wie wenig es braucht, damit wir unsere menschlichkeit
verlieren …
das gefühl nicht genug beachtet zu werden …
eine authorität … überforderung … und
schon fragen wir: “bin ich meines bruders
hüter?”
kommentare
und anfragen bitte an:
pfarrer.herzblut(at)aon(pünktchen)at
1. Mose 4
1 Und Adam erkannte seine Frau Eva,
und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach:
Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN. 2
Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde
ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann.
3 Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain
dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes.
4 Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner
Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an
Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer sah
er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte
finster seinen Blick. 6 Da sprach der HERR zu Kain:
Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick?
7 Ist’s nicht also? Wenn du fromm bist, so
kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht
fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir
hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.
8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs
Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde
waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und
schlug ihn tot.
9 Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder
Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines
Bruders Hüter sein? 10 Er aber sprach: Was hast du
getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit
zu mir von der Erde. 11 Und nun: Verflucht seist du
auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines
Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12 Wenn du
den Acker bebauen wirst, soll er dir hinfort seinen
Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du
sein auf Erden.
13 Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Strafe ist zu
schwer, als dass ich sie tragen könnte.1 14 Siehe, du
treibst mich heute vom Acker, und ich muss mich vor
deinem Angesicht verbergen und muss unstet und
flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen,
dass mich totschlägt, wer mich findet.
15 Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer
Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt
werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass
ihn niemand erschlüge, der ihn fände. 16 So ging Kain
hinweg von dem Angesicht des HERRN.