Mar 2006

Schneeschuhlaufen am Mount Rainer

Es ist zwar schon über eine Woche her und der Frühling hält unaufhaltsam Einzug in Seattle, aber ich will doch nicht vergessen von unserem Schneeschuhlaufen Trip am Mount Rainer zu berichten. Dieses Jahr sind hier schier unglaubliche Schneemassen gefallen (in den Bergen), oben am Mount Rainer, also auf halber Höhe, 1600 m, liegen 2m Schnee, mindestens. Da man da natürlich nicht wandern kann, wurde Schneeschuhlaufen erfunden.
snowshoe
Ich hab sowas ja auch noch nie gemacht. Man schnallt sich Schneeschuhe unter die Schuhe und wandert durch den Schnee. Eigentlich recht straightforward. Macht sehr viel Spaß, aber unsere Sicht war begrenzt, da es schneite. Eigentlich hat man dort solche Blicke. War sicherlich nicht unser letzter Besuch an diesem aktiven Vulkan. Hier ein paar Bilder.
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Besuch aus Jena

Der erste Besuch aus Jena war da! Weltreisender Stolle, kurzzeitiger Mitbewohner am legendären Markt 11 in Jena, besuchte uns und kochte Rouladen. Nach altem thüringer Rezept. Auch wenn er selber nicht so begeistert war - wir waren es!
roulade
Es war schön, ein bekanntes Gesicht aus der Heimat hier zu haben, Köstritzer Schwarzbier in einer Kneipe unten in Ballard zu trinken und Rouladen zu kochen (bzw zuschauen, wie jemand kocht) und den "weisst Du schon das der und der jetzt das und das macht usw" Jena-Klatsch auszubreiten . Auch wenn Stolle nun schon länger aus Jena weg ist als wir. Wir hatten ein sehr schönes Wochenende, hier ein paar Bilder. Wenn man Stolles Geschichten hört oder liest, bekommt man schon wieder Reiselust, auch wenn ich glaube ich nach meinen fast 3 Monaten aus dem Rucksack leben ein zu Hause zu schätzen weiss.
Nun solltet ihr alle langsam mal Reisepläne schmieden... wir vermissen Bratwürste.
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Busfahren

Da Dirk und ich kein Auto haben, fahren wir viel mit dem Bus. Als erstes Stellt man fest, dass China, Mexiko und Amerika eines gemeinsam haben- die Busfahrer sind Helden! Während Handschuhe in den warmen Regionen (wie Mexiko) als Zeichen der Coolheit angezogen werden, bevorzugt der Busfahrer in Seattle kurze Hosen im Winter- man will ja aus der Masse hervorstechen. Vor ein paar Wochen sind Dirk und ich von einer deutschen Kneipe nach Hause gefahren. Der Busfahrer war farbig, schwul und trug kurze Hosen. Er sah aus wie der Typ aus "King of Queens" und ist sehr beschwingt Bus gefahren. Während er sich mit einem Fahrgast unterhielt, ist er durch die Strassen gekurvt und hat dabei einige Kurven geschnitten. Unsere Bushaltestelle hat er dann auch noch fast mitgenommen und uns daraufhin beim Aussteigen noch den guten Tipp gegeben kein Haus neben einer Bushaltestelle zu kaufen, woraufhin er dann wieder mit Schwung losfuhr.
bus
Die Busfahrer hier scheinen eh meist sehr gute Laune zu haben. Mal abgesehen davon, dass sie einem immer einen guten Tag wünschen, fragen, wie es einem geht und beim Aussteigen auch noch ein paar nette Ratschläge und Wünsche parat haben, beglücken einen die Busfahrer auch ab und zu mit kleinen Geschenken. So hat bei mir einmal ein Busfahrer am frühen Morgen durch den Lautsprecher verkündet er würde für alle einen Doughnut kaufen, wenn wir ihm 3 Minuten unsere Zeit schenken würden, woraufhin er auch schon eine Vollbremsung neben der nächsten Doughnutbude hinlegte und für eine Weile verschwand. Zurück kam er dann mit 4 Packungen à 14 Doughnuts und jeder, der den Bus verlies, musste (!) einen mitnehmen. Dirk hat einmal in einem Bus gesessen, in dem der Busfahrer regelrecht Prügel angedroht hat, wenn einer auf die Idee käme zu zahlen, bevor er nicht die selbst erfundene Freifahrtzone aufgehoben hat.
Der beste Platz ist eh neben dem Busfahrer. Alles, was gerne mal zum Psychiater gehen würde, aber kein Geld hat oder nicht weiß, dass er mal gehen müsste, quatscht sich beim Busfahrer aus. Ich habe schon ein paar mal mit tränen in den Augen vor Lachen in dem Bus gesessen und mir mit den anderen Mitfahrern zusammen das Lachen verkneifen müssen. Ist schon irre, was manche Leute so zu erzählen haben.
Leider werden die Strecken, die ich fahren muss immer kürzer - ich sollte mir noch einen Job etwas außerhalb von Seattle suchen :0)
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381 ppm... and counting

Die höchste Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre, seit mindestes 1 Million Jahren. siehe Artikel hier.

Der Bürgermeister von Seattle führt übrigens eine Organisation von US amerikanischen (zumeist dann doch Küsten-) Städten (mit insgesamt 43 Millionen Einwohnern), die sich dem Kyoto-Protokoll uneingeschränkt anschließen wollen, bzw dessen Kohlendioxid Reduktionsziele erreichen wollen. Es geht also doch etwas voran.


Noch kein Kommentar auf Bild.de, aber Erinnerungen an die epische Schlagzeile vom Oktober 2005 werden wach:
Klimaschock!
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Little Mount Si

Das herrliche Frühlingswetter (15°C, blauer Himmel) und eine Einladung zum Wandern trieben uns raus aus Seattle, 30 Meilen östlich, zum Fuße der Cascade Mountains. Unser erster Berg in den Cascades ist bezwungen, der Little Mt. Si, stolze 1576 Fuß (480 m).
mt little si
Der Blick vom Gipfel offenbart den größeren Bruder, dem Mt. Si selbst, dessen schneebedeckte 4167 Fuß (1270 m) noch bezwungen werden wollen. Der Seattlelite (der Einheimische hier) ist ja ein sehr großer Outdooraktivitätsanhänger, geht gerne wandern und kauft sich im unglaublich großen Outdoorkaufhaus REI (die Firma stammt aus Seattle) Ausrüstung. Das Teil ist fast so groß wie die GöGa, aber es gibt nur Outdoorkram. Hat einen eigenen Wasserfall, eine Kletterwand und Feuerstellen. Nennt sich auch "flagship store". Aber es gibt da recht gute und sehr nützliche Sachen. Ich habe mir nach kurzem Widerstreben auch recht schnell eine Regenjacke (von eben REI) gekauft. Die Jungs verstehen es genau die Jacke herzustellen, die man in einer Stadt wie Seattle braucht. Ich arbeite an einem Artikel darüber.
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Skifahren

Die Unmengen an Schnee, die in diesem Sommer auf die Cascade Mountains niedergehen verleiten einen dann doch mal zum Skifahren. Günstigerweise ist der Chef Snowboardfan und lud uns in seinen, dem Leser bekannten Minivan, auf nach Stevens Pass, einem Skigebiet ca. 2h NE von Seattle.
skiing
60 cm Neuschnee in der Nacht zuvor - da macht Skifahren Spass! Eine neue Skibrille, mit Anti-Fog Technologie musste her, da es immer noch schneite. Erstaunlich, wie die orange Farbe die Kontraste verstärkt und einen sicher durch den Tiefschnee geleitet. Das ist übrigens die gute Seite des Regens, denn wenn es in Seattle regnet, schneit es in den Bergen. Was jetzt nicht heissen soll, dass es viel regnet.
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