Woods Hole, MA
28/11/05 19:44 Filed in: Personal
Da ich es nicht lange an einem Ort aushalten kann,
musste ich mal wieder raus aus Boston, diesmal nach
SW, Cape Cod, Woods Hole.
Den organischen Geochemikern unter euch sicher ein Begriff, denn hier gehts forschungsmäßig ab, auch wenns nicht so aussieht. Ausser dem grossen WHOI gibts hier noch das MBL, da mache ich den Kurs via Boston University. Das andere Institut kenne ich noch nicht, aber bald weiss ich mehr. Jedenfalls ist das hier so ein Ort, wie ich mir Neu England immer vorgestellt habe. Nette kleine Häuschen, das Meer, Fischerboote (man fühlt sich an die ersten Szenen aus diesem Sturmfilm von Wolfgang Petersen, mit George Clooney erinnert, also noch die ohne den Sturm), Forschungsinstitute... Seafood soll hier sehr gut sein, speziell der Hummer. Ich werde es testen.
Aber ich bin hier ja nicht zum Spaß, sondern ich will was über Microbial Ecology lernen. Wohne in nem Haus (mit wireless Internet, ohne das geht hier gar nix mehr), welches eigentlich das Sommerhaus einer Familie ist, die es aber im Winter and Studenten vermietet. Sehr schickes Haus!
Hier noch fix ein paar Fotos aus Woods Hole, bald mehr, jetzt gibts Essen!
Den organischen Geochemikern unter euch sicher ein Begriff, denn hier gehts forschungsmäßig ab, auch wenns nicht so aussieht. Ausser dem grossen WHOI gibts hier noch das MBL, da mache ich den Kurs via Boston University. Das andere Institut kenne ich noch nicht, aber bald weiss ich mehr. Jedenfalls ist das hier so ein Ort, wie ich mir Neu England immer vorgestellt habe. Nette kleine Häuschen, das Meer, Fischerboote (man fühlt sich an die ersten Szenen aus diesem Sturmfilm von Wolfgang Petersen, mit George Clooney erinnert, also noch die ohne den Sturm), Forschungsinstitute... Seafood soll hier sehr gut sein, speziell der Hummer. Ich werde es testen.
Aber ich bin hier ja nicht zum Spaß, sondern ich will was über Microbial Ecology lernen. Wohne in nem Haus (mit wireless Internet, ohne das geht hier gar nix mehr), welches eigentlich das Sommerhaus einer Familie ist, die es aber im Winter and Studenten vermietet. Sehr schickes Haus!
Hier noch fix ein paar Fotos aus Woods Hole, bald mehr, jetzt gibts Essen!
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Thanksgiving & Winter
26/11/05 18:24 Filed in: Personal
So, nachdem Thanksgiving hinter uns
gebracht worden ist, ein kleiner Bericht zu den
letzten Tagen. Thanksgiving ist nach Weihnachten
der wichtigste Feiertag hier, was sich darin
äußert, dass alle Läden am Donnerstag zu hatten
und am freitag alle Läden SALE machen, also
alles quasi umsonst rausschmeissen und alle wie
blöd einkaufen. Der Holiday Sale hat begonnen,
es gibt die neue X-Box. Ich bin zwar anfällig
was technische Spielzeuge anbelangt, aber da
dieses von Microsoft ist, besteht keine akute
Gefahr. Jedenfalls hat der Feiertag was mit
Erntedankfest zu tun, jedoch etwas modifiziert,
ich habs nie ganz kapiert. Alle gucken dann auch
Football Games (siehe weiter unten), nunja, das
kommt ja für mich nicht mehr in Frage, da bin
ich jetzt ignorant.
Auch hier bei uns gab es Truthahn, Kristina, meine Schwägerin, hat zwar nicht ganz die amerikanische Version (mit Füllung) gemacht, doch sehr sehr lecker! Wir hatten auch Besuch, ein paar Freunde von Carsten & Kristina als auch ein Kollege von mir. Keiner von denen ist Amerikaner, weil die alle zu ihren Familen fahren zum Thanksgiving Essen. Ist halt ein großes Familienfest.
In Boston hält auch langsam der Winter Einzug, wenn auch nicht ganz so wie im Westen Deutschlands, wie ich dem Tagesschau Podcast entnehmen konnte. Da fährt man hierher, um einen knackigen Winter zu erleben und dann passiert das zu Hause... tsss.
Jedenfalls haben wir hier (noch) keinen Schnee, aber es ist kalt geworden, so dass ich mich schon auf die Suche nach Winterstiefeln begeben habe. Dafür hat man schöne Blicke auf Boston über den Charles River kurz vor Sonnenuntergang. In der photo Sektion gibts von daher ein paar neue Bilder von Boston als auch vom MIT Campus. Da zu beachten ist Building E34, da sitze ich. Nicht sonderlich beeindruckend (um es zurückhlatend auszudrücken). Wie gesagt, in Seattle das wird schöner!
Ab Montag bin ich in Woods Hole, 1.5h von Boston aus an der Küste für meinen short course. Ruhige 3 Wochen auf dem Land.
Auch hier bei uns gab es Truthahn, Kristina, meine Schwägerin, hat zwar nicht ganz die amerikanische Version (mit Füllung) gemacht, doch sehr sehr lecker! Wir hatten auch Besuch, ein paar Freunde von Carsten & Kristina als auch ein Kollege von mir. Keiner von denen ist Amerikaner, weil die alle zu ihren Familen fahren zum Thanksgiving Essen. Ist halt ein großes Familienfest.
In Boston hält auch langsam der Winter Einzug, wenn auch nicht ganz so wie im Westen Deutschlands, wie ich dem Tagesschau Podcast entnehmen konnte. Da fährt man hierher, um einen knackigen Winter zu erleben und dann passiert das zu Hause... tsss.
Jedenfalls haben wir hier (noch) keinen Schnee, aber es ist kalt geworden, so dass ich mich schon auf die Suche nach Winterstiefeln begeben habe. Dafür hat man schöne Blicke auf Boston über den Charles River kurz vor Sonnenuntergang. In der photo Sektion gibts von daher ein paar neue Bilder von Boston als auch vom MIT Campus. Da zu beachten ist Building E34, da sitze ich. Nicht sonderlich beeindruckend (um es zurückhlatend auszudrücken). Wie gesagt, in Seattle das wird schöner!
Ab Montag bin ich in Woods Hole, 1.5h von Boston aus an der Küste für meinen short course. Ruhige 3 Wochen auf dem Land.
Kings of Convenience
23/11/05 16:29 Filed in: on America
Seit Tagen trage ich den Gedanken im Kopf mit mir
rum, endlich bringe ich es zu Papier:
Den Bandnamen "Kings of Convenience" hatte ich nie so richtig verstanden. Aber eine Erklärungsmöglichkeit kann ich nach 3 Wochen USA liefern: dieses Land ist all about convenience, moglicherweise haben die beiden Jungs das aus so gesehen, und sich entsprechend benannt. Vielleicht wars aber auch ganz anders. Alles ist hier convenient: angefangen bei den inzwischen weltweit verbreiteten Drive-Ins (hier heissen die aber Drive Thru), das die Motels überall gleich aussehen (man weiss gleich wo alles ist), das man überall WLAN hat, dass die Straßen immer geradeaus gehen (naja), das Wegwerfgeschirr überall (die MIT Campus Cafeterias sind da keine Ausnahme, das ist nun für mein Gewissen nicht so convenient).
Was ganz besonders Tolles, was uns hier das Leben leichter macht als in Europa (oh hab ich schon uns gesagt?) hat sich die Bank of America ausgedacht (siehe unten), eine Mini-Visa-Card:
Die hängt man an seinen Schlüsselbund. z.B. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Das ist der Hammer. An der Supermarktkasse holt man sein Schlüsselband raus (da hängt die Karte dran), zieht sie durch die Maschine, PIN eingegeben, bezahlt. Das fühlte sich gar nicht wie bezahlen an. Das ist wahrscheinlich der Sinn.
Es gibt einige wenige Sachen die nicht so convenient sind, z.B. die Schalter von Stehlampen. Das sind eher so Drehknöpfe, die unter dem Lampenschirm versteckt sind, direkt unter der Glühbirne. Man bricht sich jedesmal fast die Finger ab. Da ist also noch Potential da.
Den Bandnamen "Kings of Convenience" hatte ich nie so richtig verstanden. Aber eine Erklärungsmöglichkeit kann ich nach 3 Wochen USA liefern: dieses Land ist all about convenience, moglicherweise haben die beiden Jungs das aus so gesehen, und sich entsprechend benannt. Vielleicht wars aber auch ganz anders. Alles ist hier convenient: angefangen bei den inzwischen weltweit verbreiteten Drive-Ins (hier heissen die aber Drive Thru), das die Motels überall gleich aussehen (man weiss gleich wo alles ist), das man überall WLAN hat, dass die Straßen immer geradeaus gehen (naja), das Wegwerfgeschirr überall (die MIT Campus Cafeterias sind da keine Ausnahme, das ist nun für mein Gewissen nicht so convenient).
Was ganz besonders Tolles, was uns hier das Leben leichter macht als in Europa (oh hab ich schon uns gesagt?) hat sich die Bank of America ausgedacht (siehe unten), eine Mini-Visa-Card:
Die hängt man an seinen Schlüsselbund. z.B. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Das ist der Hammer. An der Supermarktkasse holt man sein Schlüsselband raus (da hängt die Karte dran), zieht sie durch die Maschine, PIN eingegeben, bezahlt. Das fühlte sich gar nicht wie bezahlen an. Das ist wahrscheinlich der Sinn.
Es gibt einige wenige Sachen die nicht so convenient sind, z.B. die Schalter von Stehlampen. Das sind eher so Drehknöpfe, die unter dem Lampenschirm versteckt sind, direkt unter der Glühbirne. Man bricht sich jedesmal fast die Finger ab. Da ist also noch Potential da.
Online Banking
17/11/05 23:32 Filed in: on America
So langsam werde ich ein vollwertiges Mitglied der
Gesellschaft, ich besitze nun eine social security
number. Ich kann damit hier quasi alles machen. z.B.
ein Bankkonto eröffnen. Habe ich gemacht, wobei ich
erstmal als progressiv orientierter, der modernen
Technik durchaus nicht abgeneigter Europäer, ablehnte
ein Buch voller Papierschecks zu beantragen, wobei
der Bankangestellte schon etwas ungläubig guckte.
Ich meine, wann habe ich zum letzten mal einen Scheck geschrieben? Habe ich das überhaupt schonmal? Wohl nicht. Macht man doch alles online. Jedenfalls geht das Konto eröffnen problemlos, zack, alles fertig, man kann sich online einloggen, super. Mich hat es ein bischen gewundert, dass es sowas wie TANs o.ä. hier nicht zu geben scheint, ok, wer weiss. Dann wollte ich eine Überweisung tätigen. Man muss nirgendwo die Kontonummer des Empfängers eintragen, mmmh. Naja, Adresse und so dann schon... Das ganze heisst auch e-bill... Jedenfalls wird nun ein elektronischer Scheck generiert und an den Empfänger des Geldes geschickt. Dieser (in dem Falle mein Bruder, in dessen Bude ich ja gerade bin) bekommt nach ca. 5 Tagen einen Papierscheck per Post zugeschickt und muss damit auf seine Bank gehen, um ihn einzulösen. Wow, das hat mich beeindruckt. Mit dem Scheckbuch hätten wir das schneller haben können. Naja, das hilft der Post die hier ja United States Postal Service heisst (wer hat's erkannt?).
Noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Lamentieren wegen des fehlenden Fußballs hier, es gibt durchaus Lichtblicke:
Und der FC Carl Zeiss hat Erfurt ja nun zum zweiten Mal innerhalb eines Monats die Grenzen deutlichst aufgezeigt. So muss das sein!
Ich meine, wann habe ich zum letzten mal einen Scheck geschrieben? Habe ich das überhaupt schonmal? Wohl nicht. Macht man doch alles online. Jedenfalls geht das Konto eröffnen problemlos, zack, alles fertig, man kann sich online einloggen, super. Mich hat es ein bischen gewundert, dass es sowas wie TANs o.ä. hier nicht zu geben scheint, ok, wer weiss. Dann wollte ich eine Überweisung tätigen. Man muss nirgendwo die Kontonummer des Empfängers eintragen, mmmh. Naja, Adresse und so dann schon... Das ganze heisst auch e-bill... Jedenfalls wird nun ein elektronischer Scheck generiert und an den Empfänger des Geldes geschickt. Dieser (in dem Falle mein Bruder, in dessen Bude ich ja gerade bin) bekommt nach ca. 5 Tagen einen Papierscheck per Post zugeschickt und muss damit auf seine Bank gehen, um ihn einzulösen. Wow, das hat mich beeindruckt. Mit dem Scheckbuch hätten wir das schneller haben können. Naja, das hilft der Post die hier ja United States Postal Service heisst (wer hat's erkannt?).
Noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Lamentieren wegen des fehlenden Fußballs hier, es gibt durchaus Lichtblicke:
Und der FC Carl Zeiss hat Erfurt ja nun zum zweiten Mal innerhalb eines Monats die Grenzen deutlichst aufgezeigt. So muss das sein!
How they do it
14/11/05 23:32 Filed in: on America
Ja, wie schaffen sie es denn nur immer wieder?
Warum Apple rult (via Time Magazine).
Warum das MIT ganz gut ist (gefunden via fscklog.com).
Und in den USA macht man sich nun auch schon Gedanken, was passiert wenn der brain drain dorthin aufhört. Naja, nur soviel dazu: unsere Arbeitsgruppe besteht im Postdocbereich aus 1 Holländer, 1 Chinese und 2 Deutschen.
Und wir haben 0:0 gegen Frankreich gewonnen und ich konnte es nicht sehen. Das ist so traurig.
American Football läuft hier in jeder Kneipe und ich muss sagen, mein Urteil steht nach 5 min hingucken fest (ich habs echt versucht!): das ist so der dämlichste Sport, den man sich vorstellen kann.
10 Minuten stehen alle rum und quatschen, dann ist für 2.7 sec Action, jemand schmeisst den Ball weg, einer fängt (nicht immer, dann ist hier schon Ruhe) dann rennt der mit dem Ei weg, die andere Mannschaft stürzt sich auf ihn, logischerweise fällt der dann früher oder später (meist früher) um. Dann stehen wieder alle 10 Minuten rum (guter Moment für Werbung). Es geht von vorne los. Wenn mal alles hinhaut, dann könnte ein Spielzug durchaus mal 3.8 sec dauern. Wow, dann flippen alle aus. Naja, was solls, ich denke ich gehe dann mal zu den Seattle Sounders, dem lokalen Fußballteam in Seattle. Obwohl mir der Name New England Revolution besser gefällt. Aber die spielen in der Major Soccer League, Seattle in der United Soccer League, die miteinander nichts zu tun haben, wer soll das noch verstehen. Die Stadien haben so Namen wie Gillette Stadium oder Pizza Hut Park oder Home Depot Center (soll ich mir das selber bauen?) - ich meine ist ja kein Wunder, dass sich hier keiner für Soccer interessiert. Da ist Allianz-Arena ja noch gut.
Naja, es gibt ja immerhin noch die Sonics, die sind zwar im Moment nicht so gut, aber da gibts dann wenigstens Karten.
Warum Apple rult (via Time Magazine).
Warum das MIT ganz gut ist (gefunden via fscklog.com).
Und in den USA macht man sich nun auch schon Gedanken, was passiert wenn der brain drain dorthin aufhört. Naja, nur soviel dazu: unsere Arbeitsgruppe besteht im Postdocbereich aus 1 Holländer, 1 Chinese und 2 Deutschen.
Und wir haben 0:0 gegen Frankreich gewonnen und ich konnte es nicht sehen. Das ist so traurig.
American Football läuft hier in jeder Kneipe und ich muss sagen, mein Urteil steht nach 5 min hingucken fest (ich habs echt versucht!): das ist so der dämlichste Sport, den man sich vorstellen kann.
10 Minuten stehen alle rum und quatschen, dann ist für 2.7 sec Action, jemand schmeisst den Ball weg, einer fängt (nicht immer, dann ist hier schon Ruhe) dann rennt der mit dem Ei weg, die andere Mannschaft stürzt sich auf ihn, logischerweise fällt der dann früher oder später (meist früher) um. Dann stehen wieder alle 10 Minuten rum (guter Moment für Werbung). Es geht von vorne los. Wenn mal alles hinhaut, dann könnte ein Spielzug durchaus mal 3.8 sec dauern. Wow, dann flippen alle aus. Naja, was solls, ich denke ich gehe dann mal zu den Seattle Sounders, dem lokalen Fußballteam in Seattle. Obwohl mir der Name New England Revolution besser gefällt. Aber die spielen in der Major Soccer League, Seattle in der United Soccer League, die miteinander nichts zu tun haben, wer soll das noch verstehen. Die Stadien haben so Namen wie Gillette Stadium oder Pizza Hut Park oder Home Depot Center (soll ich mir das selber bauen?) - ich meine ist ja kein Wunder, dass sich hier keiner für Soccer interessiert. Da ist Allianz-Arena ja noch gut.
Naja, es gibt ja immerhin noch die Sonics, die sind zwar im Moment nicht so gut, aber da gibts dann wenigstens Karten.
wieder in Boston
13/11/05 18:09 Filed in: Personal
Gestern früh in Seattle losgeflogen und am Abend in
Boston gelandet. 5h Flug, 3h Zeitverschiebung, da
kommt man schon von Madrid bis Moskau. Schon komisch,
wenn man die Strecke gerade in 5 Tagen gefahren ist.
Macht mehr Spaß, man hat richtig Zeit sich auf das
Ziel zu freuen.
SeaTac Airport bei Sonnenaufgang (hinten die Cascades)
Boston ist spätsommerlich warm, in Seattle hat es den letzte Tag so richtig geregnet, aber daran muss ich mich wohl gewöhnen. Nun habe ich mal 2 Wochen Zeit mich etwas einzugewöhnen, an einem Ort zu sein, nicht nur aus dem Koffer zu leben, bevor es nach Thanksgiving nach Woods Hole, MA geht, ein kleiner 3.5 wöchiger Kompaktkurs (sehr kompakt!) wartet dort auf mich.
Somerville
SeaTac Airport bei Sonnenaufgang (hinten die Cascades)
Boston ist spätsommerlich warm, in Seattle hat es den letzte Tag so richtig geregnet, aber daran muss ich mich wohl gewöhnen. Nun habe ich mal 2 Wochen Zeit mich etwas einzugewöhnen, an einem Ort zu sein, nicht nur aus dem Koffer zu leben, bevor es nach Thanksgiving nach Woods Hole, MA geht, ein kleiner 3.5 wöchiger Kompaktkurs (sehr kompakt!) wartet dort auf mich.
Somerville
3. Tag in Seattle, WA
10/11/05 16:59 Filed in: Personal
Sitze in der Lobby, 5. Stock des Uni Gebäudes, mit
schönem Blick auf das Wasser, so ähnlich wird der
blick aus meinem Büro dann auch sein. Nicht schlecht.
Im Moment regnet es zum ersten Mal hier. Gestern waren wir recht beschäftigt, aber es blieb Zeit um das Konzert im Capitol Hill District, in besagtem Club zu sehen. War ziemlich gut, wenn auch gar nicht so voll. Zunächst hat eine ziemlich gute lokale Band, Voyager 1, so eine Mischung aus Mogwai, Notwist, The Killers, naja, vielleicht doch nicht ganz so, aber gut! Wäre vielleicht mal was für das anvisierte Seattle-Jena Radio Special auf Nettaudio, aber die Jungs haben schon Plattenvertrag und auch keine mp3s auf deren Seite. Aber sehr empfehlenswert. Dannach der grandiose Alias. Hiphop ist ja normalerweise ziemlich überflüssig, aber was er macht ist einfach gut! Andere Jungs von Anticon sind heute abend wieder in dem gleichen Club (als Subtle) unterwegs, ich denke mal, das das aber fast schon zuviel des Guten wäre, heute schon wieder ein gutes Konzert zu haben. Styrofoam war Klasse! Aber er singt halt nicht ganz so gut, wie Benjamin Gibbard selber auf dem unglaublichen "Couches in Alleys".
Weil wir bei Musik sind: es gibt hier, wie erwartet, eine Radiostation, die ihres Gleichen in dieser Welt sucht. KEXP Radio. Gibts auch als webstream und als podcast, wenns jemanden interessiert. Sehr zu empfehlen. Apropos podcast: die Tagesschau gibts jetzt als Video-podcast, dh ich kann jeden Tag auf meinem neuen Video iPod die 20.00 Uhr tagesschau sehen. Jaja, Gadgets sind doch was feines.
Jedenfalls sind wir an der UW (sprich "Ju-Dab") hier done, so haben wir morgen Zeit um uns mal umzuschauen und die Neighbourhoods hier zu erkunden. ich denke aber mal, ein Bier hier im U District ist noch drin (oder doch das Konzert?).
Im Moment regnet es zum ersten Mal hier. Gestern waren wir recht beschäftigt, aber es blieb Zeit um das Konzert im Capitol Hill District, in besagtem Club zu sehen. War ziemlich gut, wenn auch gar nicht so voll. Zunächst hat eine ziemlich gute lokale Band, Voyager 1, so eine Mischung aus Mogwai, Notwist, The Killers, naja, vielleicht doch nicht ganz so, aber gut! Wäre vielleicht mal was für das anvisierte Seattle-Jena Radio Special auf Nettaudio, aber die Jungs haben schon Plattenvertrag und auch keine mp3s auf deren Seite. Aber sehr empfehlenswert. Dannach der grandiose Alias. Hiphop ist ja normalerweise ziemlich überflüssig, aber was er macht ist einfach gut! Andere Jungs von Anticon sind heute abend wieder in dem gleichen Club (als Subtle) unterwegs, ich denke mal, das das aber fast schon zuviel des Guten wäre, heute schon wieder ein gutes Konzert zu haben. Styrofoam war Klasse! Aber er singt halt nicht ganz so gut, wie Benjamin Gibbard selber auf dem unglaublichen "Couches in Alleys".
Weil wir bei Musik sind: es gibt hier, wie erwartet, eine Radiostation, die ihres Gleichen in dieser Welt sucht. KEXP Radio. Gibts auch als webstream und als podcast, wenns jemanden interessiert. Sehr zu empfehlen. Apropos podcast: die Tagesschau gibts jetzt als Video-podcast, dh ich kann jeden Tag auf meinem neuen Video iPod die 20.00 Uhr tagesschau sehen. Jaja, Gadgets sind doch was feines.
Jedenfalls sind wir an der UW (sprich "Ju-Dab") hier done, so haben wir morgen Zeit um uns mal umzuschauen und die Neighbourhoods hier zu erkunden. ich denke aber mal, ein Bier hier im U District ist noch drin (oder doch das Konzert?).
Seattle, Washington
08/11/05 18:02 Filed in: The I-90
drive to the West
daytrip in GoogleMaps
Wir sind da! Der Snoqualmie Pass über die Cascades wurde heute früh wieder geöffnet, läppische 1000m hoch, so konnten wir doch noch den I90 bis zum Ende in Seattle entlangfahren. 2h Fahrt, kein Vergleich zu den vorgigen Tagen.
Nach Ellensburg ging es gleich in die Cascades, das Wetter war recht gut, so hatten wir zum ersten Mal richtig gute Blicke auf die Berge. Der Pass war komplett im im Schnee, Straße ist aber frei. Ist schon erstaunlich, dass man 40 Meilen von Seattle so richtig Winter hat. Der Schnee ging dann in Regen über und wir dachten schon, das uns Seattle so empfängt wie man es erwartet, aber es klarte fast auf, der Regen stoppte, ein Regenbogen über Bellevue (Suburb von Seattle, Carsten Du kennst das wohl noch) - netter Empfang der künftigen Heimat. Seattle ist schon sehr schick gelegen, man überquert Brücken, Seen mitten in der Stadt... das war unsere Tour den kompletten I90 entlang.
Gegen Mittag waren wir schon in Seattle, gleich zur School of Oceanography der
University of Washington gefahren.
Das Gebäude rechts wird meine neuer Arbeitsplatz ab Januar. Erst 4 Jahre alt, alles recht neu, der Eingangsbereich ist dem MPI in Jena nicht unähnlich, wenn auch nicht ganz so großzügig. Nachdem wir unsere wertvolle Fracht entladen haben gab es Mittag in der Uni Mensa. Nach dem Institutsrundgang und Leute treffen sind wir ins U-District (das Uni Viertel) gelaufen, hier gibts nette Cafes, Bars und Shops. Vor 10 jahren war ich schonmal hier und habe ja hier die grandiose Platte "Nevermind" gekauft. Vielleicht war es damit klar, dass ich nochmal herkommen musste. Aber hätte mir damals jemand gesagt, dass ich hier mal arbeiten und leben werde, wer weiss ob ich es geglaubt hätte. Nun schließen sich die Kreise. So sitzen wir jetzt in einem Cafe mit WLAN in der University Avenue.
Morgen abend wollen wir mal in einen lokalen Club, das Chop Suey, wo die grandiose belgische Morrmusic Band Styrofoam spielen wird. Irgendwie passt hier gerade alles, Seattle gibt sich richtig Mühe. Ich freue mich auf die kommenden 2 Jahre.
Wir sind da! Der Snoqualmie Pass über die Cascades wurde heute früh wieder geöffnet, läppische 1000m hoch, so konnten wir doch noch den I90 bis zum Ende in Seattle entlangfahren. 2h Fahrt, kein Vergleich zu den vorgigen Tagen.
Nach Ellensburg ging es gleich in die Cascades, das Wetter war recht gut, so hatten wir zum ersten Mal richtig gute Blicke auf die Berge. Der Pass war komplett im im Schnee, Straße ist aber frei. Ist schon erstaunlich, dass man 40 Meilen von Seattle so richtig Winter hat. Der Schnee ging dann in Regen über und wir dachten schon, das uns Seattle so empfängt wie man es erwartet, aber es klarte fast auf, der Regen stoppte, ein Regenbogen über Bellevue (Suburb von Seattle, Carsten Du kennst das wohl noch) - netter Empfang der künftigen Heimat. Seattle ist schon sehr schick gelegen, man überquert Brücken, Seen mitten in der Stadt... das war unsere Tour den kompletten I90 entlang.
Gegen Mittag waren wir schon in Seattle, gleich zur School of Oceanography der
University of Washington gefahren.
Das Gebäude rechts wird meine neuer Arbeitsplatz ab Januar. Erst 4 Jahre alt, alles recht neu, der Eingangsbereich ist dem MPI in Jena nicht unähnlich, wenn auch nicht ganz so großzügig. Nachdem wir unsere wertvolle Fracht entladen haben gab es Mittag in der Uni Mensa. Nach dem Institutsrundgang und Leute treffen sind wir ins U-District (das Uni Viertel) gelaufen, hier gibts nette Cafes, Bars und Shops. Vor 10 jahren war ich schonmal hier und habe ja hier die grandiose Platte "Nevermind" gekauft. Vielleicht war es damit klar, dass ich nochmal herkommen musste. Aber hätte mir damals jemand gesagt, dass ich hier mal arbeiten und leben werde, wer weiss ob ich es geglaubt hätte. Nun schließen sich die Kreise. So sitzen wir jetzt in einem Cafe mit WLAN in der University Avenue.
Morgen abend wollen wir mal in einen lokalen Club, das Chop Suey, wo die grandiose belgische Morrmusic Band Styrofoam spielen wird. Irgendwie passt hier gerade alles, Seattle gibt sich richtig Mühe. Ich freue mich auf die kommenden 2 Jahre.
Ellensburg, Washington
07/11/05 21:00
daytrip in GoogleMaps
Wow, was für ein Empfang! Nach Fahren in endlosem Regen und Schnee durch Montana und Idaho gab es einen wunderbaren Sonnenuntergang in Washington:
Doch der Reihe nach: Die Montanen Einwohner von Bozeman sind ziemlich nett, sowohl gestern abend im Restaurant als auch heute früh beim Tanken. Es gibt da sogar ne Uni, man sieht doch den einen oder anderen Studenten. Viel los ist dort aber sicherlich nicht.
Jedenfalls ging also heute früh nach Westen, wobei es immer winterlicher wurde, bei Butte, MT überquerten wir die Continental Divide, ab hier fließt alles Wasser in Richtung Pazifik, höchster Pass mit 6393 Fuß (lächerliche 1950 m, da war ich neulich ja noch 3000m höher!).
Jedenfalls war von den ganzen scenic routes und Blicken auf die Rockies nicht viel zu sehen, weil wir die ganze Zeit in Wolken unterwegs waren. Schneeketten brauchten wir aber noch nicht, es war immer so um 0°C.
Sobald wir tiefer kamen, regnete es, eigentlich bis nach Spokane, WA. Zwischendurch haben wir im grandiosen Wallace, Idaho getankt. In diesem kleinen Städtchen ("historic") liegt wirklich der Hund begraben, siehe die Fotos, aber man muß sagen, es gibt doch guten Kaffee!
Unbemerkt überquerten wir die Grenze nach Washington, es regnete immer noch, doch dann plötzlich, wurden wir Zeugen dieses unglaublichen Farbenspiels zum Sonnenuntergang. Interessanterweise ist es zwischen den Rockies und den Cascades zeimlich flach, mit Hochmooren und irgendwie nicht einem einzigen Ort. Nur der Columbia River fließt durch diese Hochebene. Hier ist die cruise control mal wieder essentiell.
Nun steht der Meilenzähler bei 3060 (ca 4900km) und wir sind im DaysInn in Ellensburg abgestiegen, kurz vor den Cascades, nahe am Mt. Rainier und nur noch 150 Meilen von unserem Ziel, Seattle, entfernt. Da aber der Snoqualmie Pass über die Cascades geschlossen ist (ein Bergrutsch), müssen wir einen kleinen Umweg um dem Mt. Rainer machen. Im Moment ist es klar, keine Wolken am Himmel, jedoch lässt die Vorhersage nicht unbedingt vermuten, dass wir viel sehen werden.
Jedenfalls werden wir Seattle nun wohl nicht auf dem I90 erreichen, schon etwas schade, nachdem wir dem I90 so lange treu waren.
Highways heißen jetzt übrigens Freeways. Raststätten gibts schon lange nicht mehr, und Benzin ist auch teurer.
Aus der Kategorie interessante Ortsnamen: Anaconda, MT; Jens, MT; Phosphate, MT; Coer d'Alene, ID; sowas wie Amsterdam, MT neben Belgrade, MT und Moscow, MT finden wir schon gar nicht mehr spannend. Irgendwo gabs heute auch ne Silicate Road.
Wow, was für ein Empfang! Nach Fahren in endlosem Regen und Schnee durch Montana und Idaho gab es einen wunderbaren Sonnenuntergang in Washington:
Doch der Reihe nach: Die Montanen Einwohner von Bozeman sind ziemlich nett, sowohl gestern abend im Restaurant als auch heute früh beim Tanken. Es gibt da sogar ne Uni, man sieht doch den einen oder anderen Studenten. Viel los ist dort aber sicherlich nicht.
Jedenfalls ging also heute früh nach Westen, wobei es immer winterlicher wurde, bei Butte, MT überquerten wir die Continental Divide, ab hier fließt alles Wasser in Richtung Pazifik, höchster Pass mit 6393 Fuß (lächerliche 1950 m, da war ich neulich ja noch 3000m höher!).
Jedenfalls war von den ganzen scenic routes und Blicken auf die Rockies nicht viel zu sehen, weil wir die ganze Zeit in Wolken unterwegs waren. Schneeketten brauchten wir aber noch nicht, es war immer so um 0°C.
Sobald wir tiefer kamen, regnete es, eigentlich bis nach Spokane, WA. Zwischendurch haben wir im grandiosen Wallace, Idaho getankt. In diesem kleinen Städtchen ("historic") liegt wirklich der Hund begraben, siehe die Fotos, aber man muß sagen, es gibt doch guten Kaffee!
Unbemerkt überquerten wir die Grenze nach Washington, es regnete immer noch, doch dann plötzlich, wurden wir Zeugen dieses unglaublichen Farbenspiels zum Sonnenuntergang. Interessanterweise ist es zwischen den Rockies und den Cascades zeimlich flach, mit Hochmooren und irgendwie nicht einem einzigen Ort. Nur der Columbia River fließt durch diese Hochebene. Hier ist die cruise control mal wieder essentiell.
Nun steht der Meilenzähler bei 3060 (ca 4900km) und wir sind im DaysInn in Ellensburg abgestiegen, kurz vor den Cascades, nahe am Mt. Rainier und nur noch 150 Meilen von unserem Ziel, Seattle, entfernt. Da aber der Snoqualmie Pass über die Cascades geschlossen ist (ein Bergrutsch), müssen wir einen kleinen Umweg um dem Mt. Rainer machen. Im Moment ist es klar, keine Wolken am Himmel, jedoch lässt die Vorhersage nicht unbedingt vermuten, dass wir viel sehen werden.
Jedenfalls werden wir Seattle nun wohl nicht auf dem I90 erreichen, schon etwas schade, nachdem wir dem I90 so lange treu waren.
Highways heißen jetzt übrigens Freeways. Raststätten gibts schon lange nicht mehr, und Benzin ist auch teurer.
Aus der Kategorie interessante Ortsnamen: Anaconda, MT; Jens, MT; Phosphate, MT; Coer d'Alene, ID; sowas wie Amsterdam, MT neben Belgrade, MT und Moscow, MT finden wir schon gar nicht mehr spannend. Irgendwo gabs heute auch ne Silicate Road.
Bozeman, Montana
06/11/05 21:16 Filed in: The I-90
drive to the West
daytrip in GoogleMaps
Die große Attraktion von Rapid City ist der Mount Rushmore, some 20 miles in den Bergen hat doch damals 1927 jemand die 4 großen Päsidenten, George Washington (steht für den Kampf um die Unabhängigkeit) aka as the real George W., Thomas Jefferson (für die Idee, dass das Volk regieren soll), Abraham Lincoln (weil er sich so für Gleichberechtigung und die Union der Staaten aussprach) und dann Theodore Roosevelt (für die Rolle der USA im 20. Jhdt. in der Welt).
Man nennt das Ganze hier: "Shrine of Democracy". Schon nett anzuschauen, war auch ganz leer, als wir heute früh um 9 da waren. Vorher im Wallmart Rapid City noch schnell ein paar Schneeketten gekauft, da es in den Bergen schon schneit. Neben den Schneeketten gibts die Knarren, kein Witz, wenigstens in einem Glasschrank. Nunja, an einem Auto konnte man heute lesen "The West was not won with a registered gun", da weiss man doch Bescheid.
Zum Glück gibts in Rapid City zumindest einen Starbucks, dieser Firma sei hiermit nochmal gedankt, denn der normale Kaffee, den man an der Tanke bekommt ist eine mittlere Katastrophe. Ich habe Starbucks in den letzten Tagen wirklich lieben gelernt. In Seattle werden wir es ja auch noch zur Genüge haben, denn da kommt Starbucks her.
Anschließend ging es mehr oder weniger geradeaus durch Wyoming, die Landschaft ist doch etwas netter hier, als in den letzten Tagen, eben Berge. In Montana grüßten die ersten Ausläufer der Rockies schneebedeckt aus dem Hintergrund. Der Kaffee wird nicht besser. Die Häuser entlang der I90 werden auch immer ärmlicher, hier ist größtenteils Indian Reserve.
Das letzte Stück, zwischen Billings und Bozeman fuhren wir zum ersten Mal im Regen, der bei 2°C dann schon langsam in Schnee überging. Eine Front zieht gerade hier über die Berge.
Wieder im lokalen DaysInn abgestiegen, dank der immer recht ähnlich eingerichteten Zimmer, hat man doch schon ein gewisses Heimkehrgefühl.
Unser Meilenstand: ca. 2500 (ca. 4000km), es fehlen noch 680 Meilen. Dafür haben wir noch 2 Tage Zeit, es scheint ja auch noch etwas Schnee dazwischen kommen zu können.
Die große Attraktion von Rapid City ist der Mount Rushmore, some 20 miles in den Bergen hat doch damals 1927 jemand die 4 großen Päsidenten, George Washington (steht für den Kampf um die Unabhängigkeit) aka as the real George W., Thomas Jefferson (für die Idee, dass das Volk regieren soll), Abraham Lincoln (weil er sich so für Gleichberechtigung und die Union der Staaten aussprach) und dann Theodore Roosevelt (für die Rolle der USA im 20. Jhdt. in der Welt).
Man nennt das Ganze hier: "Shrine of Democracy". Schon nett anzuschauen, war auch ganz leer, als wir heute früh um 9 da waren. Vorher im Wallmart Rapid City noch schnell ein paar Schneeketten gekauft, da es in den Bergen schon schneit. Neben den Schneeketten gibts die Knarren, kein Witz, wenigstens in einem Glasschrank. Nunja, an einem Auto konnte man heute lesen "The West was not won with a registered gun", da weiss man doch Bescheid.
Zum Glück gibts in Rapid City zumindest einen Starbucks, dieser Firma sei hiermit nochmal gedankt, denn der normale Kaffee, den man an der Tanke bekommt ist eine mittlere Katastrophe. Ich habe Starbucks in den letzten Tagen wirklich lieben gelernt. In Seattle werden wir es ja auch noch zur Genüge haben, denn da kommt Starbucks her.
Anschließend ging es mehr oder weniger geradeaus durch Wyoming, die Landschaft ist doch etwas netter hier, als in den letzten Tagen, eben Berge. In Montana grüßten die ersten Ausläufer der Rockies schneebedeckt aus dem Hintergrund. Der Kaffee wird nicht besser. Die Häuser entlang der I90 werden auch immer ärmlicher, hier ist größtenteils Indian Reserve.
Das letzte Stück, zwischen Billings und Bozeman fuhren wir zum ersten Mal im Regen, der bei 2°C dann schon langsam in Schnee überging. Eine Front zieht gerade hier über die Berge.
Wieder im lokalen DaysInn abgestiegen, dank der immer recht ähnlich eingerichteten Zimmer, hat man doch schon ein gewisses Heimkehrgefühl.
Unser Meilenstand: ca. 2500 (ca. 4000km), es fehlen noch 680 Meilen. Dafür haben wir noch 2 Tage Zeit, es scheint ja auch noch etwas Schnee dazwischen kommen zu können.
Rapid City, South Dakota
06/11/05 00:07 Filed in: The I-90
drive to the West
daytrip in GoogleMaps
1950 Meilen (3138 km) von Boston gen Westen haben wir schon geschafft. Ein Drittel der 3080 Meilen bis Seattle.
Dabei ging es durch Wisconsin, was gar nicht so flach wie gedacht ist, sondern der Sächsischen Schweiz nicht unähnliche Gebiete bereithält. Und den Mississippi haben wir auch überquert. Flach ist dann doch Minnesota, die I-90 geht nur noch gerade aus.
Zum Glück fahren immer mal Häuser an einem vorbei, oder es gibt eben Billboards, sonst würde man vor Langeweile hinterm Steuer umkommen. Dazu kam noch das Wetter, sehr grau alles. Dann ging es nach South Dakota, zunächste keine Änderung der Landschaft in Sicht, aber dann überquerten wir den Missouri und schlagartig kamen wir in die Prärie, etwas hügelig, deutlich angenehmer, Sonne schien.
Vielleicht sollte ich eine Rubrik "interessante Ortsnamen" aufmachen, weil es heute Sparta, Alpha, Granada und, lustig, Humboldt (SD) gab.
Ein fantastische Farben präsentierender Sonnenuntergang war der Lohn für das langweilige Fahren bisher. Zum Abend-Burger in ein stilechtes Trucker Restaurant und dann waren wir auch schon in Rapid City.
Ach ja, wir sind nun in Montain Time, wieder ne Stunde gewonnen, jetzt 8h nach D, 2 nach Boston.
Es soll in den Bergen schon schneien, hoffen wir mal das Beste für die kommenden Tage.
1950 Meilen (3138 km) von Boston gen Westen haben wir schon geschafft. Ein Drittel der 3080 Meilen bis Seattle.
Dabei ging es durch Wisconsin, was gar nicht so flach wie gedacht ist, sondern der Sächsischen Schweiz nicht unähnliche Gebiete bereithält. Und den Mississippi haben wir auch überquert. Flach ist dann doch Minnesota, die I-90 geht nur noch gerade aus.
Zum Glück fahren immer mal Häuser an einem vorbei, oder es gibt eben Billboards, sonst würde man vor Langeweile hinterm Steuer umkommen. Dazu kam noch das Wetter, sehr grau alles. Dann ging es nach South Dakota, zunächste keine Änderung der Landschaft in Sicht, aber dann überquerten wir den Missouri und schlagartig kamen wir in die Prärie, etwas hügelig, deutlich angenehmer, Sonne schien.
Vielleicht sollte ich eine Rubrik "interessante Ortsnamen" aufmachen, weil es heute Sparta, Alpha, Granada und, lustig, Humboldt (SD) gab.
Ein fantastische Farben präsentierender Sonnenuntergang war der Lohn für das langweilige Fahren bisher. Zum Abend-Burger in ein stilechtes Trucker Restaurant und dann waren wir auch schon in Rapid City.
Ach ja, wir sind nun in Montain Time, wieder ne Stunde gewonnen, jetzt 8h nach D, 2 nach Boston.
Es soll in den Bergen schon schneien, hoffen wir mal das Beste für die kommenden Tage.
Windsor, Wisconsin
04/11/05 23:51 Filed in: The I-90
drive to the West
daytrip in GoogleMaps
Nun stehen 1200 Meilen (=1930 km) auf dem Tachometer. Kurz nach Madison, WI, wenns jemand kennen sollte. ca 80 Meilen NW von Chicago. Nunja, es ging zunächst durch Pennsylvania kurz, dann länger Ohio, wo es eigentlich immer so aussah:
dann einige Meilen in Indiana. Dabei haben wir noch einen kleinen Abstecher an das Ufer des Lake Michigan gemacht, den Namen Great Lakes haben diese zurecht. Eine Stunde Zeit zurückgedreht, weil wir nun in der Central Time leben und in der rush hour Chicago gestreift, eine Wand aus Wolkenkratzern steht dann da vor einem, unglaublicher Verkehr, anstrengendes Fahren.
Dann ging es nach Wisconsin, wo wir nun übernachten, es gab auch ein Beck's in der lokalen Bar. Man fragt sich immer warum so eine Bar, mitten im Nichts am I-90 neben dem Days Inn so gut besucht ist, und man weiss es nicht. Naja, immerhin gabs Beck's also fragen wir mal nicht. Immerhin heisst das Nest Windsor, vielleicht nicht ganz vergleichbar mit dem in England. Es fällt doch auf, das die Amerikaner nicht ganz so einfallsreich waren mit Städtenamen. Obwohl das auch nicht stimmt, wir sind heute an Avalon vorbei gefahren...
Ach ja, in Illinois heissen Raststätten nun plötzlich "Oasis".
Nun stehen 1200 Meilen (=1930 km) auf dem Tachometer. Kurz nach Madison, WI, wenns jemand kennen sollte. ca 80 Meilen NW von Chicago. Nunja, es ging zunächst durch Pennsylvania kurz, dann länger Ohio, wo es eigentlich immer so aussah:
dann einige Meilen in Indiana. Dabei haben wir noch einen kleinen Abstecher an das Ufer des Lake Michigan gemacht, den Namen Great Lakes haben diese zurecht. Eine Stunde Zeit zurückgedreht, weil wir nun in der Central Time leben und in der rush hour Chicago gestreift, eine Wand aus Wolkenkratzern steht dann da vor einem, unglaublicher Verkehr, anstrengendes Fahren.
Dann ging es nach Wisconsin, wo wir nun übernachten, es gab auch ein Beck's in der lokalen Bar. Man fragt sich immer warum so eine Bar, mitten im Nichts am I-90 neben dem Days Inn so gut besucht ist, und man weiss es nicht. Naja, immerhin gabs Beck's also fragen wir mal nicht. Immerhin heisst das Nest Windsor, vielleicht nicht ganz vergleichbar mit dem in England. Es fällt doch auf, das die Amerikaner nicht ganz so einfallsreich waren mit Städtenamen. Obwohl das auch nicht stimmt, wir sind heute an Avalon vorbei gefahren...
Ach ja, in Illinois heissen Raststätten nun plötzlich "Oasis".
Erie, Pennsylvania
03/11/05 22:29 Filed in: The I-90
drive to the West
daytrip in GoogleMaps
Grüße aus Erie, Pennsylvania.
Wir sind nun 580 Meilen (930 km) von Boston entfernt in Erie, PA, wie der Name sagt am Ufer des Erie See abgestiegen. Noch schnell ein Bier im verrauchten (ja, wirklich) "Doc Holliday" (mit Karaoke aller möglichen Western Songs) über die Straße und nun das WLAN im Hotel genutzt um ein paar Bilder von heute hochzuladen. Zu finden unter photos.
Irgendwie ganz nett und entspannt mit cruise control auf 70 MPH (113 km/h) zu fahren, nicht mal die BMWs drängeln hier.
Raststätten (hier: Service Plaza) sehen identisch aus, das man manchmal gar nicht die 100 Meilen dazwischen wahrhaben will.
Hauptattraktion heute: die Niagara Fälle bei Buffalo (wer hätte gedacht, dass das noch New York State "The Empire State" ist?). Da fließt ne ganze Menge Wasser den Fluß runter. Sehr beeindruckend in jedem Falle. Bei Sonnenuntergang sehen auch die Hotelbauten auf kanadischer Seite gut aus.
Kurz in Pennsylvania, wo wir übernachten, bevor es morgen nach Illinois geht, wir werden eine Stunde gewinnen, weil wir die Zeitzone wechseln.
Grüße aus Erie, Pennsylvania.
Wir sind nun 580 Meilen (930 km) von Boston entfernt in Erie, PA, wie der Name sagt am Ufer des Erie See abgestiegen. Noch schnell ein Bier im verrauchten (ja, wirklich) "Doc Holliday" (mit Karaoke aller möglichen Western Songs) über die Straße und nun das WLAN im Hotel genutzt um ein paar Bilder von heute hochzuladen. Zu finden unter photos.
Irgendwie ganz nett und entspannt mit cruise control auf 70 MPH (113 km/h) zu fahren, nicht mal die BMWs drängeln hier.
Raststätten (hier: Service Plaza) sehen identisch aus, das man manchmal gar nicht die 100 Meilen dazwischen wahrhaben will.
Hauptattraktion heute: die Niagara Fälle bei Buffalo (wer hätte gedacht, dass das noch New York State "The Empire State" ist?). Da fließt ne ganze Menge Wasser den Fluß runter. Sehr beeindruckend in jedem Falle. Bei Sonnenuntergang sehen auch die Hotelbauten auf kanadischer Seite gut aus.
Kurz in Pennsylvania, wo wir übernachten, bevor es morgen nach Illinois geht, wir werden eine Stunde gewinnen, weil wir die Zeitzone wechseln.
Day 2
02/11/05 18:15 Filed in: Personal
Der zweite Tag, fast schon eine gewisse Normalität,
Metro (hier: "T")
fahren, man möchte an seinen neuen iPod (endlich
habe ich ALLES dabei, gutes Gefühl) lieber doch
schwarze Kopfhörer hängen, weil man dann hier
auffallen würde,
Bürokratie erledigen, über den Campus laufen, andere Cafete ausprobieren...
Das hohe Gebäude, übrigens das höchste auf dem Campus, ist das Earth, Atmospheric and Planetary Sciences Gebäude, nette Blicke von da. Liegt wohl daran, das der MIT Gründer Geologe war, naja, Chemiker aber er hat wohl etwas geologisch gearbeitet.
hauptsächlich jedoch planen wir unseren großen Trip nach Seattle, denn morgen gehts los... alles ist gepackt. Ich bin mir noch gar nicht so richtig klar, das wir die nächsten 6 Tage Auto fahren werden...
Ich hoffe, ich kann unterwegs mal ins Netz, dann kann ich mal updates posten.
Bürokratie erledigen, über den Campus laufen, andere Cafete ausprobieren...
Das hohe Gebäude, übrigens das höchste auf dem Campus, ist das Earth, Atmospheric and Planetary Sciences Gebäude, nette Blicke von da. Liegt wohl daran, das der MIT Gründer Geologe war, naja, Chemiker aber er hat wohl etwas geologisch gearbeitet.
hauptsächlich jedoch planen wir unseren großen Trip nach Seattle, denn morgen gehts los... alles ist gepackt. Ich bin mir noch gar nicht so richtig klar, das wir die nächsten 6 Tage Auto fahren werden...
Ich hoffe, ich kann unterwegs mal ins Netz, dann kann ich mal updates posten.
Angekommen
01/11/05 22:06 Filed in: Personal
erster Tag in Boston!
Habe auch Ian kennengelernt:
ein etwas träges, aber schickes Felltier, das mit unserer geliebten Tuna durchaus verwandt sein könnte. Nunja, irgendwann müssen ja auch die Katzen über den großen Teich gewandert sein.
Eine leckere Mensa (8$ für Kartoffeln, Hühnchen und Bohnen) gibts hier in einem Gebäude, das von Frank O. Gehry gebaut worden ist, und am 3.11. spricht der momentane Friedensnobelpreisträger... schade, dass ich dann schon im Auto auf dem Interstate 90 sitzen werde...
Habe auch Ian kennengelernt:
ein etwas träges, aber schickes Felltier, das mit unserer geliebten Tuna durchaus verwandt sein könnte. Nunja, irgendwann müssen ja auch die Katzen über den großen Teich gewandert sein.
Eine leckere Mensa (8$ für Kartoffeln, Hühnchen und Bohnen) gibts hier in einem Gebäude, das von Frank O. Gehry gebaut worden ist, und am 3.11. spricht der momentane Friedensnobelpreisträger... schade, dass ich dann schon im Auto auf dem Interstate 90 sitzen werde...



