California

Urlaub III: Yosemite mit Ansgar

Da der Sommer in Seattle, als auch meine Urlaubszeit, langsam zu Ende geht, und die Forschung rief, fuhr ich nochmal für eine Woche zu Ansgar nach Berkeley. Das lange Wochenende verbrachten wir im Yosemite Nationalpark, nicht zu Unrecht der meistbesuchteste Park in den USA. Von den vielen Lagerfeuern hat man dort im Sommer Smog im Yosemite Valley. Wir waren zwar schon am Ende der Saison dort, aber die Wanderung zum Halfdome, einem 1000m hohen Granitdom, war dennoch recht voll. Obwohl es auch immerhin 20 Meilen waren, also kein Pappenstiel.
Pasted Graphic
Die Mühen waren es aber wert, nach langem Aufstieg und sogar Klettereinlagen an Drahtseilen kurz unterm Gipfel steht man 1000m über dem Tal, es geht senkrecht nach unten. Die Blicke sind unbeschreiblich, um einen herum Dome aus hellem Granit, von Gletschern schön glattgeschliffen. Ich werfe hier so mit Superlative um mich, das liegt nicht daran, dass ich jetzt fast 2 jahre in den USA war, nein, es ist einfach unvergleichlich dort. Nachts beim Zelten ins Ansgars Auto wurde es recht kalt, auch in Kalifornien ist der Winter nah. Naja, die Berge sind auch über 2-3000m hoch. Nach einer weiteren Wanderung im Park ging es nach Osten, auch in Kalifornien ist da die Wüste. Wir waren am Mono Lake, einem Salzsee - ich finde solche Gegenden ja immer sehr spannend. Nach 3 Tagen ohne Dusche kamen die heissen Quellen im Owens Valley gerade recht, am Abend trafen wir ein paar Althippies und einen Local dort an, am nächsten Morgen ware wir ganz alleine. Nach 3 Tagen ging es zurück in die Bay Area, noch etwas Forschung gemacht und dann war ich wieder in Seattle - die letzte Woche. Schicke Fotos hier.
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Thüringische Küche fernab der Heimat

Eine Dienstreise nach Berkeley, Kalifornien, Heimat der bekannten Universität, wo ich einen Vortrag halten durfte, brachte neben dem Wiedersehen mit Herrn Dr. Kahmen ein weiteres Schmankerl. Ja, es war auch diesmal dort wieder deutlich wärmer, eigentlich fast schon spätfrühlingshafte 20 Grad. Neben dem Forschen und schlendern durch das Mission District im nahen San Franscisco konnten wir zum ersten Mal seit gefühlten 100 Jahren wieder original thüringische Küche geniessen.
walzwerk
Wirklich. Wir alle hatten Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen. Und ein (oder 2) halbe Liter (!!!!) Radeberger Pils, gezapft. Was für ein Fest! Nun, das muss ich wohl erklären. Also, im Mission District von San Francisco haben 2 Leute aus Saalfeld vor Jahren eine Kneipe aufgemacht. Das Walzwerk. Kennern fällt nun sofort ein, das es in Sallfeld damals die Maxhütte gab, ein Walzwerk eben. Das Interoir kommt sehr nah an die Wartburg in Jena ran, nur ist das alles mit DDR Devotionalien zugehängt, das ist etwas zu viel des Guten. Aber versöhnt wird man auf dem Klo (Männer), dort hängt ein Werbeschild für Jenaer Biere. Alles in Allem: best food on the West Coast! (Man schau sich mal die Kommentare bei Google dazu an, man ist begeistert).
Ein paar Bilder vom Wandern in den Redwoods und eben vom Walzwerk hier.
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San Francisco! Kein Regen!

Seit dem grandiosen WM-Sommer steht der Gegenbesuch bei Ansgar in Berkeley aus. Also, entflohen wir dem Regen hier ins sonnige Kalifornien. Dort war wirklich Frühling angesagt. Einen Tag waren wir in San Francisco, was ja nur auf der anderen Seite der Bucht liegt.
SF
Ist immer wieder eine sehr schöne Stadt, sie liegt einfach herrlich zwischen Wasser und Hügeln. Und auch das Wetter passt, im November schöne 15 Grad (dafür haben die im Sommer viel Nebel). Aber das scheint es ja in Deutschland mittlerweile auch zu geben, wie man hört. Wir haben uns Kultur gegönnt, das neue de Young Museum, gebaut von Herzog & De Meuron, so wie die Allianz Arena. Dieses hier ist mit Kupferplatten belegt, die ihre Farbe im Laufe der Zeit verändern werden. Auch Berkeley selbst ist nicht nur bekannt durch die Uni, sondern erinnert wirklich ein bisschen an die Gegend um den Philosophenweg in Jena. Ja, dort gibt es mal keine rechtwinklingen Straßen. So konnten wir nochmal ein paar Tage Frühling geniessen (Fotos hier, gute Gelegenheit mit der neuen Kamera zu spielen), bevor der Winter hier einbrach...
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Seattle - Redwoods und zurück 1800 Meilen

Ich weiss, ich bin viel zu spät mit der Geschichte aber ich will euch die Bilder nicht vorenthalten: Der Besuch aus Jena war vor nunmehr 4 Wochen da, Holger, Tobias und Matthias sind unsere ersten transatlantischen Gäste, Stolle war ja sowieso schon hier. Die erste Woche war Sightseeing in Seattle angesagt, herrliches Sommerwetter (Bilder siehe hier). Ich hab mir eine Woche frei genommen und auf Wunsch der 3 Besucher fahren wir entlang des Highway 101 nach Süden,
101
ihr Ziel war San Francisco. Mal sehen, wie weit wir es schaffen werden, zu fünft finden wir ja zum Glück im geräumigen Volvo platz. Um dem Labor Day Feiertagsverkehr (einer der wenigen Feiertage in den USA, ist immer an einem Montag, also langes Wochenende, markiert zugleich das Ende des kommerziellen Sommers, sprich ganz Amerika ist unterwegs) zu entkommen, flüchten wir zunächst in den Olympic National Park, sprich US 101 North:

Seattle - Sol Duc Valley, Olympic National Park
Unser erster Zeltplatz im Nationalpark, idyllisch gelegen an den Sol Duc Hot Springs - naja, leider sind die Hot Springs nur ein Pool am nahegelgenen Hotel, könnte auch das Bad in Camburg sein, wo man heisses Wasser, dass nach Schwefel riecht reingelassen hat. Aber der Zeltplatz ist doch sehr schön, sehr großzügig angelegt, jeder hat quasi sein eigenes Waldstück, es sind auch nur 70 Plätze. Jeder hat auch sein eigenes Lagerfeuer, Feuerholz gibt es für 4$ das Bündel. Also Zelte aufgebaut, Feuer an, Bier auf. Lecker.
feuer
Den folgenden Tag verbrachten wir mit Wandern im Nationalpark.

Olympic National Park - Seaside, Oregon
Die nächste Etappe führt uns nun Richtung Süden, wo wir nun zum ersten Mal auf den Pazifik treffen. Die Küste lag im Nebel, ein Anblick den wir noch öfters im Verlaufe der kommenden Tage haben sollten. Sowohl die rauhe Küste als auch der Nebel.
pacific 1
Die Nacht verbrachten wir auf dem teueresten und hässlichsten Zeltplatz der ganzen Westküstentour, aber wir trafen dort Schorsch aus Jena, der gerade im nahen Portland arbeitet. So feierten wir den amerikanischen Labor Day.

Seaside, Oregon - Newport, OR
Auf der Weiterfahrt nach Süden mussten wir gleich im nächsten Ort stoppen, wegen der spektakulären Aussicht. Cannon Beach ist so etwas wie das Sylt Portlands. Kein Nebel! Also verbrachten wir mehr oder weniger den halben Tag am Strand.
cannon beach

Newport, OR - Brandon, OR
Newport hat ein sehr schönes Aquarium, dort hat übrigens Free Willy, ja der bekannte Orca, der eigentlich Keiko hiess, seinen Lebensabend verbracht. Südlich von Newport erstrecken sich auf 80 Meilen die Oregon Dunes, herrliche Sanddünen am Pazifik.
dunes
Da ist natürlich viel Zeit zum Spielen im Sand gewesen.

Brandon, OR - Redwoods National Park, CA
Jaja, die großen Bäume... aber sie sind wirklich unglaublich groß, bis zu 100m. Die Dimension wird einem erst bewusst, wenn man einen Vergleichspunkt hat.
redwoods
Wandern durch die Redwoods zum Pazifik war herrlich. Hier auf dem Zeltplatz begegneten wir auch einige Deutschen, sie waren mit 2 Wohnmobilen (heisst hier RV für Recreational Vehicle und ist eher ein Bus) und 2 Harley Davidson Motorrädern, jeweils geschmückt mit der deutschen Flagge, unterwegs. Sie waren auch recht laut des Nachts auf dem Zeltplatz.
Hier trennten sich dann unsere Wege, da Tobias, Holger und Matthias nach San Fransicso weiter wollten, Luzie und ich aber den Rückweg antreten mussten.
n cal
Zu zweit ging es also ins Landesinnere, von da aus nach Norden auf dem Interstate 5 (Autobahn). Es blieb noch Zeit für ein einen Stopp am Mt. Shasta in Nord-Kalifornien und am Mt. St. Helens. Für mich als Geologen erfüllte sich da natürlich ein Traum, seitdem ich vor Jahren mal in einem Mikroskopierkurs an der Uni in Jena Gestein vom Ausbruch im Mai 1980 sah.
mt st helens
Der Berg ist unglaublich, weil man sich die Gewalt der Expolsion vorstellen kann, die den halben Vulkan weggesprengt hat. Und man wird wieder daran erinnert das Mt. Rainier eigentlich noch etwas größer ist... ich dramatisiere hier natürlich wieder, Mt. St. Helens gilt im Übrigen auch im Moment als aktiv, da ein Dom aus seinem neuen Krater wächst und es etwas dampft.
Die Bilder sind hier zu bestaunen.



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