Endlich: eine eigene Wohnung!
24/01/06 21:11 Filed in: Personal
Nach ziemlich genau 2.5 Monaten Leben aus dem Koffer
in diversen Wohnungen in Somerville, Woods Hole,
Cambridge und zuletzt in Seattle (genau genommen
waren es 5 verschiedene Buden in den letzten 81
Tagen) haben wir eine Wohnung! Gelegen in Fremont,
ein schöner Stadtteil von Seattle, nördlich des Lake
Washington. Ehemals wohnten hier nur Hippies, bis es
dann hip wurde hier zu wohnen und statt VW Bus (man
sieht hier aber noch einige) fährt man jetzt
Volvo. Vielleicht wohen hier aber auch noch
dieselben Leute nur fahren sie jetzt Volvo.
Naja, das wäre eine eigene Geschichte über den
Erfolg von Volvo in den USA (insbesondere in der
gebildeten oberen weissen Mittelklasse) zu
schreiben. Vielleicht später mal.
Also, da wohnen wir nun, in diesem durchaus Bauhaus inspierierten Haus, gebaut in den 80ern. Die Lage ist perfekt (2 Blocks zum Bus, ich brauche mit diesem 15 min in die Uni), ruhig, oben auf dem Berg (man sieht die Spitze der Space Needle) die Wohnung sehr schön (nennt sich hier one bedroom loft, weil wir sozusagen ein zweistöckiges Wohnzimmer haben, siehe die Bilder). Der Manager der Bude, ein cooler Typ namens Pat, fährt (passend zu den 80ern) einen 600$ Datsun Sportcoupé. Auch hatten wir großes Glück, weil die Vormieterin heiratet und damit den gesamten Hausrat quasi loswerden wollte. Für ein paar Bucks haben wir ihr die Wohnungseinrichtung (inklusive Pflanzen, Tische, Sofa, Glotze, DVD Player, Teller, Töpfe ...) abgekauft und sind in eine möblierte Bude eingezogen. Das war sehr angenehm! Eine sonntägliche Fahrt zum nahen IKEA (man spricht das hier "eikiea" aus) konnten wir uns dennoch nicht verkneifen, sei es nur des Gefühls wegen, man ist wieder im Saalepark bei Leipzig - man fühlt sich wirklich so. Der einzige Unterschied zum Leipzig IKEA ist das riesige Parkhaus davor (etwas so groß wie IKEA selber) und das es billiger ist hier. Ansonsten gibts Regal BILLY, Stuhl POÅNG und: Daunenkissen GOTT (für 3.99$). Eine skandinavische Firma in den USA erweckt Heimatgefühle - wenn das nicht mal die Globalisierung ist.
ein paar Bilder von Seattle, unserem kleinen Bootsauflug (mit Chefs Boot) auf den Puget Sound und Spaziergänge im Golden State park und am Hafen in Ballard gibts hier.
Also, da wohnen wir nun, in diesem durchaus Bauhaus inspierierten Haus, gebaut in den 80ern. Die Lage ist perfekt (2 Blocks zum Bus, ich brauche mit diesem 15 min in die Uni), ruhig, oben auf dem Berg (man sieht die Spitze der Space Needle) die Wohnung sehr schön (nennt sich hier one bedroom loft, weil wir sozusagen ein zweistöckiges Wohnzimmer haben, siehe die Bilder). Der Manager der Bude, ein cooler Typ namens Pat, fährt (passend zu den 80ern) einen 600$ Datsun Sportcoupé. Auch hatten wir großes Glück, weil die Vormieterin heiratet und damit den gesamten Hausrat quasi loswerden wollte. Für ein paar Bucks haben wir ihr die Wohnungseinrichtung (inklusive Pflanzen, Tische, Sofa, Glotze, DVD Player, Teller, Töpfe ...) abgekauft und sind in eine möblierte Bude eingezogen. Das war sehr angenehm! Eine sonntägliche Fahrt zum nahen IKEA (man spricht das hier "eikiea" aus) konnten wir uns dennoch nicht verkneifen, sei es nur des Gefühls wegen, man ist wieder im Saalepark bei Leipzig - man fühlt sich wirklich so. Der einzige Unterschied zum Leipzig IKEA ist das riesige Parkhaus davor (etwas so groß wie IKEA selber) und das es billiger ist hier. Ansonsten gibts Regal BILLY, Stuhl POÅNG und: Daunenkissen GOTT (für 3.99$). Eine skandinavische Firma in den USA erweckt Heimatgefühle - wenn das nicht mal die Globalisierung ist.
ein paar Bilder von Seattle, unserem kleinen Bootsauflug (mit Chefs Boot) auf den Puget Sound und Spaziergänge im Golden State park und am Hafen in Ballard gibts hier.
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catching a crab
24/01/06 17:36 Filed in: Luzies
Geschichten
nun da das richtige Arbeitsleben losgeht (keine Zeit
für nix mehr) und noch kein Internet zu Hause
eingekehrt ist (jedoch beantragt), bin ich dankbar
dass Luzie wieder mal was schreibt:
Verpackungen in Amerika habe ich mir immer mit dicken Warnhinweisen vorgestellt, auf denen einem auch der letzte Blödsinn erklärt wird- man denke da nur an die tolle Geschichte, wie die, als eine Oma ihren Hund in der Mikrowelle hat trocknen wollen und da der Hund daran gestorben ist, gab es ein saftiges Entschädigungsgeld. Seit dem steht angeblich auf den Bedienungsanleitungn, dass Tiere in der Mikrowelle nicht zu trocknen sind. Was soll ich sagen: es ist leider nicht so (ich kann also leider keine lustigen Anleitungen sammeln). Mittwoch bin ich dann allerdings doch nicht enttäuscht worden und zwar an einem Ort, an dem ich nicht damit gerechnet habe- bei meinem Ruderkurs...
In der zweiten Stunde am Mittwoch haben wir ein Video über Sicherheitshinweise gesehen. Der Film fing mit einer Einstellung an, in der ein 8ter vor untergehender Sonne zu sehen ist und dazu die Filmmusik vom Weißen Hai! Das war schon super! Dann kam ein Sprecher ins Bild, der anfing die abgefahrensten Geschichten zu erzählen, wie man beim Rudern zu Tode kommen kann. Irre, man glaubt gar nicht, wie gefährlich Rudern sein kann. Naja, es kamen einige Geschichten dazu, die einem in D nicht passieren können. Zum Beispiel würde bei uns keiner beim Anlandschwimmen im Schilf vom Krokodil gefressen werden. Es war auf jeden Fall irre, auf was für unglaubliche Arten man beim Rudern sterben kann. Unser Trainer hat gesagt, dass er diesen Film nicht mehr in der ersten Stunde zeigt, da erfahrungsgemäß ein Drittel nach dem Film den Kurs beendet (kein Wunder!).
Der beste Part war allerdings der, in dem Rudertechniken gezeigt wurden. Ha, wir haben gebrüllt vor Lachen- allerdings eher vor Hysterie... Die haben doch echt nichts besseres zu tun, als auch hier alles auf die Spitze zu treiben: Wenn man beim Rudern- und zwar in der Erholungsphase, wo die Ruder aus dem Wasser zurück in die Ausgangsposition geschwungen werden- aus Versehen das Wasser berührt, kann es gut sein, dass man das Gleichgewicht verliert und ins Wasser fällt. Das ganze nennt sich in den USA "catching a crab", was ich schon einen sehr gelungenen Ausdruck hierfür finde! Je nach dem, ob man nur ins "Straucheln" gerät oder gar um fällt, hat man eine kleine oder eine große Krabbe gefangen. Nun der Filmteil hierzu - man muss dazu noch erwähnen, dass der Film für Anfänger (!) ist und man nicht so schnell in die Situation kommt wie der folgende junge Mann: Gezeigt wird wieder ein 8ter mit Leistungssportlern. Man kann sich also vorstellen, was die für eine Geschindigkeit haben, wenn die alle voll durchziehen. An diesen 8 wurde nun das Phänomen von "catching a BIG crab" gezeigt. Der gute Mann fängt also eine und hält an seinem Ruder fest (FEHLER!)- es sieht aus wie im Comic! Der Gute fliegt mit einem riesigen Bogen aus dem Boot! Haben wir gelacht! Ich brauche das Video unbedingt! Wird einen heiden Spaß machen das in der Schule zu zeigen!
Und die Moral von der Geschicht: Fang eine große Krabbe lieber nicht! ;o)
Verpackungen in Amerika habe ich mir immer mit dicken Warnhinweisen vorgestellt, auf denen einem auch der letzte Blödsinn erklärt wird- man denke da nur an die tolle Geschichte, wie die, als eine Oma ihren Hund in der Mikrowelle hat trocknen wollen und da der Hund daran gestorben ist, gab es ein saftiges Entschädigungsgeld. Seit dem steht angeblich auf den Bedienungsanleitungn, dass Tiere in der Mikrowelle nicht zu trocknen sind. Was soll ich sagen: es ist leider nicht so (ich kann also leider keine lustigen Anleitungen sammeln). Mittwoch bin ich dann allerdings doch nicht enttäuscht worden und zwar an einem Ort, an dem ich nicht damit gerechnet habe- bei meinem Ruderkurs...
In der zweiten Stunde am Mittwoch haben wir ein Video über Sicherheitshinweise gesehen. Der Film fing mit einer Einstellung an, in der ein 8ter vor untergehender Sonne zu sehen ist und dazu die Filmmusik vom Weißen Hai! Das war schon super! Dann kam ein Sprecher ins Bild, der anfing die abgefahrensten Geschichten zu erzählen, wie man beim Rudern zu Tode kommen kann. Irre, man glaubt gar nicht, wie gefährlich Rudern sein kann. Naja, es kamen einige Geschichten dazu, die einem in D nicht passieren können. Zum Beispiel würde bei uns keiner beim Anlandschwimmen im Schilf vom Krokodil gefressen werden. Es war auf jeden Fall irre, auf was für unglaubliche Arten man beim Rudern sterben kann. Unser Trainer hat gesagt, dass er diesen Film nicht mehr in der ersten Stunde zeigt, da erfahrungsgemäß ein Drittel nach dem Film den Kurs beendet (kein Wunder!).
Der beste Part war allerdings der, in dem Rudertechniken gezeigt wurden. Ha, wir haben gebrüllt vor Lachen- allerdings eher vor Hysterie... Die haben doch echt nichts besseres zu tun, als auch hier alles auf die Spitze zu treiben: Wenn man beim Rudern- und zwar in der Erholungsphase, wo die Ruder aus dem Wasser zurück in die Ausgangsposition geschwungen werden- aus Versehen das Wasser berührt, kann es gut sein, dass man das Gleichgewicht verliert und ins Wasser fällt. Das ganze nennt sich in den USA "catching a crab", was ich schon einen sehr gelungenen Ausdruck hierfür finde! Je nach dem, ob man nur ins "Straucheln" gerät oder gar um fällt, hat man eine kleine oder eine große Krabbe gefangen. Nun der Filmteil hierzu - man muss dazu noch erwähnen, dass der Film für Anfänger (!) ist und man nicht so schnell in die Situation kommt wie der folgende junge Mann: Gezeigt wird wieder ein 8ter mit Leistungssportlern. Man kann sich also vorstellen, was die für eine Geschindigkeit haben, wenn die alle voll durchziehen. An diesen 8 wurde nun das Phänomen von "catching a BIG crab" gezeigt. Der gute Mann fängt also eine und hält an seinem Ruder fest (FEHLER!)- es sieht aus wie im Comic! Der Gute fliegt mit einem riesigen Bogen aus dem Boot! Haben wir gelacht! Ich brauche das Video unbedingt! Wird einen heiden Spaß machen das in der Schule zu zeigen!
Und die Moral von der Geschicht: Fang eine große Krabbe lieber nicht! ;o)
an office with a view
13/01/06 23:25 Filed in: Personal
Das könnte der Blick von meinem Büro aus sein,
schöner Blick nach Süden auf Portage Bay.
Doch leider sah es in den letzten Tagen eher so aus:
Aber: es wird sicherlich bald besser. Ich will mich nicht beschweren, dieser Blick ist selbst bei Regen ganz nett.
Doch leider sah es in den letzten Tagen eher so aus:
Aber: es wird sicherlich bald besser. Ich will mich nicht beschweren, dieser Blick ist selbst bei Regen ganz nett.
26. Tag Regen
13/01/06 08:49 Filed in: Personal
eine Woche in Seattle
11/01/06 22:04 Filed in: Personal
Zunächst muss ich mich beim geneigten Publikum
entschuldigen, weil ich erst nach einer Woche in der
neuen Heimat dazukomme, hier etwas zu schreiben. Aber
der Neuanfang ist immer mit gewissen Anstrengungen,
Behördengängen etc. verbunden, die kaum Zeit für ein
abendliches Blogpflegen lassen.
Jedenfalls sind wir in Seattle angekommen, die Geografie der Stadt erschließt sich einem langsam. Keine Frage, eine beeindruckende Stadt, mit ihren Hügeln, steilen Straßen (man denkt eher bei San Francisco an sowas) die herrliche Blicke aufs Wasser freigeben. Das Wohnungssuchen wurde erschwert durch Regen, jeder hier erklärt uns, es wäre wirklich unnormal, das es soviel regnet. Die letzten 24 Tage hat es jeden Tag geregnet, der Rekord von 1953 liegt bei 33 aufeinanderfolgenden Tagen... man rechnet schon damit, das dieser Rekord gebrochen wird. Dabei ist nicht mal ein el Niño Jahr! Nichtsdestotrotz, wir haben eine Hütte gefunden, in die wir nun ab 1.2. einziehen werden. Sehr schöne Wohnung, in nem sehr schönen Viertel, bald sicher mehr inkl. Bilder.
Ein sehr großer Vorteil den das Wohnen an der amerikanischen Westküste ("the west coast is the best coast") mit sich bringt, ist das man durch die nicht mehr vorhanden Zeitdifferenz zu San Franscisco die Apple Events dort live mitbekommt, wie gestern, die neuen Intel Macs.
Im Gründungsort von Starbucks trinkt man übrigens lieber anderen Kaffee:
Jedenfalls sind wir in Seattle angekommen, die Geografie der Stadt erschließt sich einem langsam. Keine Frage, eine beeindruckende Stadt, mit ihren Hügeln, steilen Straßen (man denkt eher bei San Francisco an sowas) die herrliche Blicke aufs Wasser freigeben. Das Wohnungssuchen wurde erschwert durch Regen, jeder hier erklärt uns, es wäre wirklich unnormal, das es soviel regnet. Die letzten 24 Tage hat es jeden Tag geregnet, der Rekord von 1953 liegt bei 33 aufeinanderfolgenden Tagen... man rechnet schon damit, das dieser Rekord gebrochen wird. Dabei ist nicht mal ein el Niño Jahr! Nichtsdestotrotz, wir haben eine Hütte gefunden, in die wir nun ab 1.2. einziehen werden. Sehr schöne Wohnung, in nem sehr schönen Viertel, bald sicher mehr inkl. Bilder.
Ein sehr großer Vorteil den das Wohnen an der amerikanischen Westküste ("the west coast is the best coast") mit sich bringt, ist das man durch die nicht mehr vorhanden Zeitdifferenz zu San Franscisco die Apple Events dort live mitbekommt, wie gestern, die neuen Intel Macs.
Im Gründungsort von Starbucks trinkt man übrigens lieber anderen Kaffee:
Leaving Boston
04/01/06 16:58 Filed in: Personal
Die 2 Monate in Boston sind nun so gut wie vorbei,
sitze am Logan Airport in Boston und warte auf meinen
Flug nach Seattle, der in 2h losgeht.
Luzie ist schon auf dem Weg nach Seattle, via San Francisco, deshalb werde ich sogar eine halbe Stunde früher da sein.
Die Zeit ging sehr schnell vorbei, wieder mal ein Abschied, ein gewisses heimatliches Gefühl hatte sich in Boston dann doch schon eingestellt, man kennt einfach schon die Ecken, wo es nett ist, wo es gute Cafés gibt, wo gute Musik kommt, welchen U-Bahn Ausgang man am Besten nimmt... es ist schon ein wenig schade, Boston zu verlassen. Aber ich werde Siggi und seine Eltern sicherlich zu Ostern mal besuchen! Dann ist es vielleicht auch nicht mehr so fies kalt, wie jetzt (um die 0°, aber die felt temperature ist bestimmt -10°C)!
Andererseits beginnt das Leben in den USA ja jetzt erst richtig, mit einer eigenen Wohnung und allem Drum und Dran. Ich freue mich auch auf Seattle, sich endlich dort niederzulassen und ich denke das die Stadt auch schon bald eine gewisse Heimat für uns sein wird. Die Arbeit wird nun richtig beginnen, bisher war es ja nicht so kontinuierlich - aber so gesehen habe ich in 2 Monaten ne Menge geschafft und gelernt.
Auf den Foto Seiten finden sich noch ein paar neue Bilder aus Boston und Cape Cod.
Luzie ist schon auf dem Weg nach Seattle, via San Francisco, deshalb werde ich sogar eine halbe Stunde früher da sein.
Die Zeit ging sehr schnell vorbei, wieder mal ein Abschied, ein gewisses heimatliches Gefühl hatte sich in Boston dann doch schon eingestellt, man kennt einfach schon die Ecken, wo es nett ist, wo es gute Cafés gibt, wo gute Musik kommt, welchen U-Bahn Ausgang man am Besten nimmt... es ist schon ein wenig schade, Boston zu verlassen. Aber ich werde Siggi und seine Eltern sicherlich zu Ostern mal besuchen! Dann ist es vielleicht auch nicht mehr so fies kalt, wie jetzt (um die 0°, aber die felt temperature ist bestimmt -10°C)!
Andererseits beginnt das Leben in den USA ja jetzt erst richtig, mit einer eigenen Wohnung und allem Drum und Dran. Ich freue mich auch auf Seattle, sich endlich dort niederzulassen und ich denke das die Stadt auch schon bald eine gewisse Heimat für uns sein wird. Die Arbeit wird nun richtig beginnen, bisher war es ja nicht so kontinuierlich - aber so gesehen habe ich in 2 Monaten ne Menge geschafft und gelernt.
Auf den Foto Seiten finden sich noch ein paar neue Bilder aus Boston und Cape Cod.



