Teil 5/ Bilanz
Letzen Sonntag zogen wir Bilanz über das was wir Inhaltlich in den vergangenen Sonntagen besprochen haben.
Hier ein kurzer Rückblick:
- Gott will nicht, dass wir allein im Leben unterwegs sind, zusammen sind wir stärker.
- Nicht gefesselt. Sondern gebunden (Ehe), verbunden, eigenverantwortlich und frei gegenüber allen Mitmenschen
- Was mich von einer Seilschaft definitiv abhalten kann. Eine vernachlässigte und nicht eingeübte Streitkultur.
- Gott hält sich nicht an unsere Pläne. Es geht Schritt für Schritt vorwärts. Seilschaften sind keine Seilbahnen.
Hier nun Teil 5: In welcher Seilschaft wäre ich persönlich gerne dabei?
Ich versuchte in vier Punkten darzulegen, wie und aus welchen Gründen ich mich als Mensch in einer Gruppe von Mitmenschen am "wohlsten" fühlen würde.
1. Eine Vision und ein Ziel vor Augen
- Galater 6,2 Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen.
- Matth.7,12 So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch. Das ist - kurz zusammengefasst - der Inhalt der ganzen Heiligen Schrift.»
Das wichtigste Gesetz, die Liebe kommt einmal mehr zum tragen. Ich bin gerne mit einer Gruppe von Menschen im Leben unterwegs, bei der die Vision und Zielsetzung übereinstimmt. Das Ziel, in allen Lebenssituation einander beizustehen und die Vision alle so zu behandeln wie man selber behandelt werden möchte, ist zwar ein hoher Anspruch aber in der Realität gesuchter denn je. In einer Welt, in der Beziehungen kalt und rücksichtslos geworden sind, darf diese Vision bzw. Zielsetzung umso mehr Platz haben.
2. Ein biblisch definierter Auftrag
- Jakobus 4,17 Im Übrigen gilt: Wer die Zeit und die Mittel hat, Gutes zu tun, und es nicht tut, macht sich schuldig. (GNB)
Ich möchte gerne in einer Gruppe von Menschen dabei sein, in der jeder seine "Schuldigkeit" einsieht. Es ist die eine unauslöschliche "Schuld" die bleibt: sich in den anderen liebevoll zu investieren. Da wo dies nicht geschieht, wird Schuld sichtbar. In letzter Zeit wird dies, ob wir wollen oder nicht, immer offensichtlicher. Beispiel: Dort wo Eltern sich nicht in Familien investieren, weil Geld und Erfolg wichtiger ist, wird diese Schuld in allen Formen (Gewalt, Hass, Vandalismus, etc.) sichtbar.
Wer also Zeit und Mittel hat sich positiv in den Nächsten zu investieren und tut es nicht, muss sich nicht wundern wenn diese Schuldigkeit plötzlich sichtbar oder gar erfahrbar wird. Wenn dies aber Mittel und Zeit aus zwingenden Gründen nicht vorhanden sind, tut Gott oft Zeichen und Wunder die wir nicht begreifen können.
3. Im Ernstfall ein „abgeklärtes Verhalten“
- Galater 6,1 Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die vom Geist Gottes Geleiteten, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst Acht, dass nicht auch du versucht wirst.
Ich möchte gerne in einer Gruppe dabei sein, in der ich Fehler machen kann ohne gleich verurteil oder beurteilt zu werden. Wie sehr wünschen sich Menschen, die in einer sehr leistungsorientierten Gesellschaft leben, ein solches Umfeld. Ich möchte in einer Seilschaft unterwegs sein in der man aber nicht auf dem Helfertrip ist, sondern so hilft, indem man sich selber zuerst seiner Stärken und Schwächen bewusst wird. Das macht barmherzig und herzliche Anteilnahme sowie Verständnis stehen beim Helfen im Vordergrund.
4. Eine offene und ehrliche Selbstreflexion
- Gal. 6,3 Wer sich einbildet, besser zu sein als die anderen, der betrügt sich selbst. 4 Darum soll jeder sein eigenes Leben sehr genau überprüfen. Dann wird er nämlich erkennen, wie unberechtigt es ist, sich über andere zu erheben. 5 Denn jeder ist für sein eigenes Tun vor Gott verantwortlich. Das ist schon schwer genug!
Der vierte Punkt vertieft mein Anliegen. Ich möchte gerne mit Menschen unterwegs sein, die nicht in erster Linie über andere lautstark austauschen, sondern am allermeisten über sich selber reden. Denn dort weis ich, wenn ich einmal in der Gruppe nicht dabei bin, der Respekt gegenüber meiner Person immer noch gewahrt wird. In einer solchen Gruppe fühle ich mich sicher und geborgen. Dort kann ich auch vorbehaltlos Hilfe und Unterstützung annehmen.