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Reisebericht Venedig
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| 3 tägige Venedig Tour - Reisebericht An- und Abreise: Donnerstag 23:30 Uhr Hauptbahnhof München Nachtzug nach Santa Lucia - Venedig, Ankunft 7:15 Uhr Montag 13:30 Uhr Santa Lucia - München Hauptbahnhof 20:30 Uhr Kosten: 340 € (ohne Bahncard, eigenes Schlafabteil, 2 Personen, 2. Klasse) Unterkunft: Hotel Villa Rosa * Hotel Cannaregio Lista di Spagna Calle Misericordia 389 Tel: 041/718976 Fax: 041/716569 Email: villarosa@ve.nettuno.it Doppelzimmer 70 € pro Nacht (Hauptsaison 120 €) Restaurants: Trattoria Bes Tre Spiedi Cannaregio Salizzada San Canciano 5906 Sonntag und Montag Ruhetag Alla Strega (Pizzeria) Castello Barbaria de le Tole 6418 Tel: 041/5286497 Attraktionen (Auswahl): - 11 € Museen am Markusplatz (Palazzo Ducale, Museo Correr, Museo Archeologico Nazionale, Sale Monumentali Della Bibliotheca Nazionale Marciana (3 Monatsticket, Gültigkeit bis 11.06.2003) - 6,50 € Ca' Rezzonico (3 Monatsticket, Gültigkeit bis 11.06.2003) - 1,50 € Basilica di S. Marco (Galleria) - 1,50 € Basilica di S. Marco (Intero) - 6 € Campanile di S. Marco - 3 € Campanile di S. Giorgio Maggiore - 2 € Frari-Kirche - 4 € Torcello, Basilica + Museo Provinciale - 9,30 € Tagesticket für Actv (Einzelfahrt 3,10 €) - x € Ca' d' Oro Da für gewöhnlich die Nacht dunkel ist, blieb während der Fahrt nicht viel übrig, außer sich einem wohlverdienten Schlaf zu widmen, der gegen 6 Uhr vom Schaffner durch ein überaus lukullisches, nicht zu schlagendes Fr ühstück abrupt beendet wurde. Das Frühstück diente sogleich der Anpassung an das im Hotel zu erwartende Frühstück, wer Wert auf täglichen Brunch beim Frühstück legt sollte sich eher eines 3 oder 4 Sterne Hotels bedienen - allerdings darf man getrost zu dieser Jahreszeit (off season) etwa 200-400 € pro Nacht rechnen. Alternativ kann man das Hotel als gute, saubere Übernachtungsmöglichkeit mit Dusche und Fernseher betrachten und den Rest in den zah lreichen kleinen Snack Bars (Baccari etc.) und Restaurants zu sich nehmen. Nachdem wir nun innerhalb weniger Minuten unser Hotel erreicht hatten und unser Gepäck untergestellt hatten, tigerten wir los um die Stadt zu erkunden - ziellos versteht sich, besser gesagt mit dem wagen Ziel in Richtung Markus Platz zu gehen. Irgendwann kam die Rialto Brücke ins Sichtfeld, damit wußten wir zumindest mal, wo wir waren und dass es nicht mehr weit zum Markus Platz sein konnte. Allerdings hatten wir anfangs Orientierungsschwierigkeiten mit Norden und Süden etc., d ies führte dazu, dass wir uns zielstrebig in den Fischmarkt verlaufen haben. 7:45 Uhr, keine Touristen, bzw. nur sehr wenige, die Fischer legten ihre Ware noch teilweise aus - "schade dass wir nicht im Hotel kochen können" war mein Ged anke - leckerer Fisch in allen Variationen. Mitnehmen konnten wir natürlich nichts, auch nicht für die Rückfahrt mit dem Zug, da wir keine Kühlbox dabei hatten. Folglich mußten wir natürlich zum Abendessen auf alle Fäll e Fisch haben. Nachdem wir uns nun geeinigt hatten, in welcher Richtung der Markus Platz liegen mußte, machten wir uns auf den Weg dorthin. Interessanterweise hatten wir andere Zeiten eingeplant für diese Wegstrecken - Venedig ist winzig, etwa 3x4 km, man kann also getrost auf ein Auto verzichten (ist ja eh nicht erlaubt) und alles zu Fuß erledigen. Markus Platz um 8 Uhr morgens ist schon schön - scheinbar schlafen selbst die Tauben um diese Zeit noch, da sie wissen: Futter gibt es erst, wenn die Tourimassen da sind. Auch sind die ganzen Verkaufsstände mit Brillen und sonstigem Ged&o uml;ns noch nicht in Position gebracht, stattdessen begegnet man den hektisch rumlaufenden "Müllabfuhr Männern". Hier am Rande sei noch erwähnt, daß es nur sehr wenige bis keine Tretmienen in Venedig gibt, nur auf kleinen vo n den Touris meist nicht besuchten Wegen findet man hin und wieder welche. Ein paar Bilder am Markus Platz und ab in die direkt umliegenden Museen. Vorher jedoch nahmen wir unser Frühstück auf dem Markus Platz ein, nein wo denkt ihr hin, die Cafes hatten noch zu ! Wir haben uns schlichtweg auf unserem Fußw eg bei einer Bäckerei zwei Panini geholt und bei einem Metzger frisch aufgeschnittenen Schinken und Salami besorgt. Das Schweizer Messer erledigte den Rest - mit dem Brötchen meine ich. So saßen wir nun da und beobachteten die allmähl ich eintreffenden Tourimassen, gefolgt von Tauben. Nachdem wir nun für den Tag gestärkt und für das "merkwürdige" Frühstück im Zug entschädigt waren, widmenden wir unsere Aufmerksamkeit den Museen. Wir besorgte n uns das Kombiticket für 11 € das für die Besichtigung des Dogenpalasts, Museo Correr, Museo Archaeologico und der Bibliothek notwendig war. Dann ein kurzer, vorerst nur oberflächlicher Abstecher in die Markusbasilika. Den Dogenpalas t hoben wir uns für den Schluß auf, da die Eingänge der anderen drei Museen direkt am Markusplatz liegen und ineinander übergehen. Die Museen waren durchaus sehenswert, leider waren wir noch etwas schläfrig und haben vielleicht n icht alles wahrgenommen. Nach einem Zwischenespresso im Museums Café mit Blick auf den Markus Platz, der nun zunehmend bevölkert wurde, begaben wir uns zum Dogenpalast. Zumindest für uns hatte sich der Eintrittspreis bereits jetzt gelohnt und war gerechtfe rtigt, nach dem Dogenpalast hätte ich eher einen Preis von 20 € für das Kombiticket für gerechtfertigt gehalten. Auf dem Weg zum Dogenpalast überquert man den Markusplatz und erfreut sich an den netten Hunden, die die Tauben jagen. Um einen Überblick über die kleine Insel zu erhalten (ca. 3 x 4 km) reihten wir uns in die Warteschlange zum Campa nile ein - a must be Tourinap - 6 € einfache Fahrt, nein abwärts ist im Preis inbegriffen. Wenn man im Turm bereits steht (unten) sollte man einfach mal die Augen schließen und sich den schwankenden Bewegungen des Fundaments hingeben. Gest eigert wird dieses Gefühl nur in 100 m Höhe auf dem Turm, kein Wunder, daß er mal eingestürzt ist. Trotz des Preises lohnt sich die Fahrt nach oben um eine gute Rundumsicht zu erhalten (gutes Wetter vorausgesetzt). Für "Neua nkömmlinge" lohnt es sich auch die Stadtteile mal von oben gesehen zu haben, um sie mit der Karte im Führer in Einklang zu bringen - dadurch ist die Orientierung sehr viel einfacher. Der Dogenpalast ist einfach umwerfend ! Es beginnt recht unspektakulär mit dem Innenhof - bei dem mir auffiel, als ich den ersten Film wechselte, daß die ganze Insel schwankte, nicht nur der Campanile ! Zunächst dachte ich, daß ; ich wegen des Schlafdefizits der vorherigen Tage ein wenig neben der Kappe war, aber als ich den Leuchter schwanken sah wußte ich, das es nicht mein Körper sondern die Insel ist, die schwankte. Es ist nicht unangenehm, aber man kann es durcha us wahrnehmen - am Abend im Restaurant kippte ich fast vom Stuhl. Nein nicht zuviel Wein, ich konnte mich einfach nicht daran gewöhnen. Im Dogenpalast läuft man bestimmt eine Wegstrecke von 2-3 km ab, zumindest kam es mir so vor. Man läuft Ewigkeiten kreuz und quer, rauf und runter, schaut sich ständig etwas an, kommt von einem riesigen Raum in den nächsten, pru nkvoll geschmückt, viele Bilder etc. Irgendwann erreicht man einen so riesigen Raum, daß man sich denkt das ist nicht zu toppen - aber man irrt es wird getoppt ! Auch der Gang über die Seufzer-Brücke in den Gefängnisteil ist ewi g, irgendwie wirkt das Gebäude nicht so riesig von außen. Auf alle Fälle lohnt der Besuch - auch wenn man keinen Tintoretto sehen möchte. Allmählich mußten wir uns wieder nach etwas Lukullischem umschauen. Geplant war als nächstes - rein zufällig versteht sich - westlich vom Markusplatz zum Stefansplatz zu laufen, eine der vielen Kirchen zu begutachten aber - was viel wichtiger war - in das Café/Konditorei am Stefansplatz zu gehen - leider scheint der Besitzer gewechselt zu haben da zumindest der Name nicht mehr stimmte (die Adresse schon), und es sich auch um keine Konditorei mehr handelte. Momentan tr&au ml;gt das Lokal den aussagekräftigen Namen "Le Café". Da der Magen aber rebellierte und es auch Zeit wurde ein wenig Flüssigkeit aufzunehmen, beschloßen wir dieses Café einfach auszuprobieren. Es war eine interessan te Lehre ! Die Schokolade war Klasse, das muß man einfach mal so sagen, aus echten Schokoladenstückchen geschmolzen und einfach nur gut - der Preis auch 5,50 €. Wir hatten noch einen Apfelkuchen und ich gab mir ein Tiramisu mit einem dopp elten Espresso - schließlich mußte ich auf mein Coffeinlevel kommen. Ihr könnt Euch vorstellen, daß der Restbetrag in direkter Relation zu Schokolade stand, egal es war die Erfahrung wert. Es folgte ein Abstecher zu unserer Unterkunft per Vaporetto, da wir Morgens nur unser Gepäck abgestellt hatten ohne einzuchecken. Wir haben auf die Gondel Erfahrung verzichtet und sind stattdessen, vor allem am zweiten Tag viel mit den öf fentlichen Verkehrsmitteln (Actv) in und um Venedig rumgefahren, doch dazu später mehr. Als nächstes nahmen wir uns den Stadtteil San Polo vor, da wir abends irgendwo in der Nähe der Rialto Brücke essen wollten - zu dem Zeitpunkt wußten wir noch nicht genau, wo das Lokal Tre Spiedi lag, wir hatten nur eine grobe B eschreibung von unserer Freundin - ausgehend von der Rialto Brücke "Bei der Rialto Brücke nach Norden gehen auf der San Marco Seite über zwei Kanäle, dann gleich rechts ungefähr 100m". San Polo ist ein sehr schönes Viertel, sehr viele kleine verwinkelte Gassen, nette kleine Geschäfte vom Metzger zu Murano Glas, wobei es nicht sehr touristisch wirkt. Besonders schön an diesem Stadtteil sind die vielen kleinen Baccar i und sonstige Enotheken mit angeschlossenem Imbiß Stand, wobei Imbiß eigentlich nicht das passende Wort ist. Es handelt sich eher um viele Kleinigkeiten, selbstverständlich aus hauseigener Produktion, die man mit oder ohne Brot und einem Schoppen Wein (ca. 100 ml) zu sich nimmt. Ideal für uns ! Am einfachsten ist es mit dem Finger auf irgendwas zu deuten und die Anzahl der Stücke entweder zu nennen oder ebenfalls per Finger anzugeben. Wenn man nicht unbedingt etwas warmes Essen möchte ist dieses Fingerfood extrem gut als Mittagessen vor allem in der heißen Jahreszeit geeignet. Hier lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch in der Frari Kirche (Franziskaner), nicht nur wegen des riesigen Tizian (Maria Himmelfahrt). Im allgemeinen wird man feststellen können, wenn man ein paar Kirchen, Museen und Palazzi besucht hat, daß es nur so von Tizians, Tintorettis, Carpaccios, Bellinis und Tiepolos wimmelt. Für Kunsthistoriker ist allein deswegen Venedi g ein Muß - ich kenne mich leider überhaupt nicht bzw. marginal bis nicht-existent damit aus. Auf der Suche nach der Lokalität für unser Abendessen im "Tre Spiedi" rannten wir selbstverständlich erst einmal vorbei, man muß sich an die kleinen Läden erst gewöhnen, zudem auch die Distanzen richtig eins chätzen. Venedig ist winzig und zu Fuß kann man unter Umständen schneller unterwegs sein als mit dem Vaporetto - sofern man weiß wo man hin möchte. Grundsätzlich sind Öffnungszeiten von Restaurants relativ, es hängt dabei sicherlich vom Renommé ab. Auf alle Fälle hatten wir als Tip dieses Lokal empfohlen bekommen, wir können es nun ebenfalls weiter empfehlen, e infach aber gut. So gut, daß wir beschlossen, am nächsten Tag nochmals einzukehren. Wir hatten als Vorspeise einmal Parmaschinken und eine gemischte Fischplatte, als secundo Spaghetti Vongole und Spaghetti Pomodori, dann als Hauptgericht panier te Scholle bzw. die gemischte Fischgrillplatte. Der Nachtisch wäre reine Völlerei gewesen, also haben wir diesen ersatzlos gestrichen und stattdessen einen weiteren Espresso zum Abschluß genommen. Da wir gerade beim "Absatz Essen" sind, erwähne ich gleich einmal das Menü des zweiten Abends, ebenfalls bei "Tre Spiedi": Gemüsesuppe, gemischter Bauernsalat, Fischrisotto für zwei, Creme Caramel und Espress o als Nachtisch. Was auch noch erwähnenswert ist: während unseres Venedig-Aufenthalts fühlte ich mich extrem dehydriert. Tagsüber haben wir uns etwa 2 l Wasser / Saft gegeben und Abends beim Essen nochmals 1,5 l Wasser und 500 ml Wein. Trotz der Lagune war die Wetterlage extrem trocken, was mich wirklich erstaunt hat. Wir haben sehr tief geschlafen und holten ein wenig vom fehlenden Schlaf nach. Das Frühstück im Hotel war wie oben bereits erwähnt, nicht sonderlich. Staubige Brötchen mit Butter und Marmelade und ein Croissant, dazu konnte man sich ein Glas Saft holen (oder auch Chemie pur), aber der Espresso war gut. Wir beschlossen also, unser Frühstück eher im Freien einzunehmen mit leckeren Brötchen und Schinken Käse etc. Am zweiten Tag war zuerst die Basilika am Markusplatz angesagt (die wir uns Tags zuvor wegen der Massen gespart hatten). Markusplatz 9 Uhr morgens, wenig bis keine Touris (vorher macht die Basilika nicht auf). Die Hauptschlange windet sich ins Inne re der Kirche, da wir aber am Tag zuvor schon gesehen haben, daß es rechts weg einen Eingang zur Galerie gab sind wir aus der Reihe ausgescheert und zur Galerie emporgestiegen. Der Eintritt lohnt sich, da man neben einem Ausblick von der Dachterasse über den Markusplatz die prächtig erhaltenen Mosaike aus dem 12. Jahrhundert bestaunen kann. Wenn man sich mittig auf die Galerie stellt und sein Blick am Kirchenschiff entlang laufen läßt, wird einem sofort auffallen, daß sich die Hauptstützpfeiler um ca. 3-5 ° nach außen neigen - es stellt sich nur die Frage, wie es früher war oder ob die Basilika in absehbarer Zeit aufgrund des hohen Gewichtes in sich zusammenfallen wird. Leider ist es nicht mehr mög lich auf den "Katzenstegen" entlang zu laufen, vermutlich aus Sicherheitsgründen bzw. Baufälligkeit, so daß man von der Galerie aus nur Teile der ersten und zweiten Kuppel sehen kann. Da das Wetter wieder perfekt war, strahlend blau, kein Wölkchen am Himmel, beschlossen wir kurzerhand noch nach San Girogio Maggiore zu fahren und dort auf den Campanile zu fahren. Für einen Blick auf Venedig ist dieser Kirchenturm sehr g ut geeignet, wird weniger besucht und kostet nur die Hälfte im Vergleich zum San Marco Campanile. Weiter ging es mit dem Wasserbus in Richtung Dorsoduro, vorbei an Giudecca. Dursoduro ist die Flaniermeile der Venezianer, man findet keinen einzigen To urishop und nur vereinzelte Touris, die Wege sind sehr breit angelegt. Natürlich kamen wir nicht an Café Nico vorbei, der ein hervorragendes Eis herstellt. In der Sonne ließen wir uns das Eis schmecken und folgten dann dem Zattere Ponte Lungo zunächst westwärts um einen Abstecher zu einem Gondelbauer zu machen. Auf dem Weg zum Gondelbauer liefen wir, wie es der Zufall wollte, an einem kleinen aber netten Imbißlokal vorbei. Richtig, trotz des vorher genossenen Eises konnten wir uns nicht zurückhalten ein paar Häppchen mit Wein einzunehmen. Zuvor hatten wir im fast direkt anliegenden Tante Emma Laden ein paar hervorragende grüne Oliven geholt, die als Ergänzung zu den anderen Kleinigkeiten (Cichetti) ideal paßten. Nach der Stärkung führte unser Weg dann ostwärts an die Spitze - leider kann man aufgrund einer Baustelle nicht um die Punta della Dogana herumlaufen und wir mußten wieder ein Stückchen zurückgehen. Wir schlugen uns d urch Seitenstraßen zum Ca'Rezzonico durch. Das Ca' Rezzonico, das sich praktisch zwischen den Stadtteilen San Polo und Dorsoduro am Canale Grande befindet, ist nicht nur für Gemäldeliebhaber einen Besuch wert, sondern auch für "Normaluser", die sich einmal die Innen einrichtung eines Palazzo ansehen wollen (venezianischer Spätbarock), der Garten lädt bei Sonne zum Sonnenanbeten ein. Nach der überwältigenden Vielfalt des Ca'Rezzonico schlenderten wir eher ziellos durch San Polo und seine vielen kleinen Gassen. Dabei besuchten wir nochmals ein paar Kirchen - unter anderem sei hier die (San Pantalon) mit ihrem angeblich größten Deckengewölbe Europas genannt, anschließend zum Campo Santa Margherita, der noch seinen dörflichen Charakter innerhalb der Stadt bewahrt hat. Weiter ging es in Richtung Frari-Kirche, dann zum Campo San Polo, wo wir ein paar leckere Aprikosen Kekse beim "Sonnenuntergang" vernichteten. Der Platz wurde scheinbar von ein paar Babysittern genutzt um die Kinder gemeinsam spielen zu lassen, etwa um 18 Uhr tauchten dann die entsprechenden Mütter auf um die vertei lten Spielsachen einzusammeln. Nachdem die letzten Sonnenstrahlen den Campo verließen, wurde es langsam unangenehm kühl. Wir machten uns dann auf den Weg zu unserem Hotel quer durch die kleinen Gässchen von San Polo über Ferrovia, um die Fototasche abzuliefe rn und anschließend wieder bei "Tre Spiedi" - wie bereits erwähnt - zu essen. Nachdem wir aber relativ schnell durch unser Programm durch gekommen sind, beschloßen wir kurzerhand am dritten Tag ein Tagesticket für den Wasserbus zu lösen und die umgebenden Inseln St. Michele, Murano, Burano, und Torcello zu er kunden. Vorher jedoch sahen wir uns den Stadtteil Canarregio etwas genauer an, vor allem das Jüdische Ghetto. St. Michele hat mir persönlich nicht so wahnsinnig viel gegeben - außer der Kirche, Murano nutzten wir als reinen Umsteigeplatz um den Anschluß zu Burano/Torcello zu bekommen. Ja wir haben ein ganzes Bild auf Murano geschossen (Tou ri-Nap Phobie), den Hauptkanal - das Glashandwerk ist sicherlich interessant, hatte bei uns aber keine so hohe Priorität. Burano war nett zum vorbeifahren, ein Fischerdorf mit Fischerhäusern, möglicherweise gibt es auch mehr auf der Insel, unser Interesse fokussierte sich allerdings auf Torcello. Die lange Anfahrtszeit von ca. 45 Minuten ist ein Besuch auf dem Inselchen wert. neben der Basilika, einem Archäologischen Museum und einem Campanile ist nicht viel zu sehen. Die Basilika stammt allerdings aus dem 6. Jahrhundert und wurde das letze mal im 11. Jahrhundert renoviert. Sie ist einfach beeindruckend, den Campanile haben wir uns gespart und sind stattdessen in das Museum gegangen. Es werden Fundstücke teilweise aus Etruskischer und Römischer Zeit gezeigt, das Museum ist re cht übersichtlich, zumindest das zur Basilika nächstgelegene. Das Museum ist aber zweigeteilt und setzt sich in einem anderen Gebäude weiter fort. Wir haben nur mal schnell reingeschaut, da wir unseren Wasserbus nicht verpassen wollten. Uns er Wasserbus brachte uns über den Lido zurück zum Markusplatz in etwa 1 h. Ab April lohnt sich ein Abstecher auf die Gemüseinsel, da es dort ein Restaurant unter freiem Himmel gibt mit den Angeboten der Saison. Nebenbei sollte man noch ein Top-Restaurant auf Torcello erwähnen, wir waren nicht drin, da es erst um 19 Uhr öffnet, es soll aber angeblich einer der besseren Restaurants sein. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang erreichten wir den Markusplatz und schlenderten nach Osten in Richtung Castello um noch einen Blick in das Arsenale zu werfen - leider ist dies nach wie vor Militärisches Sperrgebiet und für Zivilist en nicht zugänglich. Das Arsenale war früher bedeutend für Venedig, da sie hier - quasi in Fließbandarbeit - ihre Seeflotte gefertigt haben, wenn ich mich nicht völlig täusche benötigten sie 30 Tage um ein fertiges Schi ff zu produzieren. Das ganze war aber nicht 1900 sondern eher um 1000 bis 1500, die Arbeiter waren selbstverständlich privilegiert und hatten gestellte Wohnungen, Essen etc. Das Abendessen nahmen wir diesmal in der Pizzeria "Alla Strega". Nach dem Abendessen wollten wir noch eine Rundfahrt mit der 3 oder 4er Linie machen, aber leider fahren diese nicht mehr so spät abends. Also mußten wir durch ein paar Umsteigeaktionen zwischen Linie 1 und 82 unsere Rundfahrt zusammenstellen, so gegen 23 Uhr waren wir wieder im Hotel und einigermaßen vom Tag geschlaucht. An unserem letzten halben Tag besichtigten wir noch kurz die älteste Apotheke Venedigs (Strada Nova) und San Zanipolo (S.S. Giovanni e Paolo) mit der danebenliegenden Bibliothek des Hospitals (Früher Scuola Grande San Marco). Das Frü ;hstück nahmen wir am Platz direkt vor der Kirche ein und deckten uns für die Rückreise ebenfalls mit leckeren Kleinigkeiten ein. Anschließend schlenderten wir noch zum Abschluß vom Markusplatz in Richtung Castello an der Uferpr omenade entlang, nahmen nochmals ein Eis ein und fuhren mit einem Vaporetto zurück zu unserem Hotel. |
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