Oct 2006

Fliegen in den 70ern

Fliegen in den 70ern oder von mir aus auch den 80er Jahren war sicher etwas anders als heute. Da sahen die Rufknöpfe (siehe Bild) noch etwas schicker aus.
calllight
Das Bild ist aus der Boeing 707 mit der John F. Kennedy um die Welt flog, die damalige Präsidentenmaschine. Ein Teil des Besuchsprogrammes für den Besuch aus Jena (siehe unten), speziell für Herrn Horn, bestand aus dem Besuch des Museum of Flight hier in Seattle. Seattle ist ja die Heimat von Boeing, alle Boeings kommen quasi von hier. So wurde die Stadt in den 80ern auch "Jet City" genannt, damals in den seligen Tagen als man dachte Technik wird alle Problem lösen (damals baute man auch unglaublich viele Highways, bis diese nun auch voll sind und kein Platz mehr für neue, so dass man gerne Züge hätte). Jedenfalls sind in besagtem Museum die Air Force One, die allererste Boeing 747 und eine Concorde zu bestaunen. Die Concorde ist auch schön im Retro-Look gehalten, die Konsolen sind sehr schick. Ein paar Bilder hier.
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Seattle - Redwoods und zurück 1800 Meilen

Ich weiss, ich bin viel zu spät mit der Geschichte aber ich will euch die Bilder nicht vorenthalten: Der Besuch aus Jena war vor nunmehr 4 Wochen da, Holger, Tobias und Matthias sind unsere ersten transatlantischen Gäste, Stolle war ja sowieso schon hier. Die erste Woche war Sightseeing in Seattle angesagt, herrliches Sommerwetter (Bilder siehe hier). Ich hab mir eine Woche frei genommen und auf Wunsch der 3 Besucher fahren wir entlang des Highway 101 nach Süden,
101
ihr Ziel war San Francisco. Mal sehen, wie weit wir es schaffen werden, zu fünft finden wir ja zum Glück im geräumigen Volvo platz. Um dem Labor Day Feiertagsverkehr (einer der wenigen Feiertage in den USA, ist immer an einem Montag, also langes Wochenende, markiert zugleich das Ende des kommerziellen Sommers, sprich ganz Amerika ist unterwegs) zu entkommen, flüchten wir zunächst in den Olympic National Park, sprich US 101 North:

Seattle - Sol Duc Valley, Olympic National Park
Unser erster Zeltplatz im Nationalpark, idyllisch gelegen an den Sol Duc Hot Springs - naja, leider sind die Hot Springs nur ein Pool am nahegelgenen Hotel, könnte auch das Bad in Camburg sein, wo man heisses Wasser, dass nach Schwefel riecht reingelassen hat. Aber der Zeltplatz ist doch sehr schön, sehr großzügig angelegt, jeder hat quasi sein eigenes Waldstück, es sind auch nur 70 Plätze. Jeder hat auch sein eigenes Lagerfeuer, Feuerholz gibt es für 4$ das Bündel. Also Zelte aufgebaut, Feuer an, Bier auf. Lecker.
feuer
Den folgenden Tag verbrachten wir mit Wandern im Nationalpark.

Olympic National Park - Seaside, Oregon
Die nächste Etappe führt uns nun Richtung Süden, wo wir nun zum ersten Mal auf den Pazifik treffen. Die Küste lag im Nebel, ein Anblick den wir noch öfters im Verlaufe der kommenden Tage haben sollten. Sowohl die rauhe Küste als auch der Nebel.
pacific 1
Die Nacht verbrachten wir auf dem teueresten und hässlichsten Zeltplatz der ganzen Westküstentour, aber wir trafen dort Schorsch aus Jena, der gerade im nahen Portland arbeitet. So feierten wir den amerikanischen Labor Day.

Seaside, Oregon - Newport, OR
Auf der Weiterfahrt nach Süden mussten wir gleich im nächsten Ort stoppen, wegen der spektakulären Aussicht. Cannon Beach ist so etwas wie das Sylt Portlands. Kein Nebel! Also verbrachten wir mehr oder weniger den halben Tag am Strand.
cannon beach

Newport, OR - Brandon, OR
Newport hat ein sehr schönes Aquarium, dort hat übrigens Free Willy, ja der bekannte Orca, der eigentlich Keiko hiess, seinen Lebensabend verbracht. Südlich von Newport erstrecken sich auf 80 Meilen die Oregon Dunes, herrliche Sanddünen am Pazifik.
dunes
Da ist natürlich viel Zeit zum Spielen im Sand gewesen.

Brandon, OR - Redwoods National Park, CA
Jaja, die großen Bäume... aber sie sind wirklich unglaublich groß, bis zu 100m. Die Dimension wird einem erst bewusst, wenn man einen Vergleichspunkt hat.
redwoods
Wandern durch die Redwoods zum Pazifik war herrlich. Hier auf dem Zeltplatz begegneten wir auch einige Deutschen, sie waren mit 2 Wohnmobilen (heisst hier RV für Recreational Vehicle und ist eher ein Bus) und 2 Harley Davidson Motorrädern, jeweils geschmückt mit der deutschen Flagge, unterwegs. Sie waren auch recht laut des Nachts auf dem Zeltplatz.
Hier trennten sich dann unsere Wege, da Tobias, Holger und Matthias nach San Fransicso weiter wollten, Luzie und ich aber den Rückweg antreten mussten.
n cal
Zu zweit ging es also ins Landesinnere, von da aus nach Norden auf dem Interstate 5 (Autobahn). Es blieb noch Zeit für ein einen Stopp am Mt. Shasta in Nord-Kalifornien und am Mt. St. Helens. Für mich als Geologen erfüllte sich da natürlich ein Traum, seitdem ich vor Jahren mal in einem Mikroskopierkurs an der Uni in Jena Gestein vom Ausbruch im Mai 1980 sah.
mt st helens
Der Berg ist unglaublich, weil man sich die Gewalt der Expolsion vorstellen kann, die den halben Vulkan weggesprengt hat. Und man wird wieder daran erinnert das Mt. Rainier eigentlich noch etwas größer ist... ich dramatisiere hier natürlich wieder, Mt. St. Helens gilt im Übrigen auch im Moment als aktiv, da ein Dom aus seinem neuen Krater wächst und es etwas dampft.
Die Bilder sind hier zu bestaunen.



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