Eastern Washington

Urlaub I: mit Stolle in den North Cascades

Nochmal Besucherandandreang aus Jena ganz zum Schluß: übers Labor-Day Wochenende kahmen Silke und Sebastian durch Seattle auf dem langen Weg von Kanada nach L.A. Bei kaltem aber sonnigem Wetter betrieben wir sightseeing und Biertrinken am Abend in Ballard. Sehr schön! Die damalige Markt-WG hat somit einen ganz guten Schnitt im Besuchen, immerhin 3 ehemalige Mitglieder habens geschafft. Und eigentlich zählt Stolle ja auch halb dazu, und der war nun sogar zum 2.Mal auf der Durchreise durch den Nordwesten. Er hat uns ja als erster quasi-Jenenser in Seattle beehrt, März 2006 (die Zeit vergeht muss ich jetzt wohl sagen, aber es ist ja wirklich so) kam er durch Seattle auf dem Weg nach Süden. Nun gehts temporär sogar nach Norden für ihn. Jedenfalls war es perfektes timing, als er emailte dass er kommt, denn ich plante meinen Nord Cascades-Eastern Washington Roadtrip. Und Begleitung macht das Reisen ja doch netter. So packten wir am 3.9. den Volvo voll mit Gepäck, Zelten und essen von Trader Joe's. Es ist der letzte Roadtrip mit dem guten Volvo, ich musste mich von meinem Traum verabschieden zu sehen wie der Meilenzähler die 200.000 Meilen Grenze überschreitet, immerhin 321.869 km, es sind leider nur 198.600 Meilen oder 319.616 km geworden - wir haben ca. 15000 Meilen dazugepackt - sind halt lange Wege hier.
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Wettervorhersage war gut (Wanderungen in Wolken kann ich nicht mehr sehen!), allerdings war es grau an dem tag als wir nach NE aufbrachen, Highway 20 immer schön EAST. Auch der North Cascades highway genannt. Wir haben es irgendwie nie richtig geschafft in die North Cascades zu kommen, wir waren knapp dran oder drin, am Cascade Pass als auch am Lake Chelan von der anderen Seite. Stolle und sich zelteten am Mineral Creek, kleiner Zeltplatz der auch 3 Tage nach uns für dien Winter geschlossen wird. Der Campground-Host war etwas eigenarting, besaß auch eine Kettensäge, aber er gab uns dann doch was von seinem Stapel Feuerholz ab. Das war leider - wie alles da in der Ecke - naß. But hey, that is the Pacific Northwest. Am ersten Tag des vorrausgesagten guten Wetters (Tatsache, die Sonne kam raus!) erstiegen Stolle und ich den Lookout Mountain, 4400 Fuß Höhengewinn auf 4 Meilen. Der Berg heisst so, weil es oben einen (ehemaligen) Feuerausguck gibt. Man fragt sich in Jahren wie diesem wann es hier mal brennen soll... Der ist heute als Hütte benutztbar, man hat sogar nen Gasherd da oben. Die Blicke sind atemberaubend, auch wenn sich die Cascades noch etwas mit Wölkchen verhüllt hatten. Nach noch einer Nacht beim Kettensägen-Mann ging es weiter nach Osten. Der Nationalpark ist nach dem Labor Day (the end of commercail summer) recht leer, bis auf ein paar verirrte Deutsche in gemieteten RVs (Wohnmobile) und ältere amerikanische Ehepaare in Bus-großen RVs. Jedenfalls überquerten wir Washington Pass, nur 1669m hoch aber sehr beeindruckend.
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Da wird es dann schon trockener, die von mir geliebte Ostseite der Cascades ist in Reichweite. Dort in der Nähe machetn wir noch eine wunderschöne Wanderung über der Baumgrenze, hier wurde mir recht klar, warum man die North Cascades "America's Alps" nennt - unverkennbare Ähnlichkeiten. Nur das hier keine Sau wohnt und das es Bären gibt. Ja, meine 3. Bärensichtung in diesem Jahr passierte auf dieser Wanderung, in 100 m Entfernung graste ein Schwarzbär. Durchatmen und weiter nach Osten, via Winthrop (eine Western Themen Stadt) und Leavenworth (das Bayern-Dorf) und den mighty Columbia River und die Hanford Department of Energy Site nach Yakima Valley zum, richtig erraten, Weine verkosten. Aber nicht so schnell, die Hanford Site ist eine längere Erklärung wert:
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Nicht das es genug wäre, das 20 Meilen westlich von Downtown Seattle am Fuße der Olympics ein Viertel (!!) der amerikanischen Atomraketen in U-Booten stecken. In Hanford wurde das Plutonium während des Manhattan Projektes und des kalten Krieges hergestellt. Zu Hochzeiten liefen dort 8 Atomreaktoren, mitten in der Wüste. Um die 30.000 Menschen arbeiten daran, heute arbeiten mehr Menschen an der Dekontaminiation - Hanford gilt als das kontaminierteste Gebiet in den USA. Direkt am Columbia River gelegen, floss auch immer mal etwas da hinein. Heute läuft nur noch ein Atomkraftwerk und produziert nur noch Strom. Das ganze sieht entsprechend Endzeitmässig aus, überall sieht man Kuppeln von Reaktoren. Wir wollten dort ins Visitor Center, aber bewaffnete Wächter sagten uns das wurde vor 5 Jahren geschlossen. Mit dem flauen Gefühl im Magen, ob man hier das Wasser trinken kann und ob es für die Bewässerung der ganzen Obstbäume auch richtig eingesetzt wird fuhren wir nach Benton City (Zeltplatz im RV Park... ausserdem war dort gearde Stadtfest, auch sehr interessant - in dem Städtchen fehlt komplett unsere Generation), um am nächsten Tag bei Mike Moore wieder Weine zu verkosten. Diesmal schafften wir es nach 4h tatsächlich zu den Rotweinen. Dann lieferte ich Stolle am I-90 ab, nach 10 Minuten hatte er eine Mitfahrgelegenheit gen Montana und will nun nach Kanada. Seine Fotos gibts hier. Unser gemeinsamer Roadtrip hat sehr viel Spass gemacht, abends am Lagerfeuer seine Geschichten zu hören, Berge zu besteigen, Bären zu sehen und über die Innovationsfähigkeit (oder das Fehlen solcher) verschiedener High-Tech Companies zu philosophieren. Das Steve Ballmer eine Nase ist - da waren wir uns einig. Was muss der Mann für Probleme haben...

Meine Fotos gibts hier.

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Eastern Washington - Grand Coulee II

Auch wenn ich jetzt alleine in Seattle bin, muss das Leben und Gegend erkunden weitergehen. Lange geplant, endlich ausgeführt: Patrick und ich wollten schon lange mal in der Wüste wandern gehen (also, technisch geshen ist es Steppe, nicht Wüste). Mitte August, das Wetter in Seattle war unter aller Sau, sind wir dann zu zweit in Richtung Osten gefahren, wieder zum Grand Coulee. Diesmal mit mehr Zeit und zelten am Steamboat Rock State Park.
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Zur Geologie habe ich mich ja schon ausgelassen, also lasse ich das mal weg. Alles der gleiche Columbia River Flut Basalt. Das Wasser ist im Tal weil es dort einen Staudamm gibt und eben den Columbia River, ansonsten ist es ja warm und trocken da. Ideal zum Wandern also. Wir haben so ein paar Wanderungen in der Gegend gemacht, und wenn ich es nicht inzwischen verstanden hätte, das Washington nicht nur grün ist, würde ich denken ich wär in Colorado oder Utah. Ich liebe diese Gegend! Haufenweise Fotos mit blauem Himmel, die den Polarisationsfilter bis an die Schmerzgrenze herausfordern hier. (Im bewölkten Seattle macht der Filter ja keinen Unterschied)
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mit Besuch aus Jena in die Wüste, französische Ortsnamen und Geologie

Also, doch nochmal Besuch aus Jena! Und dann noch dienstlich! Gerd, seineszeichens mein Doktorvater, war auf Dienstdurchreise hier. Nach Absolvierung des wissenschaftlichen Programmes an der Uni blieb noch zeit fürs kulturelle. Leider ist der Sommer dieses Jahr doch eher durchnschnittlich, scheinbar war der letzte doch die Ausnahme. Es ist grau und feucht, oft, aber wir haben dann auch diese herrlichen tage an denen Mt. Rainier über der Stadt trohnt.., Gerd war dieser Anblick nocht vergönnt, deshalb für ihn ein Bild vom letzten Jahr:seattle mt rainer
So sieht das wirklich aus. Und diese Tage lassen einen dann aber auch den Rest vergessen. Man kann die Seattlelites dann sehr gut verstehen, das sie den grauen langen, nassen Winter überstehen. Das ist es wert, das ist wirklich einzigartig.
Egal, wir hatten nur ein Wochenende, also hiess es ab in die Wüste. Ich habs ja schon mehrmals erwähnt, 2h östlich von Seattle ist Schluß mit Evergreen State. Da kann man recht sicher sein, das es zu dieser Jahreszeit trocken und heiss ist. Also, nix wie rüber zu den Salzseen vom Lower Grand Coulee. Ein ehemaliger Flußlauf des Columbia River, also eine Art Canyon, heisst hier auf Altfranzösisch Coulee. Waren wohl die alten französichen Trapper, die hier vor gerade mal 200 Jahre aufliefen und manchen Orten französiche Namen gaben, die es heute noch gibt. Immernoch, wo doch sogar french fries (Pommes) nun freedom fries heissen (sollten, aber keine macht mit, zu dumm - aber nun ist der neue französische Präsident ja auch ein halber Amerikaner). [Wikipedia ist schon cool, so habe ich eben erfahren das Sauerkraut im ersten Weltkrieg schonmal liberty cabbage hiess...]
Wie dem auch sei, dieses Coulee hat eine ganz andere, viel ältere interessantere Geschichte, speziell cool für die Geologen unter euch. Zunächst mal befinden wir uns wieder in den Columbia River Plateau Basalten, die das ganze Gebiet vor 10-15 Millionen Jahren mit Lava bedeckten. Dann war lange nix, die Eiszeiten bedeckten später alles mit Eis. Als die Eispanzer abschmolzen, vor 15000-13000 Jahren, bildete sich im heutigen Montana ein riesiger See, der Lake Missoula, hinter den Gletschern. In diesen 2000 Jahren brachen diese Eisdämme mehrmals, und so ergossen sich der halbe Lake Michigan über Ost Washington - innerhalb von wenigen Wochen. Man nennt das ganze die Missoula Floods, man kann sich das nicht vorstellen, aber das Wort Megaflood scheint dem ganzen durchaus gerecht zu werden. Jedenfalls wurde auch das Tal des Grand Coulee durch so ein event geformt.
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Also, hier hat die Geologie anstatt Jahrmillionen, wie beim Grand Canyon, mal nur Wochen gebraucht. Es gibt eine ganze Reihe von Solchen sagen wir mal Abflußrinnen, die sogenannten scablands in Ost-Washington. Also fuhren wir wir da hin, besichtigten die dry falls, Wasserfälle die einstmals die größten der Welt waren (kurzzeitig aber gross). Heute ist es wie gesagt Wüste, so gibt es Salzseen, wie den Soap Lake in eben diesem Tal. Gemeinhin wird behauptet das Wasser und Sediment wäre Heilwasser bzw hautfreundlicher Schlamm, es wird sogar mit einem Schild am See darauf hingewiesen, dass es vergleichbares Wasser nur in Baden-Baden, Germany gäbe, aber mein geliebter Reiseführer "Roadside Geology of Washington" sagt dazu trocken: "We don't agree". Ich sags ja, alles nur Cyanobakterien (ich mag diese inzwischen auch aus wissenschaftlichen Gründen sehr gerne).
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Lake Chelan

Nach einer Woche harter Arbeit im Labor mit Ansgar, wieder mal zu Besuch aus Berkeley, musste es mal wieder nach Osten gehen, der Sommer in Seattle lässt noch auf sich warten. Also, 200 Meilen nach Osten, den Columbia River überquert und man kommt am Lake Chelan an. Wir wollten entlang eines Teils der Küste des Sees wandern, der Lake Chelan Lakeshore Trail,18 Meilen (30 km) zu einem Dorf namens Stehekin. Dieses Dorf ist nur per Boot erreichbar, keine Strasse führt dahin. Hinter dem Dorf beginnen die North Cascades, so ziemlich die unerschlossenste Gegend hier oben.
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Die Fähre schmeisst einen unterwegs raus, sie hält quasi am Strand an, man klettert eine Leiter runter und ist in der Wildniss. Nun sind es 18 Meilen nach Stehekin, immer schön entlang des Sees. Das Tal ist sehr eng, 80km lang und steil, der See ist bis zu 500 m tief (damit der neunttiefste See der Welt). Das Wasser ist unglaublich blaugrün. Die Blicke in alle Richtungen sind atemberaubend. Am ersten Tag sahen wir gleich eine Klapperschlange, war noch recht klein, hat aber geklappert. Und der Höhepunkt war die Sichtung eines Schwarzbären in freier Wildbahn, vielleicht 100m von uns entfernt. Nach 11 Meilen (17km) am ersten Tag waren wir geschafft und froh unser Zelt aufzuzschlagen, am Wasser, mit herrlichem Blick auf den See. Ein sogenannter Boat-in Zeltplatz, dh man kommt da nur mit dem Boot oder zu Fuß hin.
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Das Wasser des Sees ist mit ca 13 Grad sehr kalt, Luzie musste troztdem rein. Am kommenden Tag bleiben uns noch schlappe 12km bis Stehekin. Keine weiteren Raubtiersichtungen entlang des Weges, auch wenn uns ein Warnschild am Ende des Trails in Stehekin erklärte, dass es in letzter Zeit häufig Sichtungen von Pumas in der Ecke gab. Und die fressen Menschen! Nee, aber die können schonmal angreifen, wenn man alleine unterwegs ist. Also, wir waren Helden und trotz dass uns die Füsse und der Rücken wehtaten, planen wir schonmal die nächste Tour, in den Olympics!
Stehekin ist ein interessantes Dorf, weil man nur mit dem Boot hinkommt oder Wasserflugzeug. Es gibt da keine Telefone. Im Winter muss es dort sehr, sehr ruhig sein.Von Stehekin ging es dann zurück nach Chelan, 80km mit dem Boot.
Viele schöne Fotos hier.
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Festival! Beastie Boys, Arcade Fire und Björk live in der Wüste!

Es ist wieder Memorial Day gewesen (bei euch war an dem WE Pfingsten), also einer der wenigten Feiertage in den USA. Alles ist auf Reisen, der Sommer beginnt offiziell (also der kommerzielle Sommer). Wir mögen ja nun die Wüste und so ergab es sich dass nur eine Woche nach unserer Weinverkostung ein alljährlich stattfindendes Festival namens Sasquatch (heisst soviel wie Bigfoot, sozusagen die lokale Yeti Version) am Columbia River war. Das Line-up versprach Großes, Björk und die Beastie Boys und The Arcade Fire (Manu Chao war auch da, find ich persönlich ja langweilig und recht überbewertet). Und das Große an dem Festival ist die Bühne:
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Im Hintergrund der Columbia River, die Sonne knallt! Herrlich. Die Beastie Boys spielen nicht wie angekündigt nur instrumental, nein sie spielen 2 h (so "verpassten" wir Manu Chao) vor allem die alten Sachen, die halbe Ill Communication, inklusive Sabotage. Mein Gott, ich hätte nicht gedacht, dass ich das nochmal live sehen werde. Das ist immerhin schon 12 Jahre her, ein Genuß! The Arcade Fire sind episch, selbst auf einer solchen großen Bühne, oder gerade dort. Björk ist der würdige Abschluß, bei "State of Emergency" wird einem ganz anders, die Stimme ist schon unglaublich.
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Wein aus Washington State

Wein und USA, das verbindet der selbsternannte Kenner in Europa vielleicht gerade mal mit Kalifornien, dem Napa Valley, sogar Hollywood hat das ja schon thematisiert. Aber das ist bei weitem nicht alles. Im Osten des "evergreen" State Washington ist es nämlich verdammt trocken und superwarm. Wüste halt. Wenn ich dort wohnen würde, würde ich mir aber sehr blöd vorkommen, mit einem Nummernschild durch die Gegend zu fahren, dass "Evergreen State" schreit. Seis drum, vielleicht wird deshalb seit den 50er Jahren fröhlich bewässert und ganze USA mit Äpfeln beliefert.
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Irgendwann in den 80ern haben ein paar Enthusiasten dann mal angefangen Wein anzupflanzen (angeblich gedeiht Wein dort gut, wo auch Äpfel gut gehen). Inzwischen findet man hier in Seattle des Öfteren Wein aus Washington im Regal, bzw. auf dem Tisch. Luzie und ich hatten sogar bei unserem Abschiedsessen in Jena im Scala (das Restaurant im Uni-Turm) Washington Wein. Kurzum, noch ist das ein Geheimtipp, also mussten wir da hin. Bevor es so touristisch wird wie im Napa Valley. Leider war ich ja damals 1991 nicht auf dem Nirvana Konzert in Halle (mit Sonic Youth!), bevor sie ganz groß rauskamen. Nun kann ich aber sagen ich war im Yakima Valley bevor es kommerziell wurde. Vielleicht.
Sarah und Patrick, 2 Freunde aus Seattle fahren dort jedes Jahr hin und luden uns ein mitzukommen. Dank ihrer perfekten Organisation sahen wir unzählige Weingüter und kosteten eine Menge gute Weine! Spannend an der Gegend dort ist auch noch, dass man sich wie in Mexiko fühlt. Ehrlich. Dort gibt es die besten mexikanischen Restaurants nördlich von San Francisco. Die besten Tamales von Washington State. Durch den ganzen Obstanbau brauchte es Arbeitskräfte und das Klima ist dem in Mexiko nicht so unähnlich. Höhepunt am Ende des 2. Tages war der Besuch des Blackwood Canyon Weingutes. Besitzer Mike Moore versteht sich eher als Künstler, unsere Verkostung dauerte 1.5h und da waren wir erst mit den Weissweinen fertig. Sehr beeindruckende, alte Weissweine (1989 war der älteste den wir probierten), sowas bekommt man ja sonst kaum noch. Mit einer Kiste voller Weine machten wir uns auf den Rückweg nach Seattle. Viele Bilder gibts hier.
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Bayern in den USA

Wenn man in den USA sagt, man käme aus Deutschland, erzählen einem alle ach ja, ich war schon mal da! In München, Oktoberfest und so. Autobahn! Aber wollen wir mal nicht ungerecht sein, umgekehrt ist es ja auch nicht anders, Seattle assoziert man daheim ja auch allgemein mit Nirvana und Regen. Siehe die TAZ über Seattle hier. Und vielleicht Kaffee. Jedefalls sind wir um unsere Geburtstage im September in den herrlichen North Cascades gewesen, in der Nähge eines kleinen Städchens namens Leavenworth. In den guten alten Zeiten wurden da Bäume gefällt und zu Holz gemacht (im Sinne von Geld). Dann waren alle Bäume weg, zumidest fast, und Umweltschützer und so Leute traten auf den Plan - naja, wahrscheinlich ist es nur einfach billiger nun Holz aus Indonesien oder China zu importieren.
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Jedenfalls musste sich die Stadt ein neues Standbein suchen und die herrliche Bergwelt ringsum schrie nach Tourismus. Also wurde das Dorf kurzerhand in ein bayrisches Bergdorf umgewandelt. Alle Häuser mussten im bayrischen Stil (um)gebaut werden. Wir waren da als gerade das Oktoberfest stattfand - es gab Bier und Bratwürste und Sauerkraut, gar nicht so schlecht! Aber eine Stunde reichte, bevor wir uns in die Berge verabschiedeten, wandern ist dort herrlich. Wir sind hier schon auf der Ostseite der Cascade Mountains, es ist dort deutlich trockener, was vor allem heisst, man hat mehr Blicke, weil es weniger Vegetation dort gibt (oder ist das noch Resultat der Holzfällerarbeit?). Hier ein paar Bilder von diesem Wochenende, übrigens mit der neuen Kamera, Spiegelreflex ist wieder da.
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