Kanada

Kanada!

Besuch aus Deutschland! Cousin Rex hat es wahr gemacht und sich ins Flugzeug gesetzt um Kanada zu sehen. Nach ein wenig sightseeing in Seattle ging es gen Norden - Vancouver Island, British Columbia, Kanada. Es soll dort ja so sein, wie man sich als Deutscher gemeinhin Kanada vorstellt. Und es ist auch so.
tofino
Zunächst regnete es erstmal ohne Ende als wir uns der kanadischen Grenze näherten. Auch dahinter noch. Es ging über Fjorde mit der Fähre, immernoch Regen. Man erahnte Berge hinter den Wolken, ab und zu mal schauten sie heraus. Naja, irgendwann muss es ja mal regnen, denn die Westküste von Vancouver Island bekommt im Schnitt pro Jahr 3300 mm Regen. Der nasseste Ort der Welt ausserhalb der Äquatorregion. Vancouver selber hat immerhin noch 1200 mm. Da ist Seattle fast Wüste. Kein Wunder also das es erstmal regnete. Aber auf unserem Weg an die wirklich nasse Westküste wurde es sonnig, blauer Himmel in Tofino! Tofino mag dem einen oder anderen was sagen, obwohl es nur ein Fischernest ist. Aber wer "Der Schwarm" gelesen hat, weiss, das dort alles Übel begann, mit den Walen. Wer es nicht gelesen hat, dem empfehle ich es hiermit mal, sehr spannend. Und Tofino wird da schön beschrieben, Ich will ja nicht zuviel verraten, aber wir haben dann auch mal eine Wale watching Tour gemacht und keinen einzigen Wal gesehen, laut unserem Führer passiert das extrem selten bis nie. Wer das Buch gelesen hat, weiss was das bedeutet.
Aber Tofino ist wunderschön, besonders in der Vor-Touristenzeit bei Sonnenschein. Wirklich herrlich gelegen, zelteten wir am Pazifik.
Auf dem Rückweg sind wir dann einem Schwarzbären begegnet, der an der Straße friedlich Grass fraß. Sah ganz possierlich aus, aber im Wald beim Wandern möchte man dem nicht unbedingt begegnen.
Die (viktorianische) Zivilisation hatte uns dann wieder in Victoria, von wo aus mit einer weiteren Fähre über die Juan de Fuca Straße (Wasserstraße) zurück nach USA ging. Nur noch eine Fähre trennte uns von Seattle, der Regen hatte uns wieder.
Die Fotos dazu.
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Vancouver, Canada

Um unser Visum zu verlängern mussten wir die USA kurzzeitig verlassen. Weil sowas geht nur im Ausland. Glücklicherweise ist die kanadische Grenze nur 2h nördlich. Und in Vancouver gibt es ein Konsulat. Eigentlich, so die Webseite, sollen dort nur kanadische Staatsbürger ihre Visa für die USA beantragen. Ansonsten kann es superlange dauern und vielleicht wird es auch nichts mit dem Visum. So in etwa die Information auf der Webseite. Entschliesst man sich nun doch den Versuch zu unternehmen und nicht nach Deutschland zu fliegen dafür, steht man vor der nächsten Hürde: einen Termin zu bekommen. Termine werden nur 8 Wochen im Vorraus vergeben. Dazu meldet man sich auf deren Webseite für 10$ an oder ruft die Hotline an, günstige 1.89$ pro Minute. Die nächsten 8 Wochen sind aber immer schon ausgebucht. Also, muss man die Webseite alle 10 Minuten besuchen - irgendwann sind mal 116 Termine frei. Die eigentlich Visabeantragung und Ausstellung geht dann problemlos, nur das Warten nervt und natürlich die schon bekannten Sicherheitsmassnahmen. Übrigens, wir haben da keinen Kanadier getroffen, der ein Visum wollte, alle waren Ausländer, die in den USA arbeiten und quasi das Gleiche machten wie wir.
vancouver bc
Wie auch immer, es war ein guter Grund sich mal die Wärmste Ecke von Kanada anzuschauen. Leider im heftigsten Regen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zuerst waren wir 2 Tage übers Wochenede in Victoria, ein nettes Städchen auf Vancouver Island. Ein Kollege aus MPI Tagen, war dort für 3 Monate und wir konnten mit ihm und seiner Frau durch den Regen ziehen. Dann noch 2 Tage Vancouver, Visum beantragen und Visum abholen, dazwischen blieb etwas Zeit zum sightseeing (im Regen zumeist). Die Amerikaner hier in Seattle sind ja immer sehr begeistert von Vancouver, meinen es wäre so europäisch. Tatsächlich gibt es dort einen Zara, die spanische Klamottenkette, bie denen ich gerne Hemden kaufe (die fertigen übrigens zu 70% in Europa, mal nicht in China). Also, natürlich ist Vancouver nicht wie Europa, mit alten Straßen und kleinen Gässchen. Ist ja auch erst ca. 1870 gegründet worden. Aber man kann dort ganz gut sehen, dass moderne Städte nicht nur aufs Auto ausgelegt werden müssen (das ist das was in den USA in den 60er Jahren passiert ist, man baute Highways überall, besonders in den Städten im Westen, Platz war ja genug). Downtown, das Zentrum ist schön , es wohnen Leute dort. Es gibt Parks und ruhige Ecken und kaum eine große Highwaybrücke mitten durch die Stadt. Erinnert sehr an Seattle, die Lage an den Bergen, nur eben ist Downtown etwas durchdachter und angenehmer. Auch gibts da ne S-Bahn, in Seattle soll ab 2009 eine light rail (Straßenbahn) zum Flughafen fahren, und 2018 wird die Universität angebunden sein. Besser spät als nie. Mehr Bilder hier.
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