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Die Osterpredigt des Hl. Johannes Chrisostomus
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Johannes Chrysostomus


Patriarch von Konstantinopel, Kirchenvater

* 354 (der 344 ?) in Antiochia, dem heutigen Antakya in der Türkei
† 14. September 407 in Pityus in Kolchis, dem heutigen Suchumi in Georgien

Johannes Chrysostomus war (und ist) der berühmteste Prediger der griechisch orthodoxen Kirche – sein Osterpredigt wird bis heute in jeder orthodoxen Kirche in der Osternacht gelesen.



Wer fromm und gottesfürchtig ist, labe sich an diesem schönen strahlenden Fest. 

Wer ein getreuer Knecht ist, gehe fröhlich ein zu seines Herrn Freuden. 

Wer sich im Fasten verzehrt hat, empfange jetzt seinen Dinar. 

Wer von der ersten Stunde an gearbeitet hat, empfange heute seinen gerechten Lohn. 

Wer um die dritte Stunde gekommen ist, feiere mit Danken. 

Wer um die sechste Stunde gekommen ist, zweifle nicht.' er wird nichts einbüßen. 


Wer nach der neunten Stunde gekommen ist, trete herzu ohne Zaudern und Furcht.. 

Wer um die elfte Stunde gekommen ist, fürchte sich nicht ob seines späten Kommens. 

Denn der Herr ist großzügig, er empfängt den Letzten wie den Ersten.


Er läßt den Arbeiter der elften Stunde zur Ruhe eingehen wie den der ersten Stunde. 

Er erbarmt sich des Letzten und sorgt für den Ersten. Jenem gibt er, und diesem schenkt er 

Die Werke nimmt er an und begrüßt den Entschluss. Die Tat ehrt er, und die Absicht lobt er. 

So geht ein, alle, zu eures Herrn Freuden!


Empfangt euren Lohn, die Ersten wie die Letzten! Reiche und Arme, jubelt miteinander! 

Ausdauernde und Achtlose, ehrt diesen Tag! 

Wer die Fasten gehalten, und wer sie vermieden, freue sich heute! 

Der Tisch ist gedeckt, tretet alle herzu und tut euch gütlich 

Das gemästete Kalb ist bereit, niemand gehe hungrig von dannen. 

Jeder erquicke sich am Gastmahl des Glaubens. 

Jeder genieße den Reichtum seiner Güte.


Niemand beklage seine Armut, denn das Reich ist allen erschienen. 

Niemand beweine seine Schuld, denn Vergebung leuchtet vom Grabe. 

Niemand fürchte den Tod, denn des Erlösers Tod hat uns befreit. 

Er hat den Tod vernichtet, von dem er umfangen war. 

Er hat die Hölle gefangen geführt, in die er hinabfuhr 

Er erzürnte sie, der er sein Fleisch zu kosten gab.


Jesaja weissagt und spricht: 

„Die Hölle ward betrübt, als sie dich gewahrte. 

Sie ward betrübt, denn sie ward zu Spott. 

Sie ward betrübt, denn sie ward vernichtet. 

Sie ward betrübt, denn sie ward gestürzt 

Sie ward betrübt, denn sie ward gefesselt."


Die Hölle nahm einen Leib und begegnete Gott. 

Sie nahm Erde und traf auf den Himmel. 

Sie nahm das Sichtbare und fiel durch das Unsichtbeare.


O Tod, wo ist dein Stachel? O Hölle, wo ist dein Sieg? 

Christ ist erstanden, und du bist gestürzt 

Christ ist erstanden, und die Dämonen sind gefallen. 

Christ ist erstanden, und die Engel frohlocken. 

Christ ist erstanden, und das Leben ist Sieger. 

Christ ist erstanden, und leer sind die Graber.


Denn Christus ist geworden der Erstling unter denen, die da schlafen, 

da er ist auferstanden von den Toten. 

Ihm sei Lob und Preis von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.

CHRlSTUS IST AUFERSTANDEN, ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!



Die Osterpredigt des Hl. Johannes Chrisostomus

Osternacht / Ostersonntag 1.Thessalonicher 4,13-14 Von der Auferstehung der Toten
13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.
14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.


Osternacht / Ostersonntag 1.Thessalonicher 4,13-14 Von der Auferstehung der Toten
Karfreitag Hebräer 9,15.26b-28 Der Mittler des neuen Bundes



15 Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
26 … Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
27 Und wie den Menschen bestimmt ist, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht:
28 so ist auch Christus "einmal" geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.


Karfreitag Hebräer 9,15.26b-28 Der Mittler des neuen Bundes
Gründonnerstag: Die Fußwaschung nach Johannesevangelium 13
Die Fußwaschung
1 Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 2 Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, 3 Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging, 4 da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. 5 Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. 6 Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen? 7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. 8 Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir. 9 Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! 10 Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; denn er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte seinen Verräter; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin's auch. 14 Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. 15 Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Apostel nicht größer als der, der ihn gesandt hat. 17 Wenn ihr dies wisst - selig seid ihr, wenn ihr's tut. 18 Das sage ich nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muss die Schrift erfüllt werden (Psalm 41,10): »Der mein Brot isst, tritt mich mit Füßen.« 19 Jetzt sage ich's euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin. 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer jemanden aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.


Gründonnerstag: Die Fußwaschung nach Johannesevangelium 13