Festival! Beastie Boys, Arcade Fire und Björk live in der Wüste!
Es ist wieder Memorial Day gewesen (bei euch war an
dem WE Pfingsten), also einer der wenigten Feiertage
in den USA. Alles ist auf Reisen, der Sommer beginnt
offiziell (also der kommerzielle Sommer). Wir mögen
ja nun die Wüste und so ergab es sich dass nur eine
Woche nach unserer Weinverkostung ein alljährlich
stattfindendes Festival namens Sasquatch (heisst soviel wie Bigfoot,
sozusagen die lokale Yeti Version) am Columbia
River war. Das Line-up versprach Großes, Björk
und die Beastie Boys und The Arcade Fire (Manu
Chao war auch da, find ich persönlich ja
langweilig und recht überbewertet). Und das
Große an dem Festival ist die Bühne:
Im Hintergrund der Columbia River, die Sonne knallt! Herrlich. Die Beastie Boys spielen nicht wie angekündigt nur instrumental, nein sie spielen 2 h (so "verpassten" wir Manu Chao) vor allem die alten Sachen, die halbe Ill Communication, inklusive Sabotage. Mein Gott, ich hätte nicht gedacht, dass ich das nochmal live sehen werde. Das ist immerhin schon 12 Jahre her, ein Genuß! The Arcade Fire sind episch, selbst auf einer solchen großen Bühne, oder gerade dort. Björk ist der würdige Abschluß, bei "State of Emergency" wird einem ganz anders, die Stimme ist schon unglaublich.
Im Hintergrund der Columbia River, die Sonne knallt! Herrlich. Die Beastie Boys spielen nicht wie angekündigt nur instrumental, nein sie spielen 2 h (so "verpassten" wir Manu Chao) vor allem die alten Sachen, die halbe Ill Communication, inklusive Sabotage. Mein Gott, ich hätte nicht gedacht, dass ich das nochmal live sehen werde. Das ist immerhin schon 12 Jahre her, ein Genuß! The Arcade Fire sind episch, selbst auf einer solchen großen Bühne, oder gerade dort. Björk ist der würdige Abschluß, bei "State of Emergency" wird einem ganz anders, die Stimme ist schon unglaublich.
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Wein aus Washington State
28/05/07 19:19 Filed in: Personal
Wein und USA, das verbindet der selbsternannte Kenner
in Europa vielleicht gerade mal mit Kalifornien, dem
Napa Valley, sogar Hollywood hat das ja schon
thematisiert. Aber das ist bei weitem nicht
alles. Im Osten des "evergreen" State Washington
ist es nämlich verdammt trocken und superwarm.
Wüste halt. Wenn ich dort wohnen würde, würde
ich mir aber sehr blöd vorkommen, mit einem
Nummernschild durch die Gegend zu fahren, dass
"Evergreen State" schreit. Seis drum, vielleicht
wird deshalb seit den 50er Jahren fröhlich
bewässert und ganze USA mit Äpfeln beliefert.
Irgendwann in den 80ern haben ein paar Enthusiasten dann mal angefangen Wein anzupflanzen (angeblich gedeiht Wein dort gut, wo auch Äpfel gut gehen). Inzwischen findet man hier in Seattle des Öfteren Wein aus Washington im Regal, bzw. auf dem Tisch. Luzie und ich hatten sogar bei unserem Abschiedsessen in Jena im Scala (das Restaurant im Uni-Turm) Washington Wein. Kurzum, noch ist das ein Geheimtipp, also mussten wir da hin. Bevor es so touristisch wird wie im Napa Valley. Leider war ich ja damals 1991 nicht auf dem Nirvana Konzert in Halle (mit Sonic Youth!), bevor sie ganz groß rauskamen. Nun kann ich aber sagen ich war im Yakima Valley bevor es kommerziell wurde. Vielleicht.
Sarah und Patrick, 2 Freunde aus Seattle fahren dort jedes Jahr hin und luden uns ein mitzukommen. Dank ihrer perfekten Organisation sahen wir unzählige Weingüter und kosteten eine Menge gute Weine! Spannend an der Gegend dort ist auch noch, dass man sich wie in Mexiko fühlt. Ehrlich. Dort gibt es die besten mexikanischen Restaurants nördlich von San Francisco. Die besten Tamales von Washington State. Durch den ganzen Obstanbau brauchte es Arbeitskräfte und das Klima ist dem in Mexiko nicht so unähnlich. Höhepunt am Ende des 2. Tages war der Besuch des Blackwood Canyon Weingutes. Besitzer Mike Moore versteht sich eher als Künstler, unsere Verkostung dauerte 1.5h und da waren wir erst mit den Weissweinen fertig. Sehr beeindruckende, alte Weissweine (1989 war der älteste den wir probierten), sowas bekommt man ja sonst kaum noch. Mit einer Kiste voller Weine machten wir uns auf den Rückweg nach Seattle. Viele Bilder gibts hier.
Irgendwann in den 80ern haben ein paar Enthusiasten dann mal angefangen Wein anzupflanzen (angeblich gedeiht Wein dort gut, wo auch Äpfel gut gehen). Inzwischen findet man hier in Seattle des Öfteren Wein aus Washington im Regal, bzw. auf dem Tisch. Luzie und ich hatten sogar bei unserem Abschiedsessen in Jena im Scala (das Restaurant im Uni-Turm) Washington Wein. Kurzum, noch ist das ein Geheimtipp, also mussten wir da hin. Bevor es so touristisch wird wie im Napa Valley. Leider war ich ja damals 1991 nicht auf dem Nirvana Konzert in Halle (mit Sonic Youth!), bevor sie ganz groß rauskamen. Nun kann ich aber sagen ich war im Yakima Valley bevor es kommerziell wurde. Vielleicht.
Sarah und Patrick, 2 Freunde aus Seattle fahren dort jedes Jahr hin und luden uns ein mitzukommen. Dank ihrer perfekten Organisation sahen wir unzählige Weingüter und kosteten eine Menge gute Weine! Spannend an der Gegend dort ist auch noch, dass man sich wie in Mexiko fühlt. Ehrlich. Dort gibt es die besten mexikanischen Restaurants nördlich von San Francisco. Die besten Tamales von Washington State. Durch den ganzen Obstanbau brauchte es Arbeitskräfte und das Klima ist dem in Mexiko nicht so unähnlich. Höhepunt am Ende des 2. Tages war der Besuch des Blackwood Canyon Weingutes. Besitzer Mike Moore versteht sich eher als Künstler, unsere Verkostung dauerte 1.5h und da waren wir erst mit den Weissweinen fertig. Sehr beeindruckende, alte Weissweine (1989 war der älteste den wir probierten), sowas bekommt man ja sonst kaum noch. Mit einer Kiste voller Weine machten wir uns auf den Rückweg nach Seattle. Viele Bilder gibts hier.
Unser erster Hochzeitstag
27/05/07 19:17 Filed in: Luzies
Geschichten
Warum weit fahren, wenn das Gute doch so nah liegt?
Das war unser Motto für den ersten Hochzeitstag (Na
ja, auch unsere Flitterwochen waren auch schon unter
dem Motto). Auch dieses mal hat es uns wieder an das
Wasser in einen kleinen Hafen verschlagen. Wir sind
auf Orcas Island gefahren, ca. 3 Stunden Reise von
Seattle entfernt (mal wieder mit ner Fähre), zwischen
Vancouver Island und
Seattle liegt.
Anstelle von teuren Geschenken haben wir uns in einem netten Bed and Breakfast eingenistet- mit Balkon und Blick auf den Hafen. Am ersten Abend gab es lokalen Fisch in dem Restaurant in unserer kleinen Pension. Und mit einer Flasche Sekt haben wir unseren ersten Hochzeitstag auf dem Balkon mit Blick aufs Meer ausklingen lassen.
Am nächsten Tag sind wir auf den Bauernmarkt im größten Ort der Insel gefahren. Die Insel ist sehr ländlich, sehr ruhig, hier gibts keine Stadt oder strip malls, sehr erholsam. Danach ging es auf den Schildkrötenrückenberg (Turtleback Mountain in der Sprache der Einheimischen), von dem wir eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Inseln hatten. Neben der Insel auf der wir gewohnt haben, gibt es noch weiter große und einige kleine Inseln. Eine der bekanntesten ist wohl die San Juan Insel, auf der die Amerikaner und Briten beinahe wegen eines Schweines einen Krieg begonnen hätten, 1859. Kaiser Wilhelm hat damals entschieden, dass die Inseln zu den USA gehören sollte und alles war schön. Zudem spielt hier auch „Schnee der auf Zedern fällt“- Dirk und ich sind bei dem Film bislang immer eingeschlafen... wir habens schon 2x probiert...
Nach 2 Tagen haben wir dann auch so gut wie alles gesehen und sind mit der Fähre am Sonntag wieder zurück gefahren. Da sie Inseln ein sehr populäres Ziel sind, haben wir 4 Stunden warten müssen, bis wir mit einer Fähre mitgekommen sind. Fotos!
Anstelle von teuren Geschenken haben wir uns in einem netten Bed and Breakfast eingenistet- mit Balkon und Blick auf den Hafen. Am ersten Abend gab es lokalen Fisch in dem Restaurant in unserer kleinen Pension. Und mit einer Flasche Sekt haben wir unseren ersten Hochzeitstag auf dem Balkon mit Blick aufs Meer ausklingen lassen.
Am nächsten Tag sind wir auf den Bauernmarkt im größten Ort der Insel gefahren. Die Insel ist sehr ländlich, sehr ruhig, hier gibts keine Stadt oder strip malls, sehr erholsam. Danach ging es auf den Schildkrötenrückenberg (Turtleback Mountain in der Sprache der Einheimischen), von dem wir eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Inseln hatten. Neben der Insel auf der wir gewohnt haben, gibt es noch weiter große und einige kleine Inseln. Eine der bekanntesten ist wohl die San Juan Insel, auf der die Amerikaner und Briten beinahe wegen eines Schweines einen Krieg begonnen hätten, 1859. Kaiser Wilhelm hat damals entschieden, dass die Inseln zu den USA gehören sollte und alles war schön. Zudem spielt hier auch „Schnee der auf Zedern fällt“- Dirk und ich sind bei dem Film bislang immer eingeschlafen... wir habens schon 2x probiert...
Nach 2 Tagen haben wir dann auch so gut wie alles gesehen und sind mit der Fähre am Sonntag wieder zurück gefahren. Da sie Inseln ein sehr populäres Ziel sind, haben wir 4 Stunden warten müssen, bis wir mit einer Fähre mitgekommen sind. Fotos!
Kanada!
14/05/07 20:11 Filed in: Personal
Besuch aus Deutschland! Cousin Rex hat es wahr
gemacht und sich ins Flugzeug gesetzt um Kanada zu
sehen. Nach ein wenig sightseeing in Seattle ging es
gen Norden - Vancouver Island, British Columbia,
Kanada. Es soll dort ja so sein, wie man sich als
Deutscher gemeinhin Kanada vorstellt. Und es ist auch
so.
Zunächst regnete es erstmal ohne Ende als wir uns der kanadischen Grenze näherten. Auch dahinter noch. Es ging über Fjorde mit der Fähre, immernoch Regen. Man erahnte Berge hinter den Wolken, ab und zu mal schauten sie heraus. Naja, irgendwann muss es ja mal regnen, denn die Westküste von Vancouver Island bekommt im Schnitt pro Jahr 3300 mm Regen. Der nasseste Ort der Welt ausserhalb der Äquatorregion. Vancouver selber hat immerhin noch 1200 mm. Da ist Seattle fast Wüste. Kein Wunder also das es erstmal regnete. Aber auf unserem Weg an die wirklich nasse Westküste wurde es sonnig, blauer Himmel in Tofino! Tofino mag dem einen oder anderen was sagen, obwohl es nur ein Fischernest ist. Aber wer "Der Schwarm" gelesen hat, weiss, das dort alles Übel begann, mit den Walen. Wer es nicht gelesen hat, dem empfehle ich es hiermit mal, sehr spannend. Und Tofino wird da schön beschrieben, Ich will ja nicht zuviel verraten, aber wir haben dann auch mal eine Wale watching Tour gemacht und keinen einzigen Wal gesehen, laut unserem Führer passiert das extrem selten bis nie. Wer das Buch gelesen hat, weiss was das bedeutet.
Aber Tofino ist wunderschön, besonders in der Vor-Touristenzeit bei Sonnenschein. Wirklich herrlich gelegen, zelteten wir am Pazifik.
Auf dem Rückweg sind wir dann einem Schwarzbären begegnet, der an der Straße friedlich Grass fraß. Sah ganz possierlich aus, aber im Wald beim Wandern möchte man dem nicht unbedingt begegnen.
Die (viktorianische) Zivilisation hatte uns dann wieder in Victoria, von wo aus mit einer weiteren Fähre über die Juan de Fuca Straße (Wasserstraße) zurück nach USA ging. Nur noch eine Fähre trennte uns von Seattle, der Regen hatte uns wieder.
Die Fotos dazu.
Zunächst regnete es erstmal ohne Ende als wir uns der kanadischen Grenze näherten. Auch dahinter noch. Es ging über Fjorde mit der Fähre, immernoch Regen. Man erahnte Berge hinter den Wolken, ab und zu mal schauten sie heraus. Naja, irgendwann muss es ja mal regnen, denn die Westküste von Vancouver Island bekommt im Schnitt pro Jahr 3300 mm Regen. Der nasseste Ort der Welt ausserhalb der Äquatorregion. Vancouver selber hat immerhin noch 1200 mm. Da ist Seattle fast Wüste. Kein Wunder also das es erstmal regnete. Aber auf unserem Weg an die wirklich nasse Westküste wurde es sonnig, blauer Himmel in Tofino! Tofino mag dem einen oder anderen was sagen, obwohl es nur ein Fischernest ist. Aber wer "Der Schwarm" gelesen hat, weiss, das dort alles Übel begann, mit den Walen. Wer es nicht gelesen hat, dem empfehle ich es hiermit mal, sehr spannend. Und Tofino wird da schön beschrieben, Ich will ja nicht zuviel verraten, aber wir haben dann auch mal eine Wale watching Tour gemacht und keinen einzigen Wal gesehen, laut unserem Führer passiert das extrem selten bis nie. Wer das Buch gelesen hat, weiss was das bedeutet.
Aber Tofino ist wunderschön, besonders in der Vor-Touristenzeit bei Sonnenschein. Wirklich herrlich gelegen, zelteten wir am Pazifik.
Auf dem Rückweg sind wir dann einem Schwarzbären begegnet, der an der Straße friedlich Grass fraß. Sah ganz possierlich aus, aber im Wald beim Wandern möchte man dem nicht unbedingt begegnen.
Die (viktorianische) Zivilisation hatte uns dann wieder in Victoria, von wo aus mit einer weiteren Fähre über die Juan de Fuca Straße (Wasserstraße) zurück nach USA ging. Nur noch eine Fähre trennte uns von Seattle, der Regen hatte uns wieder.
Die Fotos dazu.



