hättest du doch mein Vermögen bei einer Bank angelegt! Dort hätte es wenigstens Zinsen gebracht! 28 Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die fünf Goldstücke hatte! 29 Denn wer das, was er hat, gewissenhaft nutzt, dem kann man noch mehr anvertrauen, bis er mehr als genug hat. Wer aber mit Wenigem nachlässig umgeht, dem wird man auch das noch nehmen. 30 Und jetzt werft diesen nichtsnutzigen Kerl hinaus in die Finsternis, wo nur noch Verzweiflung herrscht.'»

Mit anderen Worten, diese Angst macht uns untauglich fürs Reich Gottes!

Lasst uns einander ermutigen und auf einander acht haben all das Viele zu sehen. Nur auf diesem Weg bleiben weiterhin wir freigiebig unseren Reichtum weiter zu geben. Nur dies widerspiegelt das Wesen und die Wirklichkeit Gottes. Das ist ja eigentlich auch der Sinn und Zweck der Gemeinde in Smyrna, oder auch der Quelle?

Download der Folien

Bettags- Gedanken

Müsste ich (als ehemaliger Automechaniker und Autoverkäufer) die Eigenschaften eines Autos beschreiben das der Mensch mit viel Hingabe und technischem Können erschaffen hat, würde ich das wie folgt tun: Es surrt und rattert manchmal. Das Ding ist völlig egoistisch und braucht oft mehr als wir erwarten. Bevor oder während dem es uns mehr oder weniger komfortabel von A nach B befördert, verlangt es unsere grösste Aufmerksamkeit. Die Farbe muss glänzen und jeder Kratzer im Lack straft unseren Anblick. Wir zahlen Steuern und Versicherungen auch wenn wir diese wahrscheinlich nie in Anspruch nehmen werden. Der Benzinpreis kann steigen und steigen, ohne dass wir unseren Frust am Kotflügel auslassen. Im Gegenteil, wir sind von mal zu mal dankbar wenn wir noch einmal den Tank füllen dürfen. Einmal im Jahr müssen sogar die Räder gewechselt werden, damit wir einigermassen sicher durch den Winter kommen. Wenn wir trotz allem, ausnahmsweise einmal vor lauter Freude herzhaft ins Gaspedal treten, kann es sein, dass ein gesalzener Strafzettel uns das Ferienbudget versaut. Nach ungefähr zehn Jahren hegen und pflegen, tanken und zahlen hat das Gefährt ausgedient, was soviel heisst, dass der Nachfolger für weitere Fr. 30'000 und mehr zu haben ist.

Würde ich anhand der biblischen Texte Gott beschreiben käme ich auf folgende Gedanken: Er gab stets nicht nur das letzte Hemd, nein - er verschonte nicht einmal seinen einzigen Sohn um unser ewiges Wohl zu sichern. Er vergibt gern und liebt es über alle Massen grosszügig zu sein. Er ist 24 Stunden am Tag bereit sich um etwas erbitten zu lassen. Nicht nur das, er gibt jederzeit und ohne Reue mehr als wir erwarten. Mit seiner Kreativität und Kraft schuf er mit dieser Welt eine Augenweide die uns Menschen immer wieder aufs Neue überrascht. Dies alles tat oder tut er seit Jahrtausenden ohne von uns dazu aufgefordert oder gar bezahlt zu werden. Er liebt es uneigennützig zu sein und uns das Leben nicht nur hier auf Erden geniessen zu lassen. Er kann es kaum erwarten uns Menschen noch was besseres anzubieten - den Himmel.

Psalm 65,10 Du sorgst für das ganze Land, machst es reich und fruchtbar. Du schenkst Wasser im Überfluß, deshalb wächst Getreide in Hülle und Fülle. 11 Du feuchtest das gepflügte Land und tränkst es mit Regen. Das ausgedörrte Erdreich weichst du auf, und alle Pflanzen läßt du gedeihen. 12 Du schenkst eine reiche und gute Ernte - die Krönung des ganzen Jahres. 13 Selbst die Steppe fängt an zu blühen, von den Hügeln hört man Freudenrufe. 14 Dicht an dicht drängen sich die Herden auf den Weiden, mit wogendem Korn bedecken sich die Täler. Alles ist erfüllt von Jubel und Gesang.


Würde Gott den Menschen beschreiben so wie er ihn geschaffen hat, könnte diese Beschreibung kurz und knapp so aussehen: Dankbar und zufrieden Gerne bereit zu vergeben Jederzeit offen, sich um etwas erbitten zu lassen In diesem Sinne ist der Dank-, Buss- und Bettag eine Möglichkeit, Gemeinde als eine Eigenschaft Gottes zum Ausdruck zu bringen. Es erfreut den Herrn in seinem Herzen, wenn er sieht, dass wir seine Wesensart und Kultur übernehmen und uns nicht in die Natürlichkeit einer fordernden Welt verwandeln.

Unser Anliegen als Quelle ist es, an diesem Tag in einem besonderen Mass unserer Dankbarkeit, Vergebungsbereitschaft und Freigebigkeit zu erinnern. Wir wollen dies tun indem wir einmal mehr den anderen spüren lassen wollen, dass Gott uns nicht nur durch Jesus erlöst hat sondern uns zugleich mit allem was wir sind und haben zum Geschenk für den andern bestimmt hat.

Wenn du diese Überzeugung teilen kannst, so verschenke einmal mehr deine Eigenschaften und Möglichkeiten zur Freude und Ermutigung deiner Mitmenschen.

Team der Quelle in Südosstasien

Soeben haben mich folgende Emails erreicht. Aus Rücksicht des Persönlichkeitsschutzes habe ich die Namen abgekürzt. Ebenfalls ist es mir wichtig, dass die Verantwortlichen in den Ländern weiterhin ungehindert ihren Dienst an den Menschen tun können.


Hallo ihr Lieben Ich schreibe euch aus Krabi, bzw aus Ao nang, einem schoenen Strand in Thailand. Da es Regenzeit ist, hat man alle Zeit mit euch zu kommunizieren. Ich wollte euch auch noch die konkreten Anliegen, Fakten und Zahlen der Pastoren vorlegen fuer die Projekte, die dringend Unterstuetzung brauchen und auch schon von uns finanzielle Hilfe bekommen haben. Es versteht sich von selbst, dass dies einfach zur Protokollierung der Einsaetze ist. Die verantwortlichen Leiter habe immer wieder betont, dass es ihnen nicht hauptsaechlich darum geht, Geld von der Schweiz zu bekommen, sondern zu sehen, ob Gott hier off ene Tueren schenkt. Es geht im folgenden primaer um den Dienst von zwei Leiterehepaaren: Pastor J.und S. in Thailand und Pastor P. und M. in M. Beide sind Vertreter der Foursquare Gemeinden fuer das jeweilige Land und haben natuerlich sehr viele Pfeile im Koecher, dh. Anliegen, die sie auf dem Herzen tragen. Von beiden habe ich Dankesschreiben fuer das erhaltene Geld von der Quelle in den Haenden. Pastor J. konnte ich 12000.- Bath uebegeben: Grob CHF400.-. Dieses Geld wird fuer den Umbau der Elpis School Busses gebraucht (siehe Blog). Pastor P. in M. konnte ich USD300.- uebergeben. Ich hatte gemeint, dass ich dort ebensoeinfach mit meiner Kreditkarte Geld abheben kann wie in Thailand. Dies ist jedoch unmoeglich. Alles Geld muss in bar ins Land gebracht (sprich "geschmuggelt") werden.
B.E.

Hallo everybody. Hier schreibt S.E. Mein Herz schlaegt besonders fuer die Gemeindearbeit in Myanmar. Ich moechte euch die Gemeindebauarbeit in diesem Land waermstens zur Unterstuetzen ans Herz legen. Die Menschen haben es nicht leicht in diesem Land. Die Regierung kuemmert sich um nichts. Weder um die medizinische Versorgung noch um die Versorgung von Elektrizitaet, die Strassen werden nicht unterhalten, die Gebaeude sind in einem schlechten Zustand; die Wirtschaft liegt am Boden, es gibt viele Arbeitslose. Depression, Hoffnungslosikeit und Trostlosikeit ist ueberall spuerbar. Umso ueberwaeltigender ist es die Menschen in der Gemeinde zu erleben. Ich bekomme Huehnerhaut wenn ich daran denke. Da sind Menschen, die miteinander teilen, sich gegenseitig tragen und fuereinander sorgen. Da spuehrt man eine unbeschreibliche Waerme, grosse Hoffnung und Freude. Wir wurden von diesen Menschen mit Grosszuegikeit und Waerme ueberschuettet, ausgerechnet von ihnen, die doch so arm sind. Mir wurde eins klar: dieses Volk braucht Jesus. P. ist ein ausgesprochen gesegneter Evangelist, Pionier und Gemeindebauer. Er hat schon sehr viele Gemeinden gegruendet und damit seinem Volk viel Segen gebracht. Er braucht unsere Gebete und finanzielle Unterstuetzung. Gott braucht diesen Mann auf unbeschreibliche Weise und wir koennen einen Teil davon werden. Meine Bitte an euch ist, dass an der Fourscuarekonferenz ein Opfer fuer seine Arbeit zusammengelegt werden koennte.
So, fuers erste haben wir genug geschrieben. Es gibt noch so viel zu erzaehlen. Da ist die Bibelschule, die dringend Buecher braucht, oder das Waisenheim, oder die Elpis Schule. Das kommt vielleicht zu einem spaeteren Zeitpunkt. Wir wunschen der Quelle alles Gute und sind sehr dankbar fuer das Vertrauen mit dem ihr uns hierhin geschickt habt.
be blessed
S.E

Emerging Church

Aufgeschnappt. Ein Artikel für postmodern sensible Gemeinden. Aus dem Livenet zum Nachdenken

Der Frosch im Labor und der Frosch im Teich: Postmodern mit der Bibel umgehen.

Das Time Magazine zählt ihn zu den 25 einflussreichsten Evangelikalen Amerikas, da er auf Konferenzen landesweit für ein neues Lesen der Bibel und ein anderes Gemeindeleben plädiert: Brian McLaren ist der führende Kopf der Emergent-Bewegung.

In der US-Zeitschrift ‚Conversations’ legt McLaren dar, weshalb er über die Grenzen und Gräben der gewachsenen religiösen Kultur hinaus schweift. Fundamentalismus und Liberalismus sieht er als zwei entgegengesetzte Pole des Christentums in der Moderne, die mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert einsetzte.

Jenseits der Pole Die Polarisierung will McLaren, Pastor einer Gemeinde in Spencerville nördlich von Washington, überwinden, indem er mit dem analytischen Ansatz bricht, der beiden Polen gemeinsam ist. „Die Moderne liebt die Analyse. Analyse meint, dass man etwas zu verstehen sucht, indem man es in Stücke aufbricht, ein komplexes Ganzes in einfache Teile oder Elemente zerlegt.“

Den Frosch sezieren.... So habe man die Bibel zerlegt, bis hin zu Wortbestandteilen. „Und dann meinen wir, wir hätten sie vollumfänglich verstanden – wie einen Frosch, den wir im Labor seziert haben. Aber der Laborfrosch ist viel weniger interessant als der Frosch im Teich, wo er mit Fliegen, Schlangen, Fischen, der Sonne, Wind und Regen, Trockenheit, Insekten und Umweltgiften zu tun hat.“ Wer den Frosch in seiner natürlichen Umgebung studiert, lernt unsagbar viel, was er im Labor nie mitbekommt. „Und vielleicht kommen Sie sogar so weit, dass Sie den Frosch mögen und sich um ihn sorgen, wenn Bulldozer auffahren oder Chemikalien in den Teich geleitet werden…“

Brian McLaren möchte dementsprechend mit der Bibel umgehen, mit ihr leben. „Wir sehen die Bibel als Teil einer grösseren Welt… als dynamischen, wesentlichen Player in der Geschichte des menschlichen Ökosystems.“ All die analytische Bibelkenntnis habe US-Christen nicht daran gehindert, Sklaven zu halten, die Umwelt mit Abfall zu überhäufen und Menschen wie die ‚native Americans’, die Indianer, zu erniedrigen.

…um Erkenntnis zu gewinnen? Der bekannte Buchautor unterstellt liberalen wie konservativen Theologen, dass sie die Bibel im Grunde ähnlich gebrauchen. Beide Lager seien vom Denken des französischen Philosophen René Descartes bestimmt – auch wenn die Konservativen dies nicht wahrhaben wollten. „Descartes lehrt uns, uns auf abstrakte Lehrsätze zu konzentrieren, die wir – wie Mineure ihre unterirdischen Schätze – aus den Bergen und Tälern der Schrift bergen sollen.“ Systematische Theologie vergleicht McLaren mit einer Fabrik, die Bodenschätze verarbeitet.

‚Wir verpassen die Hauptsache alle miteinander’ Zwar unterscheiden sich die Christen in den USA laut McLaren darin, dass die Liberalen die Aussagen der Bibel offen hinterfragen und relativieren, während die Konservativen sich darauf beschränken, die passenden unter ihnen zu einem System zusammenzufügen. Doch ein Mineur unter Tag nehme Entscheidendes vom Gesamten des Bergs nicht wahr – im Unterschied zum Biologen oder zum Künstler. McLaren vergröbert bewusst: „Unsere Kirchen rechnen sich entweder dem liberalen oder konservativen Pol zu – und das lässt mich denken, dass wir alle miteinander die Hauptsache verpassen.“

Prägen Christen – oder werden sie fremdgeprägt? Im weiteren Verlauf des Gesprächs spitzt der Ostküstenpastor seine Frage zu: „Werden unsere Leute nicht ins Bild von Christus verwandelt, sondern in das der Welt – und merken es nicht einmal? Formen uns das Evangelium und die Lehren der Bibel zu einer wahrhaft einzigartigen Gemeinschaft – oder sind wir ein religiöses Echo säkularer Bewegungen?“ Die westlichen Christen sieht der weitgereiste Theologe nicht am oberen Ende einer slippery slope (Rutschpiste), sondern bereits unten! So gehe es weniger darum, sich vor der aufziehenden Postmoderne in Acht zu nehmen. Vielmehr seien folgende Fragen zu stellen: „Wie sind wir Gefangene von Kolonialismus, Konsum-Mentalität und Moderne geworden? Wie weit sind wir auf ihrer Piste abgerutscht? Nun, ich denke, ziemlich weit – viel weiter, als irgendjemand von uns einsieht.“

Die Bibel neu lesen – und Hoffnung gewinnen McLaren, der sich bei diesem Urteil nicht ausnimmt, will die Bibel neu lesen. Die Geschichten von Jesus – was er erlebte und was er erzählte – sind für ihn das Eingangsportal; durch sie sieht er all die anderen Geschichten.

Der Pastor unterstreicht, dass Paulus in der berühmten Stelle von der göttlichen Inspiration der Schrift in 2. Timotheus 3 nicht eine christliche Weltanschauung im Sinn hatte, sondern gute Taten: „…dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt“ (Luther). Nicht Rechthaberei, sondern ‚good works’ und Hoffnung sollen aus dem Lesen der Bibel erwachsen.

‘Most of the Bible is art’ Dieses Lesen der Schrift muss ihr als Kunstwerk gerecht werden, fordert Brian McLaren. „Most of the Bible is art“ – ohne einen Sinn für Kunst würden Studenten das Buch der Bücher „wie Steuerbuchhalter“ lesen. Der Theologe fordert mehr Konversation in den theologischen Schulen. Und gemeinsame Lektüre der Schrift: „Ich würde die Leute zusammennehmen und sie ein rechtes Stück der Bibel gemeinsam laut lesen lassen. Dann würde ich sie zum Dialog anleiten über den Abschnitt, vielleicht 3-5 Kapitel.“ In seiner Cedar Ridge-Gemeinde habe dies die Leute elektrisiert, sagt McLaren.

Spannungsvoll wie das Leben Gegensätzliche Aussagen in der Bibel sind auszuhalten und abzuwägen: Esra verbot die Heirat mit nicht-israelitischen Frauen; Boas wurde bei der Heirat mit Ruth eben dafür gelobt. „Wir müssen ringen im Spannungsfeld von Identität und Offenheit, von Assimilation und Abschottung. Die Bibel mag uns keine simple Antwort auf diese Fragen geben (ausser man verwirft Boas und hält sich an Esra, was oft geschieht), aber ich denke, sie bewirkt etwas Besseres: Sie durchtränkt uns im Lauf des Ringens und macht uns empfänglich für die Stimme des Heiligen Geistes.“

Empfangen und wachsen lassen Brian McLaren hat Aufsehen erregt mit der Bemerkung, dass es nicht so sehr darauf ankommt, dass wir die Bibel lesen – sondern dass wir ihr erlauben, uns zu lesen. Er meint damit „aktive, aufmerkende, ‚durstige’ Empfänglichkeit statt aggressiver, zerstückelnder Analyse“. Er braucht das Bild vom Samen, der aufgenommen werden muss und sich dann entwickelt, bis etwas Neues aufwächst.

Hunger und Durst nach mehr McLaren will sich die Begeisterung für das Kommen von Gottes Herrschaft durch Christus nicht nehmen lassen. Dass so vieles offen bleibt, stört ihn nicht: „Die Bibel wirft so viele Fragen auf, wie sie beantwortet – vielleicht noch mehr. Und ich bin so weit, dass ich dies an der Bibel liebe. Denn ich denke, es ist die Haltung des Suchens und Fragens, der Neugier, des Hungers und Dursts, die uns weiter zur Erkenntnis des Herrn vorstossen lässt.“

Aus Livenet.ch http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/350/29822/

Cartoon

Konkreter geht's nicht!
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Gemeinde - Uralt und doch brandaktuell Teil 3

Zuhören können ist etwas vom Schwierigsten was es gibt. Besonders wenn es hunderte von Stimmen gibt, die etwas von mir wollen oder gar den Vorschlag machen wie ich was tun soll. Zum anderen habe ich selber festgefahrene Vorstellungen und "Bilderpfropfen" in den Ohren, die ein Zuhören verunmöglichen. In der Predigt vom Sonntag habe ich versucht zu diesem Thema konkrete Hilfestellungen zu geben.

1. In allem Wichtigen im Leben komme ich nur zum Ziel wenn ich unvoreingenommen an die Sache herangehen kann. Unsere Ausbildung zum Leben gleicht jeder anderen Ausbildung auch. Wir als Menschen sind alle "Lebenslehrlinge" und brauchen vom Chef klare Anweisungen wie wir ans Ziel des Lebens kommen. Zuhören ist also alles!

2. Stell Dir vor niemand würde "unserem" Köbi Kuhn zuhören, wenn er erklärt wie ein Spiel erfolgreich zu gewinnen ist! Es gäbe eine einzige Katastrophe. So ist es auch in der Gemeinde. Sie ist ein Ort (nicht nur Gottesdienst) zum zuhören. Darum kommt es in den 7 Sendschreiben 7 mal vor, dass Johannes schreibt: "Wer ein Ohr hat zu hören der höre..."

3. "Erfolgreiche Gemeinden" haben einen geschärften Hörsinn. Denn nur so kommt sie weiter oder besser gesagt zu Ziel.

4. Noch was, wer nicht zuhören kann hat oft ein kurzes Leben. Das weiss Gott am besten. Im zuhören tanken wir Kraft, um in schwierigen Situationen geduldig zu überwinden. Darum ist es enorm wichtig, unsere Ohren jeden Tag von Gott neu aufwecken zu lassen. Jesaja kann davon ein Lied singen:

Jesaja 50,4 Der Herr, HERR, hat mir die Zunge eines Jüngers1 gegeben, damit ich erkenne, den Müden durch ein Wort aufzurichten2. Er weckt mich, ja Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. 5 Der Herr, HERR, hat mir das Ohr geöffnet, und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen. 6 Ich bot meinen Rücken den Schlagenden und meine Wangen den Raufenden, mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. 7 Aber der Herr, HERR, hilft mir. Darum bin ich nicht zuschanden geworden, darum habe ich mein Gesicht hart wie Kieselstein gemacht. Ich habe erkannt, dass ich nicht beschämt werde.


So das wäre es wieder einmal. Hier noch die Folien zum Download:Teil3

Stellungnahmen SEA

Ich finde es immer wieder interessant, gerade Stellungnahmen der Schweizerischen Evangelischen Allianz über relativ heikle Themen zu lesen. Die SEA hat sich zum Ziel gesetzt, ausgewogen und meinungsbildend zu informieren. Da wir als Quelle Mitglied der Bewegung sind und wir uns im Raum Bern aktiv beteiligen, veröffentliche ich die Papiere gleich auf dem Pastor- Blog. Ich würde mich freuen ein paar Feedbacks per Mail aus der Leserschaft zu bekommen! Gerne würde ich diese nach der Durchsicht sofort veröffentlichen.

1. Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag:Bettagsresolution

2. Abstimmung über das Asylgesetz vom 24. September:Asylgesetz

Quellianer Brunch

Wir befinden uns als Quelle in einer spannenden und herausfordernden Zeit. Viele Veränderungen haben stattgefunden oder finden statt, und gerade in diesem Prozess ist es uns besonders wichtig, einmal mit allen Mitarbeitern und allen die sich zur Quelle zählen zusammen zu sein. Die momentane Predigtserie fordert uns ja geradezu auf, über uns als Quelle nachzudenken, zu prüfen und eventuell neu auszurichten. Ich und meine Frau Christine möchten gerne ein klareres Bild von der Vision der Quelle vermitteln und helfen, mit falschen Ansichten/Bildern/Einsichten aufzuräumen. Nicht von falschen Voraussetzungen ausgehen heisst auch Annahmen aus der Welt schaffen, die nichts mit unserer Vision zu tun haben. Wie denken wir über Gottesdienst, Lebensgruppen, Leiterschaft, etc. – dies sind Themen die an diesem Event sicherlich angesprochen werden.
Einladung download