North Cascades
Urlaub II: Die Ersteigung des Mount Pugh (7201 Fuss)
22/09/07 07:50 Filed in: Personal
Für fast 2 Wochen kam der Sommer nochmal nach
Seattle. Blauer Himmel und warm. Also musste es
nochmal in die Cascades gehen, mit Tim schon seit
langem geplant. Tim wollte Mt Pugh besteigen, einen
Berg in den ersten Reihen der Cascades. Gesagt -
getan. Ein langer, steiler Aufstieg mit
Klettereinlagen am Ende (über 5000 Fuß, 1500m,
Höhengewinn) belohnt einen mit den besten Blicken die
ich hier auf die Berge hatte bisher:
Man steht direkt vor Glacier Peak, wieder mal ein Vulkan in den Cascades. Viel Gletscher sind nicht mehr dran...
Fotos wie immer an dieser Stelle.
Man steht direkt vor Glacier Peak, wieder mal ein Vulkan in den Cascades. Viel Gletscher sind nicht mehr dran...
Fotos wie immer an dieser Stelle.
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Urlaub I: mit Stolle in den North Cascades
20/09/07 09:01 Filed in: Personal
Nochmal Besucherandandreang aus Jena ganz zum Schluß:
übers Labor-Day Wochenende kahmen Silke
und Sebastian durch Seattle auf dem langen
Weg von Kanada nach L.A. Bei kaltem aber
sonnigem Wetter betrieben wir sightseeing und
Biertrinken am Abend in Ballard. Sehr schön! Die
damalige Markt-WG hat somit einen ganz guten
Schnitt im Besuchen, immerhin 3 ehemalige
Mitglieder habens geschafft. Und eigentlich
zählt Stolle ja auch halb
dazu, und der war nun sogar zum 2.Mal auf der
Durchreise durch den Nordwesten. Er hat uns ja
als erster quasi-Jenenser in Seattle beehrt,
März 2006 (die Zeit vergeht muss ich jetzt wohl
sagen, aber es ist ja wirklich so) kam er durch
Seattle auf dem Weg nach Süden. Nun gehts
temporär sogar nach Norden für ihn. Jedenfalls
war es perfektes timing, als er emailte dass er
kommt, denn ich plante meinen Nord
Cascades-Eastern Washington Roadtrip. Und
Begleitung macht das Reisen ja doch netter. So
packten wir am 3.9. den Volvo voll mit Gepäck,
Zelten und essen von Trader Joe's. Es ist der
letzte Roadtrip mit dem guten Volvo, ich musste
mich von meinem Traum verabschieden zu sehen wie
der Meilenzähler die 200.000 Meilen Grenze
überschreitet, immerhin 321.869 km, es sind
leider nur 198.600 Meilen oder 319.616 km
geworden - wir haben ca. 15000 Meilen
dazugepackt - sind halt lange Wege hier.
Wettervorhersage war gut (Wanderungen in Wolken kann ich nicht mehr sehen!), allerdings war es grau an dem tag als wir nach NE aufbrachen, Highway 20 immer schön EAST. Auch der North Cascades highway genannt. Wir haben es irgendwie nie richtig geschafft in die North Cascades zu kommen, wir waren knapp dran oder drin, am Cascade Pass als auch am Lake Chelan von der anderen Seite. Stolle und sich zelteten am Mineral Creek, kleiner Zeltplatz der auch 3 Tage nach uns für dien Winter geschlossen wird. Der Campground-Host war etwas eigenarting, besaß auch eine Kettensäge, aber er gab uns dann doch was von seinem Stapel Feuerholz ab. Das war leider - wie alles da in der Ecke - naß. But hey, that is the Pacific Northwest. Am ersten Tag des vorrausgesagten guten Wetters (Tatsache, die Sonne kam raus!) erstiegen Stolle und ich den Lookout Mountain, 4400 Fuß Höhengewinn auf 4 Meilen. Der Berg heisst so, weil es oben einen (ehemaligen) Feuerausguck gibt. Man fragt sich in Jahren wie diesem wann es hier mal brennen soll... Der ist heute als Hütte benutztbar, man hat sogar nen Gasherd da oben. Die Blicke sind atemberaubend, auch wenn sich die Cascades noch etwas mit Wölkchen verhüllt hatten. Nach noch einer Nacht beim Kettensägen-Mann ging es weiter nach Osten. Der Nationalpark ist nach dem Labor Day (the end of commercail summer) recht leer, bis auf ein paar verirrte Deutsche in gemieteten RVs (Wohnmobile) und ältere amerikanische Ehepaare in Bus-großen RVs. Jedenfalls überquerten wir Washington Pass, nur 1669m hoch aber sehr beeindruckend.
Da wird es dann schon trockener, die von mir geliebte Ostseite der Cascades ist in Reichweite. Dort in der Nähe machetn wir noch eine wunderschöne Wanderung über der Baumgrenze, hier wurde mir recht klar, warum man die North Cascades "America's Alps" nennt - unverkennbare Ähnlichkeiten. Nur das hier keine Sau wohnt und das es Bären gibt. Ja, meine 3. Bärensichtung in diesem Jahr passierte auf dieser Wanderung, in 100 m Entfernung graste ein Schwarzbär. Durchatmen und weiter nach Osten, via Winthrop (eine Western Themen Stadt) und Leavenworth (das Bayern-Dorf) und den mighty Columbia River und die Hanford Department of Energy Site nach Yakima Valley zum, richtig erraten, Weine verkosten. Aber nicht so schnell, die Hanford Site ist eine längere Erklärung wert:
Nicht das es genug wäre, das 20 Meilen westlich von Downtown Seattle am Fuße der Olympics ein Viertel (!!) der amerikanischen Atomraketen in U-Booten stecken. In Hanford wurde das Plutonium während des Manhattan Projektes und des kalten Krieges hergestellt. Zu Hochzeiten liefen dort 8 Atomreaktoren, mitten in der Wüste. Um die 30.000 Menschen arbeiten daran, heute arbeiten mehr Menschen an der Dekontaminiation - Hanford gilt als das kontaminierteste Gebiet in den USA. Direkt am Columbia River gelegen, floss auch immer mal etwas da hinein. Heute läuft nur noch ein Atomkraftwerk und produziert nur noch Strom. Das ganze sieht entsprechend Endzeitmässig aus, überall sieht man Kuppeln von Reaktoren. Wir wollten dort ins Visitor Center, aber bewaffnete Wächter sagten uns das wurde vor 5 Jahren geschlossen. Mit dem flauen Gefühl im Magen, ob man hier das Wasser trinken kann und ob es für die Bewässerung der ganzen Obstbäume auch richtig eingesetzt wird fuhren wir nach Benton City (Zeltplatz im RV Park... ausserdem war dort gearde Stadtfest, auch sehr interessant - in dem Städtchen fehlt komplett unsere Generation), um am nächsten Tag bei Mike Moore wieder Weine zu verkosten. Diesmal schafften wir es nach 4h tatsächlich zu den Rotweinen. Dann lieferte ich Stolle am I-90 ab, nach 10 Minuten hatte er eine Mitfahrgelegenheit gen Montana und will nun nach Kanada. Seine Fotos gibts hier. Unser gemeinsamer Roadtrip hat sehr viel Spass gemacht, abends am Lagerfeuer seine Geschichten zu hören, Berge zu besteigen, Bären zu sehen und über die Innovationsfähigkeit (oder das Fehlen solcher) verschiedener High-Tech Companies zu philosophieren. Das Steve Ballmer eine Nase ist - da waren wir uns einig. Was muss der Mann für Probleme haben...
Meine Fotos gibts hier.
Wettervorhersage war gut (Wanderungen in Wolken kann ich nicht mehr sehen!), allerdings war es grau an dem tag als wir nach NE aufbrachen, Highway 20 immer schön EAST. Auch der North Cascades highway genannt. Wir haben es irgendwie nie richtig geschafft in die North Cascades zu kommen, wir waren knapp dran oder drin, am Cascade Pass als auch am Lake Chelan von der anderen Seite. Stolle und sich zelteten am Mineral Creek, kleiner Zeltplatz der auch 3 Tage nach uns für dien Winter geschlossen wird. Der Campground-Host war etwas eigenarting, besaß auch eine Kettensäge, aber er gab uns dann doch was von seinem Stapel Feuerholz ab. Das war leider - wie alles da in der Ecke - naß. But hey, that is the Pacific Northwest. Am ersten Tag des vorrausgesagten guten Wetters (Tatsache, die Sonne kam raus!) erstiegen Stolle und ich den Lookout Mountain, 4400 Fuß Höhengewinn auf 4 Meilen. Der Berg heisst so, weil es oben einen (ehemaligen) Feuerausguck gibt. Man fragt sich in Jahren wie diesem wann es hier mal brennen soll... Der ist heute als Hütte benutztbar, man hat sogar nen Gasherd da oben. Die Blicke sind atemberaubend, auch wenn sich die Cascades noch etwas mit Wölkchen verhüllt hatten. Nach noch einer Nacht beim Kettensägen-Mann ging es weiter nach Osten. Der Nationalpark ist nach dem Labor Day (the end of commercail summer) recht leer, bis auf ein paar verirrte Deutsche in gemieteten RVs (Wohnmobile) und ältere amerikanische Ehepaare in Bus-großen RVs. Jedenfalls überquerten wir Washington Pass, nur 1669m hoch aber sehr beeindruckend.
Da wird es dann schon trockener, die von mir geliebte Ostseite der Cascades ist in Reichweite. Dort in der Nähe machetn wir noch eine wunderschöne Wanderung über der Baumgrenze, hier wurde mir recht klar, warum man die North Cascades "America's Alps" nennt - unverkennbare Ähnlichkeiten. Nur das hier keine Sau wohnt und das es Bären gibt. Ja, meine 3. Bärensichtung in diesem Jahr passierte auf dieser Wanderung, in 100 m Entfernung graste ein Schwarzbär. Durchatmen und weiter nach Osten, via Winthrop (eine Western Themen Stadt) und Leavenworth (das Bayern-Dorf) und den mighty Columbia River und die Hanford Department of Energy Site nach Yakima Valley zum, richtig erraten, Weine verkosten. Aber nicht so schnell, die Hanford Site ist eine längere Erklärung wert:
Nicht das es genug wäre, das 20 Meilen westlich von Downtown Seattle am Fuße der Olympics ein Viertel (!!) der amerikanischen Atomraketen in U-Booten stecken. In Hanford wurde das Plutonium während des Manhattan Projektes und des kalten Krieges hergestellt. Zu Hochzeiten liefen dort 8 Atomreaktoren, mitten in der Wüste. Um die 30.000 Menschen arbeiten daran, heute arbeiten mehr Menschen an der Dekontaminiation - Hanford gilt als das kontaminierteste Gebiet in den USA. Direkt am Columbia River gelegen, floss auch immer mal etwas da hinein. Heute läuft nur noch ein Atomkraftwerk und produziert nur noch Strom. Das ganze sieht entsprechend Endzeitmässig aus, überall sieht man Kuppeln von Reaktoren. Wir wollten dort ins Visitor Center, aber bewaffnete Wächter sagten uns das wurde vor 5 Jahren geschlossen. Mit dem flauen Gefühl im Magen, ob man hier das Wasser trinken kann und ob es für die Bewässerung der ganzen Obstbäume auch richtig eingesetzt wird fuhren wir nach Benton City (Zeltplatz im RV Park... ausserdem war dort gearde Stadtfest, auch sehr interessant - in dem Städtchen fehlt komplett unsere Generation), um am nächsten Tag bei Mike Moore wieder Weine zu verkosten. Diesmal schafften wir es nach 4h tatsächlich zu den Rotweinen. Dann lieferte ich Stolle am I-90 ab, nach 10 Minuten hatte er eine Mitfahrgelegenheit gen Montana und will nun nach Kanada. Seine Fotos gibts hier. Unser gemeinsamer Roadtrip hat sehr viel Spass gemacht, abends am Lagerfeuer seine Geschichten zu hören, Berge zu besteigen, Bären zu sehen und über die Innovationsfähigkeit (oder das Fehlen solcher) verschiedener High-Tech Companies zu philosophieren. Das Steve Ballmer eine Nase ist - da waren wir uns einig. Was muss der Mann für Probleme haben...
Meine Fotos gibts hier.



