Seelsorge im Sankt Elisabeth Krankenhaus
Bärbel Hammerich
Hanns - Johann EhlenSprechstunde im Krankenhaus: Jeden Freitag 14 - 15 Uhr
Wir laden Sie herzlich ein zum Gottesdienst in der Kapelle des St. Elisabeth Krankenhauses im 4. Stock
am 2. und 4. Samstag jeden Monats um 10.45 Uhr.
Sie können den Gottesdienst auch über die Radioanlage an Ihrem Bett verfolgen; ein Liedblatt mit den Lesungen und Liedern bekommen Sie vor dem Gottdienst in der Kapelle oder auf Ihrem Zimmer
Das Sankt Elisabeth -Krankenhaus
Das Sankt Elisabeth-Krankenhaus, eines von knapp 100 Krankenhausern in Schleswig-Holstein, ist ein Belegkrankenhaus. In Belegkrankenhäusern sind die Ärzte, im Gegensatz zu den anderen Krankenhäusern, selbständig. Sie betreuen in ihrer Praxis in der Stadt Kiel oder im Umland die Patienten ambulant. Sollte ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden, braucht der Patient nicht den Arzt zu wechseln, sondern er kann vom gleichen Arzt z.B. operiert oder konservativ stationar betreut werden. Nach dem stationären Aufenthalt erfolgt die nachstationare Weiterbehandlung immer noch durch den gleichen Arzt. Hierdurch ist die optimale kontinuierliche Behandlung gewahrleistet.
Auch wenn Ihr Arzt in seiner Praxis gerade in der Sprechstunde arbeitet ist die medizinische Rund-um-die-Uhr Versorgung bei uns lückenlos gewährleistet. Tagsüber in der Woche arbeiten ständig mehrere Operateure und Anästhesisten im Haus. Im Ärztehaus, welches mit dem Krankenhaus baulich direkt verbunden ist, sind alle Fachrichtungen, die auch im Krankenhaus angeboten werden, vertreten. Zusätzlich befindet sich dort eine internistische Praxis, die konsilarisch im Krankenhaus tätig ist. Nach Arbeitsende im OP und außerhalb der Praxiszeiten im Ärztehaus ist im Krankenhaus ein diensthabender Arzt ständig anwesend und einsatzbereit. Ein Belegarzt ist zusätzlich in Rufbereitschaft, um den Diensthabenden nach Bedarf schnellstens unterstützen zu können. Ständig einsatzbereit durch eine weitere Rufbereitschaft ist noch ein Facharzt aus jeder im Haus vertretenen Fachrichtung, um eventuelle fachliche Probleme sofort kompetent lösen zu konnen.
Weitere Informationen über das Leistungsangebot des St. Elisaebth Krankenhauses
finden Sie im Mediguide für Kiel unter der Rubrik "Krankenhäuser"
St. Elisabeth
Namenspatronin des Sankt Elisabeth Krankenhauses ist die Heilige Elisabeth von Thüringen. Sie lebte von 1207 bis 1231. Geboren wurde sie in Sarospatek in Ungarn. Elisabeth war mit dem Thüringer Landgrafen Ludwig verheiratet und lebte mit ihm auf der Wartburg. Sie hätte ein unbeschwertes Leben führen können. Trotzdem setzte sie sich zeitlebens mit Ihrer gesamten Kraft für Arme und Kranke ein - sehr zum Leidwesen der Thüringer Grafenfamilie. Nur ihr Ehemann Ludwig hielt zu ihr und unterstützte sie tatkräftig. Als Ludwig 1227 bei einem Feldzug ums Leben kam verließ Elisabeth mit ihren 3 Kindern die Wartburg, um, wie ihr Vorbild Franz von Assisi, in völliger Armut zu leben. Sie erhielt jedoch schon 1228 ihr Witwenanteil ausbezahlt und wurde sogar rehabilitiert. Von dem Geld behielt Elisabeth keinen Pfennig, sondern baute ein Hospital fur die Kranken der Armen und bestritt auch die laufenden Kosten fur die Betreuung. Im Alter von nur 24 Jahren starb Elisabeth am 17. November des Jahres 1231. Die Strapazen ihres Lebens im Einsatz für die Bedurftigen hatten die Kräfte Elisabeths vollig aufgezehrt. Bereits 3 1/2 Jahre nach ihrem Tod, am 27. Mai 1235, wurde Elisabeth heilig gesprochen.
Das Sankt Elisabeth Krankenhaus ist eines von 9 Krankenhäusern in Deutschland, die zur Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth gehören. Die Schwestern engagieren sich weltweit in sozialen Bereichen, vor allem in der stationären und ambulanten Krankenpflege, der Altenpflege und Jugendhilfe. Beispielhaft seien hier Aktivitäten in Brasilien, Sibirien und Hammerfest genannt. Gerade in den totalitären Staaten ist die Arbeit meistens schwierig und auch gefährlich. Die Kraft schöpfen die Schwestern vor allem aus ihrem christlichen Glauben, der Liebe zu den Menschen und aus den Erfolgen ihrer Arbeit im Einsatz für die Menschen.
Die Gründung der Kongregation der Schwestern geht auf das Jahr 1842 zurück. In Neisse/Schlesien fanden sich 4 Frauen zusammen, Klara Wolff, Maria und Mathilde Merkert sowie Franziska Werner. Sie linderten die gößte Not der armen Kranken zunächst durch die ambulante Krankenpflege. Sehr schnell fanden diese vier Frauen viele, die sich ihnen anschlossen.
Die Anerkennung durch den preussischen Staat erfolgte jedoch erst im Jahre 1864. Aufgrund der Leistungen der "Grauen Schwestern" im dänischen Krieg erhielt die katholische Wohltätigkeitsanstalt, wie sie fortan hieß, am 23. Mai 1864 durch einen Erlaß des Königs von Preußen, ihre Rechtsfähigkeit.
Blumen und noch etwas mehr - menschlich miteinander
umgehen
10 Empfehlungen für den Krankenbesuch
1) Treffen Sie möglichst mit anderen, die den Kranken
besuchen möchten, eine Absprache über den Zeitpunkt
Ihres Besuches.
Der Kranke hat mehr davon, wenn Sie nicht alle auf einmal kommen.
2) Wählen Sie einen nicht zu großen Blumenstrauß
zum Mitbringen.
Es könnte kein Platz für ihn sein, und er könnte
den Eindruck erwecken, als ob Sie sich hinter ihm verstecken wollten.
3) Setzen Sie sich niemals auf das Bett des Kranken, noch legen
Sie irgendwelche Gegenstände darauf ab.
Das Bett ist der letzte private Bereich, der dem Kranken geblieben
ist.
4) Nehmen Sie sich, wenn es möglich ist, einen Stuhl und
setzen Sie sich.
Wenn Sie stehen, wirken Sie so groß, und der Kranke bekommt
den Eindruck, daß Sie keine Zeit haben.
5) Achten Sie auf die Zeit! Nur selten ist ein Kranker zu einem
ausführlichen Gespräch fähig.
Auch den Bettnachbarn strengt der Besuch an.
6) Erzählen Sie ruhig, was inzwischen draußen passiert
ist. Der Kranke hat das Bedürfnis nach Kontakt mit der normalen
Welt.
Doch betonen Sie nicht zu ausdrücklich, daß es auch
ohne ihn prima läuft.
7) Beginnt der Kranke über seine Sorgen und Ängste zu
sprechen, fallen Sie ihm nicht mit Beschwichtigungen und Tröstungsversuchen
ins Wort.
Vielleicht sind Sie der Einzige, dem er seine Sorgen anzuvertrauen
wagt.
8) Treten Sie weder zu vital noch mitleidig auf. Beides gibt dem
Kranken das Gefühl, der Unterlegene zu sein.
9) Haben Sie keine Angst vor Gesprächspausen! Auch im gemeinsamen
Schweigen kann viel geschehen.
Und wenn Sie Ihre Hand auf die des Kranken legen, kann dies beredter
sein, als viele Worte.
10) Lassen Sie den Kontakt zu dem Kranken nicht abbrechen, wenn
seine Krankheit länger als erwartet dauert.
Mit freundlichen Grüßen, Ihre Krankenseelsorge