Seattle
Thank you.
28/09/07 04:30 Filed in: Personal
I am back in Germany, in Jena in the living room of
my parents house. Pat drove me to SeaTac, not after
we had a farewell meal at the Jack in the Box in
Ballard. After a long flight (I scored an exit row
and had some Danish Pilsner) and some delay because
of torrential rains in Frankfurt and a long drive
through the rainy night I arrived last night. A new
chapter is about to begin, tomorrow I'll drive to
Berlin and get the rest of our stuff into the
apartment Luzie already lives in since a month or so.
I am very much looking forward to it, living in
Berlin, working in Potsdam. It was very sad to leave
Seattle, after the great time we had there. It is a
truly great place, I miss the mountains already.
Luckily, I could see Mt Rainier in its full glory
while flying out of SeaTac. And I will miss all you
guys, who made this 1.75 years in Seattle a wonderful
time, let me say awesome time. Thank you for this, it
would not have been half the fun, without meeting
you. We had a bonfire at Golden Gardens on my
birthday last Monday (Pat & Sarah
talked about this too), what a great sunset
over the Olympics!
And we headed out to the Sloop Tavern in Ballard, home of the 34oz beers. Biggest beers West of Munich. Sloop is, as I learned, a one-mast sailboat. S.L.U.T. T-Shirts were sold out and I did not make it up the Space Needle. More reasons to come back. Some pictures of my last days in Seattle here.
This is my first post in English on this blog and I plan on continuing in English, maybe sometimes German too, so the Seattle crowd can follow up on the Berlin Chapter, starting tomorrow, and get their a**es over here soon!
And we headed out to the Sloop Tavern in Ballard, home of the 34oz beers. Biggest beers West of Munich. Sloop is, as I learned, a one-mast sailboat. S.L.U.T. T-Shirts were sold out and I did not make it up the Space Needle. More reasons to come back. Some pictures of my last days in Seattle here.
This is my first post in English on this blog and I plan on continuing in English, maybe sometimes German too, so the Seattle crowd can follow up on the Berlin Chapter, starting tomorrow, and get their a**es over here soon!
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Straßenbahn in Seattle: Riding the S.L.U.T.
25/09/07 22:14 Filed in: Personal
Autofahren in Seattle selber mach wenig Spass,
besonders zu den Hauptverkerhrszeiten (auf den
Highways ausserhalb der Stadt gehts deutlich
enspannter zu als in Deutschland, davor grauts mir ja
schon wieder...). Es gibt ja Busse, die fahren
auch überall hin, auch immer mit interessanten
Leuten, aber stecken halt auch im Stau. Und
sobald man umsteigen muss verlängert sich die
Fahrt ins unermessliche. Seattle hatte ein
relativ weitreichendes Straßenbahnsystem
("Trolleys"), in den 50ern wurde das jedoch
abgebaut, und dafür Highways, im Westen Freeways
genannt, gebaut. Nun wurden es irgendwann
zuviele Autos und man erinnerte sich an die
Straßenbahn. Eine Linie zum Flughafen wird bald
eröffnet und eine von Downtown zum südlichen
Lake Union. Arbeitsabkürzung für den South Lake
Union Trolley: S.L.U.T.
Dummerweise bemerkte jemand zu spät das aus dem Akronym das englische Wort für Schlampe entsteht... Naja, und nun kann man T-Shirts davon kaufen und die Geschichte kommt in den National News, mit beep versteht sich.
Dummerweise bemerkte jemand zu spät das aus dem Akronym das englische Wort für Schlampe entsteht... Naja, und nun kann man T-Shirts davon kaufen und die Geschichte kommt in den National News, mit beep versteht sich.
letzter Arbeitstag, letzter Tag in der Wohnung, erster Tag Urlaub
31/08/07 00:08 Filed in: Personal
Mein Abschied beginnt nun auch, Sachen sind gepackt,
Arbeit beendet, paper submitted und aus der Wohnung
ausgezogen. Nun bleibe ich bei Patrick und Sarah, in
Ballard, der Nachbarneighborhood von Fremont.
Das was mir den Abschied versüßt und noch nicht
wirklich real macht, ist der Monat den ich hier
noch habe. Bald mehr davon.
Das Highdive in Fremont.
Das Highdive in Fremont.
Luzies Abschied aus Seattle
27/08/07 22:58 Filed in: Personal
Auch wenn es nun schon eine Weile her ist und ich mit
dem Blogschreiben hinterherhänge: Luzie ist
inzwischen schon wieder zurück in Deutschland, und
arbeitet sogar schon! Die Hauptstadt ruft auch mich
schon in Bälde, Ende September werde auch ich Seattle
verlassen.
Nunja, das traurige sind ja immer die Verabschiedungen. Für mich umso mehr, denn ich habe das ja alles nochmal vor mir, nachdem ich es ja nun mit Luzie schon mitgemacht habe: Zuerst gab es einen zünftigen Abend in unserer lokalen Kneipe, dem Buckaroo. Ich glaube ich hab das noch gar nicht so richtig gewürdigt, eine sehr gute Bar, nicht auf hip gemacht (wie sonst recht vieles in Fremont) sonder halt eine Art Wartburg (Bar in Jena) von Fremont. Dive-Bar nennt man das hier. Jedenfalls war der Abend sehr lang, so dass ich einen großen Teil unseres Yard Sales am nächsten Tag verpasste. EIn "Yard Sale", oder auch "Garage Sale" oder "Rummage Sale" ist auch was sehr amerikanisches. Einmal im Jahr (im Sommer) bringt man seinen ganzen Müll vor sein Haus, pflastert die Gegend mit Hinweisschildern die eben "Yard Sale" sagen zu und verkauft alles für 1-5$ das Stück. Egal was, die Leute kaufen recht viel. So habe ich auch nen CD Player für 10$ erstanden und ähnliche Schnäppchen. Am Abend danach sind wir Suhsi essen gewesen, und dann bowlen im Sunset Bowl in Ballard. Am dritten, und Luzies wirklich letztem (vollen) Tag, waren wir in Magnolia, ein sehr schöner Stadteil von Seattle (siehe Bild oben mit uns zwsichen Pacific Madron und Space Needle), essen mit Blick auf Boote und die Skyline von Seattle und spazierengehen am Strand. Den letzten Sonnenuntergang gab es im Carkeek Park bevor ich Luzie früh am Morgen zum Flughafen gefahren habe... die traurigen Momente habe ich jetzt ausgelassen, das waren die Verabschiedungen von unseren Freunden. Ich habe noch 4 Wochen um mich langsam darauf vorzubereiten. Sarah und Patrick geben auch eine schöne Beschreibung derselben Ereignisse, die ich natürlich verlinke.
Fotos vom Verabschieden hier und vom Juli in Seattle auch hier.
Nunja, das traurige sind ja immer die Verabschiedungen. Für mich umso mehr, denn ich habe das ja alles nochmal vor mir, nachdem ich es ja nun mit Luzie schon mitgemacht habe: Zuerst gab es einen zünftigen Abend in unserer lokalen Kneipe, dem Buckaroo. Ich glaube ich hab das noch gar nicht so richtig gewürdigt, eine sehr gute Bar, nicht auf hip gemacht (wie sonst recht vieles in Fremont) sonder halt eine Art Wartburg (Bar in Jena) von Fremont. Dive-Bar nennt man das hier. Jedenfalls war der Abend sehr lang, so dass ich einen großen Teil unseres Yard Sales am nächsten Tag verpasste. EIn "Yard Sale", oder auch "Garage Sale" oder "Rummage Sale" ist auch was sehr amerikanisches. Einmal im Jahr (im Sommer) bringt man seinen ganzen Müll vor sein Haus, pflastert die Gegend mit Hinweisschildern die eben "Yard Sale" sagen zu und verkauft alles für 1-5$ das Stück. Egal was, die Leute kaufen recht viel. So habe ich auch nen CD Player für 10$ erstanden und ähnliche Schnäppchen. Am Abend danach sind wir Suhsi essen gewesen, und dann bowlen im Sunset Bowl in Ballard. Am dritten, und Luzies wirklich letztem (vollen) Tag, waren wir in Magnolia, ein sehr schöner Stadteil von Seattle (siehe Bild oben mit uns zwsichen Pacific Madron und Space Needle), essen mit Blick auf Boote und die Skyline von Seattle und spazierengehen am Strand. Den letzten Sonnenuntergang gab es im Carkeek Park bevor ich Luzie früh am Morgen zum Flughafen gefahren habe... die traurigen Momente habe ich jetzt ausgelassen, das waren die Verabschiedungen von unseren Freunden. Ich habe noch 4 Wochen um mich langsam darauf vorzubereiten. Sarah und Patrick geben auch eine schöne Beschreibung derselben Ereignisse, die ich natürlich verlinke.
Fotos vom Verabschieden hier und vom Juli in Seattle auch hier.
mit Besuch aus Jena in die Wüste, französische Ortsnamen und Geologie
Also, doch nochmal Besuch aus Jena! Und dann noch
dienstlich! Gerd, seineszeichens mein Doktorvater,
war auf Dienstdurchreise hier. Nach Absolvierung des
wissenschaftlichen Programmes an der Uni blieb noch
zeit fürs kulturelle. Leider ist der Sommer dieses
Jahr doch eher
durchnschnittlich, scheinbar war der letzte doch die
Ausnahme. Es ist grau und feucht, oft, aber
wir haben dann auch diese herrlichen tage an
denen Mt. Rainier über der Stadt trohnt.., Gerd
war dieser Anblick nocht vergönnt, deshalb für
ihn ein Bild vom letzten Jahr:
So sieht das wirklich aus. Und diese Tage lassen einen dann aber auch den Rest vergessen. Man kann die Seattlelites dann sehr gut verstehen, das sie den grauen langen, nassen Winter überstehen. Das ist es wert, das ist wirklich einzigartig.
Egal, wir hatten nur ein Wochenende, also hiess es ab in die Wüste. Ich habs ja schon mehrmals erwähnt, 2h östlich von Seattle ist Schluß mit Evergreen State. Da kann man recht sicher sein, das es zu dieser Jahreszeit trocken und heiss ist. Also, nix wie rüber zu den Salzseen vom Lower Grand Coulee. Ein ehemaliger Flußlauf des Columbia River, also eine Art Canyon, heisst hier auf Altfranzösisch Coulee. Waren wohl die alten französichen Trapper, die hier vor gerade mal 200 Jahre aufliefen und manchen Orten französiche Namen gaben, die es heute noch gibt. Immernoch, wo doch sogar french fries (Pommes) nun freedom fries heissen (sollten, aber keine macht mit, zu dumm - aber nun ist der neue französische Präsident ja auch ein halber Amerikaner). [Wikipedia ist schon cool, so habe ich eben erfahren das Sauerkraut im ersten Weltkrieg schonmal liberty cabbage hiess...]
Wie dem auch sei, dieses Coulee hat eine ganz andere, viel ältere interessantere Geschichte, speziell cool für die Geologen unter euch. Zunächst mal befinden wir uns wieder in den Columbia River Plateau Basalten, die das ganze Gebiet vor 10-15 Millionen Jahren mit Lava bedeckten. Dann war lange nix, die Eiszeiten bedeckten später alles mit Eis. Als die Eispanzer abschmolzen, vor 15000-13000 Jahren, bildete sich im heutigen Montana ein riesiger See, der Lake Missoula, hinter den Gletschern. In diesen 2000 Jahren brachen diese Eisdämme mehrmals, und so ergossen sich der halbe Lake Michigan über Ost Washington - innerhalb von wenigen Wochen. Man nennt das ganze die Missoula Floods, man kann sich das nicht vorstellen, aber das Wort Megaflood scheint dem ganzen durchaus gerecht zu werden. Jedenfalls wurde auch das Tal des Grand Coulee durch so ein event geformt.
Also, hier hat die Geologie anstatt Jahrmillionen, wie beim Grand Canyon, mal nur Wochen gebraucht. Es gibt eine ganze Reihe von Solchen sagen wir mal Abflußrinnen, die sogenannten scablands in Ost-Washington. Also fuhren wir wir da hin, besichtigten die dry falls, Wasserfälle die einstmals die größten der Welt waren (kurzzeitig aber gross). Heute ist es wie gesagt Wüste, so gibt es Salzseen, wie den Soap Lake in eben diesem Tal. Gemeinhin wird behauptet das Wasser und Sediment wäre Heilwasser bzw hautfreundlicher Schlamm, es wird sogar mit einem Schild am See darauf hingewiesen, dass es vergleichbares Wasser nur in Baden-Baden, Germany gäbe, aber mein geliebter Reiseführer "Roadside Geology of Washington" sagt dazu trocken: "We don't agree". Ich sags ja, alles nur Cyanobakterien (ich mag diese inzwischen auch aus wissenschaftlichen Gründen sehr gerne).
So sieht das wirklich aus. Und diese Tage lassen einen dann aber auch den Rest vergessen. Man kann die Seattlelites dann sehr gut verstehen, das sie den grauen langen, nassen Winter überstehen. Das ist es wert, das ist wirklich einzigartig.
Egal, wir hatten nur ein Wochenende, also hiess es ab in die Wüste. Ich habs ja schon mehrmals erwähnt, 2h östlich von Seattle ist Schluß mit Evergreen State. Da kann man recht sicher sein, das es zu dieser Jahreszeit trocken und heiss ist. Also, nix wie rüber zu den Salzseen vom Lower Grand Coulee. Ein ehemaliger Flußlauf des Columbia River, also eine Art Canyon, heisst hier auf Altfranzösisch Coulee. Waren wohl die alten französichen Trapper, die hier vor gerade mal 200 Jahre aufliefen und manchen Orten französiche Namen gaben, die es heute noch gibt. Immernoch, wo doch sogar french fries (Pommes) nun freedom fries heissen (sollten, aber keine macht mit, zu dumm - aber nun ist der neue französische Präsident ja auch ein halber Amerikaner). [Wikipedia ist schon cool, so habe ich eben erfahren das Sauerkraut im ersten Weltkrieg schonmal liberty cabbage hiess...]
Wie dem auch sei, dieses Coulee hat eine ganz andere, viel ältere interessantere Geschichte, speziell cool für die Geologen unter euch. Zunächst mal befinden wir uns wieder in den Columbia River Plateau Basalten, die das ganze Gebiet vor 10-15 Millionen Jahren mit Lava bedeckten. Dann war lange nix, die Eiszeiten bedeckten später alles mit Eis. Als die Eispanzer abschmolzen, vor 15000-13000 Jahren, bildete sich im heutigen Montana ein riesiger See, der Lake Missoula, hinter den Gletschern. In diesen 2000 Jahren brachen diese Eisdämme mehrmals, und so ergossen sich der halbe Lake Michigan über Ost Washington - innerhalb von wenigen Wochen. Man nennt das ganze die Missoula Floods, man kann sich das nicht vorstellen, aber das Wort Megaflood scheint dem ganzen durchaus gerecht zu werden. Jedenfalls wurde auch das Tal des Grand Coulee durch so ein event geformt.
Also, hier hat die Geologie anstatt Jahrmillionen, wie beim Grand Canyon, mal nur Wochen gebraucht. Es gibt eine ganze Reihe von Solchen sagen wir mal Abflußrinnen, die sogenannten scablands in Ost-Washington. Also fuhren wir wir da hin, besichtigten die dry falls, Wasserfälle die einstmals die größten der Welt waren (kurzzeitig aber gross). Heute ist es wie gesagt Wüste, so gibt es Salzseen, wie den Soap Lake in eben diesem Tal. Gemeinhin wird behauptet das Wasser und Sediment wäre Heilwasser bzw hautfreundlicher Schlamm, es wird sogar mit einem Schild am See darauf hingewiesen, dass es vergleichbares Wasser nur in Baden-Baden, Germany gäbe, aber mein geliebter Reiseführer "Roadside Geology of Washington" sagt dazu trocken: "We don't agree". Ich sags ja, alles nur Cyanobakterien (ich mag diese inzwischen auch aus wissenschaftlichen Gründen sehr gerne).
Picnic im Park
03/08/07 16:57 Filed in: Personal
Nun geht die Seattle Zeit langsam dem Ende entgegen.
Zeit genug, mal endlich eine Party zu organisieren.
Da Sommer ist möchte man auch gerne draussen sein und
der Thüringer in mir will auch grillen. Im "Bavarian Meats" gibt es zwar
keine richtigen Thüringer Bratwürste, aber
dennoch ganz gute. Also, haben wir unsere
Freunde eingeladen an einem schönen
Sonntagnachmittag im nahen Woodland Park mit uns
zu grillen. Bekannterweise darf man kein Bier
oder sonstiges Alkohol in der Öffentlichkeit
konsumieren, schon gar nicht im Park, wo so
viele Kinder spielen. Über diesen Umstand
schüttelt nun auch jeder Amerikaner den wir
kennen den Kopf. Aber, da man hier ja das to-go,
also unterwegs
trinken quasi erfunden hat, füllt man sein
Bier in unauffällige Gefäße, wie eben einen
Kaffeetrinkbecher oder eine Plastiktrinkflasche.
Und es macht ja jeder so. Es gibt auch keine
Getränkepolizei oder so (beim
Sasquatch-Festival gab es Liquor enforcement, was
auch immer die machten), von daher ist es dann auch
ok. Höhepunkt des Festes war dann das Piñata
zerschlagen:
Die USA sind ja inzwischen schon fast ein spanischprechendes Land, also halten auch mehr und mehr mexikanische Bräuche Einzug. Piñatas sind Pappdinger die mit Süssigkeiten gefüllt werden und zumeist das Geburtstagskind muss dann mit einem Stock und verbundenen Augen versuchen das Teil kurz und klein zu schlagen. Man sieht dabei unglaublich blöd aus (man sieht ja nix), die Masse freuts das natürlich um so mehr. Fotos
Die USA sind ja inzwischen schon fast ein spanischprechendes Land, also halten auch mehr und mehr mexikanische Bräuche Einzug. Piñatas sind Pappdinger die mit Süssigkeiten gefüllt werden und zumeist das Geburtstagskind muss dann mit einem Stock und verbundenen Augen versuchen das Teil kurz und klein zu schlagen. Man sieht dabei unglaublich blöd aus (man sieht ja nix), die Masse freuts das natürlich um so mehr. Fotos
Katzenalarm!
03/08/07 16:53 Filed in: Personal
Luzie hat ja im Seattle Animal Shelter, dem örtlichen
Tierheim als Freiwillige gearbeitet. Dabei kann man
Katzen solange bei sich zu Hause betreuen, bis sie
neue Eltern gefunden haben. Im Juni gab es ganz viele
junge, kleine Katzen. Wir hatten einmal 5 kleine süße
Kätzchen! Da war was los in der Bude, ich habe mich
besonders in den kleinen Tuxedo verliebt:
Er kam immer auf einen heraufgeklettert... und hat immer ganz laut miaut, wenn man nach Hause kam. Ja, nun haben die Kleinen aber eine neue Heimat und wir ja auch bald. Luzie schaut schon nach Katzen...
Er kam immer auf einen heraufgeklettert... und hat immer ganz laut miaut, wenn man nach Hause kam. Ja, nun haben die Kleinen aber eine neue Heimat und wir ja auch bald. Luzie schaut schon nach Katzen...
Independance Day
08/07/07 19:04 Filed in: Personal
Es ist also wieder soweit. Der Sommer hält Einzug in
Seattle, alle Flaggen werden rausgehängt und man
grillt im Garten.
Abends wird dann vom Lake Union ein recht beeindruckendes Feuerwerk abgeschosssen. Wir waren bei Robert und Bill eingeladen, die gerade ein schickes Apartment in Capitol Hill mieten - mit sehr gutem Blick auf die Stadt und den See.
Flaggen hängen ja hier eh öfter als in Deutschland rum (es sei denn es ist WM), zum 4. Juli ist hier sozusagen WM. Die Space Needle bekommt eine Flagge aufgesetzt, im Supermarkt bekommt man Flaggen zum Sonderpreis (wobei man suchen muss um eine Flagge zu bekommen, die nicht Made in China ist). Beliebt sind ja auch T-Shirts mit Flaggen, oder was ich neulich sah, eine Hose. Sowas sieht man dann nicht in Seattle, aber auf dem Lande dann schon. Aber, das ist eigentlich nicht erlaubt, laut dem Flag Code. "Die Flagge soll nicht als Kleidung getragen werden". Ha, bummer, wie der Amerikaner sagt. Die ganzen Leute mit ihren Flaggen-T-Shirts und Hosen verletzten den Flag Code! Aber, um ehrlich zu sein, dieser Code ist auch sehr kompliziert. Man wähnt sich in Deutschland, die Bestimmungen für einen neuen Gewerbepark zu lesen oder sowas (hab ich noch nicht gelesen, aber so in etwa stelle ich mir das vor). Alleine wie man die Flagge zu falten hat. Schwierig.
Abends wird dann vom Lake Union ein recht beeindruckendes Feuerwerk abgeschosssen. Wir waren bei Robert und Bill eingeladen, die gerade ein schickes Apartment in Capitol Hill mieten - mit sehr gutem Blick auf die Stadt und den See.
Flaggen hängen ja hier eh öfter als in Deutschland rum (es sei denn es ist WM), zum 4. Juli ist hier sozusagen WM. Die Space Needle bekommt eine Flagge aufgesetzt, im Supermarkt bekommt man Flaggen zum Sonderpreis (wobei man suchen muss um eine Flagge zu bekommen, die nicht Made in China ist). Beliebt sind ja auch T-Shirts mit Flaggen, oder was ich neulich sah, eine Hose. Sowas sieht man dann nicht in Seattle, aber auf dem Lande dann schon. Aber, das ist eigentlich nicht erlaubt, laut dem Flag Code. "Die Flagge soll nicht als Kleidung getragen werden". Ha, bummer, wie der Amerikaner sagt. Die ganzen Leute mit ihren Flaggen-T-Shirts und Hosen verletzten den Flag Code! Aber, um ehrlich zu sein, dieser Code ist auch sehr kompliziert. Man wähnt sich in Deutschland, die Bestimmungen für einen neuen Gewerbepark zu lesen oder sowas (hab ich noch nicht gelesen, aber so in etwa stelle ich mir das vor). Alleine wie man die Flagge zu falten hat. Schwierig.
Mal wieder eine Ruder- Horror-Storry
25/02/07 15:37 Filed in: Luzies
Geschichten
Wenn Dirk und ich wandern gehen, lassen wir immer
unsere Hühneraguen nach Schwarzbären Ausschau halten-
man weiß ja nie… Vor einem Jahr hat es ein
Schwarzbär tatsächlich geschafft sich unbemerkt durch
die dichtbesiedelten Vororte von Seattle zu drücken ,
um dann in einem Park im Herzen Seattles (3 Kilometer
entfernt von uns) endeckt
und erschossen zu werden. Wilde Tiere
sind hier also im Zweifelsfall überall zu
finden.So, und nun zu dem, süßen See, auf dem ich
rudere. Heute Früh, ich war etwas spät, haben sich
gerade ein paar Mädels und Jungs über die
potentielle Gefahr von Haiangriffen auf dem
Lake Union (der
See auf dem wir rudern, durch eine Schleuse vom
Puget Sound getrennt, ein Ästuar, der dann langsam
ins offene Meer via die Juan de Fuca Strasse
führt) unterhalten. Eigentlich ein witziger
Gedanke. Ich habe mir bisher noch keine Gedanken
darum gemacht. Da das Kentern aber eine alltäglich
Gefahr beim Rudern ist, habe ich gespannt
zugehört. Zu dem wunderbaren Film aus den
Einführungstagen “Tod durch Rudern”
(s. catching a
crab), kam jetzt also noch ein neue
Variante hinzu - Haiangriff.
Einige meiner Ruderkollegen kommen aus Ecken der USA, wo sie wohl schon in Buchten mit Haien gerudert sind. Ein Mädel erzählte daraufhin, wie sie als Kind in einem Ruderboot mit Motor gesessen habe. Der Motor war wohl gerade aus und der Rotor noch etwas am rotieren, als das Boot anfing zu rütteln. Sie hat sich umgedreht und da hing doch ein fetter Hai am Ruderboot und hat es versucht zu fressen. Sie meinte Sie habe noch nie so eine Angst gehabt. Das ganze hat sich auf den San Juan Inseln nördlich von Seattle zugetragen….Habe ich schon erwähnt, dass das unser Ziel für den nächsten Sommer ist (kennt jemand “Schnee der auf Zedern fällt”? Das spielt dort)? Ruderboot fahren fällt aus!Offensichtlich kommt es tatsächlich vor, dass Ruderboote auf Hoher See angegriffen werden. So rudern Vereine zum Beispiel in Neuseeland auf dem Meer und da kommt es dann schon mal vor, dass sich ein Hai im Boot verbeißt.Ich werde berichten, wenn es ein Hai geschafft hat durch die Schleuse zu kommen und sich in meinem Paddel verbeisst. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich mit meinem Paddel einem Lachs einen auf das Sockeye gebe- die kommen nämlich bald wieder in Massen zum Laichen durch den See geschwommen. Vielleicht das ungefährlichere Erlebnis von beiden ;o)
Einige meiner Ruderkollegen kommen aus Ecken der USA, wo sie wohl schon in Buchten mit Haien gerudert sind. Ein Mädel erzählte daraufhin, wie sie als Kind in einem Ruderboot mit Motor gesessen habe. Der Motor war wohl gerade aus und der Rotor noch etwas am rotieren, als das Boot anfing zu rütteln. Sie hat sich umgedreht und da hing doch ein fetter Hai am Ruderboot und hat es versucht zu fressen. Sie meinte Sie habe noch nie so eine Angst gehabt. Das ganze hat sich auf den San Juan Inseln nördlich von Seattle zugetragen….Habe ich schon erwähnt, dass das unser Ziel für den nächsten Sommer ist (kennt jemand “Schnee der auf Zedern fällt”? Das spielt dort)? Ruderboot fahren fällt aus!Offensichtlich kommt es tatsächlich vor, dass Ruderboote auf Hoher See angegriffen werden. So rudern Vereine zum Beispiel in Neuseeland auf dem Meer und da kommt es dann schon mal vor, dass sich ein Hai im Boot verbeißt.Ich werde berichten, wenn es ein Hai geschafft hat durch die Schleuse zu kommen und sich in meinem Paddel verbeisst. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich mit meinem Paddel einem Lachs einen auf das Sockeye gebe- die kommen nämlich bald wieder in Massen zum Laichen durch den See geschwommen. Vielleicht das ungefährlichere Erlebnis von beiden ;o)
Kaffee trinken in Seattle
12/02/07 20:36 Filed in: on America
Lange habs ich schon vor, nun endlich kommt der
Bericht zum Kaffetrinken.
Das ist nämlich was besonderes hier, und nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Aufgrund extremen Zeitmangels hat der Amerikaner das Kaffeetrinken to-go erfunden. Das gibt es ja inzwischen auch schon in Deutschland. Da man hier die meiste Zeit seines Lebens auf Arbeit oder im Auto verbringt, muss jedes Auto mehrere Getränketassenhalter haben. Die europäischen Hersteller haben da auch gewisse Umsatzeinbussen hinnehmen müssen, weil sie diesen Trend verschlafen hatten. Ein guter SUV aus dem (untergehenden) Hause Ford, GM oder Chrysler hat 7. Aber das nur am Rande. Zurück zum Kaffee.
Kaffee in den omnipräsenten Cafes zu bestellen ist nicht so einfach. Als ich zum ersten Mal die Tafel las, auf der angeschrieben ist was man so alles bestellen kann, verstand ich gar nichts. Möchte man einen tall, medium oder grande oder venti (das sind nur die Größen, und jeder Kaffeeladen hat da andere Bezeichnungen für. Warum man nicht einfach bei small medium large geblieben ist...)? Man sollte ja meinen Kaffee ist Kaffee. Naja, ich bestellte einfach einen mittleren Kaffee. Man kommt sich dann doof vor, weil der vor einem der Barista (so heissen hier die Kaffeebarverkäuferinnen) einen ganzen Roman an die Backe gelabert hat und dann einen wahnsinnig sophisticaeted Kaffee bekommt, der 10 Minuten braucht, bis er gar ist. (hier hebt sich der Zeitgewinn durch das to-go Gehabe wieder auf).
Noch problematischer sind die ungefähr tausend verschiendenen Optionen, die man für seinen Kaffee hat, die aber nirgendwo stehen.
Ich glaube dass der Erfolg von Starbucks mit dem amerikanischen Streben nach ungeheurer Indiividualität einhergeht. Dh der Kaffee kann in 10.000 verschiedenen Varianten hergestelllt werden. Nicht nur kann man Milch haben, nein die kann entweder fat-free oder Soya Milch sein. Dann kann der Kaffee double oder single shot sein, also doppelt oder einfach (Espresso immerhin). Dann natürlich das übliche, Latte, Capuccino. Besonderheit ist der Americano, ein mit heissem Wasser verdünnter Espresso. Schmeckt auch so. Ach ja, und man kann dann noch extra room for cream (also extra Platz für Milch) haben. Und der ganz normale Kaffee wäre dann ein Drip Coffee, also der bekannte Filterkaffee.
Aber bei allem Wirrwarr muss man Seattle zugestehen, das die Kaffeekultur doch etwas hat, es gibt quasi nur Organic Coffee, also politisch korrekten Fair Trade Kaffee, der Kaffe ist lecker und die Cafes sind sehr nett. Man muss hier nie zu Starbucks gehen, es gibt ne Menge schicke Cafes in jedem Viertel. Trotz allem organic Gehabe wird der Kaffee aber gerne in Pappbechern serviert, aber als richtiger Seattlelite hat man natürlich einen Thermosbecher aus Metall. Sobald man aufs Land raus fährt ist natürlich der Spass vorbei und man sehnt sich nach Starbucks. Vor allem jenseits der Espresso Divide.
Das ist nämlich was besonderes hier, und nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Aufgrund extremen Zeitmangels hat der Amerikaner das Kaffeetrinken to-go erfunden. Das gibt es ja inzwischen auch schon in Deutschland. Da man hier die meiste Zeit seines Lebens auf Arbeit oder im Auto verbringt, muss jedes Auto mehrere Getränketassenhalter haben. Die europäischen Hersteller haben da auch gewisse Umsatzeinbussen hinnehmen müssen, weil sie diesen Trend verschlafen hatten. Ein guter SUV aus dem (untergehenden) Hause Ford, GM oder Chrysler hat 7. Aber das nur am Rande. Zurück zum Kaffee.
Kaffee in den omnipräsenten Cafes zu bestellen ist nicht so einfach. Als ich zum ersten Mal die Tafel las, auf der angeschrieben ist was man so alles bestellen kann, verstand ich gar nichts. Möchte man einen tall, medium oder grande oder venti (das sind nur die Größen, und jeder Kaffeeladen hat da andere Bezeichnungen für. Warum man nicht einfach bei small medium large geblieben ist...)? Man sollte ja meinen Kaffee ist Kaffee. Naja, ich bestellte einfach einen mittleren Kaffee. Man kommt sich dann doof vor, weil der vor einem der Barista (so heissen hier die Kaffeebarverkäuferinnen) einen ganzen Roman an die Backe gelabert hat und dann einen wahnsinnig sophisticaeted Kaffee bekommt, der 10 Minuten braucht, bis er gar ist. (hier hebt sich der Zeitgewinn durch das to-go Gehabe wieder auf).
Noch problematischer sind die ungefähr tausend verschiendenen Optionen, die man für seinen Kaffee hat, die aber nirgendwo stehen.
Ich glaube dass der Erfolg von Starbucks mit dem amerikanischen Streben nach ungeheurer Indiividualität einhergeht. Dh der Kaffee kann in 10.000 verschiedenen Varianten hergestelllt werden. Nicht nur kann man Milch haben, nein die kann entweder fat-free oder Soya Milch sein. Dann kann der Kaffee double oder single shot sein, also doppelt oder einfach (Espresso immerhin). Dann natürlich das übliche, Latte, Capuccino. Besonderheit ist der Americano, ein mit heissem Wasser verdünnter Espresso. Schmeckt auch so. Ach ja, und man kann dann noch extra room for cream (also extra Platz für Milch) haben. Und der ganz normale Kaffee wäre dann ein Drip Coffee, also der bekannte Filterkaffee.
Aber bei allem Wirrwarr muss man Seattle zugestehen, das die Kaffeekultur doch etwas hat, es gibt quasi nur Organic Coffee, also politisch korrekten Fair Trade Kaffee, der Kaffe ist lecker und die Cafes sind sehr nett. Man muss hier nie zu Starbucks gehen, es gibt ne Menge schicke Cafes in jedem Viertel. Trotz allem organic Gehabe wird der Kaffee aber gerne in Pappbechern serviert, aber als richtiger Seattlelite hat man natürlich einen Thermosbecher aus Metall. Sobald man aufs Land raus fährt ist natürlich der Spass vorbei und man sehnt sich nach Starbucks. Vor allem jenseits der Espresso Divide.
BREAKING NEWS: Neuer monatlicher Regenrekord!
30/11/06 22:13 Filed in: Personal
Nur um an den letzten Blogeintrag anzuknüpfen: Der
November 2006 war tatsächlich der nasseste Monat
seit Anbeginn der Zeiten in Seattle. 397 mm
im Monat! Also seit 1851, als man hier das erste
Papphaus
hinstellte (natürlich haben davor hier schon die
Natives gelebt). Nach dem Schnee ein paar Tage
Ruhe, aber jetzt kommt wieder ein storm nach dem
anderen vom Pazifik herübergezogen. Vielleicht
denkt ihr jetzt, ich rede ein bischen zu viel
übers Wetter. Mag sein, aber ich kann nichts
dafür, denn das ist immer das Topthema der
lokalen TV Sender, KOMO 4 Eyewitness News oder
King5. Dazwischen mal "The
war on Iraq" aber auch nur kurz. Schätzt euch
glücklich sowas wie die Tagesschau zu haben!
Vermissen wir hier schmerzlich. Aber dank
Internet sind wir ja nicht ganz abgeschnitten.
Aber, nicht alles ist schlecht, die New York Times am Morgen zu
lesen ist fast genauso wie eine Süddeutsche zum Kaffee, nur
leider ist der Sportteil am Montag nicht ganz so
informativ, irgendwie lässt die Bundesliga
Berichterstattung hier doch zu Wünschen übrig.
Zurück zum Wetter: man gewöhnt sich aber an den
Regen. Er prasselt auf unser
Papphaus und es fühlt sich an wie im Zelt.
Ausserdem kann es uns egal sein, wie der
Dezember wird, denn wir werden im
Weihnachtsurlaub erst Skifahren und dann an den
Strand, juhuuuuu!
Schnee! Regenrekord (fast)! Stürme! Minusgrade!
28/11/06 21:47 Filed in: on America
Unglaubliche Dinge geschehen. Eigentlich wollte ich
ja mal was über den Regen schreiben, wir sind nämlich
sehr kurz davor den regenreichsten Monat aller Zeiten
in Seattle zu haben. 15.26 Inches, also 387mm Regen
gab es diesen Monat. Es fehlen noch 1.7 mm zum
Rekord. Das war ja tagelang Thema in den lokalen
Nachrichten, sogar die New York Times berichtete
auf der Titelseite (aber das ist ein ganz
lustiger Artikel). Nun aber hat es geschneit,
vorgestern und vor allem gestern abend.
Passiert hier alle Jubeljahre mal, also ist keiner darauf vorbereitet, besonders nicht die Autofahrer. Der Verkehr kommt quasi zum Erliegen, es gibt ja auch keine Räumfahrzeuge oder Sandstreuer oder sowas. "NIGHTMARE COMMUTE" schreit die Presse, weil die Straßen komplett vereist waren. Die lokalen Fernsehsender kennen nur noch eine Nachricht, BREAKING NEWS und developing stories mit Livereportagen vom Pass und der Kreuzung Ecke 43te Straße (wir haben hier Schnee). Ist wirklich wahr, die Reporter stehen dann in Outdoorklamotten an der Straße und sagen hier steht alles, live from Interstate 5 for King5 News (mit so einer bestimmten Betonung in der Stimme). Das Ganze ist dann auch immer gleich ein Winterstorm. Die Zugezogenen hier, die von der Ostküste oder aus dem Mittleren Westen kommen, lachen sich auch nur darüber kaputt, wie chaotisch hier alles bei 2 Inch (5 cm) Schnee ist. Die sind anderes gewohnt.
Busse fahren noch unregelmässiger aber mit Schneeketten, die Schulen hatten heute geschlossen. Die Bürgersteige sind immernoch vereist, es streut ja auch keiner, weil man eben nicht vorbereitet ist. Dazu sind es gerade -7 Grad, das ist ungewöhnlich kalt. Schnee ist auch ungewöhnlich, der viele Regen im Januar war ungewöhnlich... irgendwie kann man den Glauben verlieren. Nun hoffe ich wir schaffen wenigstens noch die letzten Regentropfen zum Rekord, es hat sich ein weiterer Sturm angekündigt, diesmal mit Regen, für Mittwoch. Übrigens gibt es ein paar Klimamodellierer, die feuchtere, stürmischere Winter für den Pazifischen Nordwesten (das sind wir hier) vorraussagen, bei voranschreitender Globaler Erwärmung.
Eine developing story aus unserem Fenster.
Passiert hier alle Jubeljahre mal, also ist keiner darauf vorbereitet, besonders nicht die Autofahrer. Der Verkehr kommt quasi zum Erliegen, es gibt ja auch keine Räumfahrzeuge oder Sandstreuer oder sowas. "NIGHTMARE COMMUTE" schreit die Presse, weil die Straßen komplett vereist waren. Die lokalen Fernsehsender kennen nur noch eine Nachricht, BREAKING NEWS und developing stories mit Livereportagen vom Pass und der Kreuzung Ecke 43te Straße (wir haben hier Schnee). Ist wirklich wahr, die Reporter stehen dann in Outdoorklamotten an der Straße und sagen hier steht alles, live from Interstate 5 for King5 News (mit so einer bestimmten Betonung in der Stimme). Das Ganze ist dann auch immer gleich ein Winterstorm. Die Zugezogenen hier, die von der Ostküste oder aus dem Mittleren Westen kommen, lachen sich auch nur darüber kaputt, wie chaotisch hier alles bei 2 Inch (5 cm) Schnee ist. Die sind anderes gewohnt.
Busse fahren noch unregelmässiger aber mit Schneeketten, die Schulen hatten heute geschlossen. Die Bürgersteige sind immernoch vereist, es streut ja auch keiner, weil man eben nicht vorbereitet ist. Dazu sind es gerade -7 Grad, das ist ungewöhnlich kalt. Schnee ist auch ungewöhnlich, der viele Regen im Januar war ungewöhnlich... irgendwie kann man den Glauben verlieren. Nun hoffe ich wir schaffen wenigstens noch die letzten Regentropfen zum Rekord, es hat sich ein weiterer Sturm angekündigt, diesmal mit Regen, für Mittwoch. Übrigens gibt es ein paar Klimamodellierer, die feuchtere, stürmischere Winter für den Pazifischen Nordwesten (das sind wir hier) vorraussagen, bei voranschreitender Globaler Erwärmung.
Eine developing story aus unserem Fenster.
Herbst in Seattle - wieder ein Rekord!
16/11/06 22:27 Filed in: Personal
Der Herbst ist da. Nach einem herrlichen Sommer
beginnt nun wieder der Regen - wieder mal auf dem Weg
in einen Rekord: der nasseste November seit Beginn der
Wetteraufzeichnung hier. Und dabei ist der
November erst halb überstanden. Irgendein Rekord
findet sich aber hier immer, auch so eine
Obsession der Amerikaner. Aber es regnet
wirklich viel. Wir sind mengenmässig nah dran am
Januar 2006. Dafür bot der
Spätherbst sehr schöne Farbenspiele und einige
Feiertage, z.B. Halloween.
Ein paar Eindrücke aus Seattle im Herbst gibts hier. Da die bestimmende Farbe nun bald wieder grau sein wird, hab ich das blog mal auf grün gestellt.
Ein paar Eindrücke aus Seattle im Herbst gibts hier. Da die bestimmende Farbe nun bald wieder grau sein wird, hab ich das blog mal auf grün gestellt.
Fliegen in den 70ern
13/10/06 23:16 Filed in: Personal
Fliegen in den 70ern oder von mir aus auch den 80er
Jahren war sicher etwas anders als heute. Da sahen
die Rufknöpfe (siehe Bild) noch etwas schicker aus.
Das Bild ist aus der Boeing 707 mit der John F. Kennedy um die Welt flog, die damalige Präsidentenmaschine. Ein Teil des Besuchsprogrammes für den Besuch aus Jena (siehe unten), speziell für Herrn Horn, bestand aus dem Besuch des Museum of Flight hier in Seattle. Seattle ist ja die Heimat von Boeing, alle Boeings kommen quasi von hier. So wurde die Stadt in den 80ern auch "Jet City" genannt, damals in den seligen Tagen als man dachte Technik wird alle Problem lösen (damals baute man auch unglaublich viele Highways, bis diese nun auch voll sind und kein Platz mehr für neue, so dass man gerne Züge hätte). Jedenfalls sind in besagtem Museum die Air Force One, die allererste Boeing 747 und eine Concorde zu bestaunen. Die Concorde ist auch schön im Retro-Look gehalten, die Konsolen sind sehr schick. Ein paar Bilder hier.
Das Bild ist aus der Boeing 707 mit der John F. Kennedy um die Welt flog, die damalige Präsidentenmaschine. Ein Teil des Besuchsprogrammes für den Besuch aus Jena (siehe unten), speziell für Herrn Horn, bestand aus dem Besuch des Museum of Flight hier in Seattle. Seattle ist ja die Heimat von Boeing, alle Boeings kommen quasi von hier. So wurde die Stadt in den 80ern auch "Jet City" genannt, damals in den seligen Tagen als man dachte Technik wird alle Problem lösen (damals baute man auch unglaublich viele Highways, bis diese nun auch voll sind und kein Platz mehr für neue, so dass man gerne Züge hätte). Jedenfalls sind in besagtem Museum die Air Force One, die allererste Boeing 747 und eine Concorde zu bestaunen. Die Concorde ist auch schön im Retro-Look gehalten, die Konsolen sind sehr schick. Ein paar Bilder hier.
Seattle - Redwoods und zurück 1800 Meilen
07/10/06 13:38 Filed in: Personal
Ich weiss, ich bin viel zu spät mit der Geschichte
aber ich will euch die Bilder nicht vorenthalten: Der
Besuch aus Jena war vor nunmehr 4 Wochen da, Holger,
Tobias und Matthias sind unsere ersten
transatlantischen Gäste, Stolle war ja sowieso schon hier.
Die erste Woche war Sightseeing in Seattle
angesagt, herrliches Sommerwetter (Bilder siehe
hier). Ich hab mir eine Woche
frei genommen und auf Wunsch der 3 Besucher
fahren wir entlang des Highway 101 nach Süden,
ihr Ziel war San Francisco. Mal sehen, wie weit wir es schaffen werden, zu fünft finden wir ja zum Glück im geräumigen Volvo platz. Um dem Labor Day Feiertagsverkehr (einer der wenigen Feiertage in den USA, ist immer an einem Montag, also langes Wochenende, markiert zugleich das Ende des kommerziellen Sommers, sprich ganz Amerika ist unterwegs) zu entkommen, flüchten wir zunächst in den Olympic National Park, sprich US 101 North:
Seattle - Sol Duc Valley, Olympic National Park
Unser erster Zeltplatz im Nationalpark, idyllisch gelegen an den Sol Duc Hot Springs - naja, leider sind die Hot Springs nur ein Pool am nahegelgenen Hotel, könnte auch das Bad in Camburg sein, wo man heisses Wasser, dass nach Schwefel riecht reingelassen hat. Aber der Zeltplatz ist doch sehr schön, sehr großzügig angelegt, jeder hat quasi sein eigenes Waldstück, es sind auch nur 70 Plätze. Jeder hat auch sein eigenes Lagerfeuer, Feuerholz gibt es für 4$ das Bündel. Also Zelte aufgebaut, Feuer an, Bier auf. Lecker.
Den folgenden Tag verbrachten wir mit Wandern im Nationalpark.
Olympic National Park - Seaside, Oregon
Die nächste Etappe führt uns nun Richtung Süden, wo wir nun zum ersten Mal auf den Pazifik treffen. Die Küste lag im Nebel, ein Anblick den wir noch öfters im Verlaufe der kommenden Tage haben sollten. Sowohl die rauhe Küste als auch der Nebel.
Die Nacht verbrachten wir auf dem teueresten und hässlichsten Zeltplatz der ganzen Westküstentour, aber wir trafen dort Schorsch aus Jena, der gerade im nahen Portland arbeitet. So feierten wir den amerikanischen Labor Day.
Seaside, Oregon - Newport, OR
Auf der Weiterfahrt nach Süden mussten wir gleich im nächsten Ort stoppen, wegen der spektakulären Aussicht. Cannon Beach ist so etwas wie das Sylt Portlands. Kein Nebel! Also verbrachten wir mehr oder weniger den halben Tag am Strand.
Newport, OR - Brandon, OR
Newport hat ein sehr schönes Aquarium, dort hat übrigens Free Willy, ja der bekannte Orca, der eigentlich Keiko hiess, seinen Lebensabend verbracht. Südlich von Newport erstrecken sich auf 80 Meilen die Oregon Dunes, herrliche Sanddünen am Pazifik.
Da ist natürlich viel Zeit zum Spielen im Sand gewesen.
Brandon, OR - Redwoods National Park, CA
Jaja, die großen Bäume... aber sie sind wirklich unglaublich groß, bis zu 100m. Die Dimension wird einem erst bewusst, wenn man einen Vergleichspunkt hat.
Wandern durch die Redwoods zum Pazifik war herrlich. Hier auf dem Zeltplatz begegneten wir auch einige Deutschen, sie waren mit 2 Wohnmobilen (heisst hier RV für Recreational Vehicle und ist eher ein Bus) und 2 Harley Davidson Motorrädern, jeweils geschmückt mit der deutschen Flagge, unterwegs. Sie waren auch recht laut des Nachts auf dem Zeltplatz.
Hier trennten sich dann unsere Wege, da Tobias, Holger und Matthias nach San Fransicso weiter wollten, Luzie und ich aber den Rückweg antreten mussten.
Zu zweit ging es also ins Landesinnere, von da aus nach Norden auf dem Interstate 5 (Autobahn). Es blieb noch Zeit für ein einen Stopp am Mt. Shasta in Nord-Kalifornien und am Mt. St. Helens. Für mich als Geologen erfüllte sich da natürlich ein Traum, seitdem ich vor Jahren mal in einem Mikroskopierkurs an der Uni in Jena Gestein vom Ausbruch im Mai 1980 sah.
Der Berg ist unglaublich, weil man sich die Gewalt der Expolsion vorstellen kann, die den halben Vulkan weggesprengt hat. Und man wird wieder daran erinnert das Mt. Rainier eigentlich noch etwas größer ist... ich dramatisiere hier natürlich wieder, Mt. St. Helens gilt im Übrigen auch im Moment als aktiv, da ein Dom aus seinem neuen Krater wächst und es etwas dampft.
Die Bilder sind hier zu bestaunen.
ihr Ziel war San Francisco. Mal sehen, wie weit wir es schaffen werden, zu fünft finden wir ja zum Glück im geräumigen Volvo platz. Um dem Labor Day Feiertagsverkehr (einer der wenigen Feiertage in den USA, ist immer an einem Montag, also langes Wochenende, markiert zugleich das Ende des kommerziellen Sommers, sprich ganz Amerika ist unterwegs) zu entkommen, flüchten wir zunächst in den Olympic National Park, sprich US 101 North:
Seattle - Sol Duc Valley, Olympic National Park
Unser erster Zeltplatz im Nationalpark, idyllisch gelegen an den Sol Duc Hot Springs - naja, leider sind die Hot Springs nur ein Pool am nahegelgenen Hotel, könnte auch das Bad in Camburg sein, wo man heisses Wasser, dass nach Schwefel riecht reingelassen hat. Aber der Zeltplatz ist doch sehr schön, sehr großzügig angelegt, jeder hat quasi sein eigenes Waldstück, es sind auch nur 70 Plätze. Jeder hat auch sein eigenes Lagerfeuer, Feuerholz gibt es für 4$ das Bündel. Also Zelte aufgebaut, Feuer an, Bier auf. Lecker.
Den folgenden Tag verbrachten wir mit Wandern im Nationalpark.
Olympic National Park - Seaside, Oregon
Die nächste Etappe führt uns nun Richtung Süden, wo wir nun zum ersten Mal auf den Pazifik treffen. Die Küste lag im Nebel, ein Anblick den wir noch öfters im Verlaufe der kommenden Tage haben sollten. Sowohl die rauhe Küste als auch der Nebel.
Die Nacht verbrachten wir auf dem teueresten und hässlichsten Zeltplatz der ganzen Westküstentour, aber wir trafen dort Schorsch aus Jena, der gerade im nahen Portland arbeitet. So feierten wir den amerikanischen Labor Day.
Seaside, Oregon - Newport, OR
Auf der Weiterfahrt nach Süden mussten wir gleich im nächsten Ort stoppen, wegen der spektakulären Aussicht. Cannon Beach ist so etwas wie das Sylt Portlands. Kein Nebel! Also verbrachten wir mehr oder weniger den halben Tag am Strand.
Newport, OR - Brandon, OR
Newport hat ein sehr schönes Aquarium, dort hat übrigens Free Willy, ja der bekannte Orca, der eigentlich Keiko hiess, seinen Lebensabend verbracht. Südlich von Newport erstrecken sich auf 80 Meilen die Oregon Dunes, herrliche Sanddünen am Pazifik.
Da ist natürlich viel Zeit zum Spielen im Sand gewesen.
Brandon, OR - Redwoods National Park, CA
Jaja, die großen Bäume... aber sie sind wirklich unglaublich groß, bis zu 100m. Die Dimension wird einem erst bewusst, wenn man einen Vergleichspunkt hat.
Wandern durch die Redwoods zum Pazifik war herrlich. Hier auf dem Zeltplatz begegneten wir auch einige Deutschen, sie waren mit 2 Wohnmobilen (heisst hier RV für Recreational Vehicle und ist eher ein Bus) und 2 Harley Davidson Motorrädern, jeweils geschmückt mit der deutschen Flagge, unterwegs. Sie waren auch recht laut des Nachts auf dem Zeltplatz.
Hier trennten sich dann unsere Wege, da Tobias, Holger und Matthias nach San Fransicso weiter wollten, Luzie und ich aber den Rückweg antreten mussten.
Zu zweit ging es also ins Landesinnere, von da aus nach Norden auf dem Interstate 5 (Autobahn). Es blieb noch Zeit für ein einen Stopp am Mt. Shasta in Nord-Kalifornien und am Mt. St. Helens. Für mich als Geologen erfüllte sich da natürlich ein Traum, seitdem ich vor Jahren mal in einem Mikroskopierkurs an der Uni in Jena Gestein vom Ausbruch im Mai 1980 sah.
Der Berg ist unglaublich, weil man sich die Gewalt der Expolsion vorstellen kann, die den halben Vulkan weggesprengt hat. Und man wird wieder daran erinnert das Mt. Rainier eigentlich noch etwas größer ist... ich dramatisiere hier natürlich wieder, Mt. St. Helens gilt im Übrigen auch im Moment als aktiv, da ein Dom aus seinem neuen Krater wächst und es etwas dampft.
Die Bilder sind hier zu bestaunen.
Real Madrid vs. Washington DC United 1:1
12/08/06 08:20 Filed in: Sport frei
Pünktlich zum Bundesligastart (die Kicker
Stecktabelle, die ich mir mitgebracht habe ist schon
vorbereitet) spielten in Seattle Real Madrid gegen
Washington DC United im
großen Footballstadion der Seattle Seahawks. Sehr schönes
Stadion im Übrigen.
Ich war je etwas überrascht, das es so etwas gibt, aber 68.000 Leute im ausverkauften Stadion zeugen ja davon das es Interesse an Fussball gibt. Beckham war da, Roberto Carlos der alte Loser, Raúl und wie sie alle heissen. Hat ihnen aber auch nichts genützt, denn DC United, die angeblich beste Clubmannschaft der USA trotzte Real ein 1:1 ab. Aber die Stimmung war gut und es gab Bier, der Parkplatz vor dem Stafion kostete 30$, alles beweist, das Fussball hier auch geschaut wird. DC United hat ja einen 17 jährigen Superstar, Freddy Adu, der schon jetzt Verträge mit Nike hat und als der nächste Pelé gehandelt wird. Er konnte nicht so überzeugen, aber man wird sehen. Er wird sicher bald in Europa spielen. Jedenfalls war es ein unterhaltsames Spiel, Beckham hat ein paar gute Flanken getreten, aber das schönere Tor was das von DC United. Das war je nun schon das 3. Mal das ich Real Madrid live gesehen hab, und finde sie immer noch nicht galaktisch. So, jetzt kümmere ich mich um die Kicker-Stecktabelle.
Ich war je etwas überrascht, das es so etwas gibt, aber 68.000 Leute im ausverkauften Stadion zeugen ja davon das es Interesse an Fussball gibt. Beckham war da, Roberto Carlos der alte Loser, Raúl und wie sie alle heissen. Hat ihnen aber auch nichts genützt, denn DC United, die angeblich beste Clubmannschaft der USA trotzte Real ein 1:1 ab. Aber die Stimmung war gut und es gab Bier, der Parkplatz vor dem Stafion kostete 30$, alles beweist, das Fussball hier auch geschaut wird. DC United hat ja einen 17 jährigen Superstar, Freddy Adu, der schon jetzt Verträge mit Nike hat und als der nächste Pelé gehandelt wird. Er konnte nicht so überzeugen, aber man wird sehen. Er wird sicher bald in Europa spielen. Jedenfalls war es ein unterhaltsames Spiel, Beckham hat ein paar gute Flanken getreten, aber das schönere Tor was das von DC United. Das war je nun schon das 3. Mal das ich Real Madrid live gesehen hab, und finde sie immer noch nicht galaktisch. So, jetzt kümmere ich mich um die Kicker-Stecktabelle.
WM gucken in Seattle
16/07/06 19:11 Filed in: Sport frei
Ich weiss, die WM ist vorbei und Italien ist, völlig
unverdient, Weltmeister geworden. Naja, vom
italienischen Fußball sehen wir in den nächsten 10
Jahren eh nix mehr, bis die ihre Skandale verdaut
haben. Mir sei doch noch ein kleiner WM-Nachtrag
gestattet.
Natürlich habe ich bei jedem Spiel was ich hier gesehen habe (sei es früh oder mittags gewesen) wahnsinnig geärgert, nicht in Deutschland zu sein. Trotzdem war hier erstaunlich viel los, die richtigen Kneipen waren auch voll.
Das Halbfinale (wo die Italiner nur deswegen gewonnen haben, weil sie Frings wegen angeblicher Tätlichkeit rausgeekelt haben) haben wir in einer deutschen Kneipe namens "Die Bierstube" geschaut. Ansgar war da und es war beinahe so vor 4 Jahren in seinem Garten. Keine Bratwürste, aber Spaten Pils. War sehr voll, auch ein Italiener war da. Ist mir nicht ganz klar, warum man das in einer deutschen Kneipe schaut als Italiener, aber seis drum.
Die WM Stimmung war auch hier ganz gut, und Weltmeister der Herzen sind wir ja jetzt schon zum zeiten Mal, das macht einen Stern mhr auf dem Trikot. Im amerikanischen Fernsehen haben 17 Millionen das Finale gesehen, immerhin, für ein Land das sich nicht wirklich für "Soccer" interessiert ne ganze Menge. Beste Kneipe war das englische George and Dragon Pub, da gab es einen Biergarten und Großbildschirm. Der Besitzer, er hat in Berlin gelebt ne Weile, kannte Jena, weil er den FC Carl Zeiss kannte. Noch aus seiner großen Zeit (die ja jetzt gerade wieder beginnt). Das ist doch schön und zeigt wie Fußball verbindet.
Leider habe ich jetzt im Zuge der WM eine Allergie gegen blau entwickelt, ehemals eine meiner Lieblingsfarben.
Natürlich habe ich bei jedem Spiel was ich hier gesehen habe (sei es früh oder mittags gewesen) wahnsinnig geärgert, nicht in Deutschland zu sein. Trotzdem war hier erstaunlich viel los, die richtigen Kneipen waren auch voll.
Das Halbfinale (wo die Italiner nur deswegen gewonnen haben, weil sie Frings wegen angeblicher Tätlichkeit rausgeekelt haben) haben wir in einer deutschen Kneipe namens "Die Bierstube" geschaut. Ansgar war da und es war beinahe so vor 4 Jahren in seinem Garten. Keine Bratwürste, aber Spaten Pils. War sehr voll, auch ein Italiener war da. Ist mir nicht ganz klar, warum man das in einer deutschen Kneipe schaut als Italiener, aber seis drum.
Die WM Stimmung war auch hier ganz gut, und Weltmeister der Herzen sind wir ja jetzt schon zum zeiten Mal, das macht einen Stern mhr auf dem Trikot. Im amerikanischen Fernsehen haben 17 Millionen das Finale gesehen, immerhin, für ein Land das sich nicht wirklich für "Soccer" interessiert ne ganze Menge. Beste Kneipe war das englische George and Dragon Pub, da gab es einen Biergarten und Großbildschirm. Der Besitzer, er hat in Berlin gelebt ne Weile, kannte Jena, weil er den FC Carl Zeiss kannte. Noch aus seiner großen Zeit (die ja jetzt gerade wieder beginnt). Das ist doch schön und zeigt wie Fußball verbindet.
Leider habe ich jetzt im Zuge der WM eine Allergie gegen blau entwickelt, ehemals eine meiner Lieblingsfarben.
Viertelfinale!
29/06/06 23:18 Filed in: Sport frei
In 8h ist es soweit. Viertelfinale. Gegen
Argentinien. Ich werde um 6.30 Uhr aufstehen, um 7.30
Uhr im George & Dragon Pub, wo alles voller
englischer Flaggen hängt. Aber ein idealer Platz zum
Fußballgucken, mit Biergarten und großen
Bildschirmen. Dort sammeln sich, je nach Spiel immer
Fans der jeweiligen Mannschaften. Argentinien gg
Mexiko war ganz lustig. Auch als Oli Neuville in der
92. Minute die Polen aus der WM geschossen hat und
uns ins Achtelfinale, lagen wir uns mit Deutschen,
die wir nie zuvor gesehen hatten, in den Armen, eben
in jenem Pub. Was macht diese WM nur mit uns? In
Deutschland ist alles voller Flaggen (ich habe ja
auch eine hier, die morgen zum Einsatz kommen wird),
ich finde Oli Neuville wieder gut, Deutschland spielt
unglaublichen Fußball, alle anderen spielen so wie
Deutschland sonst immer.
England: grausig, Beckham zirkelt nen Freistoß rein, super, mal was ganz neues. Gewinnen
Italien: Eigentlich nicht der Erwähnung wert, ein (!) Elfmeter in der Nachspielzeit, Betonfußball ala Rehhagel
Frankreich: wow, sie schlagen Spanien, die eh immer rausfliegen
Brasilien: mmmh, spielen nicht so toll, aber es reicht dann doch (wie im Finale 2002)
Portugal: naja, mal sehen ob sie diesmal ein Spiel mit 11 Spielern beenden können
Ukraine: da fällt mir gar nix mehr ein
Argentinien: das Tor gg Mexico - Hammer.
Deutschland: Danke, danke Klinsi! So einen Spaß hat das Deutschlandgucken schon ewig nicht mehr gemacht. Klose spielt unglaublich, Lahms Pässe kommen immer an, gegen Argentinien wird Ballack eins machen.
Die grandiosen Tatoos unserer Mannschaft!
Und wir können gar nicht verlieren denn:
Die New York Times schreibt es:
54 x 74 -1990 = 2006!
Aber ist wohl eigentlich aus einem Lied der Sportfreunde Stiller, wisst ihr sicher alle, aber wie soll ich sowas hier mitbekommen?
England: grausig, Beckham zirkelt nen Freistoß rein, super, mal was ganz neues. Gewinnen
Italien: Eigentlich nicht der Erwähnung wert, ein (!) Elfmeter in der Nachspielzeit, Betonfußball ala Rehhagel
Frankreich: wow, sie schlagen Spanien, die eh immer rausfliegen
Brasilien: mmmh, spielen nicht so toll, aber es reicht dann doch (wie im Finale 2002)
Portugal: naja, mal sehen ob sie diesmal ein Spiel mit 11 Spielern beenden können
Ukraine: da fällt mir gar nix mehr ein
Argentinien: das Tor gg Mexico - Hammer.
Deutschland: Danke, danke Klinsi! So einen Spaß hat das Deutschlandgucken schon ewig nicht mehr gemacht. Klose spielt unglaublich, Lahms Pässe kommen immer an, gegen Argentinien wird Ballack eins machen.
Die grandiosen Tatoos unserer Mannschaft!
Und wir können gar nicht verlieren denn:
Die New York Times schreibt es:
54 x 74 -1990 = 2006!
Aber ist wohl eigentlich aus einem Lied der Sportfreunde Stiller, wisst ihr sicher alle, aber wie soll ich sowas hier mitbekommen?
Besuch aus Jena
26/03/06 17:54 Filed in: Personal
Der erste Besuch aus Jena war da! Weltreisender
Stolle, kurzzeitiger
Mitbewohner am legendären Markt 11 in Jena,
besuchte uns und kochte Rouladen. Nach altem
thüringer Rezept. Auch wenn er selber nicht so
begeistert war - wir waren es!
Es war schön, ein bekanntes Gesicht aus der Heimat hier zu haben, Köstritzer Schwarzbier in einer Kneipe unten in Ballard zu trinken und Rouladen zu kochen (bzw zuschauen, wie jemand kocht) und den "weisst Du schon das der und der jetzt das und das macht usw" Jena-Klatsch auszubreiten . Auch wenn Stolle nun schon länger aus Jena weg ist als wir. Wir hatten ein sehr schönes Wochenende, hier ein paar Bilder. Wenn man Stolles Geschichten hört oder liest, bekommt man schon wieder Reiselust, auch wenn ich glaube ich nach meinen fast 3 Monaten aus dem Rucksack leben ein zu Hause zu schätzen weiss.
Nun solltet ihr alle langsam mal Reisepläne schmieden... wir vermissen Bratwürste.
Es war schön, ein bekanntes Gesicht aus der Heimat hier zu haben, Köstritzer Schwarzbier in einer Kneipe unten in Ballard zu trinken und Rouladen zu kochen (bzw zuschauen, wie jemand kocht) und den "weisst Du schon das der und der jetzt das und das macht usw" Jena-Klatsch auszubreiten . Auch wenn Stolle nun schon länger aus Jena weg ist als wir. Wir hatten ein sehr schönes Wochenende, hier ein paar Bilder. Wenn man Stolles Geschichten hört oder liest, bekommt man schon wieder Reiselust, auch wenn ich glaube ich nach meinen fast 3 Monaten aus dem Rucksack leben ein zu Hause zu schätzen weiss.
Nun solltet ihr alle langsam mal Reisepläne schmieden... wir vermissen Bratwürste.
Busfahren
25/03/06 17:54 Filed in: Luzies
Geschichten
Da Dirk und ich kein Auto haben, fahren wir viel mit
dem Bus. Als erstes Stellt man fest, dass China,
Mexiko und Amerika eines gemeinsam haben- die
Busfahrer sind Helden! Während Handschuhe in den
warmen Regionen (wie Mexiko) als Zeichen der Coolheit
angezogen werden, bevorzugt der Busfahrer in Seattle
kurze Hosen im Winter- man will ja aus der Masse
hervorstechen. Vor ein paar Wochen sind Dirk und ich
von einer deutschen Kneipe nach Hause gefahren. Der
Busfahrer war farbig, schwul und trug kurze Hosen. Er
sah aus wie der Typ aus "King of Queens" und ist sehr
beschwingt Bus gefahren. Während er sich mit einem
Fahrgast unterhielt, ist er durch die Strassen
gekurvt und hat dabei einige Kurven geschnitten.
Unsere Bushaltestelle hat er dann auch noch fast
mitgenommen und uns daraufhin beim Aussteigen noch
den guten Tipp gegeben kein Haus neben einer
Bushaltestelle zu kaufen, woraufhin er dann wieder
mit Schwung losfuhr.
Die Busfahrer hier scheinen eh meist sehr gute Laune zu haben. Mal abgesehen davon, dass sie einem immer einen guten Tag wünschen, fragen, wie es einem geht und beim Aussteigen auch noch ein paar nette Ratschläge und Wünsche parat haben, beglücken einen die Busfahrer auch ab und zu mit kleinen Geschenken. So hat bei mir einmal ein Busfahrer am frühen Morgen durch den Lautsprecher verkündet er würde für alle einen Doughnut kaufen, wenn wir ihm 3 Minuten unsere Zeit schenken würden, woraufhin er auch schon eine Vollbremsung neben der nächsten Doughnutbude hinlegte und für eine Weile verschwand. Zurück kam er dann mit 4 Packungen à 14 Doughnuts und jeder, der den Bus verlies, musste (!) einen mitnehmen. Dirk hat einmal in einem Bus gesessen, in dem der Busfahrer regelrecht Prügel angedroht hat, wenn einer auf die Idee käme zu zahlen, bevor er nicht die selbst erfundene Freifahrtzone aufgehoben hat.
Der beste Platz ist eh neben dem Busfahrer. Alles, was gerne mal zum Psychiater gehen würde, aber kein Geld hat oder nicht weiß, dass er mal gehen müsste, quatscht sich beim Busfahrer aus. Ich habe schon ein paar mal mit tränen in den Augen vor Lachen in dem Bus gesessen und mir mit den anderen Mitfahrern zusammen das Lachen verkneifen müssen. Ist schon irre, was manche Leute so zu erzählen haben.
Leider werden die Strecken, die ich fahren muss immer kürzer - ich sollte mir noch einen Job etwas außerhalb von Seattle suchen :0)
Die Busfahrer hier scheinen eh meist sehr gute Laune zu haben. Mal abgesehen davon, dass sie einem immer einen guten Tag wünschen, fragen, wie es einem geht und beim Aussteigen auch noch ein paar nette Ratschläge und Wünsche parat haben, beglücken einen die Busfahrer auch ab und zu mit kleinen Geschenken. So hat bei mir einmal ein Busfahrer am frühen Morgen durch den Lautsprecher verkündet er würde für alle einen Doughnut kaufen, wenn wir ihm 3 Minuten unsere Zeit schenken würden, woraufhin er auch schon eine Vollbremsung neben der nächsten Doughnutbude hinlegte und für eine Weile verschwand. Zurück kam er dann mit 4 Packungen à 14 Doughnuts und jeder, der den Bus verlies, musste (!) einen mitnehmen. Dirk hat einmal in einem Bus gesessen, in dem der Busfahrer regelrecht Prügel angedroht hat, wenn einer auf die Idee käme zu zahlen, bevor er nicht die selbst erfundene Freifahrtzone aufgehoben hat.
Der beste Platz ist eh neben dem Busfahrer. Alles, was gerne mal zum Psychiater gehen würde, aber kein Geld hat oder nicht weiß, dass er mal gehen müsste, quatscht sich beim Busfahrer aus. Ich habe schon ein paar mal mit tränen in den Augen vor Lachen in dem Bus gesessen und mir mit den anderen Mitfahrern zusammen das Lachen verkneifen müssen. Ist schon irre, was manche Leute so zu erzählen haben.
Leider werden die Strecken, die ich fahren muss immer kürzer - ich sollte mir noch einen Job etwas außerhalb von Seattle suchen :0)
Erste Hilfe
13/02/06 22:35 Filed in: Luzies
Geschichten
Bis ich etwas "richtiges" gefunden habe- und damit
diese Findungsphase nicht zu lange dauert- verbringe
ich meine Zeit gerade damit, meinen Lebenslauf mit
praktischen Dingen etwas aufzustocken. Hierzu zählt
beispielsweise der Erste Hilfe Kurs in Kombination
mit einem Sportsicherheitstraining, den ich
vergangenen Sonntag beim Amerikanischen Roten Kreuz
gemacht habe. Ich dachte der Kurs könne recht
sinnvoll für meine Bewerbungen an Schulen hier sein.
Zudem habe ich noch keinen ähnlichen Kurs in Jena
gesehen und da er extra für Trainer, Sportlehrer und
Studenten war, habe ich ihn gebucht. Viele neue
Erkenntnisse über Erste Hilfe oder Sportsicherheit
hat er mir nicht gebracht, dafür habe ich in dem Kurs
wieder viel über "die Amerikaner" gelernt. In den 9
Stunden in einem Raum ohne Fenster hatte ich viel
Zeit mich beim Verbinden von Armen und Beinen oder
beim Aufstellen eines Sicherheitsplanes mich mit den
anderen Teilnehmern zu unterhalten und etwas über
deren Alltag als Trainer zu erfahren, wie sie zu dem
Job gekommen sind und was mann sonnst so macht.
Da Dirk und ich den Abend vorher auf einem Konzert waren und ich nur 4 Stunden geschlafen hatte und jeder Teilbereich des Kurses (Erste Hilfe, Wiederbelebung am Erwachsenen und am Kind und Sportsicherheit) mit einer Prüfung endeten, war ich nach 8 Stunden relativ erledigt und nicht wirklich mehr aufnahmefähig. Genau in diesem Loch fragte eine Volleyball Trainerin:" Hey, does one of you guys know what game people keep playing in the gym that look like water polo?" Kurzes betretenes Schweigen trat ein und ich muss ehrlich gestehen, ich hatte keine Ahnung, wovon sie sprach. Wie es immer bei Schlafentzug so ist, fängt das Gehirn an sich die eigenartigsten Dinge vorzustellen. In meinem Kopf stand jemand in Badehose und einer von diesen lustigen Badekappen mit Ohrenschützern in einem Fitness Studio und ich habe versucht ihn einer Sportart zuzuordnen, die ich kenne. Halb schlafend, mit dieser Vorstellung im Kopf, drangen dann die Worte des Football Trainer zu mir, der sagte:" Oh, I know what you mean. It is not well known here, even though it is olympic, but it is pretty big in Europe!" Ey, jetzt war ich echt verloren. Was macht jemand mit einer Badekappe und Badehose in einem Fitnessstudio?
Ich habe keine Ahnung! Und das soll olympisch sein? Ich habe mein Gehirn verrenkt und mich gefragt, was das für ein Spiel sein soll, wenn es auch noch viel in Europa gespielt wird. Für einen kurzen Moment dachte ich, es könne vielleicht ein Missverständnis sein- vielleicht etwas, dass so populär ist, wie die Tatsache, dass Hamburger Dirndl tragen (s. Dirks Fotos von den Bierflaschen), bis der Football Trainer dann noch meinte: " It is called Team Handball- you guys in Germany play it a lot, don`t you?"
Aha! Der Gordische Knoten hat sich gelöst! Schön, dass man mit einem dahinsiechenden Gehirn so viel Spaß haben kann! Ich habe den Rest des Kurses fröhlich vor mich hingegrinst.
Da Dirk und ich den Abend vorher auf einem Konzert waren und ich nur 4 Stunden geschlafen hatte und jeder Teilbereich des Kurses (Erste Hilfe, Wiederbelebung am Erwachsenen und am Kind und Sportsicherheit) mit einer Prüfung endeten, war ich nach 8 Stunden relativ erledigt und nicht wirklich mehr aufnahmefähig. Genau in diesem Loch fragte eine Volleyball Trainerin:" Hey, does one of you guys know what game people keep playing in the gym that look like water polo?" Kurzes betretenes Schweigen trat ein und ich muss ehrlich gestehen, ich hatte keine Ahnung, wovon sie sprach. Wie es immer bei Schlafentzug so ist, fängt das Gehirn an sich die eigenartigsten Dinge vorzustellen. In meinem Kopf stand jemand in Badehose und einer von diesen lustigen Badekappen mit Ohrenschützern in einem Fitness Studio und ich habe versucht ihn einer Sportart zuzuordnen, die ich kenne. Halb schlafend, mit dieser Vorstellung im Kopf, drangen dann die Worte des Football Trainer zu mir, der sagte:" Oh, I know what you mean. It is not well known here, even though it is olympic, but it is pretty big in Europe!" Ey, jetzt war ich echt verloren. Was macht jemand mit einer Badekappe und Badehose in einem Fitnessstudio?
Ich habe keine Ahnung! Und das soll olympisch sein? Ich habe mein Gehirn verrenkt und mich gefragt, was das für ein Spiel sein soll, wenn es auch noch viel in Europa gespielt wird. Für einen kurzen Moment dachte ich, es könne vielleicht ein Missverständnis sein- vielleicht etwas, dass so populär ist, wie die Tatsache, dass Hamburger Dirndl tragen (s. Dirks Fotos von den Bierflaschen), bis der Football Trainer dann noch meinte: " It is called Team Handball- you guys in Germany play it a lot, don`t you?"
Aha! Der Gordische Knoten hat sich gelöst! Schön, dass man mit einem dahinsiechenden Gehirn so viel Spaß haben kann! Ich habe den Rest des Kurses fröhlich vor mich hingegrinst.



