Was wäre wenn?


Da kam er günstig an refurbished Geräte heran und schließlich hatte das große PB damals Zutaten, die das TiBook nicht bieten konnte, wie Airport Extreme und Blauzahn.

...Hin und wieder schaue ich eine DVD oder kopiere eine solche, natürlich nur diejenigen ohne Schutz, ist doch klar.

...Die Auflösung von 1140 x 900 Punkten lässt das Anordnen von Fenstern und Arbeiten mit mehreren gleichzeitig geöffneten Anwendungen ganz hervorragend zu.

Was für einen Computer würde ich kaufen, wenn ich jetzt einen anschaffen müsste. Vor fast einem Jahr habe ich mich entschlossen, vom PC auf den Mac umzusteigen. Auslöser war mein Ärger mit meinem Dell Laptop. Jeder Start dauerte mehrere Minuten und immer wieder musste ich an Programmeinstellungen herumbasteln, damit es so lief, wie ich es wollte. Daher habe ich mich für den Mac entschieden, weil ich gehört hatte, der startet problemlos und schnell aus dem Ruhezustand.

Doch damals war es gar nicht so leicht, sich zu entscheiden. Die iBooks hatten noch einen G3-Prozessor und kein DVD-Laufwerk. Bei den Powerbooks waren 12" und 17" erst erschienen und sauteuer. Das TiBook wirkte etwas angestaubt. Ein Desktoprechner kam für mich nicht in Betracht, weil ich viel unterwegs bin und ich wollte einen Rechner, den ich privat wie beruflich gleichermaßen nutzen konnte. Damit wollte ich Datenredundanzen vermeiden. Klar, beim Backup werden diese Redundanzen wieder erzeugt. Aber das ist etwas anderes.

Das 17" war mir eindeutig zu teuer. Daher sollte es das TiBook werden. Doch alle Welt riet mir die WWDC im Juni abzuwarten, weil mit einem Produktupdate dringend gerechnet wurde. Aber leider gab es im Juni keine Entscheidung. So ließ ich es erst einmal bleiben. Doch nach meinem Urlaub, Mitte Juli wurde der innere Zwang, endlich einen Mac zu besitzen so drängend, dass ich gekauft hätte, egal was.

Nun hatte ich Kontakt zu einem Händler, der sehr kostengünstig arbeitet, weil alleine und ohne Geschäftsräume tätig und der konnte mir sehr gute Preise machen. Dabei bot er mir an, gleich das 17" zu nehmen. Da kam er günstig an refurbished Geräte heran und schließlich hatte das große PB damals Zutaten, die das TiBook nicht bieten konnte, wie Airport Extreme und Blauzahn. So habe ich zugeschlagen und es bis heute nicht bereut.

Das 17" ist ein tolles Gerät. Es hat alles, was ein Notebook braucht. Es fehlt einfach nichts. Der Prozessor ist vielleicht langsamer als bei einem PC-Notebook. Aber das merke ich mit meinen Anwendungen überhaupt nicht. Ich nutze den Mac fast nur zum Schreiben. Ob im Internet, in Schreibprogrammen oder HTML-Editoren, es geht fast nur ums Schreiben und Lesen. Natürlich habe ich meine Musiksammlung dabei und auch meine Fotos. Aber erstens ist die Macsoftware hier um Klassen besser wie die des PC's und zweitens ist der Anteil dieser Anwendungen am großen Rest vernichtend gering. Hin und wieder schaue ich eine DVD oder kopiere eine solche, natürlich nur diejenigen ohne Schutz, ist doch klar. Das Rippen und Kodieren von DVD's ist Stress für den Prozessor. Da kommt mein PB ganz klar an seine Grenzen. Aber das ist ein überschaubarer Vorgang und kommt nur alle paar Wochen einmal vor. Das Kopieren von DVD's, überhaupt das Brennen von DVD's ist ein Thema, dem ich mich mal gesondert widme. Nur soviel, das DVD-Brennen lohnt sich wohl nicht und die Anschaffung eines Brenners muss daher gut überlegt werden.

Panther ist ein saugutes Betriebssystem. Von einem solchen System ist M$ meilenweit entfernt. Es ist schnell, es ist effizient, es ist ressourcenschonend und es sieht very cool aus. Allein Panther ist ein Grund zum switchen. Und ich bin überzeugt, dass allein durch dieses System eine Reihe von Applikationen bei geringeren Hardwarevoraussetzungen besser arbeiten als unter Windows. Ups, jetzt habe ich ja doch Jehova gesagt.

Dann zum Bildschirm. Der 17 Zöller ist eine Wucht. Nicht, weil er (nur) im aufgeklappten Zustand so groß aussieht. Nein, es lässt sich sehr schön daran arbeiten. Die Auflösung von 1440 x 900 Punkten lässt das Anordnen von Fenstern und Arbeiten mit mehreren gleichzeitig geöffneten Anwendungen ganz hervorragend zu. Wenn ich dagegen an einem iBook-Monitor sitze, wird mir ganz eng.

Aber sollte ich dann in jedem Fall wieder ein 17" kaufen?

Jein. Das 17" hat sich bewährt. Die Größe ist toll und dabei stören Gewicht und Ausmaße weit weniger als anfangs vermutet. Andererseits gibt es inzwischen das 15" für 300 Euro weniger und die Ausstattung ist identisch. Die Auflösung von 1280 x 854 Pixeln liegt nur in der Breite etwas unter dem 17'er. Ich glaube das 15" stellt für mich einen guten Kompromiss dar. Es ist leichter, kompakter und genauso gut. Und noch etwas hat mich am 17" gestört. Ich sagte ja schon, dass ich viel unterwegs bin mit dem Bückli. Und irgendwie schäme ich mich jedesmal, wenn ich dieses Highendgerät aus der Tasche ziehe. Ich spüre förmlich, dass ich nicht nur Bewunderung auslöse, sondern auch fragende Mienen, die die Frage, wozu das denn, nicht laut aussprechen. Und so unrecht haben sie nicht. Da ich eben nur selten mit grafischen Applikationen arbeite, sollte das große Display nicht das kaufentscheidende Kriterium sein.

Doch noch ist mein PB erst 10 Monate alt und soll mir noch eins, zwei Jahre zur Verfügung stehen. Und bis dorthin wird noch sehr viel passieren. Wer weiß, was ich dann brauche und was Apple dann anbietet. Doch mal mit den Gedanken spielen, "was wäre wenn", macht so viel Spaß.

Posted: Mo - Mai 17, 2004 at 11:25 vorm.          


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